Christkönigsfest
Letzter Sonntag des Kirchenjahres
Christkönigsfest - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Christus Pantokrator und das Jüngste Gericht, Mosaik im Baptisterium San Giovanni von Florenz.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der Christkönigssonntag (lat. Sollemnitas Domini Nostri Iesu Christi Universorum Regis „Hochfest unseres Herrn Jesus Christus, des Königs des Weltalls“, offiziell „Hochfest Christus, König der Welt“) ist in der katholischen Kirche ein Hochfest im Kirchenjahr. In der römisch-katholischen Kirche, den anglikanischen Kirchen sowie in vielen englischsprachigen lutherischen Kirchen ist er der letzte Sonntag des Kirchenjahres.

Das Christkönigsfest ist recht jung: Es wurde erstmals in der römisch-katholischen Kirche anlässlich des Heiligen Jahres 1925 zur 1600-Jahr-Feier des Konzils von Nicäa 325 von Papst Pius XI. mit seiner Enzyklika Quas Primas vom 11. Dezember 1925 eingesetzt, wenige Jahre nach dem Untergang von Königs- und Kaiserreichen mit dem Ende des Ersten Weltkriegs, etwa in Deutschland, Österreich-Ungarn und Russland. Das Fest wurde zunächst am letzten Sonntag im Oktober gefeiert. Seit der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils fällt das Fest auf den letzten Sonntag des Kirchenjahres, Ende November. Zugleich wurden die liturgischen Texte revidiert und die Königsherrschaft Christi stärker als eschatologischer Zustand betont.



Das Fest betont nach den Umwälzungen infolge des Ersten Weltkriegs und dem Ende großer Monarchien die wahre Königsherrschaft Christi. Die Christkönigsverehrung steht als Variante des Messianismus im Spannungsfeld zwischen Frömmigkeit und Politik. Das Fest soll die Königsherrschaft Gottes betonen, ohne dabei in eine exaltierte Beanspruchung weltlicher Macht zu gelangen.

Daher ist das Fest einerseits mit dem Königtum Jesu Christi über das Volk Gottes (Israel) verknüpft, aber auch mit der Passion Christi:
„Pilatus fragte ihn: Bist du der König der Juden? Er antwortete ihm: Du sagst es“
(Lk 23,3 EU).

Jesus beansprucht die Königsherrschaft vor Pilatus, ist aber bereit,
eine Dornenkrone statt einer Herrscherkrone aufzusetzen:
 „Dann flochten sie einen Kranz aus Dornen; den setzten sie ihm auf und gaben ihm einen Stock in die rechte Hand. Sie fielen vor ihm auf die Knie und verhöhnten ihn, indem sie riefen: Heil dir, König der Juden!“
(Mt 27,29 EU).

Der Gedanke wurde aufgegriffen, als die ersten Kirchen das Christkönigs-Patrozinium erhielten. Am 21. November 1926 wurde in Bischofsheim bei Mainz die wohl erste Christkönigskirche geweiht. Es folgte 1928 eine Weihe in Stuttgart-Vaihingen. Ein Jahr danach, am 27. Oktober, kam eine Kirche im bayerischen Rosenheim hinzu. Am 15. Juli 1934 erhielt die Kirche im benachbarten Wildenwart das Patrozinium. Für die Christkönigskirche in Saarbrücken hatten schon 1924 mit der Gründung des Kirchbauvereins die direkten Planungen begonnen, die Weihe fand am Christkönigsfest 1929 statt. In Österreich einigte man sich für die Friedenskirche in Linz am 1. Mai 1934 auf das Patrozinium Christkönig. Die Weihe fand am 25. November 1934 statt.

Bis heute wird in einigen Diözesen das Kirchenlied gesungen, das mit dem Fest eng verbunden ist. Der Text stammt von dem Jesuiten und Philosophen Erich Przywara SJ (1889-1972).
O Du mein Heiland hoch und hehr,
dem sich der Himmel beuget,
von dessen Liebe, dessen Macht
die ganze Schöpfung zeuget:
Christus mein König, Dir allein
schenk ich die Liebe stark und rein,
bis in den Tod die Treue.
Die katholische Kirche gewährt denjenigen Gläubigen vollkommenen Ablass, die das
"Jesu dulcissime, Redemptor"
gemeinsam (öffentlich) am Christkönigsfest beten; denjenigen, die dieses Weihegebet sonst andächtig verrichten, wird hierfür Teilablass gewährt:
(V) O liebster Jesus, Erlöser des Menschengeschlechtes, blicke gnädig auf uns herab, die wir in Demut vor deinem Altare knien. Dein sind wir, dein wollen wir bleiben. Damit wir aber noch inniger mit dir verbunden werden, so weiht sich heute jeder von uns freudig deinem heiligsten Herzen. Viele haben dich leider niemals erkannt, viele haben deine Gebote verachtet und dich von sich gestoßen.
(A) Erbarme dich ihrer, o gütiger Jesus, und ziehe alle an dein heiligstes Herz.
(V) Sei du, o Herr, König nicht nur der Gläubigen, die nie von dir gewichen sind,
sondern auch der verlorenen Söhne, die dich verlassen haben.

(A) Gib, dass sie bald ins Vaterhaus zurückkehren,
damit sie nicht vor Elend und Hunger zugrunde gehen.
(V) Sei du König auch über die, welche durch Irrtum getäuscht
oder durch Spaltung von dir getrennt sind.

(A) Rufe sie zum sicheren Hort der Wahrheit und zur Einheit des Glaubens zurück, auf dass bald eine Herde und ein Hirt werde.
(V) Verleihe, o Herr, deiner Kirche Wohlfahrt, Sicherheit und Freiheit.
Schenke allen Völkern Ruhe und Ordnung.
Gib, daß von einem Ende der Erde bis zum andern der gleiche Ruf erschalle:

(A) Lob sei dem göttlichen Herzen, durch das uns Heil gekommen ist.
Ihm sei Ruhm und Ehre in Ewigkeit. Amen.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Christkönigsfest" der
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