Allerseelen
2. November
Allerseelen © E. Gaube
Zentralfriedhof Wien, 2009.
An Allerseelen (lateinisch in commemoratione omnium fidelium defunctorum) begeht die römisch-katholische Kirche das Gedächtnis ihrer Verstorbenen. Das Gedächtnis aller Seelen wird im Kirchenjahr am 2. November begangen, einen Tag nach dem Hochfest Allerheiligen. Durch Gebet, Fürbitte, Almosen und Friedhofsgänge gedenken die Menschen aller Armen Seelen im Fegefeuer und wenden ihnen Ablässe zu. In der römisch-katholischen Kirche hat der Allerseelenablass daher eine besondere Bedeutung.
Allerseelen © Pixabay - Lizenz: CC0 Public Domain
Kerzen auf einem Grabstein.
© Pixabay - Lizenz: CC0 Public Domain
Der zum Allerseelentag und in dessen Oktav zu gewinnende vollkommene Ablass für die im Fegfeuer leidend-büßende Seele eines Entschlafenen, ist erst seit dem Mittelalter üblich und volkstümlich geworden. Heute gewährt die Kirche jedem katholischen Christen, der am Tag selbst, oder relativ kurz vor oder nach Allerheiligen, das Bußsakrament und auch die heilige Kommunion empfangen hat, dass er beim Besuch eines Friedhofs vom 1. bis 8. November, oder einer Kirche am 1. bis 2. November, und dazu einem Gebet in der Meinung des Heiligen Vaters in Rom, etwa ein Vaterunser, ein Ave Maria und das Apostolische Glaubensbekenntnis, einen vollkommenen Ablass, also Nachlass aller zeitlichen Sündenstrafen, von Sünden, die bereits vergeben sind, so, dass die Läuterung im Fegefeuer vollzogen ist und beendet wird, die Seele also in die Gemeinschaft der Heiligen im Himmel aufgenommen wird.
Allerseelen © E. Gaube
Zentralfriedhof Wien, 2009.
Wo die Gräbersegnung nicht bereits am Nachmittag von Allerheiligen stattgefunden hat, findet sie an Allerseelen statt, wohin sie eigentlich gehört. Da Allerseelen in der liturgischen Rangordnung den Hochfesten des Herrn gleichgestellt ist, verdrängt das Gedächtnis aller Seelen in Jahren, in denen er auf einen Sonntag fällt, den Sonntag im Jahreskreis. Die liturgische Farbe ist schwarz oder violett, es wird kein Gloria gesungen; an die Stelle des Halleluja-Rufs tritt ein Tractus. In Österreich ist Allerseelen zwar kein gesetzlicher Feiertag, es findet jedoch an den öffentlichen Schulen kein Unterricht statt und an einigen Universitäten ist der Tag vorlesungsfrei. Nach altem Volksglauben stiegen die Seelen der Verstorbenen an Allerseelen vom Fegefeuer auf und ruhten für kurze Zeit aus. Daher gibt es in vielen Regionen vor allem in Süddeutschland und Österreich Gebildebrote, wie Allerseelenbrot, -zöpfe und ähnliches. Diese wurden den Seelen an besonderen Plätzen, meist den Gräbern, hingelegt.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Allerseelen" der
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