Aschermittwoch
Beginn der 40-tägigen Fastenzeit (46 Tage bis Karsamstag)
© www.mojpapiez.pl
Papst Johannes Paul II. beim Bestreuen mit Asche.
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Der Aschermittwoch (lateinisch Feria quarta cinerum, ‚vierter Tag (= Mittwoch) der Asche‘ oder Dies cinerum, ‚Tag der Asche‘, auch Asche(r)tag) stellt in der Westkirche seit dem Pontifikat Gregors des Großen den Beginn der 40-tägigen Fastenzeit dar. Die Bezeichnung Aschermittwoch kommt von dem Brauch, im Gottesdienst am Aschermittwoch die Asche vom Verbrennen der Palmzweige des Vorjahres zu segnen und die Gläubigen mit einem Kreuz aus dieser Asche zu bezeichnen. Die Fastenzeit soll an die 40 Tage erinnern, die Jesus fastend und betend in der Wüste verbrachte (Mt 4,2 EU), und auf Ostern vorbereiten. Da die Sonntage der Fastenzeit nicht als Fasttage gelten, ergibt sich eine Gesamtdauer von 46 Tagen, von Aschermittwoch bis Karsamstag. Die Ostkirche kennt keinen Aschermittwoch, weil ihre Fastenzeit bereits am Sonntagabend der siebten Woche vor Ostern beginnt.
Asche auf Teller © Diözese Linz - www.dioezese-linz.at
Asche auf Teller.
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Die Bestreuung mit Asche als Zeichen der Buße
findet sich bereits im Alten Testament:

„Als die Nachricht davon den König von Ninive erreichte,
stand er von seinem Thron auf, legte seinen Königsmantel ab,
hüllte sich in ein Bußgewand und setzte sich in die Asche.“

Jona 3,6

„Ich richtete mein Gesicht zu Gott, dem Herrn,
um ihn mit Gebet und Flehen,
bei Fasten in Sack und Asche, zu bitten.“

Dan 9,3

Seit der Spätantike mussten im Christentum Menschen, denen eine Kirchenbuße auferlegt wurde, am Anfang der Fastenzeit ein Bußgewand anziehen, und sie wurden mit Asche bestreut. In der Kirche Galliens wurden sie – in Anlehnung an die Vertreibung Adams und Evas aus dem Paradies (Gen 3 EU) – aus der Kirche vertrieben. Am Gründonnerstag wurden sie wieder zum Empfang der Kommunion zugelassen. Während dieser Brauch um das Ende des 10. Jahrhunderts verlorenging, setzte sich die Aschenbestreuung aller Gläubigen durch, nachdem zunächst einzelne aus Solidarität mit den Büßern sie auf sich genommen hatten.
Aschermittwoch; U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 3rd Class Brian May - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Spendung des Aschenkreuzes.
U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 3rd Class Brian May.
USS Wasp (LHD 1); Atlantic Ocean (Feb. 6, 2008).
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Das erste Gebet zur Aschensegnung stammt aus dem 11. Jahrhundert, die Vorschrift, für die Gewinnung der Asche die Palmzweige des Vorjahres zu verwenden, stammt aus dem 12. Jahrhundert. Auf der Synode von Benevent (1091) empfahl Papst Urban II. den Brauch der Aschenbestreuung für die ganzen Kirche. Das Aschenkreuz wurde ursprünglich bei Männern auf das Haupt gestreut und bei Frauen auf die Stirn gezeichnet. Heute sind beide Formen unabhängig vom Geschlecht üblich. Mit diesem Ritual soll der Mensch an seine Vergänglichkeit erinnert und zur Umkehr aufgerufen werden. Der Aschermittwoch stellt zugleich auch das Ende der Fastnachtszeit dar. In der Bibel wird der „fleischlich“ gesinnte dem geistlich gesinnten Menschen entgegengestellt (z. B. Röm 8,5 EU). Der auch symbolisch durch Fasten vollzogene Abschied vom Fleisch in der Fastenzeit soll helfen, sich auf das geistliche Leben und somit auf Gott zu besinnen. In der katholischen Kirche ist der Aschermittwoch ein strenger Fasten- und Abstinenztag.
Aschermittwoch - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Asche kann auch in Kreuzform auf den Kopf gestreut werden,
wie auf diesem polnischen Gemälde von 1881 zu sehen.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Spendung des Aschenkreuzes findet in der Regel in der Heiligen Messe am Aschermittwoch statt. Nach der Homilie (Predigt zu den Lesungen) segnet der Priester die Asche durch Gebet und Besprengung mit Weihwasser und legt sie allen auf, die vor ihn hintreten. Der Spender spricht bei der Bezeichnung mit dem Aschenkreuz zu jedem Einzelnen die Worte: „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“ (Gen 3,19 EU) (lat. „Memento homo, quia pulvis es et in pulverem reverteris“) oder: „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium“ (Mk 1,15 EU). Während der Spendung des Aschenkreuzes wird gesungen; die Liturgie sieht dafür als Antiphon z. B. Joel 2,13 EU in Verbindung mit Ps 51 EU oder „einen anderen geeigneten Gesang“ vor; dabei wird häufig die im 17. Jahrhundert in Frankreich entstandene Antiphon Attende Domine gewählt (Gotteslob 266 Bekehre uns). An die Austeilung der Asche schließen sich unmittelbar die Fürbitten an. Die Segnung und Auflegung der Asche kann auch außerhalb der Heiligen Messe stattfinden. In diesem Fall beginnt man mit dem Wortgottesdienst der Tagesmesse: Eröffnungsvers, Tagesgebet. Lesungen mit Zwischengesängen, Homilie, danach die Segnung der Asche und die Spendung des Aschenkreuzes. Den Abschluss bilden die Fürbitten, das Schlussgebet und der Segen. Die liturgische Farbe des Tages ist Violett.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Aschermittwoch" der
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