Dominikaner werden
Ein Jünger Christi im Dominikanerorden
Dominikaner werden © Dominikanerkloster Worms - http://www.dominikaner-werden.de
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»Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben.«
Johannes 8, 12

»Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!«
Markus 16, 15

Wir bieten Ihnen an, Sie auf dem Weg Ihrer Berufungsklärung zu begleiten. Nach Rücksprache sind Kennenlern- und Schnuppertage im Kloster möglich.
Kriterien und Entscheidungshilfen für eine Berufung zum Ordenleben können sein:
Wachsende Unruhe in der Tiefe des Herzens
Wachsende Sehnsucht nach dem Evangelium zu Leben
Wachsender Wunsch den Glauben weiterzugeben
Ausbildung des Dominikaners
Wer Dominikaner werden möchte, beginnt mit einer Zeit als Gast in einem Konvent, um das Ordensleben und die Gemeinschaft "von innen" kennen zu lernen. Darauf folgt das einjährige Noviziat, das unsere Provinz gemeinsam mit der norddeutschen Provinz in Worms durchführt. Unter Anleitung des Novizenmeisters und unter Beteiligung weiterer Brüder, Begleiter und Referenten wird der Novize ins Ordensleben eingeführt.
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Das Noviziatsjahr ist relativ unverbindlich und kann sowohl vonseiten des Kandidaten als auch von Seiten des Ordens jederzeit beendet werden. Am Ende des Noviziatsjahres legt der Novize die ersten Gelübde (Profess) für drei Jahre ab.

Die Brüder, die Priester werden wollen, beginnen das Studium der Theologie. Es dauert zehn Semester und wird mit dem Diplom abgeschlossen. Parallel- und Anschlussstudien (auch nicht theologischer Disziplinen) werden dem Ordensideal "semper studere" ("immer studieren") entsprechend gerne gesehen und in der Regel gefördert. Jene, die nicht Priester werden wollen, beginnen eine Ausbildung. Sie umfasst die Bereiche Spiritualität und Glaubenslehre sowie die Vorbereitung auf den späteren Dienst, der individuell zu bestimmen ist. Die Feierliche Profess, die Bindung an den Orden bis zum Tod, erfolgt nach ausgiebiger Prüfung frühestens vier, spätesten sieben Jahre nach dem Ordenseintritt. Es schließt ggf. die Diakonats- und Priesterweihe an.

Ausbildungskonvente für das Grundstudium sind derzeit Wien und Freiburg, weitere Studienmöglichkeiten ergeben sich aus der Zusammenarbeit mit der norddeutschen und der Schweizer Provinz. Ein Auslandsjahr (USA, England, Indien, Italien usw.) dient dem Kennenlernen der internationalen Dimension des Ordens, der Studienvertiefung und dem Erlernen von Fremdsprachen. Auf das Studium folgt das Pastoraljahr, in dessen Verlauf die Brüder die Diakonats- und Priesterweihe empfangen. Nach Abschluss des Theologiestudiums und dem Empfang der Weihe beginnt die pastorale Tätigkeit. Je nach Eignung des Bruders können Ergänzungsstudien, eine akademische Qualifikation oder spezielle Ausbildungsgänge in nicht theologischen Fachgebieten folgen. Als Ausbildungsorte kommen dafür weitere Konvente und -häuser innerhalb oder außerhalb des Provinzgebiets in Betracht.
Noviziat
Dominikaner werden © Dominikaner-Provinz Teutonia e. V. - www.noviziat.de
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Das Postulat (lat. postulare: erbitten) dient dem Kennenlernen des dominikanischen Lebens und einer ersten Erprobung. Es dauert in der Regel 6 Monate und beginnt und endet hier im Konvent in Worms. Die meiste Zeit verbringen die Postulanten jedoch in verschiedenen Häusern der Provinz. Dort nehmen sie am Konventsleben teil und absolvieren ggf. ein Praktikum. Auf das Postulat folgt das Noviziat, das auf 13 Monate festgelegt ist. Noviziatskonvent für die Ordensprovinz Teutonia und die Provinz des Hl. Albert ist ebenfalls Worms. Unter Anleitung des Novizenmeisters wachsen die jungen Brüder in die Gemeinschaft und in das religiöse Leben hinein. Sie werden zur intellektuellen Auseinandersetzung angeregt und nehmen in begrenztem Umfang apostolische Aufgaben wahr.

Während des Noviziates erhalten die Novizen eine grundlegende Ausbildung in allen Bereichen, die für ein Leben als Dominikaner bedeutsam sind. Der spirituelle Bereich hat hierbei natürlich eine herausragende Bedeutung. Die Novizen durch Meditation, Gebet, Schriftlesung und Gottesdienst zu einer immer intensiveren Begegnung mit Gott zu führen, ist eine wesentliche Aufgabe der Noviziatsausbildung. Daneben müssen sie schrittweise an die Tagesordnung herangeführt werden, die in den Klöstern üblich ist: an feste Gebets-, Unterrichts- und Mahlzeiten. Das Miteinander in einer größeren Gemeinschaft erfordert ein hohes Maß an kommunikativer und sozialer Kompetenz. Deshalb ist ein wichtiges Ziel der Noviziatsausbildung, die Fähigkeiten der Novizen auf diesem Gebiet zu verbessern.
Unterricht im Noviziat
Dominikaner werden © Dominikaner-Provinz Teutonia e. V. - www.noviziat.de
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Im Unterricht beschäftigen sich die Novizen mit unterschiedlichsten Inhalten: Da geht es um die Theologie der Ordensgelübde, also um die Auseinandersetzung mit dem Versprechen von Armut, Gehorsam und freiwilliger Ehelosigkeit. Die Beschäftigung mit der Geschichte und den Eigenheiten des Dominikanerordens nimmt großen Raum in Anspruch. Schließlich sollen die neu Hinzukommenden wissen, in welche Gemeinschaft sie eintreten. Der Unterricht in Kirchen- und Ordensrecht gibt den Novizen einen Überblick über ihre Rechte und Pflichten als Ordensmann. Da es für die Mitglieder eines Predigerordens wichtig ist, richtig und gut zu sprechen, gehört selbstverständlich eine rhetorische Ausbildung zu den Unterrichtsgegenständen im Noviziat. Die Auseinandersetzung mit der Heiligen Schrift, das Kennenlernen der großen Persönlichkeiten des Dominikanerordens, Gesangsausbildung, Kreativitätsschulung, ... Die Liste ließe sich noch um viele Inhalte ergänzen. Christliches Leben ist immer ein Leben in Beziehung zu anderen. Deshalb übernehmen die Novizen eine Aufgabe im sozialen Bereich, damit sich ihre Sensibilität für Menschen in schwierigen Lebenssituationen weiter erhöht. Zum Leben eines Ordensmannes gehören aber auch ganz profane Tätigkeiten wie Kochen, Wäschepflege und Gartenarbeit. Die vielleicht noch schlummernden Fähigkeiten der Novizen in diesen Bereichen zu wecken, ist ebenfalls ein Anliegen der Noviziatsausbildung. Schließlich ist auch der sinnvolle Umgang mit der freien Zeit ein Bereich, in dem man dazu lernen kann. So ist auch die kreative Freizeitgestaltung - Sport, Theater, Literatur, Kino, ... - ein Bereich, in dem das Noviziat die Novizen auf ein gelingendes Leben im Orden vorbereiten will.
Süddeutsch-Österreichische Dominikanerprovinz vom Hl. Albert
Das Provinzgebiet der "Süddeutsch-Österreichischen Dominikanerprovinz vom Hl. Albert" erstreckt sich über die deutschen Bundesländer Baden-Würtemberg und Bayern sowie Österreich. Dessen ungeachtet ist ein Dominikaner unabhänigig von der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Provinz weltweit einsetzbar - je nach dem, wie es der Dienst erfordert. Häufig sind beispielsweise Professoren ausserhalb jener Provinz tätig, in die sie eingetreten sind.
www.dominikaner.org
 
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