Eucharistie
© Pixabay - Lizenz: CC0 Public Domain
© Pixabay - Lizenz: CC0 Public Domain
Die Eucharistie („Danksagung“; griech. εὐχαριστέω eucharistéo ‚Dank sagen‘), auch Abendmahl oder Herrenmahl, heilige Kommunion, Altarssakrament, Allerheiligstes Sakrament, in einigen Freikirchen Brotbrechen, in den Ostkirchen heilige oder göttliche Liturgie genannt, ist ein Sakrament. Die Liturgie der Eucharistie wird je nach Konfession als eine Wiederholung des letzten Mahles Jesu mit seinen Jüngern vor seiner Verhaftung und Kreuzigung verstanden, als unblutige Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers oder als eine Feier zur Erinnerung an dieses Mahl.
Eucharistie © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Kardinal König bei der Messe, die Kirchenbesucher gehen zur Kommunion.
Festgottesdienst der Modeschule Herbststraße 1960.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Bei der Eucharistie werden das Sterben und die Auferstehung Jesu Christi als Heilsereignis verkündigt und vergegenwärtigt. Jesus Christus ist dabei in der von ihm gegebenen Gemeinschaft, in seinem Wort, im Glauben an ihn oder in den Gaben von Brot und Wein gegenwärtig. Die Lehre der verschiedenen Konfessionen unterscheidet sich im Hinblick auf die Art und Weise dieser Gegenwart.
Eucharistie © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Heilige Abendmahl.
Kaiserlich-Königliches Lithographisches Institut des Grundsteuer-Katasters und
Zentralmappenarchiv, Wien ;Lithografie von Schindler.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Judentum gedenkt im einwöchigen Pessach Israels Auszug aus Ägypten und feiert ihn. Auftakt dazu ist der Seder: ein abendliches häusliches Festmahl im Kreis der ganzen Familie, das einem genauen Ablauf folgt. Dieser wird auf Ex 12,3–20 EU zurückgeführt. Jeder Familienvater liest die Haggada (Erzählung) vom Auszug, spricht den Segen über die symbolischen Speisen – Opferlamm, ungesäuertes Brot (Mazzen), Bitterkräuter (Ysop) und Wein – und verteilt diese dann an die Anwesenden. In dieser Tradition feierte Jesus am Vorabend seines Kreuzestodes mit seinen Jüngern das jüdische Sedermahl und bestimmte Brot und Wein zu bleibenden Zeichen seiner Gegenwart in der christlichen Gemeinde.
Eucharistie © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Christus und die zwölf Apostel beim letzten Abendmahl. Kolorierter Kupferstich
von Raphael Morghen nach Zeichnung von Teodoro Matteini nach Gemälde
von Leonardo da Vinci. Das Wandgemälde befindet sich im Refektorium des
Dominikanerklosters Santa Maria delle Grazie in Mailand. Widmung von
Raphael Morghen an Großherzog Ferdinand III. von Toskana, mit Wappen.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das letzte Mahl Jesu und die urchristliche Mahlgemeinschaft werden schon im Neuen Testament (NT) verschieden dargestellt und bezeichnet. Zunächst wurden nach einem Sättigungsmahl, dem Vorbild Jesu entsprechend, die Segensworte über Brot und Wein gesprochen. Bald wurden diese vom Mahl getrennt – welches sich als Agape verselbständigte – und mit dem sonntäglichen Gebetsgottesdienst am Morgen vereinigt. Diese Verbindung von Wortgottesdienst und Eucharistiefeier findet sich erstmals ausführlich bei Justin dem Märtyrer († 165), der einen christlichen Gottesdienst mit Leseordnung, Predigt, Fürbittengebet, Friedenskuss und Mahlfeier beschreibt. Die Traditio Apostolica, häufig Hippolyt von Rom († 235) zugeschrieben, schildert ebenfalls eine frühe Gestalt der Eucharistiefeier. Insgesamt sind die Entwicklungslinien in den ersten Jahrhunderten jedoch weitgehend unklar. Neben einer bischöflichen Gemeindeeucharistie als Idealform entwickelten sich verschiedene Formen von Presbyter-, Haus- und Gruppenmessen.
Eucharistie © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das letzte Abendmahl.
Jesus Christus und Jünger an einem Tisch, Jesus mit Heiligenschein im Zentrum.
Kupferstich nach Hans Holbein d. J. (1497-1543), unter der Leitung von
Christian von Mechel (1737-1817).
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
In der neueren Forschung wird der Einfluss von griechisch-römischen Mahlbräuchen auf die Entwicklung der Eucharistie wieder stärker diskutiert. Die Form des Mahls orientiert sich bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts an bekannten Institutionen der griechisch-römischen Welt.
Die eucharistischen Gestalten Brot und Wein
Eucharistie © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Kardinal König bei der Messe, die Kirchenbesucher gehen zur Kommunion.
Festgottesdienst der Modeschule Herbststraße 1960.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
In allen Kirchen sind Brot und Wein die bei der Feier der Eucharistie verwendeten Elemente, die bei der Kommunion gespendet und empfangen werden. Im Sprachgebrauch der orthodoxen, römisch-katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche werden sie auch als „eucharistische Elemente“ oder „eucharistische Gaben“ bezeichnet.

Brot und Wein gehören im Judentum zu den Speisen, die in jüdischen Familien am Sederabend, dem Vorabend des Pessach-Festes, aufgetragen werden. Im Tanach kommt Melchisedek, der König und Priester von Salem, Abram mit Brot und Wein entgegen (Gen 14,18 EU); dieses Motiv wird im Hebräerbrief 7,1–17 EU aufgegriffen. Jesus feierte am Tag vor seinem Kreuzestod mit seinen Jüngern das jüdische Sedermahl und bestimmte Brot und Wein zu bleibenden Zeichen seiner Gegenwart in der christlichen Gemeinde (1 Kor 11,23–26 EU). In der orthodoxen, der römisch-katholischen, der anglikanischen und in den meisten reformatorischen Kirchen wird Jesus Christus als der eigentliche Spender verstanden, der die Kommunion durch den Priester, Diakon oder andere Kommunionspender reicht.
Eucharistie © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Lord William Russell empfängt vor seiner Hinrichtung (21.7.1683)
die Heilige Kommunion. Radierung (Mischtechnik) von Thomas Lewis Atkinson
nach einem Gemälde von Alexander Johnston. 1863.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Daher erfolgt die Spendung von Brot und Wein in diesen Kirchen einzeln an jeden Empfänger und nicht durch Weitergabe von Hostienschale oder Kelch von einem Empfänger an den nächsten. In den meisten Konfessionen wird den Gläubigen sowohl Brot als auch Wein gereicht (Empfang der Kommunion unter beiderlei Gestalt). In der römisch-katholischen Kirche ist die Kelchkommunion der Gläubigen seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil heute wieder erlaubt und sogar empfohlen: „Ihre volle Zeichenhaftigkeit gewinnt die Kommunion, wenn sie unter beiden Gestalten gereicht wird. In dieser Form wird das Zeichen des eucharistischen Mahle auf vollkommenere Art zum Ausdruck gebracht.“, doch ist im sonntäglichen Gemeindegottesdienst für die Gläubigen der Empfang des Brotes der Regelfall; nach Lehre der katholischen Kirche ist der ganze Christus in jeder der beiden Gestalten gegenwärtig.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Eucharistie#Katholiken" der
WIKIPEDIA - Die freie Enzyklopädie
und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz
für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
de.wikipedia.org
Index/Startseite
Orden Übersicht  
Klöster, Stifte u. Abteien
Klostergeschichten  
Kirchen in Österreich  
Geschichte  
Zeittafel
Heilige und Selige  
Fest- und Feiertage  
Gebet und Kirche  
Neue Inhalte  
 
Gebete  
Rosenkranz  
Barmherzigenrosenkranz  
Ave Maria  
Angelus  
Marianische Antiphon  
Lauretanische Litanei  
Fatima-Gebet  
Gloria Patri  
Glaubensbekenntnis  
Vaterunser  
Stundengebet  
Komplet  
Magnificat  
Benedictus  
Tischgebete  
Exerzitien  
Wundertätige Medaille  
Gebetsweisen Dominikus  
Jakobsweg  
Lourdes  
Fátima  
Gottesdienst  
Heilige Messe  
Eucharistische Anbetung  
Stunde der Barmherzigkeit  
Eucharistie  
Taufe  
Erstkommunion  
Firmung  
Sakramentale  
Krankensalbung  
Ministrant  
Diakon  
Liturg. Gewänder  
Christliche Symbole
Schott - Tagesliturgie
Klostergeschichten auf Facebook  
Radio Maria  
Radio Stephansdom  
DOMBUCHHANDLUNG FACULTAS - WIEN  
 
  www.gaube.at - Erhard Gaube
 
design by gaube