Florian von Lorch
Gedenktag: 4. Mai
Heiliger Florian © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Heiliger Florian © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Florian von Lorch - Der heilige Florian.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der heilige Florian (* 3. Jahrhundert; † 4. Mai 304 in Lauriacum, dem heutigen Lorch in Enns, Oberösterreich) war Offizier der römischen Armee und Oberbefehlshaber einer Einheit zur Feuersbekämpfung. Er wird in der katholischen und orthodoxen Kirche gleichermaßen verehrt.
Heiliger Florian © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wien 23, Rodaun; Barocke Plastiken am Aufgang zur Kirche:
Hl.Florian und anderer Heiliger ;um 1930.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
In der "Passio Floriani", spätes 8./frühes 9. Jh. sind die Ereignisse seines Märtyrertodes beschrieben. Florian von Lorch war ein pensionierter Kanzleivorstand und lebte in Aelium Cetium (Sankt Pölten). In der Zeit der Christenverfolgung (303–304) unter Kaiser Diocletian kam Statthalter Aquilinus nach Lauriacum (das heutige Lorch in Enns), um die Christen auszuforschen. 40 Christen wurden ergriffen und nach vielen Martern eingesperrt. Florian erfuhr davon und eilte nach Lauriacum, um ihnen beizustehen. In Lauriacum wurde er aber von seinen ehemaligen Militärkameraden aufgegriffen und verhaftet, weil er sich als Christ bekannte, und vor den Statthalter Aquilinus geführt. Da er sich weigerte, dem christlichen Glauben abzuschwören, wurde er mit Knüppeln geschlagen und seine Schulterblätter wurden mit geschärften Eisen gebrochen. Schließlich wurde er zum Tode verurteilt.
Heiliger Florian © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Heiliger Florian © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Gebertsham Filialkirche Hl. Kreuz:
 gotischer Flügelaltar, Salzburger
Arbeit ca. 1515-1520: Aussenseite
eines Staffelflügels.
Tafelbild Heiliger Florian.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Pfarramt Margareten 1937.
Bronzene Figur des heiligen Florian
über dem Eingang des neu
errichteten Pfarramtes.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Er sollte bei lebendigem Leibe verbrannt werden. Am Marterpfahl sagte er, wenn sie ihn verbrennen würden, würde er auf den Flammen zum Himmel empor steigen. Die Soldaten scheuten sich nun, ihn zu verbrennen und er wurde am 4. Mai 304 mit einem Stein um den Hals (später ist daraus ein Mühlstein geworden) von einer Brücke in die Enns gestürzt. Vor seiner Hinrichtung betete Florian eine Stunde, sodass die Soldaten Ehrfurcht erfasste und sie sich scheuten, das Todesurteil zu vollstrecken. Ein wütender junger Mann stieß ihn schließlich von der Brücke hinab in den Fluss. So starb Florian und auch die 40 Bekenner starben im Kerker.
Heiliger Florian © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Heiliger Florian © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Relief heiliger Florian zwischen den
Toren. Wien 5, Feuerwache
Margareten; um 1935.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Hollabrunn - Das Bild zeigt den
Florianisbrunnen zwischen
1985-1991.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Überlieferung erzählt weiter, dass der Leichnam des Heiligen auf einem Uferfelsen angeschwemmt und von einem Adler mit ausgespannten Schwingen bewacht wurde. Eine tiefgläubige Frau (später Valeria genannt) fand ihn auf eine Offenbarung hin und barg ihn. Sie legte ihn auf einen Karren, der von Tieren gezogen wurde, und deckte ihn mit Sträuchern und Laubwerk zu, um ihn unbemerkt an seinen Bestattungsort zu bringen. Unterwegs ermatteten die Zugtiere und blieben stehen. Auf ein Gebet dieser Frau hin entsprang eine Quelle und die Tiere konnten trinken. Diese Quelle gibt es noch heute (Florianbrunnen bei der Kirche St. Johann in St. Florian). Gestärkt durch das frische Nass, gingen sie weiter an den vorherbestimmten Bestattungsort. Dort begrub ihn die Frau eilig in der Erde. Über seinem Grab entstand später das Stift Sankt Florian.
Heiliger Florian © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Heiliger Florian © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Horn - Das Bild zeigt eine
Statue des hl. Florian - im Hintergrund
befindet sich der Kirchturm,
1960-1970.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Abtenau Pfarrkirche (Hl. Blasius).
Chor: Statuen der Heiligen
Florian und Georg.
Spätgotisch, um 1515.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Spätere Überlieferungen berichten von einem Strafwunder. Dem Mann, der Florian von der Brücke stürzte, brachen die Augen. Ursprünglich bezog sich diese Aussage auf den Heiligen (Ausdruck für das Sterben). Später sah man darin eine Bestrafung des Täters. So findet man in der Kunst häufig die Darstellung, wie dem Mann, der das Todesurteil vollstreckte, die Augen aus dem Kopf fallen. Nur acht Jahre nach der Hinrichtung wurde unter Kaiser Konstantin die volle Glaubensfreiheit zugesichert. Florian gilt als Schutzpatron der Feuerwehr (daher auch die Bezeichnung Florianijünger oder Floriansjünger für Feuerwehrleute sowie der für Feuerwehr-Fixfunkstationen übliche Funkrufname „Florian“ in Kombination mit dem Ortsnamen der jeweiligen Feuerwehr - vielerorts ist es üblich zu seinem Gedenktag eine „Florianimesse“ zu halten, bei der die Feuerwehrleute in Ausgehuniform erscheinen). Dargestellt wird Florian als Römischer Legionär mit Fahne, Wasserkübel und mit einem brennenden Haus, manchmal mit Mühlstein am Hals. Ursprünglich stand der Wasserkübel für das Martyrium des Ertränkens, wurde aber im Laufe der Zeit durch das Hinzufügen des Hauses zum Symbol der Patronanz. Mitunter gibt es auch kuriose Darstellungsformen, wie im Kurort Bad Tölz in Oberbayern. Der Ort wurde mehrmals von Großbränden heimgesucht, so wurde zu Ehren des Heiligen vor dem Tölzer Finanzamt ein Floriansbrunnen aufgestellt. Um die Finanzbeamten zu verhöhnen, zeigt der Tölzer Florian einen entblößten Hintern.
Heiliger Florian © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der heilige Florian.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Floriani-Prinzip
Das Sankt-Florian-Prinzip (österreichisch: Floriani-Prinzip) oder die Sankt-Florian-Politik bezeichnet Verhaltensweisen, potentielle Bedrohungen oder Gefahrenlagen nicht zu lösen, sondern auf andere zu verschieben. Die englischsprachige Entsprechung ist Nimby, ein Akronym für „Not in my backyard“.
Heiliger Florian © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
"Der Heilige Florian als Werbeträger; 1916"
Knaust - Maschinen- und Feuerlöschgerätefabrik
München : Meisenbach, Riffarth und Co. ;Werbung (Industrie).
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Früher war es üblich, die Hilfe des Heiligen Florian anzurufen, der als Schutzpatron für die Abwendung von Feuer und Dürre zuständig ist. Volkstümliche Verbreitung fand ein vermeintlich frommer Spruch, der vermutlich von einer ironisch gemeinten Votivtafel stammt und das Prinzip prägnant erläutert:

Heiliger Sankt Florian / Verschon' mein Haus / Zünd' and're an!

Oftmals findet sich der Heilige Florian als Lüftlmalerei auf Wohn-, Feuerwehr- oder Bauernhäusern. Meist wird er als überlebensgroße Gestalt abgebildet, die aus einem Eimer Wasser auf ein brennendes Gebäude schüttet. Einer anderen Vermutung nach entstammt der gleiche Spruch einem Spottlied, das Neider zum Salzburger Dom wallfahrender Pinzgauer vor Jahrhunderten dichteten.
Bauernregel
Die dem Namenstag entsprechende Bauernregel lautet:

Der Florian, der Florian, noch einen Schneehut tragen kann.
War's an Ambrosius (4. April) schön und rein, wird's an Florian um so wilder sein.
Sein Gedenktag wird am 4. Mai gefeiert.
Er wird außerdem als Patron
der Feuerwehr, Bäcker, Rauchfangkehrer, Bierbrauer, Gärtner, Böttcher, Töpfer, Schmiede, Seifensieder, sowie von Polen, Oberösterreich und Linz verehrt. Florian wird angerufen gegen Feuer- und Brandgefahren, Kämpfe, Stürme, Unfruchtbarkeit der Felder, große Dürre und bei Brandwunden.
Dargestellt wird Florian als Römischer Legionär mit Fahne, Wasserkübel
und mit einem brennenden Haus.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Johannes_von_Gott" der
WIKIPEDIA - Die freie Enzyklopädie
und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz
für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
de.wikipedia.org
 
Index/Startseite
Orden Übersicht  
Klöster, Stifte u. Abteien
Klostergeschichten  
Kirchen in Österreich  
Geschichte  
Zeittafel
Heilige und Selige  
Fest- und Feiertage  
Gebet und Kirche  
Neue Inhalte  
 
Engel  
Cherubim und Seraphim  
Erzengel Michael  
Erzengel Gabriel  
Erzengel Raphael  
Schutzengel  
Die Anordnung der Heiligen
ist nach ihrem jeweiligen
Gedenktag im Jahreskreis,
beginnend am 1. Januar
 
Maria (Mutter Gottes)  
Severin von Noricum  
Blasius von Sebaste  
Scholastika von Nursia  
Johannes von Gott  
Josef von Nazaret  
Vinzenz Ferrer  
Georg  
Benedikt Menni  
Katharina von Siena  
Peregrinus Laziosi  
Richard Pampuri  
Florian von Lorch  
Johannes von Avila  
Marcellinus  
Karl Lwanga  
Johannes Grande  
Norbert von Xanten  
Eustachius Kugler  
Achatius von Armenien  
Johannes der Täufer  
Hemma von Gurk  
Paulus von Tarsus  
Simon Petrus  
Erentrudis von Salzburg  
Benedikt von Nursia  
Margareta von Antiocha  
Maria Magdalena  
Christophorus  
Jakobus der Ältere  
Valentina  
71 Spanische Märtyrer  
Ignatius von Loyola  
Dominikus  
Edith Stein  
Klara von Assisi  
Bernhard von Clairvaux  
Josef von Calasanz  
Augustinus von Hippo  
Mutter Teresa  
Hildegard von Bingen  
Franz von Assisi  
M. Faustyina Kowalska  
Abraham  
Maria Restituta  
Elisabeth von Thüringen  
Katharina von Alexandria  
Barbara von Nikomedien  
Nikolaus von Myra  
Adam und Eva  
Stephanus  
Catherine Labouré  
Stigmatisation  
Wundertätige Medaille  
   
Unsere Mission ist helfen  
Oase des Friedens  
  www.gaube.at - Erhard Gaube
 
design by gaube