Gloria Patri
Gebet © Pixabay - Lizenz: CC0 Public Domain
Kirchenfenster in Montalcino.
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Das Gloria Patri (lateinisch für „Ehre [sei] dem Vater“) oder Ehre sei dem Vater ist eine trinitarische Doxologie. Die Bezeichnung leitet sich jeweils von den Anfangsworten der lateinischen beziehungsweise deutschsprachigen Fassung ab. Die lateinische Ursprungsversion stammt aus dem 4. Jahrhundert. In Abgrenzung zur großen Doxologie Gloria in excelsis Deo aus dem Lukasevangelium (Lk 2,14 EU) wird sie auch „kleine Doxologie“ genannt.

„Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.“

„Gloria Patri et Filio et Spiritui Sancto,
sicut erat in principio et nunc et semper et in saecula saeculorum, amen.“


Der erste Halbvers „Gloria Patri et Filio et Spiritui Sancto“ ist eine trinitarische Aussage, die die Wesensgleichheit der drei göttlichen Personen kurz und prägnant zum Ausdruck bringt. Sie widersprach bei ihrer Entstehung dem missdeutbaren „Kampfruf“ des Arianismus „Gloria Patri per Filium in Spritu Sancto“ („Ehre sei dem Vater durch den Sohn im Heiligen Geist“), mit dem die Gottheit allein des Vaters ausgesagt werden sollte.

Das Gloria Patri schließt im Stundengebet die Psalmen und Cantica ab. In der Heiligen Messe und in evangelischen Agenden seit dem 19. Jahrhundert bildet es den Abschluss des Psalms beim Introitus; in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus entfällt es in der Passionszeit.

Es gehört zur liturgischen Feier von Sakramenten und Sakramentalien, Segnungen und Weihen. Zudem findet es sich als Schlussvers (Doxologie, auch sogenannte Gloria-Patri-Strophe) vieler Hymnen und Kirchenlieder und mehrfach im Gebet des Rosenkranzes. Der erste Teil erscheint in einigen Responsorien des Stundengebetes.

Traditionell ist es üblich, sich beim ersten Halbvers zu verneigen, bei der Doxologie eines Hymnus verharrt man während des ganzen Verses in der Verneigung.

Wesensgleichheit, auch Homousie (von altgriechisch ὁμοούσιος homoousios ‚wesensgleich‘), ist ein Begriff der Christlichen Theologie, der das Verhältnis Gottes, des Vaters, zu Christus, dem Logos, beschreibt. Es ist die zentrale Aussage des Bekenntnisses von Nicaea (Nicaenum) aus dem Jahr 325, dass beide gleichen Wesens sind. Die Frage der Wesensgleichheit ist eine Kernfrage der Christologie.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Gloria_Patri" der
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