Achatius von Armenien
Gedenktag: 22. Juni
Der heilige Achatius und das Martyrium der Zehntausend - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der heilige Achatius und das Martyrium der Zehntausend.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Achatius (* in Kappadokien, † ca. 140 auf dem Ararat; auch genannt: Achaz, Akakios) war ein römischer Offizier und christlicher Märtyrer. Er wird als Heiliger zu den vierzehn Nothelfern gerechnet. Der Name ein dem lateinischen-hebräischen Sprache entnommen heißt übersetzt „Gott hält“, griech. „Der Unschuldige“. Als legendäre Figur wurde er bei der Kalenderreform 1969 aus dem Martyrologium Romanum gestrichen.  Die historische Sicherung ist angesichts der legendenhaften Quellen schwierig bis unmöglich. Er wird leicht verwechselt mit anderen Märtyrern gleichen Namens, vor allem mit Akakios (Agathius) († 303/304 in Konstantinopel), der nach der Legende ebenfalls als Hauptmann im kaiserlichen Heer gilt. Teilweise wird in der Literatur auch dieser als der Nothelfer identifiziert.
Der heilige Achatius und das Martyrium der Zehntausend - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der heilige Achatius und das Martyrium der Zehntausend - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Martyrium der Zehntausend.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die im 12. Jahrhundert zur Stärkung der Kreuzfahrer entstandenen, im 15. Jahrhundert weit verbreiteten Legenden erzählen, wie ein Teil der Truppen Kaiser Hadrians zu Beginn des 2. Jahrhunderts siegreich Aufrührern gegenüber stand. Er wird als Primicerius, also als Anführer im römischen Heer bezeichnet. Er wurde mit 9000 Soldaten nach Armenien entsandt, um dort einen Aufstand niederzuschlagen. Das Kriegsglück war jedoch nicht auf ihrer Seite, der Gegner trat ihnen mit 10-facher Übermacht entgegen und so standen sie kurz davor, eine Niederlage zu erleiden. Als alle Soldaten Angst bekamen und fliehen wollten, erschien dem Achatius ein Engel des Herrn, der ihm verkündete, er würde mit seinen Soldaten siegen, wenn sich alle zum Christentum bekehren würden. Das taten sie und so besiegten sie mit Gottes Hilfe den Feind. Der Himmel öffnete sich über ihnen und 7 Engel stiegen zu ihnen herab und redeten ihnen Mut zu. Sie würden sie begleiten und über sie wachen. So konvertierten sie zum Christentum und errangen den Sieg.
Der heilige Achatius und das Martyrium der Zehntausend - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Martyrium der Zehntausend.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Als Kaiser Hadrian hörte, dass sie zum Christentum übergetreten waren, schickte er 7 Barbarenkönige mit ihren Heeren, um sie zum Abfall zu bewegen. Aber es gelang ihnen nicht. Zunächst konnten die Angreifer Achatius und seinen Gefährten nichts anhaben, was 1000 Barbaren dazu bewog, ebenfalls zum Christentum zu konvertieren. Mit allen vor den Kaiser gebracht, verweigerte Achatius die heidnischen Opfer und die Anbetung der "Idole".
Der heilige Achatius und das Martyrium der Zehntausend - Quelle: Joachim Schäfer; Ökumenisches Heiligenlexikon
Martyrium der Zehntausend.
Albrecht Dürer: 1508, Kunstgeschichte-Museum in Wien.
Quelle: Joachim Schäfer; Ökumenisches Heiligenlexikon
Als man sie steinigen wollte, flogen die Steine zurück auf die, die sie schleuderten. Als man sie geißeln wollte, verdorrten die Hände der Geißler. "Schließlich sandte Hadrian den Befehl, dass man sie genauso leiden lassen sollte wie den Gekreuzigten, den sie anbeteten. Da krönte man sie mit scharfen Dornen und durchbohrte ihre Seiten mit spitzen Ästen. Von den heidnischen Soldaten, die das mitansahen, traten weitere tausend aus ihren Reihen zu den Märtyrern und bekehrten sich zu Christus, so dass ihre Zahl nun zehntausend war. Danach wurden die geduldig Leidenden aus der Stadt getrieben, sie strichen ihr fließendes Blut als Taufe und Abwaschung ihrer Sünden auf ihr Haupt. Gebunden führte man sie auf den Berg Ararat.
Der heilige Achatius und das Martyrium der Zehntausend - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der heilige Achatius.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Dann schlug man sie alle an Kreuze am Berge Ararat." (Melchers 385) Sie wurden zur 6. Stunde gekreuzigt, genau wie Jesus. Auch die Umstände glichen der Kreuzigung Jesu. Die Sonne verfinsterte sich und die Erde bebte. Die Märtyrer beteten um die Gnade, "dass allen, die ihr Andenken feierten, Gesundheit des Leibes und der Seele und alle Güter verliehen werden sollten" (Ebd 385). Vom Himmel her hörten sie eine Stimme, die ihnen die Erhörung versprach. Seither werden Achatius und seine Gefährten angerufen in schweren Krankheiten und in Todesangst und zur Stärkung in Zweifeln.
Berg Ararat - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Großer Ararat von Osten.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Achatius wird wegen seiner Leiden oft mit einem Dornenstrauch oder mit einem Dornenkranz dargestellt, aber auch als Ritter, Herzog oder Edelmann mit Fahne, großem Kreuz und Schwert. Aufgrund weiterer Verwechslungen bzw. Vermischungen von Legenden wird er manchmal auch mit bischöflichen Insignien dargestellt. Er soll vor bösen Krankheiten und der Todesangst bewahren. Die Verehrung des Achatius wurde während der Kreuzzüge in Europa verbreitet. Die Legende sollte die Kreuzfahrer in schwierigen Situationen zum Durchhalten motivieren.
Der heilige Achatius und das Martyrium der Zehntausend - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Der heilige Achatius und das Martyrium der Zehntausend - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der heilige Achatius.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Pfarrkirchen von Atteln, Grünsfeldhausen, Murau, Rheinhausen (Breisgau), Mittersendling (München), Schladming, Kottingbrunn und Zahlbach (Mainz) sind ihm geweiht. Die Kapelle in Grünsfeldhausen zeigt den achteckigen/oktogonalen Grundriss der Grabeskirche in Jerusalem, der von den Kreuzfahrern aus dem Heiligen Land mitgebracht wurde.
Sein Gedenktag wird am 22. Juni gefeiert.
Er wird außerdem als Patron
der Soldaten; gegen Kopfweh, in Todesängsten, Todeskrankheiten,
ausweglosen Lagen und für Stärkung in Zweifeln verehrt.
Attribute sind Soldat mit Dornzweig und Dornenkranz,
mit Schwert, Streitaxt oder Lanze.
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