Eucharistische Anbetung
Monstranz der Klosterkirche der Barmherzigen Brüder in Wien © E. Gaube
Monstranz der Klosterkirche der Barmherzigen Brüder in Wien, Taborstraße 16.
Anläßlich der stillen Anbetung während der "Langen Nacht der Kirchen" am 29. 5. 2015.
Die eucharistische Anbetung oder Aussetzung des Allerheiligsten ist eine liturgische Gebetsform in der römisch-katholischen Kirche, in deren Mittelpunkt der in Realpräsenz gegenwärtige Leib Christi – das sogenannte Allerheiligste (lateinisch Sanctissimum) – in Form einer gewandelten Hostie anbetend verehrt wird. Höhepunkt und Abschluss dieser Andacht ist der sakramentale Segen.
Tabernakel © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Dom Gurk: obere Kirche: Hochaltar, Antependium: Cosmaten-mosaik (um 1200),
in der Mitte das Wappen des Propstes Georg Vizdom.
Tabernakel von Michael Hoenel (1626-1632)
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Konsekrierte Hostien werden üblicherweise im Tabernakel aufbewahrt. Bei der Aussetzung des Allerheiligsten setzt ein Priester, Diakon oder Akolyth eine konsekrierte Hostie in ein besonderes Behältnis ein, sodass das Allerheiligste von den Gläubigen durch Gebete, Hymnen oder in stiller Anbetung verehrt wird. Dabei kann jede konsekrierte Hostie verwendet werden, doch werden meist besonders große oder mit einem geprägten Bild verzierte Zelebrationshostien eingesetzt.
Monstranz © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Monstranz © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Stiftskirche Mattsee (Hl. Michael).
Barock-monstranz um 1700 von
Ludwig Schneider in Augsburg.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Stiftskriche Mattsee (Hl. Michael):
Gotische Monstranz um 1600
von Hans Reichenperger in Passau.
Daneben Leuchter von 1663.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Monstranz © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Monstranz © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Pfarrkirche St. Wolfgang: Sakristei:
Monstranz aus dem 18. Jh. (Rokoko).
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Pfarrkirche Berndorf (Maria
Himmelfahrt): Kelche und Monstranz.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Als Behältnis kommt üblicherweise eine Monstranz (von lat. monstrare, „zeigen“) zum Einsatz. Das Gegenteil der Aussetzung ist die Reposition (von lateinisch reponere ‚zurücklegen‘, Verb reponieren), bei der das Allerheiligste wieder in den Tabernakel zurückgebracht wird. Üblicherweise erfolgt davor ein kurzes Gebet und gegebenenfalls ein eucharistischer Segen. Die Aussetzung steht in einem engen Zusammenhang mit der Heiligen Messe und bedeutet eine Verlängerung der Elevation, der Erhebung des Leibes Christi bei der Wandlung in der Messfeier.
Monstranz © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Monstranz von 1735 aus der Wallfahrtskirche Maria Plain in Salzburg,
unterer Teil.Bild: Anrather, Oskar; 1984.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Elevation hat ihren Ursprung in der vom Schauverlangen bestimmten hochmittelalterlichen Eucharistiefrömmigkeit, das durch die Aussetzung gewissermaßen noch gesteigert wurde. Die Barockfrömmigkeit brachte eine Vermehrung der Anlässe für die oft festlich gestaltete eucharistische Aussetzung.
Monstranz © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Monstranz © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Kelch aus der Kirche in
Hintersee. Bild um 1910.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Pfarrkirche Gross Globnitz
(Hl. Pankraz): Gotische Monstranz
Ende 15. Jahrhundert.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das II. Vatikanische Konzil hat demgegenüber wieder die Messfeier als Quelle und Gipfel der Eucharistiefrömmigkeit betont. Während der Messfeier darf daher im selben Raum der Kirche oder Kapelle keine Aussetzung des Allerheiligsten stattfinden. Genauso wenig ist es erlaubt, das Allerheiligste nur zum Zweck des Segnens auszusetzen. Der eucharistische Segen ist vielmehr der Abschluss einer solchen Zeit der Anbetung, denn sie allein bereitet zum fruchtbaren Empfang dieses besonderen Segens.

Die bisher größte eucharistische Anbetung mit ca. einer Million Gläubigen fand während der Vigil anlässlich des XX. Weltjugendtages in Köln unter Anwesenheit von Papst Benedikt XVI. statt. Papst Johannes Paul II. hatte das Jahr 2005 zum Jahr der Eucharistie ausgerufen.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Eucharistische_Anbetung" der
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