Gebete
Gebet © Pixabay - Lizenz: CC0 Public Domain
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Das Gebet (abgeleitet von bitten) bezeichnet eine zentrale Glaubenspraxis vieler Religionen. Es ist eine verbale oder nonverbale rituelle Zuwendung an ein transzendentes Wesen (Gott, Gottheit, Göttin).

Neben dem Vorgang des Betens (als gemeinschaftliches oder persönliches Gebet) wird im Deutschen mit Gebet auch ein vorformulierter, feststehender Text bezeichnet. Ein solches Gebet kann auf einen bestimmten Urheber zurückgehen (z. B. den Religionsstifter, einen Heiligen oder einen religiösen Schriftsteller). Manche Gebete werden zu einem bestimmten Anlass im Leben des einzelnen oder der Gemeinschaft gesprochen. Gebete werden in der Familie oder in der Religionsgemeinschaft tradiert und gelernt. Die bekanntesten Gebete sind im Judentum das Schma Jisrael und im Christentum das Vaterunser. Die Gebets- und Liedersammlung der Psalmen hat für Judentum und Christentum Bedeutung.

Das Gebet unterscheidet sich durch seine persönliche und kommunikative Komponente von anderen religiösen Praktiken. Es setzt also die Vorstellung eines persönlichen Gottes voraus, die etwa in Buddhismus oder Taoismus nicht vorhanden ist. Außerdem setzt es voraus, dass ein solcher Gott empfänglich für eine solche Form der Zwiesprache ist und nicht etwa allein durch kultische Handlungen, Opferpraktiken etc. erreicht werden kann.

Er muss dem Betenden gegenüber präsent sein; in den monotheistischen Religionen wird Gott zumeist als allgegenwärtig angesehen, während naturreligiöse Konzepte den Gottheiten oft bestimmte Orte zuordnen, sodass sich der Betende zunächst an den jeweiligen Ort begeben muss.
Gebet © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Chorherren in der Peterskirche; signiert und datiert. ;nach 1870
Farbdruck nach dem Gemälde aus 1870 von Ludwig Johann Passini,
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wenn Religionsgelehrte und Theologen an eine Vorherbestimmung glauben, dann erwarten sie nicht, dass der unveränderliche Wille der Gottheit durch menschliche Gebete geändert werden kann, sondern sie erwarten vom Gebet eine Änderung des betenden Menschen: Der das Gute erstrebende Wille Gottes sei nicht zu ändern, aber durch die Gebetstätigkeit werde der Wille des Menschen gestärkt, seine Seele geläutert und somit eine ganzheitliche Änderung zum Guten bewirkt.

Gebetet werden kann im Gottesdienst, in einer Gruppe oder allein. Ganze Gottesdienste werden als Gebet verstanden, wie der jüdische Gottesdienst am Shabbat in der Synagoge, die Heilige Messe der katholischen und die Göttliche Liturgie der orthodoxen Kirche, das christliche Stundengebet oder das Freitagsgebet der Muslime. Viele Religionen kennen festgesetzte Gebetszeiten.

Gebete können gesungen, laut ausgesprochen oder im stillen für sich formuliert werden. Es gibt dabei je nach Religion und Konfession unterschiedliche Körperhaltungen und Gesten: stehen, knien, niederwerfen, den Kopf senken, die Hände erheben oder falten. Im Zusammenhang mit Gebeten werden oftmals Symbole oder Hilfsmittel verwendet, wie Gebetsketten, Kruzifixe oder Ikonen.

Es gibt tradierte liturgische Gebete mit feststehenden Wortfolgen, manchmal in Form einer Litanei, Gebete mit Vorlagen oder spontan formulierte Gebete.
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Rotkreuzschwestern und Nonnen beim Gebet; Datierung: um 1915
Aus: Widmungsalbum "Kriegserinnerungen" an Marie Therese von Braganza.
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Das Gebet zu Gott gehörte von Anfang an zu den wichtigsten Ausdrucksformen des christlichen Glaubens. Jesus selber als gläubiger Jude hat gebetet und seine Schüler zum Beten angeleitet.
Biblische Grundlagen
Das Neue Testament zeigt mehrere Gebetsformen: Psalmen, Klage, Bitte, Dank, Fürbitte, Anbetung. Einige der am häufigsten gebrauchten christlichen Gebete stammen aus dem Neuen Testament, z. B. das Vaterunser, das im Wortlaut nach alter Überlieferung auf Jesus selber zurückgeht (Lk 11,2ff EU).

Die Evangelien zeigen, wie Jesus den Menschen in all ihren praktischen Nöten helfen wollte. Aber je mehr er das tat, desto mehr neigten sie zur Fixierung auf Gottes momentane Hilfe – Jesus wurde umlagert von Kranken, die Heilung suchten. Dadurch wurde es für ihn schwer, Aufmerksamkeit für seine über momentane Hilfe hinausgehende Botschaft zu finden. Solche Erfahrungen betreffen generell das Bitten – werden sie erhört, sind sie Zeichen, die auf Gott hinweisen; aber gleichzeitig fördern sie die Neigung der Menschen, von ihrer Gottesbeziehung primär die Erfüllung ihrer Wünsche zu erwarten.

Das NT gibt zahlreiche Hinweise auf den Stellenwert des Gebets im Verhältnis des Menschen zu Gott, und es gibt Empfehlungen zur Art des Betens. Wichtig für das christliche Gebet, auch im Hinblick auf seine Erhörung, ist der Einklang des Beters mit dem Willen Gottes, der Glaube (Mk 9,23 EU). Dann gelte: „Bittet, so wird euch gegeben“ (Mt 7,7 EU). Wenn der Mensch sich Gott und seiner Gottesherrschaft anvertraue, dann werde ihm alles zufallen, was er braucht (Mt 6,33 EU). Also könne sich der Mensch mit seinen Anliegen immer wieder im Gebet an Gott wenden, vermittelt durch Jesus (Joh 14,6 EU), und ihn um alles das bitten, was er täglich benötige. Der Beter dürfe dann erwarten, dass Gott „bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt“ (Röm 8,28 EU).

Gemäß Paulus und Johannes ist es der Heilige Geist, der betet, wenn Menschen „nicht wissen, wie und was wir beten sollen“ (Röm 8,26-27 EU). Der Heilige Geist tritt als Mittler (Paraklet, „Tröster“) ein (Joh 14,13-14 EU).

Neben dem vertrauensvollen Beten kennt die Bibel auch das klagende und aufschreiende Gebet des Menschen in Not. Jesus selbst wandte sich gemäß dem Markusevangelium am Kreuz mit den Psalmworten „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Psalm 22,2, Mk 15,34 EU) an seinen Vater. Die klagenden Lieder der Psalmen (so Psalm 51: „Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld“, Ps 51,3 EU) und der Propheten (Klgl 1,EU EU) sind Bestandteil christlichen Betens bis heute.

Nach Christi Himmelfahrt beteten die Christen auch zu Jesus. Die vom AT her bekannte Formel „den Namen JHWHs anrufen“ wurde nun auf Jesus angewandt; die Formel „die den Namen Jesus anrufen“ war dann die Kennzeichnung der Christen (z.B. 1 Kor 1,2 EU, Apg 9,14 EU).

Das Gebet in all seinen Formen, mit seinen unterschiedlichen Auswirkungen, fördert die Beziehung der Menschen zu Gott.
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Gebet beim Votivbild
1914 - 1918
Höre mich, höre mich, Vater im Himmel,
(Postkartentext (Rückseite)
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Unser Kaiser im Gebet.
1914 - 1916
Postkarte; Wiener Rotophot
"fec. Charles Scolik/ Wien VIII"
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Rosenkranz
Ein Rosenkranz ist eine Zähl- oder Gebetskette, die für das Rosenkranzgebet verwendet wird. Es kann aber auch die Bezeichnung für das Rosenkranzgebet selbst sein. In seiner häufigsten Form wird eine regelmäßige Abfolge von drei Gebeten – das Vaterunser, das Ave Maria und die Doxologie Ehre sei dem Vater – sogenannte Gesätze, mit der Betrachtung des Lebens und Sterbens Jesu verbunden. Der Rosenkranz kann heute als das am weitesten verbreitete katholische Volksgebet angesehen werden. Das Wort Rosenkranz stammt vom lat. rosarium, das mit ‚Rosengarten‘ übersetzt wird. Rosengewächse symbolisieren in der christlichen Ikonographie Maria, die Mutter Jesu. Das Motiv der Madonna im Rosenhag als Beispiel für einen Hortus conclusus steht für die Jungfräulichkeit Mariens. Auch ein Kranz aus Rosen auf dem Kopf ist ein Symbol der Jungfräulichkeit. In der Lauretanischen Litanei wird Maria als Rosa mystica (geheimnisvolle Rose) angerufen.
Der Rosenkranz hat 59 Perlen. Die Eröffnung des Rosenkranzgebetes wird an einer am Kranz befestigten Kette mit einem Kreuz und drei kleinen Perlen gebetet, die von zwei großen Perlen gerahmt sind. Darauf folgen auf dem Kranz fünfmal zehn kleinere Kugeln (für die Ave Maria) und eine davon abgesetzte große (für das Vaterunser und Ehre sei dem Vater). Ein Vaterunser, zehn „Ave Maria“ und ein „Ehre sei dem Vater“ bilden ein Gesätz.
Engel des Herrn (Angelus)
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Fürbittengebet; Deckenmalerei von Johann Michael Rottmayr.
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Der Engel des Herrn (Angelus) ist ein Gebet der katholischen Kirche, das morgens, mittags und abends gebetet wird. Es ist benannt nach seinen ersten Worten: Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft, lateinisch: Angelus Domini nuntiavit Mariae.

Als Gebetseinladung erfolgt in der Regel das wenige Minuten andauernde Angelusläuten. Das Gebet beinhaltet die Betrachtung der Menschwerdung des Gottessohnes, vorbereitet durch den Verkündigungs-Dialog zwischen dem Erzengel Gabriel und Maria. Nach jedem der drei Betrachtungsworte wird ein Ave Maria gebetet. Die abschließende Oration beendet das Gebet, es kann aber noch die dreimalige Doxologie Ehre sei dem Vater und das Totengedenken angeschlossen werden.

Der Papst betet es jeden Sonntag und an Hochfesten um 12 Uhr öffentlich vom Fenster der päpstlichen Wohnung im Apostolischen Palast aus und erteilt anschließend den Apostolischen Segen.

In der Osterzeit wird anstelle des Engel des Herrn das Regina caeli gebetet.


Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
 und sie empfing vom Heiligen Geist.
Gegrüßet seist du, Maria …
Maria sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn;
mir geschehe nach deinem Wort.
Gegrüßet seist du, Maria …
Und das Wort ist Fleisch geworden
und hat unter uns gewohnt.
Gegrüßet seist du, Maria …
Bitte für uns, heilige Gottesmutter (heilige Gottesgebärerin),
(auf) dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.

Lasset uns beten. Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in unsere Herzen ein. Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, erkannt. Führe uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn. Amen.
Vaterunser
Das Vaterunser ist das am weitesten verbreitete Gebet des Christentums und das einzige, das laut Aussage des Neuen Testaments (NT) Jesus von Nazaret selbst seine Jünger gelehrt hat. Es wird von Christen aller Kirchen und Konfessionen gebetet, von den meisten auch im Gottesdienst. Dazu verwenden sie die längere Version mit insgesamt sieben Bitten, die im Matthäusevangelium enthalten ist. Daneben gibt es im NT noch eine kürzere Version mit fünf Bitten, nämlich im Lukasevangelium. Durch die häufige Verwendung ist der Text des Vaterunsers einer der bekanntesten Abschnitte der Bibel.

Pater noster, qui es in caelis:
sanctificetur nomen tuum.
Adveniat regnum tuum.
Fiat voluntas tua,
sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum supersubstantialem (cotidianum) da nobis hodie.
Et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris.
Et ne nos inducas in tentationem,
sed libera nos a malo.
Amen.

(Lateinische Fassung nach der Vulgata-Übersetzung)

Das Vaterunser erhielt früh einen festen Platz in der urchristlichen Gottesdienstliturgie. Gemäß der Didache 8,2f sollten Christen es auch privat dreimal am Tag beten.

In der katholischen Kirche ist das Vaterunser Bestandteil der Heiligen Messe, des Stundengebets der Laudes und der Vesper sowie des Rosenkranzgebets. Die Kapitularien Karls des Großen ordneten an, dass jeder Christ es auswendig hersagen können sollte. Wer dies nicht vermochte, sollte nicht als Pate (Taufzeuge) zugelassen werden. Zusammen mit dem Credo und den Zehn Geboten galt es als eine der Grundlagen, die jeder getaufte Christ lernen und wissen sollte.
Gebet © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Kinder beim Gebet vor dem schmiedeeisernen Kreuz. Datierung: um 1920
Rohrweck, M. Wien; Landleben; Micheldorf; Steiermark
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Stundengebet
Das Stundengebet (lat. liturgia horarum), auch Offizium oder Officium divinum, Tagzeiten und Tagzeitengebet (evangelisch) genannt, ist die Antwort der Kirche auf das Apostelwort „Betet ohne Unterlass!“ (1 Thess 5,17 EU) und das Psalmwort „Siebenmal am Tag singe ich dein Lob und nachts stehe ich auf, um dich zu preisen“ (vgl. Ps 119,62.164 EU).

Die Tradition des Stundengebetes wird in der orthodoxen, der römisch-katholischen, der anglikanischen Kirche und den evangelischen Kirchen gepflegt. Das gemeinschaftlich vollzogene Stundengebet in einer Ordensgemeinschaft wird Chorgebet genannt.

In der katholischen Kirche ist das Stundengebet das Gebet der Kirche, zu dessen Vollzug alle Priester, Diakone, die geweihten Jungfrauen, die Eremiten und die Ordensleute verpflichtet sind. Sie beten das Stundengebet nicht nur zur persönlichen Tagesheiligung, sondern auch stellvertretend für die ihnen anvertrauten Gläubigen und vollziehen damit einen liturgischen Dienst. Ständige Diakone sind formal nur zum Gebet von Laudes und Vesper verpflichtet. Auch alle übrigen Gläubigen sind zum Vollzug eingeladen, je nach ihren Lebensumständen.

Beim gemeinschaftlichen Vollzug können die Psalmen und sonstigen Texte gesungen (Psalmodie) oder gesprochen werden. In manchen monastischen Gemeinschaften (besonders in Bayern und Österreich) ist auch das Rezitieren der Psalmen im Tonus rectus gebräuchlich. Der Vollzug geschieht im Stehen, bei der Psalmodie und den Lesungen sitzen alle mit Ausnahme des Lektors. Beim Beginn jeder Hore bekreuzigt man sich gewöhnlich, beim Gloria Patri, mit dem Psalmen und Cantica schließen, verneigt man sich.

Das benediktinische Offizium umfasst eine nächtliche Hore und sieben am Tage; der Tag wurde von Mitternacht bis Mitternacht gerechnet. Die Auswahl der Psalmen war jetzt in einem einwöchigen Rhythmus für jede Hore genau festgelegt. Jeder Psalm kam in jeder Woche mindestens einmal vor. Dabei gab es Blöcke von aufeinanderfolgenden Psalmen wie im monastischen Offizium, andere Psalmen wurden gezielt platziert oder kehrten täglich wieder. Benedikt fasste kurze Psalmen zusammen und teilte lange in Abschnitte. Neben den Psalmen kamen auch alttestamentliche Cantica vor. Jede Hore hatte seit Benedikt einen Hymnus, allerdings in den einzelnen Horen an verschiedenen Positionen. Auf das Kapitel nach den Psalmen folgte ein Responsorium, in den kleinen Horen ein Versikel. Die Hore endete mit Fürbitten – in den kleinen Horen mit dem Kyrie eleison –, dem Vaterunser und einer Oration.
Komplet
Die Komplet (lat. completorium ‚Schlussandacht‘) ist das Nachtgebet im Stundengebet der Christenheit. Im Byzantinischen Ritus wird sie griech. Ἀπόδειπνον Apódeipnon (wörtlich „nach dem Essen“) genannt.

Die liturgische Tradition sowohl der katholischen als auch der anglikanischen und lutherischen Breviere geht auf die Benediktsregel zurück, die von der Magisterregel beeinflusst war, einer anonymen Mönchsregel aus dem 6. Jahrhundert. Die Komplet trat in dieser Zeit als Nachtgebet zum traditionellen Abendgebet, der Vesper, hinzu, da nach der Vesper in den Klöstern zu Abend gegessen und noch nötige Arbeiten erledigt wurden. Die Komplet wurde von den Mönchen unmittelbar vor der Nachtruhe im Schlafsaal gehalten. Sie umfasste täglich die traditionellen drei Psalmen 4, 91 und 134. Auch das Responsorium breve „In manus tuas, Domine“ (Ps 31,6 EU) und die Oration „Visita, quaesumus“ gehen auf mittelalterliche Tradition zurück. Das Canticum Nunc dimittis (Lk 2,29-32 EU) wurde ursprünglich in der Vesper gesungen und ging später auf die Komplet über.

Die traditionellen Texte der Komplet sind geprägt von Gottvertrauen und Zuversicht und der Parallele von Schlaf und Tod: „Die Betenden dürfen gewiss sein, dass sie behütet sind, wenn sie im Schlaf ihr Bewusstsein aufgeben und die Kontrolle und Sicherheit über ihre Lebensgestaltung verlieren. […] Vor dem Hintergrund von Tod und Auferstehung Jesu wird jedes Einschlafen zu einer Vorausschau des eigenen Sterbens in die Hand Gottes hinein, dem das Auferstehen in die Gegenwart Gottes am nächsten Morgen (und darin versinnbildlicht nach der Auferweckung vom Tod) als Spiegelbild gegenübersteht.“ Gegen Ende des ersten Jahrtausends kam der Brauch auf, die Komplet mit einem marianischen Gesang zu schließen

Im Stundengebet der monastischen Orden (beispielsweise Benediktiner, Zisterzienser, Trappisten) wird die ältere Form der Komplet bis heute gebetet. In den kontemplativen Orden segnet der Obere die Mitglieder des Konvents nach der Komplet mit Weihwasser. Danach gilt bis zum Morgen das nächtliche Stillschweigen.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Gebet" der
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