Gottesdienst
Gottesdienst © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Kardinal König bei einer Palmprozession in der Wiener Innenstadt
Kardinal König mit Palmzweigen an der Spitze, dahinter der Prozessionszug,
im Hintergrund die Michaeler-Kirche; 1963.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ein Gottesdienst ist eine Zusammenkunft von Menschen mit dem Zweck, mit Gott in Verbindung zu treten, mit ihm Gemeinschaft zu haben, Opfer zu bringen, Sakramente zu empfangen bzw. eine auferlegte religiöse Pflicht zu erfüllen.
Er kann in einer eigens vorgesehenen Räumlichkeit (Kirche) stattfinden, wie auch im häuslichen Bereich oder in freier Natur. Gottesdienstliche Zusammenkünfte der christlichen Gemeinde gab es von Anfang des Christentums an. Bereits in den Paulusbriefen und in der Apostelgeschichte werden verschiedene Formen erwähnt.

Ein Beispiel für den urchristlichen Gottesdienst findet sich in 1 Kor 14,26 EU:

 „Wenn ihr zusammenkommt, hat jeder etwas mitgebracht: Der eine singt ein Lied, ein anderer legt die Heiligen Schriften aus. Wieder ein anderer spricht in Sprachen des Geistes, und ein anderer hat eine Erklärung dazu.“
Gottesdienst © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Hochzeit. 5fache Hochzeit der Geschwister Batko.
Die Brautpaare und Trauzeugen vor dem Altar ;1953.
United States Information Service (USIS)
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Der Begriff „Gottesdienst“ (griechisch λειτουργία leitourgia) wird für diese Versammlungen der Gemeinde nicht benutzt. Wenn im Neuen Testament von Gottesdienst gesprochen wird, geht es entweder um den Tempelgottesdienst des Alten Testaments oder um die Aufforderung, das gesamte Leben als Gottesdienst zu begreifen (Röm 12,1–2 EU). Im 2. Jahrhundert kam es zu einer liturgischen Ausbildung der gottesdienstlichen Zusammenkünfte. Justin der Märtyrer († 165) zum Beispiel beschrieb einen christlichen Gottesdienst mit Leseordnung, Predigt, Fürbittgebet und Eucharistiefeier.
Gottesdienst © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Taufe. Das Ehepaar Albarosa und Alfonso Perna mit ihrem Sohn
und Pfarrer Duilio Magnani; 1976.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Daraus entwickelten sich mit der Zeit besondere priesterliche Ämter, die schließlich zu einer Unterscheidung der Gemeinde in Klerus und Laien führte. Die Architektur der gottesdienstlichen Räume im Mittelalter spiegelt diese Trennung; der Altarraum – durch einen Lettner vom Rest des Kirchenraumes getrennt – war den Geistlichen vorbehalten, während die anderen Gemeindemitglieder immer mehr zu Zuschauern und Zuhörern des gottesdienstlichen Geschehens wurden.
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Auferstehungsfeier. Feierliche Prozession am Hof in Wien, 1946.
United States Information Service (USIS)
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Andere spätantike und frühmittelalterliche Sonderformen (Stationsgottesdienst) leben heute in Prozessionen fort. In der römisch-katholischen Kirche wird der Gottesdienst, die Sacra liturgia (lat. für „heilige Liturgie“), verstanden als priesterliches Handeln des beständig in seiner Kirche gegenwärtigen und diese in sein Tun einbeziehenden Jesus Christus.
Gottesdienst © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Gedächtnismesse für Kaiser Karl I. Menschenmenge vor dem Palais Schwarzenberg
mit Blick auf den Altar auf der Auffahrtsrampe Agenturtext: "Heute vorm. fand auf
der Auffahrtsrampe im Vorhof des fürstlich Schwarzenbergschen Palais am
Rennweg eine Gedächtnisfeldmesse des "Eisernen Ringes" für Kaiser Karl statt."
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In der Liturgie der Kirche spricht Jesus Christus selbst aus den biblischen Lesungen, bewirkt durch sinnenfällige Zeichen das Heil der Menschen und vollzieht, vereint mit seiner Gemeinde, die öffentliche Verehrung (Kult) des einen und dreifaltigen Gottes. Das Zweite Vatikanische Konzil bestimmte in seiner am 4. Dezember 1963 verabschiedeten Konstitution über die heilige Liturgie Sacrosanctum Concilium die zeitgemäße Form und das zeitgemäße Verständnis der Liturgie.
Gottesdienst © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Begräbnis des Fahrdienstleiters Kurt Morgenthal und seiner Familie, die in Dalaas
in Vorarlberg von Lawinen verschüttet wurden, auf dem Wiener Zentralfriedhof:
Priester am offenen Grab. ;1954.
United States Information Service (USIS)
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Leitung einiger Gottesdienstformen ist einem Priester vorbehalten, wie etwa die Feier der Heiligen Messe, die Spendung der Sakramente und bestimmte Segnungen und Weihen. Laien wirken dabei im Rahmen vorgegebener Rollen mit, etwa als Kantoren, Ministranten oder Lektoren. Zur Leitung von Stundengebet oder Wortgottesdiensten ist keine Weihe notwendig, jedoch in den meisten Fällen eine besondere Beauftragung. Alle Gläubigen sind aufgerufen zu einer vollen, bewussten und tätigen Teilnahme an den liturgischen Feiern.
www.erzabtei-beuron.de/schott
Formen des römisch-katholischen Gottesdienstes sind:
Feier der Heiligen Messe
(auch Messfeier oder Eucharistiefeier genannt)
Feier der Sakramente
Taufe, Firmung, Weihesakrament, Eheschließung, Krankensalbung, Versöhnung
Weihe
(Konsekration) von Personen (Abts- und Äbtissinnenweihe, Jungfrauenweihe)
oder Gegenständen (Kirchweihe und Altarweihe).
Diese finden immer im Rahmen einer Heiligen Messe statt.
Wortgottesdienst
bzw. die Wort-Gottes-Feier
Stundengebet
(auch: Tagzeitenliturgie)
Andachten
(zum Beispiel Kreuzwegandachten, Marienandachten,
Aussetzung des Allerheiligsten, Bitt- und Dankandachten)
Prozessionen
Begräbnisfeiern
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Gottesdienst" der
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