Christliche Symbole
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Eucharistische Fische, Wandmalerei aus der Calixtus-Katakombe, 2./3. Jahrhundert.
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Symbole des Christentums sind Symbole verschiedener Art, die durch bestimmte geschichtliche Ereignisse, biblische oder mythische Erzählungen und sprachliche Ähnlichkeiten einen besonderen Bezug zum Christentum erlangt haben. Sie können entweder ausschließlich im christlichen Bereich ihre symbolische Bedeutung haben oder auch in anderen Bereichen.
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Christusmonogramme in römischen Katakomben.
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Die meisten christlichen Symbole kommen innerhalb von Kirchenräumen vor, entweder als eigenständige Objekte (z. B. Kruzifix) oder in Verbindung mit anderen liturgischen Gegenständen oder Kunstwerken (z. B. Bilder). Teilweise existieren Bildwerke, beispielsweise aus der Renaissance, die nur noch aufgrund eingestreuter christlicher Symbole als eigentlich christliche Bilder zu erkennen sind. So bot sich dem im Auftrag der Kirche arbeitenden Künstler die Möglichkeit, das Motiv seines Bildes weitgehend frei – auch ohne Bezüge zum Christentum – zu gestalten, und es lediglich durch das Einbringen einiger christlicher Symbole dem religiösen Zweck anzupassen.
Kreuz
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Lateinisches Kreuz oder Passionskreuz.
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Das Kreuz ist eines der Hauptsinnzeichen des Christentums. Ursprung und Zentrum der Eucharistie ist das Kreuz, weil nach Deutung der Kirchenväter Blut und Wasser aus der geöffneten Seite des Gekreuzigten (Joh 19,34 EU) zeichenhaft auf die beiden Hauptsakramente der Kirche, Eucharistie und Taufe, hinweisen. Das Lateinische Kreuz oder Passionskreuz ist das „typische christliche Kreuz“, bei dem der Längsbalken (senkrechte Line) länger ist als der Querbalken (waagerechte Arme), welcher oberhalb der Mitte den Längsbalken kreuzt. Es symbolisiert zum einen den Opfertod Jesu Christi. Zum anderen symbolisiert es die Verbundenheit des Menschen mit der Erde und den Mitmenschen (waagerechte Achse des Kreuzes), sowie mit dem Göttlichen (senkrechte Achse des Kreuzes).
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Kreuzauffindung durch die Hl. Helena.
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Nach dem Neuen Testament wurde Jesus Christus an einem Kreuz hingerichtet. Das Neue Testament kennt in seiner altgriechischen Fassung zwei Begriffe, die in deutschen Übersetzungen häufig mit „Kreuz“ wiedergegeben werden. Der seltener gebrauchte Begriff ξύλον xýlon umfasst ursprünglich nur die Bedeutung „Holz“ im Sinne von „Baum, Pfahl, Balken“, wird aber bereits seit dem 1. Jhd. n.Chr. auch als „Kreuz“ übersetzt. Es findet sich ausschließlich im Johannesevangelium, der Apostelgeschichte und gehäuft in den paulinischen Briefen.
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Die Heilige Familie mit Engeln,
die das Kreuz zeigen.
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Hl. Helena mit dem Kreuz, 1495;
National Gallery of Art, Washington
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Der öfter gebrauchte Begriff hingegen, σταυρός (staurós), umfasst zwei Bedeutungsebenen, nämlich „Holz“ und „Kreuz“, da das Griechische hier nicht zwischen dem Material und dem Zweck des Gegenstandes unterscheidet (hebr. etz bedeutet sowohl Holz als auch Baum). Dieser Begriff findet sich über vierzig Mal im gesamten Neuen Testament und erfuhr erst durch die Übersetzung in die lateinische Sprache eine Verengung auf das Kreuz (crux, lat.) hin, die historisch aber die bessere Übersetzung darstellt.
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Kreuzreliquie von 1182
des Klosters Heiligenkreuz im
Wienerwald, Niederösterreich.
© www.stift-heiligenkreuz.org
Kreuzpartikel in der Wiener
Schatzkammer, SK Inv.-Nr. XIII 21;
Teil der Reichskleinodien.
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Die Christen glauben, dass die Kreuzigung an einem Kreuz stattfand; demnach symbolisiert das Kreuz die Verbindung bzw. den 'Bund' zwischen dem Irdischen (waagerechte Achse des Kreuzes) und dem Himmlischen oder Göttlichen (senkrechte Achse des Kreuzes). Das Kreuz symbolisiert somit zum einen den Opfertod Jesu Christi, zum anderen die Verbundenheit des Menschen mit der Erde und den Mitmenschen (waagerechte Achse des Kreuzes) sowie mit dem Göttlichen (senkrechte Achse des Kreuzes). Vertikale und Horizontale stehen auch für die beiden Seiten der Schöpfung: Himmel und Erde, Geist und Materie, Seele und Leib, das Männliche und das Weibliche in der biblischen Zahlensymbolik.
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Gipfelkreuz in Metallausführung.
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Gipfelkreuz im Winter.
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Durch die Auflehnung und Rebellion gegen Gott (Sünde) ist die ursprüngliche Verbindung zwischen Mensch und Gott zerrissen oder der 'Bund' gebrochen. Die dadurch entstandene Kluft zwischen sündigem Menschen und heiligem Gott ist nur durch das Eingreifen Gottes selbst zu überbrücken. Der Mensch ist von sich aus nicht in der Lage, den 'Bund' wiederherzustellen und so die Sünde zu beseitigen. Diese Sünde musste gesühnt werden, damit der Mensch gerecht vor Gott sein kann.
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Einfaches Holzkreuz.
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Einfaches Holzkreuz.
Quelle: Wikimedia Commons
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Durch seinen Tod am Kreuz, durch sein vergossenenes 'Blut des Bundes' (Mk 14,24 EU; vgl. Ex 24,8 EU) im 'Bundesopfer', hat Jesus Christus die Verbindung zwischen Gott und Mensch wiederhergestellt. Als Sohn Gottes starb er für die 'gottlosen Sünder' (Röm 5,6 EU) und bewirkte damit die Versöhnung zwischen Gott und Mensch (vgl. 2 Kor 5,18-21 EU2 Kor 5,18-21). Damit ist der Weg zu Gott frei für jeden, der diese Versöhnung annimmt. Daher wird das Kreuz vom Zeichen des Fluches (vgl. Gal 3,13 EU; Dtn 21,23 EU) zum Zeichen der Versöhnung, der Wiederherstellung, der Gottesbeziehung und des Bundes und damit zum Hoffnungszeichen (Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben, im Kreuz ist Hoffnung – Antiphon am Karfreitag). In westlichen Kulturen steht das Kreuz, vom Gebrauch als Zeichen des Sieges über den Tod auf Gräbern angebracht, zudem als Symbol für den Tod. Das Kreuz steht in der Westkirche seit dem 13. Jh. auch als Symbol der Qualen, die Jesus bei der Kreuzigung erleiden musste. Das Kreuz Jesu trug der Bibel nach die Inschrift INRI. Ein Kreuz mit Korpus nennt man Kruzifix.
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Grabkreuz aus Stein.
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Grabkreuz aus Metall.
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Die Entstehungsgeschichte des Kreuzes als Glaubenssymbol ergibt sich aus dem Neuen Testament. Die im griechischen Urtext benutzten Wörter σταυρός staurós, σταυρόω stauróō, ἀνασταυρόω anastauróō und ξύλον xýlon werden im biblischen Kontext zumeist mit „Kreuz“ beziehungsweise „Kreuzigung“ übersetzt. Das Wort staurós hat neben der Bedeutung „aufrecht stehender Pfahl“ oder „Holzstange“ (benutzt vor allem auch im Kontext von Palisaden und hölzernen Unterlagen) auch die von „Hinrichtungsgegenstand für eine Kreuzigung“. Xýlon, das im Neuen Testament öfters als Synonym für staurós auftaucht, bedeutet „Holz“. Es geht also entweder um den Querbalken, den ein zu Kreuzigender zum Hinrichtungsort tragen musste, oder um die Konstruktion aus Balken, die die Form eines T oder eines Kreuzes hatte.
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Irisches Grabkreuz aus Holz.
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Holzkreuz.
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In frühchristlicher Zeit ist das Kreuz als christliches Symbol unbekannt. Die altchristliche Kunst stellte die Leidensgeschichte, und vor allem die Kreuzigung, nur selten dar. Als wahrscheinlich älteste Einzeldarstellung der Kreuzigung gilt ein aus Gaza (oder evtl. Syrien) stammender Jaspis ägyptisch-magischen Ursprungs aus dem späten zweiten bis frühen dritten Jahrhundert mit der Teilinschrift ΥIE ΠATEP IHCOΥ XPICTE (in etwa: „Sohn Vater Jesus Christus“). Die magischen Amulette der Frühchristen wurden von der Kirche selten geduldet, aber in der offiziellen christlichen Kunst selbst fand das Kreuz nur langsam nach der Abschaffung der Kreuzigungsstrafe (320) Eingang. Im Jahr 325 hatte der Tradition nach die Kaisermutter Helena das Kreuz Christi und seine Grabeshöhle aufgefunden.
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Kreuzerhöhung, Fresko von Piero della Francesca im Chor von San Francesco in Arezzo.
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Im Jahr 312 hatte Kaiser Konstantin der Große seine von den zeitgenössischen Historikern unterschiedlich gedeutete Vision vor der Schlacht bei der Milvischen Brücke, woraufhin er ein entsprechendes Feldzeichen (labarum) mit dem als Staurogramm interpretierten Himmelszeichen anfertigen ließ, was ihm der Legende nach zum Sieg verholfen haben soll.
Kruzifix
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Das Kruzifix trägt den Leib des Gekreuzigten.
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Das Kruzifix (von lateinisch cruci fixus „ans Kreuz geheftet“) ist die künstlerische Darstellung des gekreuzigten Christus. Im Unterschied zum einfachen Kreuz trägt das Kruzifix den Leib des Gekreuzigten (Korpus, Corpus Christi, Kruzifixus), in der Regel als plastische Darstellung, aber auch aufgemalt oder zusammen mit den Leidenswerkzeugen (Arma-Christi-Kreuz). Das Kruzifix ist Sinnbild für das Opfer Christi, das dieser nach christlichem Glauben zur Erlösung der Menschheit gebracht hat. Diese sinnbildliche Bedeutung wurde im Mittelalter durch monumentale Triumphkreuze in zahlreichen Kirchen betont.
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Kreuzigung Christi (Kruzifix), links Stuppacher Madonna.
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Manchmal ist das Kreuz selbst verlorengegangen und nur der Korpus (Kruzifixus) als kreuzförmige Skulptur erhalten geblieben, oder es wurde von vorneherein nur ein Corpus Christi als Kunstwerk geschaffen.

Ursprünglich standen der Kreuzesverehrung zwei Faktoren entgegen: Die Auferstehung Jesu Christi wurde als der alleinige Mittelpunkt des Heilsgeschehens angesehen und die Hinrichtungsart der Kreuzigung Christi galt als nicht besonders hervorhebenswert, da viele Hunderttausende so hingerichtet wurden, bzw. als schändlich. Ein Spottkruzifix aus der Römerzeit gilt dafür als Beleg.
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Darstellung des gekreuzigten Christus (Kruzifix).
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In der katholischen Kirche und den orthodoxen, anglikanischen und lutherischen Kirchen wird das Kruzifix unter anderem als Vortragekreuz und Altarkreuz im Gottesdienst verwendet.

„Die Juden fordern Zeichen, die Griechen suchen Weisheit. Wir dagegen verkündigen Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit, für die Berufenen aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit." (1 Kor 1,22 EU)
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Byzantinisches Mosaik in der großen Kirche des Klosters Hosios Loukas.
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Das Gebet vor einem Kruzifix ist oftmals Teil einer Andacht oder stillen Einkehr der Gläubigen. In der Heiligen Messe wird zum feierlichen Einzug und zum Auszug das Kruzifix vorangetragen, dem die Prozession als Sinnbild für das wandernde Volk Gottes folgt. Auch Prozessions- und Wallfahrtszüge folgen meist dem Vortragekreuz. Am Karfreitag und Karsamstag ist es in der katholischen Kirche vielfach üblich, statt des Allerheiligsten im Tabernakel das Kruzifix durch eine Kniebeuge zu verehren.
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Kreuzanhänger für Halsketten.
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Die feierliche Kreuzverehrung ist ein zentraler Teil der katholischen Karfreitagsliturgie. Als Flurkreuze dienen Kruzifixe in katholischen Gebieten außer zum stillen Verweilen auch als Wegemarkierungen. Kruzifixe werden auch oft als Schmuck getragen, beispielsweise als Anhänger von Halsketten. In katholischen Familien ist es vielerorts üblich, Kruzifixe in den Räumen oder an hervorragender Stelle der Wohnung zusammen mit Kerzen und anderen Devotionalien anzubringen („Herrgottswinkel“). An Ostern werden die Kreuze als Hinweis auf die Auferstehung Jesu mit frischen, an Palmsonntag gesegneten Zweigen geschmückt.
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Hergottswinkel auf einem Bauernhof in Südtirol.
Quelle: Bäuerliche Schankbetriebe in Südtirol - www.roterhahn.it
In den Reformierten Kirchen findet man in der Kirche weder Kruzifixe noch Kreuze noch bildliche Darstellungen. Auch in vielen evangelischen Freikirchen (wie zum Beispiel in Pfingstkirchen) wird auf die Anbringung von Kruzifixen verzichtet. Mitglieder der gnostischen Kirchen, der Zeugen Jehovas und der Christadelphians lehnen die Verwendung von Kreuzen ebenfalls ab.
Nomina sacra
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Nomina sacra "IHS" auf dem Tabernakel in St.Georg in Hollerberg.
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Nomina sacra (Singular: Nomen sacrum) bedeutet auf Lateinisch „heilige Namen“ und wird als paläografischer Terminus technicus für die Tradition benutzt, verschiedene oft vorkommende heilige Namen, Titel oder Bezeichnungen in den frühen griechischen heiligen Schriften und in der theologischen Literatur abgekürzt zu schreiben.
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"INRI" Beschriftung an Kreuzen.
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Der Fachterminus Nomina sacra wurde durch Ludwig Traube geprägt, wobei er einen Begriff verwendete, den er bei dem karolingischen Exegeten Christian von Stablo gefunden hatte. Anders als im säkularen und nicht christlichen Schriftwesen, wo Suspensionskürzungen vorherrschten, wurden für Nomina sacra von Anfang an Kontraktionskürzungen bevorzugt. Die Zusammenziehungen wurden durch einen Überstrich gekennzeichnet. Die von Traube vermutete Herleitung des Phänomens aus dem Schriftgebrauch des hellenistischen Judentums, anstelle des unaussprechlichen Tetragramms JHWH die Symbole ΘΣ und ΚΣ zu setzen, wird nicht mehr aufrechterhalten, doch „scheint eine allererste Anregung durch das Tetragramm in judenchristlichen Kreisen, etwa Alexandrias, möglich.
Heiliges Kreuz - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Holztafel mit Kreuzesinschrift.
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Mit Beginn des dritten Jahrhunderts wurden die Nomina sacra in christlichen Inschriften manchmal verkürzt. Das führte zu einer Sequenz griechischer Buchstaben wie IH (iota-eta), IC (iota-sigma), oder IHC (iota-eta-sigma) für Jesus (griechisch Iēsous) sowie XC (chi-sigma), XP (chi-ro) und XPC (chi-rho-sigma) für Christus (griech. Christos). Hier steht „C“ für die unziale („mondartige“) Form des griechischen Sigma. Früh wurde diese Praxis auch im lateinischsprachigen Westen übernommen, teils unter Beibehaltung griechischer, teils unter Verwendung lateinischer Schriftzeichen, teils von Mischalphabeten. So konnte etwa das griechische C (sigma) nach seinem Klang in das lateinische Alphabet transkribiert werden, woraus sich dann IHS und XPS ergab. Rein lateinisch wurden DS (Deus), DNS (Dominus), PR (pater), SPS (spiritus), SCS (sanctus) NR (noster) INRI (Iesus Nazarenus rex Iudaeorum), später auch OMPS bzw. OPS (omnipotens) dargeboten.
Fisch
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Begräbnisstele mit der Inschrift: ΙΧΘΥΣ ΖΩΝΤΩΝ (griech. "Fisch des Lebens"),
frühes 3. Jhd., Nationalmuseum Rom.
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Die eucharistischen Fische sind ein verbreitetes Bildmotiv der frühchristlichen Kunst und als Wandmalereien anzutreffen; eines der ersten Werke dieser Art findet sich in den Lucina-Krypten der römischen Calixtus-Katakombe. Das Fisch-Symbol und die Folge ΙΧΘΥΣ (ICHTHYS) spielte als Akrostichon und Akronym (oder Backronym, da es keine eindeutigen Beweise für die Bedeutung zum Entstehungszeitpunkt gibt) bereits im Urchristentum eine herausragende Rolle.
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Fisch-Symbol (ICHTHYS).
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 Daran anknüpfend wurde die Eucharistie in den Wandmalereien der frühchristlichen Grabstätten meist als die wundersame Vermehrung der fünf Gerstenbrote und der zwei Fische zur Speisung der Fünftausend symbolisiert (Joh 6,1–15 EU), bei der Jesus seinen Leib verhieß (Joh 6,51 EU): „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt.“
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Byzantinisches Bodenmosaik mit "Fischmotiv"
in den Ruinen der Baram Synagoge in Tabgha, Galiläa.
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Neben der Einzeldarstellung eines Fisches, auf den ein Brotkorb gestellt ist, taucht das Motiv auch für die symbolisierende Darstellung des eucharistischen Sakraments auf: Dabei sitzen stets sieben (das heißt zum Heil berufene) Personen um einen Tisch. Auf dem Tisch stehen zwei oder drei Platten mit Broten und Fischen sowie Weingläser und am Boden Brotkörbe. Eine mündlich tradierte und später in Schriftform festgehaltene Version erzählt, dass der Fisch als christliches Erkennungszeichen verwendet wurde.
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Schriftzug  ἰχθύς (ichthýs) aus der Zeit des Urchristentums.
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Das griechische Wort für Fisch ἰχθύς (ichthýs) enthält ein kurzgefasstes Glaubensbekenntnis (Ἰησοῦς Χριστὸς Θεοῦ Υἱὸς Σωτήρ). Das (I·Ch·Th·Y·S-)Symbol besteht aus zwei gekrümmten Linien, die einen Fisch darstellen. Historisch nicht belegt ist die Auffassung, dass es schon von den ersten Urchristen als Erkennungs- und Geheimzeichen benutzt wurde: Eine Person zeichnete einen Bogen in den Sand, die andere vollendete das Symbol mit dem Gegenbogen und zeigte sich damit als Bruder oder Schwester in Christus. Der Kirchenlehrer Tertullian (ca. 200 n. Chr.) spricht in seiner Schrift über die Taufe (De baptismo 1,3) von Christus als dem Ichthys, den Christen aber als „Fischlein“, die aus dem Ichthys geboren seien. Der Fisch kann archetypisch und tiefenpsychologisch als Symbol für die (unter Wasser) verborgene Wahrheit gedeutet werden, die es zu fangen, also ans Licht zu holen gilt. Sie schillert zunächst im Verborgenen, entgleitet dem Fischer leicht, verspricht aber Nahrung. In der Geschichte vom Fischzug des Petrus erweist sich Jesus damit auch als Wegweiser zur Wahrheit. Das Symbol bezieht sich auf den Satz aus dem Lukasevangelium (Lk 5,10 EU) „Jesus sagte zu Petrus: ‚Fürchte dich nicht! Du wirst jetzt keine Fische mehr fangen, sondern Menschen für mich gewinnen.‘
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Kirchenfenster mit Fischmotiv.
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Während das Symbol des Fischs nach dem 2. Jahrhundert im Christentum kaum eine Rolle gespielt hat, wird es in den letzten Jahrzehnten wiederbelebt. Seit den 1970er Jahren ist das Fischsymbol millionenfach als Kennzeichen von christlicher Gesinnung auf Autos, Motorrollern und anderen Gegenständen zu sehen, anfangs vor allem im evangelikalen Bereich. Außerdem erscheint das Symbol immer öfter in kirchlichen Logos und Grafiken, bis hin zum (Wal-)Fisch des CVJM auf der Expo 2000 in Hannover oder zum Leitsymbol des Deutschen Evangelischen Kirchentags 2007 in Köln, als die Hohenzollernbrücke über den Rhein als überdimensionaler Fisch gestaltet war. Teilweise wird das Symbol selbst außerhalb der Kirchen verwendet, oft ohne Kenntnis des Hintergrunds.
Alpha und Omega
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Christus hält ein Buch mit dem Zeichen Alpha und Omega.
Evangelisch-Lutheranerische Nicolaikirche in Kiel.
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In der Offenbarung des Johannes (Kap. 22,13) bezeichnet sich der erhöhte Jesus Christus als „das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.“ In dieser Selbstvorstellung Christi werden drei Begriffspaare aufgenommen, die bereits vorher in der Offenbarung erwähnt wurden.
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Alpha und Omega mit Christogramm,
rechts Steintafel mit lateinischer Inschrift aus den Domitilla-Katakomben in Rom.
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Zum einen bezeichnet sich Gott selbst als „Alpha und Omega“ (τὸ ἄλφα καὶ τὸ ὦ; Offb 1,8 und 21,6) und als „Anfang und Ziel“ (ἡ ἀρχὴ καὶ τὸ τέλος; Offb 21,6 und nach einigen Handschriften auch in 1,8). Zum anderen hat sich Christus in Offb 1,17 und 2,8 als „Erster und Letzter“ (ὁ πρῶτος καὶ ὁ ἔσχατος) vorgestellt. Die Kombination der drei Begriffspaare in Offb 22,13 als Selbstvorstellung Christi deutet auf eine Wesensidentität Christi mit Gott hin. Diese Wesensidentität begründet im Zusammenhang von Offb 22,13 seine Funktion als Richter (Offb 22,12).
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„Alpha und Omega“ als Motiv auf verschiedenen Kerzen.
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Traditionsgeschichtlicher Hintergrund des Gottes- bzw. Christusattributes „Alpha und Omega“ in der Offenbarung des Johannes ist das im zweiten Teil des Buches Jesaja wiederholt vorkommende Gottesattribut „Erster und Letzter“ (Jes 44,6: רִאשׁוֹן und אַחֲרוֹן, ähnlich: Jes 41,4 und 48,12). 
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„Alpha und Omega“ auf einem Christusmosaik.
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Die Offenbarung nimmt dieses Gottesattribut wahrscheinlich direkt aus dem hebräischen Text der genannten Stellen auf und platziert es in Offb 22,13 (vgl. Offb 1,17 und 2,8) direkt neben das Christusattribut „das Alpha und das Omega“. Alpha und Omega erscheinen so als „prägnante und anschauliche Umschreibung“ des alttestamentlichen „Erster und Letzter“.
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„Alpha und Omega“  als Kirchenfenstermotiv.
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Somit lässt sich, auch mit dem zweiten verbundenen Christus- bzw. Gottesattribut „Anfang und Ende“ (Offb 22,13 vgl. 21,6), recht gut der Sinn des Attributes „das Alpha und das Omega“ in der Offenbarung des Johannes erschließen: Christus und Gott sind „der Anfangende und der Abschließende, der Schöpfer und der Vollender, der, ‚aus dem und zu dem‘ alles ist“. Gott und Christus sind der Offenbarung zufolge diejenigen, „welche die ganze Wirklichkeit umgreifen und also Macht über alle Wirklichkeit haben“.
Christusmonogramm
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Christusmonogramm  auf dem Tabernakel der Spitalskapelle des Krankenhauses
der Barmherzigen Brüder in Wien. Auf dem Tabernakel das Granatapfelsymbol
der Barmherzigen Brüder, was auf den Ordensgründer Johannes von Gott zurückgeht..
© www.klostergeschichten.at
Das Christusmonogramm ΧΡ, oder ☧, auch Chi-Rho oder Konstantinisches Kreuz genannt, früher auch Christogramm, ist nach dem Kreuz und dem Fisch das am häufigsten verwendete Symbol für Jesus Christus. Besonders in der Spätantike war es weit verbreitet. Es wird seit dem 2. Jahrhundert n. Chr. von Christen verwendet, um ihren Glauben an Jesus Christus darzustellen und um sich untereinander zu erkennen.
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Christogramme zum Teil mit dem Alpha und Omega Zeichen,
links oben Steintafel mit Christusmonogramm in der Calixtus-Katakombe, Rom
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Zum frühesten christlichen Emblem – noch vor dem Kreuz – wurde das Christusmonogramm, weil die Ligatur ΧΡ die ersten beiden Buchstaben des Wortes Χριστός („Christos“) verbindet, es ist also die Abkürzung des Titels „Christus“. Die Ähnlichkeit der griechischen Buchstaben Χ (Chi) und Ρ (Rho) mit den lateinischen Buchstaben X und P veranlasste in späterer Zeit die Interpretation des Symbols als Kurzform des lateinischen Pax (Frieden) oder Pax Christi. Sie drückte aus, dass Christus Frieden gibt bzw. das Christentum auf Frieden aus ist.
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Mosaikbild aus dem Altarraum von San Vitale in Ravenna, um 544/545. Die zu einer
Gruppe von spätantiken Kaiserbildern gehörende Darstellung zeigt den amtierenden Kaiser
Justinian mit seinem Gefolge. Links im Bild ein Schild mit Christusmonogramm.
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Konstantin der Große soll, nach einer Vision, in der ihm gesagt wurde „In diesem Zeichen wirst du siegen“, seiner Armee befohlen haben, es auf die Schilde und das neu als Feldzeichen eingeführte Labarum zu malen. Das geschah entweder vor der entscheidenden Schlacht bei der Milvischen Brücke gegen Maxentius 312 oder vor der entscheidenden Schlacht gegen Licinius bei Chrysopolis.
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Christusmonogramm mit dem Alpha und Omegazeichen; Olcoz (Navarra, Spanien).
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Das ursprüngliche Symbol des frühen Christentums ist nicht das Kreuz, sondern es sind das Staurogramm (P+Kreuz) und das Christusmonogramm ΧΡ „Chi-Rho“. Es wird aber schon früh auch ornamental in Kreuzform angeordnet. Erst im 5. Jahrhundert tritt es zurück, und das Kreuz übernimmt die Funktion, nachdem schon im 3. Jahrhundert der Gebrauch des Bekreuzigens mit den Fingern aufgekommen ist. Die Erstform ist die T-förmige Crux commissa (Taukreuz, auch ägyptisches Kreuz, heute Antoniuskreuz), aus dem auch die Crux ansata (koptisches Kreuz, Henkelkreuz) früh entstand. Die heute übliche Crux immissa (lateinisches Kreuz, Passionskreuz) ist ab dem 4. Jahrhundert (Zeit Kaiser Konstantin des Großen, 324–337 n. Chr.) als Symbol nachweisbar und kam mit der Verehrung des Kreuzes Christi auf.
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Christusmonogramm ΧΡ „Chi-Rho“ als Motiv auf verschiedenen Kerzen.
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Kerzen mit Christusmonogramm- sowie Alpha- und Omegamotiven sind im Christentum sehr verbreitet. Das Anzünden einer Kerze ist in den religiösen Vorstellungen vieler Kulturen bedeutsam. Eine brennende Kerze symbolisiert die Seele, die im dunklen Reich des Todes leuchtet. Die Altarkerzen und die Osterkerze symbolisieren im Christentum die Auferstehung, das heißt Jesu Triumph über den Tod, oder auch Christus, der als Licht in die Welt kommt und die Dunkelheit erhellt. Auf Gräbern werden zur Erinnerung an die Verstorbenen vor allem zu Allerseelen Grablichter aufgestellt. Kerzen dienen auch als Votivlichter.
Staurogramm
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Staurogramm als Mosaikmotiv in einer Kirche.
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Das Staurogramm (nach Stauros, griech. für Stamm, Kreuz), auch Crux monogrammatica („Ein-Buchstaben-Kreuz“ im Unterschied zum Chi Rho), ist ein Symbol für Jesus Christus. Es ist entweder als Buchstabenverbund (Ligatur) zu einem Kreuz angeordnet, gebildet aus der Übereinanderstellung der griechischen Buchstaben Τ (Tau) und Ρ (Rho), die als Mittelteil des gekürzten Nomen sacrum „Stauros“ (im neutestamentlich-kirchlichen Griechisch „Kreuz“) geläufig war.
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Staurogrammmotive (Crux monogrammatica)
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Oder es wird als Ligatur beschrieben, die aus dem um 45° gedrehten griechischen Buchstaben Χ (Chi) und dem griechischen Buchstaben Ρ (Rho) gebildet wird. Nach der Schilderung des Lactantius (Lact. mort. pers. 44,1–9) gilt dies als das Zeichen, das Konstantin der Große vor der Schlacht bei der Milvischen Brücke im Traum gesehen haben soll. Ob es sich bei dem von Lactantius geschilderten Zeichen tatsächlich um ein Staurogramm gehandelt hat, ist umstritten. Vielfach wird diese Beschreibung auch als ein Henkel-Kreuz (Anch-Zeichen, lat. Crux Ansata) gedeutet. Einige Althistoriker interpretieren sie auch als Christusmonogramm.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Symbole_des_Christentums" der
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