Wallfahrtskirche Frauenkirchen
Basilika Mariä Geburt
Kirchenplatz 2, A-7132 Frauenkirchen
Wallfahrtskirche Frauenkirchen - Basilika Mariä Geburt © E. Gaube
Wallfahrtskirche Frauenkirchen - Basilika Mariä Geburt.
Die Basilika zu Mariä Geburt ist eine barocke, römisch-katholische Wallfahrtskirche im burgenländischen Frauenkirchen. Die Kirche machte den Ort bereits im 14. Jahrhundert zu einem bekannten Wallfahrtsort.

Frauenkirchen ist eine Stadt im Bezirk Neusiedl am See (Burgenland) von denen mehr als 7 % der Volksgruppe der Burgenland-Ungarn angehören. Der ungarische Ortsname der Stadt ist Boldogasszony oder Fertőboldogasszony. Erstmals urkundlich wurde eine Siedlung namens Szent Maria im Jahr 1324. 1529 und 1683 wurden das Dorf und die Kirche von den Türken zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte unter Fürst Paul I. Esterhazy. Um die von 1695 bis 1702 errichtete Basilika und das Franziskanerkloster entwickelte sich der Ort ab dem Ende des 17. Jahrhunderts allmählich zu einem regionalen Handelszentrum, das wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn) gehörte.
Geschichte
Wallfahrtskirche Frauenkirchen - Basilika Mariä Geburt © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wallfahrtskirche Frauenkirchen - Basilika Mariä Geburt - Vorderansicht.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Im Jahr 1529 wurde sie mit dem gesamten Dorf von den Türken zerstört. Von der damaligen Kirche ist nichts mehr erhalten. Als die Esterházys 1622 in den Besitz des Ortes kamen, wurde unter ihrer Ägide die Kirche 1668 neu aufgebaut. Es wurde hier auch ein Franziskanerkloster errichtet. Beide fielen im Jahr 1683 jedoch neuerlich den Türken zum Opfer. 1695 wurde als Stiftung von Fürst Paul Esterházy durch Francesco Martinelli wieder eine Kirche erbaut. Diese heutige Kirche wurde 1702 eingeweiht. Im Jahr 1720 wurde das Franziskanerkloster angebaut. 1990 wurde die Kirche durch Papst Johannes Paul II. zur Basilica minor erhoben.
Wallfahrtskirche Frauenkirchen - Basilika Mariä Geburt © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung   Wallfahrtskirche Frauenkirchen - Basilika Mariä Geburt © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Statue eines ungarischen Königs
rechts vom Hochaltar.
United States Information Service.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Seitenaltar auf rechter Längsseite
innerhalb des Chorraumes.
United States Information Service.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Kirche hat eine Zweiturmfassade. Die Länge des Gebäudes und die Höhe der Türme ist jeweils 53 m. Ihr Inneres ist 18,5 m breit und 23 m hoch. Die Türme haben Zwiebelhelme mit Laternen. Das Kirchenschiff ist 18,5 m breit und 23 m hoch. An beiden Seiten stehen je vier Seitenaltäre in Weiß und Gold. An der Decke befinden sich prächtige, farbige Stuckdekorationen mit Gemälden u. a. von Luca Antonio Colomba. Diese Bilder, die aus der Zeit um 1700 stammen, zeigen Szenen aus dem Leben Jesu, im Chor die Verkündigung Mariens, im Schiff die Marienkrönung.
Wallfahrtskirche Frauenkirchen - Basilika Mariä Geburt © E. Gaube
Wallfahrtskirche Frauenkirchen - Basilika Mariä Geburt
Die Kanzel mit reichem Figurenschmuck von 1713.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
In ihrer Einheitlichkeit von Bau, Ausstattung und Einrichtung ist die Basilika der schönste barocke Kirchenraum des Burgenlandes. Der vierjochige helle Raum hat nicht weniger als acht Seitenaltäre mit darüber liegenden Emporen. Überwölbt ist die Basilika von einer reich verzierten und bemalten Stichkappentonne. Als Maler des reichen Freskenschmuckes, der die Rosenkranzgeheimnisse und zahlreiche Heilige des Franziskanerordens darstellt, ist Luca Antonio Columba ausgewiesen. Die Stuckarbeiten schuf Pietro Antonio Conti. Der Hochaltar täuscht auf einer bemalten Holzwand in typisch barocker Manier einen mächtigen Marmoraufbau vor. Unter einem Baldachin steht im Zentrum die Gnadenstatue. Flankiert wird das gotische Werk von mächtigen Figuren der heiligen Könige Stephan und Ladislaus. Das Ovalbild im Obergeschoss zeigt Gott Vater mit dem Hl. Geist, bekrönt vom hl. Josef, seitlich die Eltern der Gottesmutter, Anna und Joachim. Die Seitenkapellen sind in Stuck, Fresken und Altären jeweils gegenüberliegend ähnlich gestaltet.
Wallfahrtskirche Frauenkirchen - Basilika Mariä Geburt © E. Gaube   Wallfahrtskirche Frauenkirchen - Basilika Mariä Geburt © E. Gaube
Wallfahrtskirche Frauenkirchen
Orgelempore.
Wallfahrtskirche Frauenkirchen
Blick gegen den Hochaltar.
In der ersten Kapelle vorne steht der Marienaltar mit dem ursprünglichen Gnadenbild, dem sogenannten „Maria lactans“, einer stillenden Madonna, das historisch schwer einzuordnen ist. Der Altar in der nächsten Seitenkapelle ist dem hl. Franziskus geweiht. Es folgt der Jakobusaltar, der in seinem hervorragenden Altarblatt das Martyrium des Heiligen darstellt. Das Bild auf dem Georgsaltar zeigt den hl. Georg im Kampf mit dem Drachen. Die hinterste linke Seitenkapelle ist als Fatimakapelle gestaltet. Wenn man den Rundgang auf der rechten Seite fortsetzt, betritt man zuerst die Kapelle mit dem Barbaraaltar, dann die Kapelle mit dem Altar der hl. Magdalena, dessen Altarblatt zu den besonderen barocken Kunstwerken der Kirche zu zählen ist. Der Wand- und Altarschmuck der nächsten Kapelle verehrt den hl. Antonius. Die vorderste Kapelle auf der rechten Seite birgt den Herz-Jesu-Altar. Links vorne, unmittelbar vor dem Hochaltar, ragt ein kleiner Erker, das Oratorium des Fürsten Esterhàzy, hervor. Die Kanzel mit reichem Figurenschmuck entstand 1713. Das vielleicht bedeutendste Schnitzwerk des Burgenlandes ist die Priestersedilie, in ihrem Reichtum dadurch erklärbar, dass sie einst als Hochaltar diente. Nach dem Rundgang durch die Kirche lohnt sich auch ein Besuch des Klosters. Dorthin gelangt man durch die Anbetungskapelle, das ursprüngliche Refektorium der Patres, links vom Volksaltar. Das Altarblatt stammt von 1697 und stellt das Letzte Abendmahl dar. Die anderen Ölbilder zeigen das Leiden und die Auferstehung des Herrn. Im Kloster ist vor allem das jetzige Refektorium (Speisesaal) mit den originalen Intarsien und Ölgemälden sehenswert. Besonders wertvoll sind die Stirnbilder von Stefan Dorffmeister (aus: Bedeutende Wallfahrten, Kirchen und Kapellen, Band II: Niederösterreich und Burgenland, Journal-Verlag).
Wallfahrtskirche Frauenkirchen - Basilika Mariä Geburt © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wallfahrtskirche Frauenkirchen - Basilika Mariä Geburt
Barocke Doppelturmfassade mit der Immakulatasäule. ;um 1931.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Am Hochaltar erblickt man die aus Lindenholz geschnitzte Gnadenstatue, die aus dem Jahre 1240 stammen soll. Bis 1661 in der Burgkapelle von Forchtenstein verehrt, wurde sie im gleichen Jahre in einer feierlichen Prozession nach Frauenkirchen gebracht und daselbst aufgestellt. Die Kirche wurde im 16. und 17. Jahrhundert zweimal in Schutt und Asche gelegt, doch das hölzerne Gnadenbildnis überstand das Feuer beide Male unversehrt. Dem Gnadenbild gelten heute vor allem Pilgerprozessionen. Unter der Kirche sind zwei Grüfte, die eine diente bis 1870 als Begräbnisstätte für Ordensmitglieder. In der anderen wurden Angehörige der gräflichen Linie der Familie Esterhazy beigesetzt.
Wallfahrtskirche Frauenkirchen - Basilika Mariä Geburt © E. Gaube
Wallfahrtskirche Frauenkirchen - Basilika Mariä Geburt.
Der neu gestaltete Vorplatz.
In den Jahren 1953 bis 1960 wurde die Kirche innen renoviert, der große Platz vor der Kirche wurde in eine Grünanlage umgewandelt. Der auf einer Grünanlage vor der Basilika angesiedelte Kalvarienberg ist in seiner Form einzigartig. Der künstlich angelegte Kalvarienberg Frauenkirchen an der Westseite der Basilika entstand um das Jahr 1685. Schneckenförmig windet er sich zu einem Plateau empor, aus dem eine kolossale steinerne Kreuzigungsgruppe aus dem Jahre 1759 in den Himmel ragt. Die Kapellen zeigen in Steinreliefs Stationen der Leiden des Erlösers.
pfarre.eu/frauenkirchen
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Mönchtum" der
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