Augustiner-Chorherren
Ordo Canonicorum Regularium Sancti Augustini
Ordenskürzel: CRSA bzw. CanReg
Augustiner Chorherren © Augustiner Chorherren - www.stift-st-florian.at
Augustiner Chorherren des Stiftes Sankt Florian.
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Die Augustiner-Chorherren (Kürzel: CRSA bzw. CanReg) sind ein Zusammenschluss mehrerer katholischer Männerorden, die nach der Regel des heiligen Augustinus leben. Sie sind in der Mehrzahl Priester, die das feierliche Stundengebet pflegen und zugleich in der Seelsorge tätig sind. Die Augustiner-Chorherren gehören zu den Regularkanonikern.
Geschichte
Augustiner Chorherren © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Augustiner Chorherren
Bild: Winkler; 1964
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Im 11. Jahrhundert wurden Reformen bei den Kanonikern durchgeführt, die zu regulierten Chorherrenstiften führten. Auf 1059 und 1063 in Rom stattfindenden Synoden wurden so die unterschiedlichen geistlichen Gemeinschaften der Kleriker ermahnt, eine einheitliche Regel einzuführen. Bis Mitte des 12. Jahrhunderts wurde bei fast allen dieser Gemeinschaften die Regel des heiligen Augustinus von Hippo eingeführt, die offiziell durch das Laterankonzil 1215 bestätigt wurde. Augustinerchorherren legen danach ein Gelübde auf ihr Stift ab und wählen unter den beiden überlieferten Augustinusregeln entweder die Version Praeceptum / ordo antiquus oder die strengere Version Ordo monasterii / ordo novus aus.
Augustiner Chorherren © Augustiner Chorherren - www.stift-herzogenburg.at
Augustiner Chorherren des Stiftes Herzogenburg
am Ostersonntag bei Pontifikalvesper und Hochamt.
© Augustiner Chorherren - www.stift-herzogenburg.at
Während der Reformation im 16. Jahrhundert und der Säkularisation zu Beginn der Neuzeit wurden im deutschsprachigen Raum die Augustiner-Chorherrenstifte überwiegend aufgelöst. Während es in Deutschland erst seit 1973 wieder Chorherren in verschiedenen neuen Niederlassungen gibt, bestanden in Österreich einige Stifte durchgehend. Zum Beispiel das große Stift Klosterneuburg vor den Toren Wiens ist ein über die Jahrhunderte kulturell wie religiös prägender Faktor geblieben.
Konföderation
Augustiner Chorherren © Augustiner Chorherren - www.stift-st-florian.at
Augustiner Chorherren des Stiftes Sankt Florian im Chorgestühl.
© Augustiner Chorherren - www.stift-st-florian.at
Am 4. Mai 1959 gründete Papst Johannes XXIII., mit dem Apostolischen Schreiben „Caritas Unitas“ zur Erinnerung an den 900. Jahrestag der Ostersynode vom 13. April 1059, die „Konföderation der Augustiner-Chorherren“.

Den Bund der Chorherren fasste er - nach seinen Worten - deshalb zusammen, damit sich diese gegenseitig unterstützen und gemeinsam wohltätig sein können. Der Abtprimas der Konföderation wird auf Vorschlag der Konföderationsmitglieder für den Zeitraum von sechs Jahren gewählt. Er koordiniert die Beziehungen der einzelnen Kongregationen untereinander und regelt die liturgischen Feste. Er macht Vorschläge für Stipendien und kann neue Chormitglieder bestimmen. Abtprimas ist seit 19. Oktober 2010 Bernhard Backovsky, Propst von Stift Klosterneuburg und Generalabt der Kongregation der österreichischen Augustiner-Chorherren. Die Konföderation hat ihren Hauptsitz in Rom, ihr gehören folgende Kongregationen an:

Augustiner-Chorherren der Brüdern vom gemeinsamen Leben
Augustiner-Chorherren von Windesheim
Augustiner-Chorherren vom Lateran
Kongregation der österreichischen Augustiner-Chorherren
Augustiner-Chorherren vom Grossen Sankt Bernhard
Augustiner-Chorherren von St. Maurice de Agaunum
Augustiner-Chorherren von der Unbefleckten Empfängnis
Augustiner-Chorherren von Maria, der Mutter des Erlösers
Augustiner-Chorherren vom Heiligen Victor.
Kongregation der österreichischen Augustiner-Chorherren
Augustiner Chorherren © Augustiner Chorherren - www.stift-herzogenburg.at
Augustiner Chorherren des Stiftes Herzogenburg.
© Augustiner Chorherren - www.stift-herzogenburg.at
Die Kongregation der österreichischen lateranensischen Augustiner-Chorherren (lat. Congregatio Canonicorum Regularium S. Augustini Lateranensium Austriaca) ist ein Ordensinstitut in der römisch-katholischen Kirche. Sie ist in die Konföderation der Augustiner-Chorherren integriert.

Die durch Papst Gregor VII. (1073–1085) eingeleitete Kirchenreform führte für viele Kanonikerstifte wieder zur Rückbesinnung auf die alten Traditionen. Während des Pontifikats von Bonifatius VIII. (1294–1303) wurde die Entwicklung unterbrochen. Papst Eugen IV. (1431–1447) besetzte 1446 die Lateranbasilika in Rom mit Augustiner-Chorherren. Hieraus entwickelten sich die „Augustiner-Chorherren vom Lateran“. In Österreich-Ungarn gab es seit 1867 sechs Stifte der Augustiner-Chorherren vom Lateran. 1907 schlossen sich die Stifte zur „Kongregation der österreichischen Augustiner-Chorherren“ zusammen. Unter Wahrung der Eigenständigkeit der einzelnen Stifte steht der Kongregation ein Generalabt – derzeit der Abtprimas und Propst von Stift Klosterneuburg Bernhard Backovsky – vor.
Die Kanonikerstifte
Von den sechs Stiften der Chorherren sind
fünf in Österreich und eines in Italien beheimatet:

das Stift Neustift in Brixen (Südtirol) mit 29 Chorherren
das Stift Klosterneuburg mit 44 Chorherren
das Stift Sankt Florian mit 38 Chorherren
das Stift Herzogenburg mit 14 Chorherren
das Stift Vorau mit 17 Chorherren und
das Stift Reichersberg mit 22 Chorherren
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Augustiner-Chorherren" der
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