Benediktiner werden
Berufung zum klösterlichen Leben
Benediktiner werden © www.stift-altenburg.at
Feierliche Profess von Frater Clemens in der Stiftskirche Altenburg; September 2012.
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Kommt jemand, der ins Kloster eintreten möchte, so kann ihm die Gemeinschaft diesen Wunsch, der auch der Wunsch Gottes sein sollte, nicht gleich erfüllen. Mit viel Bedacht und Klugheit muß sich der Interessent prüfen, ob er auf dem richtigen Weg ist, und auch die Klostergemeinschaft prüft, ob der neue Mitbruder wirklich von Gott in ihre Mitte gerufen und für ein klösterliches Leben geeignet ist. Die erste Zeit des Lebens im Kloster nennt man Postulat. Der Interessent lernt die Gemeinschaft und ihre Lebensordnung kennen. Auch die Gemeinschaft versucht den Postulanten kennen zu lernen, damit entschieden werden kann, ob der Kandidat in das Noviziat aufgenommen wird. Das Noviziat dauert 1 Jahr und beginnt mit der Einkleidung.
Benediktiner werden © Benediktinerabtei “Unserer Lieben Frau zu den Schotten” - www.schotten.wien
Mönch werden in der Schottenabtei Wien.
© Benediktinerabtei “Unserer Lieben Frau zu den Schotten” - www.schotten.wien
Nun ist der neue Mitbruder ganz in die klösterliche Lebensordung hineingestellt, er übt sich ein in das Leben des Klosters. Dabei steht ihm vor allem der Novizenmeister zur Seite. Während des ganzen Jahres bleibt der Novize im Kloster und erhält auch Unterricht in verschiedenen Themenkreisen (Regel, Ordensgeschichte, Spiritualität, geistl. Leben, ...) abgestimmt auf sein Vorwissen und seine Bedürfnisse. Nach Ablauf des Noviziates kann die einfache zeitliche Profess abgelegt werden. Auf 3 Jahre verspricht der junge Mitbruder Beständigkeit, klösterlichen Lebenswandel und Gehorsam nach der Regel des hl. Benedikt. Während dieser Zeit wird die Ausbildung oft außerhalb des Klosters fortgesetzt (Theologiestudium, ergänzende Berufsausbildung, ...). Frühestens nach diesen 3 Jahren kann die feierliche ewige Profess abgelegt werden. Über die Zulassung entscheidet das Kapitel, die Versammlung aller Mönche mit ewigen Gelübden. Durch die feierliche Profess erhält der Mönch Sitz und Stimme am Kapitel und damit auch die Mitverantwortung für die Gemeinschaft und das Kloster.

Ob ein Mönch auch Priester wird, hängt zunächst von seiner Berufung ab, die er von Gott empfangen hat. Innerhalb der Gemeinschaft gibt es zwischen Priestern und Brüdern keinen Unterschied.
In der Regel Benedikts heißt es:
Benediktiner werden © Benediktinerabtei Sankt Bonifaz - sankt-bonifaz.de
Vigil und Laudes: Die Feier der Vigil und Laudes ist das Morgenlob der Mönche.
Mit ihr endet die Nacht und beginnt der neue Tag mit seinen Aufgaben.
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Kommt einer neu und will das klösterliche Leben beginnen, werde ihm der Eintritt nicht leicht gewährt, sondern man richte sich nach dem Wort des Apostels: "Prüft die Geister, ob sie aus Gott sind."

…Man achte genau darauf, ob der Novize wirklich Gott sucht, ob er Eifer hat für den Gottesdienst, ob er bereit ist zu gehorchen und ob er fähig ist, Widerwärtiges zu ertragen.

Offen rede man mit ihm über alles Harte und Schwere auf dem Weg zu Gott.

…Bei der Aufnahme verspreche er im Oratorium in Gegenwart aller Beständigkeit, klösterlichen Lebenswandel und Gehorsam, vor Gott und seinen Heiligen.

(Regel des hl. Benedikt, Kapitel 58)
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Benediktinermönche beim Gebet.
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Für den hl. Benedikt ist die Liebe zu Gott entscheidend.

Er verlangt eine Haltung des Suchens und die Bereitschaft, das Leben nach den Maßstäben Jesu auszurichten, ihm Zeit und Raum zu geben. Gefragt ist auch die Fähigkeit, sich in die Gemeinschaft einzubringen und das praktische Leben zu bewältigen. Es braucht also im Kloster reife Menschen mit spirituellem Sinn, die lernbereit sind, die anpacken und zusammenhelfen wollen.
Die Schritte für eine Aufnahme sind ...
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Feierliche Profess von Frater Clemens in der Stiftskirche Altenburg; September 2012.
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Interesse für geistliches Leben
Glaube, Gebet, Gottesdienst
Neigung zum benediktinischen Leben
allein sein können, in Gemeinschaft leben und arbeiten
Positives Aufnahmegespräch
Gast im Kloster
wiederholt einige Tage Kloster auf Zeit
Aufnahme als Kandidat
eine gewisse Zeit im Kloster mitleben; Gesprächsbegleitung
Noviziat
einjährige Probezeit mit Zeit zum Kennenlernen der Regel,
 Ziele und Ideen der Benediktiner
Gelübde (Versprechen) auf 3 Jahre
Studium der Theologie (Priester)
oder andere Berufsausbildung (Bruder)
wie Pädagogik, Wirtschaft, handwerkliche Lehre
Ewige Gelübde
In der Regel werden Kandidaten ab 18 Jahren aufgenommen,
mit abgeschlossener Berufsausbildung oder Matura.
Benediktiner werden © Benediktinerabtei Ettal - abtei.kloster-ettal.de
Zeitliche Profess des Mitbruders Fr. Benno Rehländer.
© Benediktinerabtei Ettal - abtei.kloster-ettal.de
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Steiermark: Admont - St. Lambrecht
Kärnten: St. Paul
Österreichische Benediktinerkongregation
Benediktinerstift Altenburg
Abt Placidus Much Straße 1, 3591 Altenburg
www.benediktiner.at
 
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