Apostolisches Glaubensbekenntnis
Dreifaltigkeit © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Steinrelief 'Hl.Dreifaltigkeit'. Nahaufnahme. Stauda, August; 1905.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Apostolische Glaubensbekenntnis, auch Apostolikum genannt, ist eine Form der christlichen Glaubensbekenntnisse; eine fortgebildete Variante des altrömischen Glaubensbekenntnisses. Seine Ursprünge liegen entweder in einer frühen Ausformulierung der Regula fidei oder in einer Weiterentwicklung von Tauffragen.

Ein Glaubensbekenntnis wie das Apostolische Glaubensbekenntnis benennt die wichtigsten Glaubensinhalte zum Zwecke des liturgischen (gottesdienstlichen) Betens und Bekennens. Das Apostolische Glaubensbekenntnis wird von den westlichen Kirchen allgemein anerkannt. In der Kirche von England hat es eine herausragende Bedeutung, da es morgens und abends zu rezitieren ist. In der römisch-katholischen Kirche wird es in der heiligen Messe an Sonn- und Feiertagen gesprochen bzw. gesungen, es sei denn es wird das Nicäno-Konstantinopolitanum vorgezogen. Zudem ist es das Taufbekenntnis (in Frage- und Antwortform, auch bei der Tauferneuerung) sowie der Anfang des Rosenkranzgebets. In manchen reformierten Kirchen wird das Credo nur in Gottesdiensten mit Taufe oder Konfirmation gesprochen. Auch in der Neuapostolischen Kirche ist es Teil des allgemeinen Glaubensbekenntnisses, findet jedoch keine Verwendung in der Liturgie. In den östlichen Kirchen ist es im Allgemeinen unbekannt; dort wird stattdessen das Nicäno-Konstantinopolitanum verwendet. Inhaltlich besteht das Glaubensbekenntnis aus drei Artikeln, die die Dreieinigkeit (Trinität) Gottes verdeutlichen: in jedem Artikel wird eine Person der Trinität betrachtet. Im ersten Artikel Gottvater, der Schöpfer, dann Jesus Christus, der Sohn und Weltenrichter, dann der Heilige Geist, der besonders die Gemeinschaft in der Kirche wirkt. Das Glaubensbekenntnis ist in der vorliegenden Form wahrscheinlich in Gallien im 5 Jh. entstanden. Vorformen stellen Taufbekenntnisse (z. B. das Taufbekenntnis in der Apostolischen Tradition des Hippolyt von Rom), Glaubensregeln und das Romanum dar. Es soll überliefert sein, dass es von den Aposteln verfasst wurde und in Jerusalem entstanden ist. Im 20. Jahrhundert wuchs seine Bedeutung sowohl infolge der ökumenischen Bewegung als auch der Liturgiereform. Hierzu wurde 1971 eine dem heutigen Sprachgebrauch angepasste Form erstellt, die neben der lateinischen Fassung zitiert wird.
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.
Übersetzung, die am 15./16. Dezember 1970 von der Arbeitsgemeinschaft für liturgische Texte der Kirchen des deutschen Sprachgebietes verabschiedet wurde.
Credo in unum Deum,
Patrem omnipotentem,
Creatorem caeli et terrae.

Et in Iesum Christum,
Filium eius unicum, Dominum nostrum:
qui conceptus est de Spiritu Sancto,
natus ex Maria Virgine,
passus sub Pontio Pilato,
crucifixus, mortuus, et sepultus,
descendit ad inferos:

tertia die resurrexit a mortuis;

ascendit ad caelos;
sedet ad dexteram Dei
Patris omnipotentis:
inde venturus est
iudicare vivos et mortuos.

Credo in Spiritum Sanctum,
sanctam Ecclesiam catholicam,

Sanctorum communionem,
remissionem peccatorum,
carnis resurrectionem,
vitam aeternam.
Amen.
Textfassung aus dem Missale Romanum von 1970.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Glaubensbekenntnis" der
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