Benediktinerinnen
Ordo Sancti Benedicti
Ordenskürzel: OSB
Benediktinerinnen © www.benedictines.org.uk
Benediktinerinnen in Großbritannien beim Vespergebet.
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Benediktinerinnen, Ordenskürzel OSB, lateinisch Ordo Sancti Benedicti (wie die Benediktiner), sind Ordensfrauen, die nach der Regel des hl. Benedikt leben.

Der Überlieferung nach gehen die benediktinischen Frauenklöster auf die heilige Scholastika, die Zwillingsschwester des heiligen Benedikt von Nursia, und damit auf das 6. Jahrhundert zurück. Scholastika wird in der Vita des Hl. Benedikt als geweihte Jungfrau erwähnt; ob sie in einem Kloster lebte, das von ihrem Bruder verfassten Benediktsregeln folgte, und damit als Benediktinerin zu bezeichnen ist, kann daraus nicht abgeleitet werden.
Benediktinerinnen der Abtei Varensell in Rietberg © www.abtei-varensell.de
Benediktinerinnen der Abtei Varensell in Rietberg, Deutschland.
© www.abtei-varensell.de
Die meisten Benediktinerinnen innerhalb der katholischen Kirche leben als Nonnen in Klausur. Es gibt allerdings seit dem 20. Jahrhundert auch nicht klausurierte Gemeinschaften, die Aufgaben außerhalb des Klosters übernehmen, wie etwa die Missionsbenediktinerinnen und die Kommunität Venio. Fast alle Benediktinerinnenklöster im deutschsprachigen Raum gehören bestimmten Kongregationen an, etwa der Beuroner Kongregation, der Föderation der Bayerischen Benediktinerinnenabteien, den Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament, den Benediktinerinnen der Anbetung und den Benediktinerinnen von St. Lioba.

Benediktinische oder benediktinisch orientierte Frauengemeinschaften gibt es auch in der anglikanischen und in der evangelischen Kirche (z. B. Communität Casteller Ring).
Benediktinerinnen der Anbetung © www.osb-wien.at
Benediktinerinnen der Anbetung.
Professerneuerung von Sr. Samuela Buchner am 25. April 2014.
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Benediktinerinnenklöster in Österreich
Benediktinen-Frauenstift Nonnberg
(Salzburg, bestehend)
Benediktinerinnenkloster St. Gabriel
St. Johann bei Herberstein (bestehend)
Benediktinerinnen der Anbetung
Wien (bestehend)
Benediktinerinnen vom unbefleckten Herzen Mariens
Steinerkirchen an der Traun (bestehend)
Benediktinerinnen Martinsbuehel
Zirl in Tirol
Kloster Scharnitz
Tirol (bestehend)
Stift Göß
(Leoben, aufgehoben)
Stift Millstatt
(ca. Ende 12. bis Mitte 15. Jahrhundert, Benediktiner (1070–1469),
St.-Georgs-Orden (1469–1598 und seit 1993), Jesuiten (1598–1773), aufgehoben)
Benediktinerinnen der Anbetung
Bénédictines Adoratrices
Benediktinerinnen der Anbetung © www.osb-wien.at
Benediktinerinnen der Anbetung
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Die Benediktinerinnen der Anbetung sind ein römisch-katholischer Frauenorden. Der Orden wurde 1851 durch Pfarrer Alois Faller in Bellemagny im Elsass gegründet. Als Schwesternkongregation mit einfachen Gelübden und ohne strenge Klausur hießen sie ursprünglich "Schwestern der Ewigen Anbetung". 1956 wurde die Kongregation der benediktinischen Konföderation angegliedert und dabei umbenannt in "Anbetungsschwestern vom hl. Benedikt". 1973 wurde der deutsche Name der Kongregation wiederum geändert in "Benediktinerinnen der Anbetung". Der französische Name der Kongregation lautet: "Bénédictines Adoratrices". Nach der Vorstellung ihres Gründers sollen die Schwestern die Ewige Anbetung der Eucharistie pflegen, nach benediktinischer Spiritualität leben und sich der Jugenderziehung und karitativen Werken widmen.
Benediktinerinnen der Anbetung © www.osb-wien.at
Benediktinerinnen der Anbetung
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Heute hat die internationale Kongregation drei Provinzen. Die Kongregation der Benediktinerinnen der Anbetung ist eine selbstständige Kongregation bischöflichen Rechtes. Die Französische Provinz bestehend aus dem Gründungskloster Bellemagny und einer Niederlassung in Dijon. Das Kloster Bellemagny ist Pilgerherberge auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela, außerdem wird dort ein Altenheim geführt. Die Gemeinschaft in Dijon betreibt ein Gästehaus für geistliche Einkehr.
Benediktinerinnen der Anbetung © www.osb-wien.at
Benediktinerinnen der Anbetung
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Die Österreichische Provinz unterhält mit zwei Niederlassungen in der Stadt Wien. In beiden Häusern werden schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche betreut. Die Bayerische Provinz - oder auch Deutsche Provinz - unterhält drei Häuser:
Das Provinzmutterhaus in Neustift bei Vilshofen. Dort führen die Schwestern eine Mädchenrealschule, einen Kindergarten und das Gästehaus "Geistliche Zelle".
Die Heimvolksschule St. Maria in Fürstenzell, mit einer privaten Grund- und Hauptschule und einem Kindergarten und das Alten- und Pflegeheim St. Benedikt in Passau
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Benediktinerinnen vom Unbefleckten Herzen Mariä
Benedictinae Cordis Immaculati Mariae
Benediktinerinnen vom Unbefleckten Herzen Mariä © www.benediktinerinnen.at
Benediktinerinnen vom Unbefleckten Herzen Mariä.
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Die Benediktinerinnen vom Unbefleckten Herzen Mariens, lat. Benedictinae Cordis Immaculati Mariae, sind eine Schwesternkongregation bischöflichen Rechts, die nach den Regeln des Heiligen Benedikt von Nursia zusammen leben. Entstanden ist die Gemeinschaft auf Initiative des Benediktinerpaters Norbert Schachinger aus der Abtei Kremsmünster. Die Anfänge der Gemeinschaft reichen bis in die 1920er Jahre zurück. Bereits seit 1925 lebten Frauen unter Leitung von Pater Norbert und weiterer Patres als Caritas-Oblaten vom hl. Benedikt in einer ordensähnlichen Gemeinschaft zusammen. 1949 wurde die Gemeinschaft durch den Bischof von Linz, als Diözesankongregation kanonisch errichtet. Das Mutterhaus befindet sich seit 1950 in Steinerkirchen an der Traun in Oberösterreich. Heute gehören der Kongregation rund 110 Schwestern an.
Benediktinerinnen vom Unbefleckten Herzen Mariä © www.benediktinerinnen.at Benediktinerinnen vom Unbefleckten Herzen Mariä © www.benediktinerinnen.at
Benediktinerinnen vom Unbefleckten Herzen Mariä.
© www.benediktinerinnen.at
Die vom Gründer vorgegebenen Ordensaufgaben sind die Marienverehrung sowie die Priester- und Seelsorgehilfe. In Würzburg oblag ihnen aber die Ausbildung junger Mädchen in Hauswirtschaft. 1950 wurde das Würzburger Haus St. Lioba am Berliner Ring als Hauswirtschaftliche Schule mit Internat gebaut. Seit 1964 leiteten es die österreichischen Benediktinerinnen. Auf Vermittlung von Caritasdirektor Robert Kümmert bekam der Orden vom Träger, dem Katholischen Mädchenschutzverein Würzburg - heute IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit - die Leitung übertragen.
Benediktinerinnen vom Unbefleckten Herzen Mariä © www.benediktinerinnen.at
Benediktinerinnen vom Unbefleckten Herzen Mariä.
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Mit dem Haus St. Lioba ging es schnell bergauf. Der Bedarf nach Heimplätzen und hauswirtschaftlicher Ausbildung war groß. Die 134 Heimplätze hätten wohl doppelt belegt werden können. Jährlich besuchten bis zu achtzig Schülerinnen die Lehrgänge. Die meisten ergriffen später Berufe als Kranken- oder Altenpflegerin, Krankenschwester, Dorfhelferin, Hebamme oder Erzieherin. 1982 musste man sich aufgrund des neuen Berufsbildungsgesetzes entscheiden, entweder Berufsfachschule zu werden oder einjährige Lehrgänge ohne Berufsabschluss anzubieten. Ab 1990 wurde das Haus von Grund auf renoviert. Aus Altersgründen mußte die Ordensgemeinschaft die Leitung des Hauses abgeben.
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Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament
Ordo Sancti Benedicti
Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament Osnabrück © www.benediktinerinnen-osnabrueck.de
Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament Osnabrück..
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Die Benediktinerinnen von der ewigen Anbetung des Heiligsten Sakraments oder kürzer Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament, Sigel OSBap, sind eine monastische römisch-katholische Ordensgemeinschaft. Das Institut wurde von der französischen Benediktinerin Mechtilde de Bar (1614–1698) 1653 in Paris gegründet und nannte sich anfangs Benediktinerinnen von der Ewigen Anbetung. Dieser Orden ist nicht identisch mit den Benediktinerinnen der Anbetung, wenn auch die Namen oft verwechselt werden. Den Ausschlag für die Gründung eines neuen benediktinischen Ordenszweiges, der neben dem feierlichen Stundengebet auch die Ewige Anbetung des Heiligsten Sakraments pflegen sollte, gab ein Gelübde, das M. Picoté, Pfarrer von St. Sulpice in Paris, im Auftrag der Königin Anna von Österreich für den Frieden in Frankreich ablegte. Es versprach die Gründung eines Nonnenklosters, das sich der Anbetung des Heiligsten Sakraments weihen sollte. Diese Form der eucharistischen Frömmigkeit war in der Zeit der katholischen Erneuerung nach der Reformation und infolge der Erfahrung der Verwüstungen auch katholischer Kirchen während des Dreißigjährigen Krieges in Frankreich weit verbreitet.
Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament Osnabrück © www.benediktinerinnen-osnabrueck.de
Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament Osnabrück..
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Bis zu ihrem Tod gründete Mechtilde de Bar sieben Klöster in Frankreich und eines in Warschau oder nahm sie als bereits bestehende Klöster in die neu gegründete Kongregation auf. 1854 entstanden die ersten beiden Klöster in Deutschland. Das Kloster in Trier wurde von Saint-Nicolas-de-Port aus gegründet, das in Osnabrück von Saint-Omer. Durch die Ausweisung der deutschen Klöster im Kulturkampf entstanden 1875 die ersten drei Klöster in den Niederlanden und eines in Luxemburg. 1880 entstand der erste Konvent in Seregno (1906 nach Ronco di Ghiffa verlegt) in Italien. 1961 ging von den Schwestern in Breda/Niederlande eine Gründung in Tororo/Uganda aus. Die heute etwa 40 Klöster der Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament sind in nationalen Föderationen und einer internationalen Konföderation organisiert.
Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament Osnabrück © www.benediktinerinnen-osnabrueck.de
Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament Osnabrück..
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Sie gehören darüber hinaus zur benediktinischen Konföderation, die durch den Abtprimas mit Sitz in Rom vertreten wird. Die Nonnen feiern – wie bei den Benediktinern üblich – das große monastische Stundengebet. Außerdem gibt es in den Klöstern die eucharistische Anbetung, bei der sich die Schwestern tagsüber halbstündlich oder stündlich in der Kirche abwechseln. Schon von Mechtilde de Bar wurde in den Konstitutionen festgelegt, dass die Schwestern keine Äbtissin, sondern in regelmäßigen Abständen eine Priorin zur Leitung ihrer Gemeinschaft wählen. Der Gottesmutter kommt nach einer Tradition, die bereits auf das Jahr 1056 zurückgeht, als Abt Hugo von Cluny im Nonnenkloster in Marcigny Maria als Äbtissin einsetzte, der Rang der Äbtissin zu. Ihren Lebensunterhalt verdienen die Klöster durch Hostienbäckereien und Paramentenwerkstätten. Alle Klöster nehmen auch Gäste auf, die Zeiten der Stille und des Gebetes verbringen möchten.
www.benediktinerinnen-osnabrueck.de
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Benediktinerinnen" der
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