Pfarrkirche Hallstatt
Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, auch Maria am Berg genannt
Kirchenweg 40, 4830 Hallstatt
Pfarrkirche Hallstatt © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Hallstatt.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, auch Maria am Berg genannt, ist die römisch-katholische Pfarrkirche der Marktgemeinde Hallstatt im österreichischen Salzkammergut. Die Pfarrgemeinde gehört zum Dekanat Bad Ischl der Diözese Linz.
Geschichte
Pfarrkirche Hallstatt © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Hallstätter See. Fahrt mit dem ‚Trauner Boot'.
Teilansicht von Hallstatt mit evangelischer (l.) und katholischer Pfarrkirche (r); um 1930.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die erste katholische Kirche wurde spätestens 1150 errichtet. Von dieser ist noch der Turm erhalten. 1320 wurde die zweite, vergrößerte romanische Kirche von Weihbischof Hermann von Passau als Maria-Hilf Kirche geweiht. In der Spätgotik wurde mit dem Bau der heutigen Kirche auf dem steilen Felsen begonnen. Der heute vorhandene Kirchenraum wurde 1505 beendet. Nach dem großen Brand im Jahre 1750 erhielt der romanische Turm einen barocken Helm.
Architektur
Pfarrkirche Hallstatt © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Katholische Pfarrkirche: Stabtor 1519, darüber Fresken Kreuztragung und
Kreuzigung 1490 und 1507. Gräber im Vordergrund.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Haupteingang der Kirche ist das große Südportal, das 1519 entstanden ist. Über dem Portal befinden sich zwei Fresken eines unbekannten Meisters der Donauschule. Im Vorraum befindet sich eine um 1500 entstandene Kreuzigungsgruppe, die vermutlich vom Meister des Hauptaltares stammt. Den Innenraum bildet eine zweischiffige Halle, die im Osten in einem Doppelchor endet. Die achteckige Mittelsäule teilt den Raum in einen West- und einen Chorteil. An der westlichen Rückwand schließt ein spätromanischer, überbauter Durchgang an. Bei der Innenrestaurierung 1966/67 und 2002 versuchte man den Zustand von 1500 wiederherzustellen.
Hallstätter Marienaltar
Pfarrkirche Hallstatt © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Enge Gasse mit Turm der katholischen Pfarrkirche im Hintergrund; um 1935.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Hallstätter Marienaltar in der spätgotischen Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt in Hallstatt im Salzkammergut in Oberösterreich ist ein Pentaptychon, ein Wandelaltar mit einem Hauptschrein, zwei beweglichen Außen- und zwei beweglichen Innenflügeln, die einen Wechsel zwischen drei verschiedenen Schauseiten ermöglichen. Der Schrein ist mit Skulpturen versehen, die Innenflügel sind auf Vorder- und Rückseiten mit Reliefs geschmückt, an den Außenflügeln befinden sich beidseitig Gemäldetafeln. Die Skulpturen und Reliefs sind großflächig vergoldet. Der Altar, der der Gottesmutter Maria geweiht ist, entstand um 1510/20 in der Werkstatt von Leonhard Astl und ist einer der bedeutendsten und aufwändigsten spätgotischen Flügelaltäre Oberösterreichs.
Pfarrkirche Hallstatt © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Marktplatz mit Dreifaltigkeitssäule von erhöhtem Standort gegen die Kirche; vor 1910.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die genaue Entstehungsgeschichte kann nicht mehr geklärt werden, da alle Unterlagen bei einem Brand des Pfarrhauses 1750 verloren gegangen sind. Wahrscheinlich ist der Altar zwischen 1510 und 1520 durch Leonhard Astl gefertigt worden, dessen Name im Relief der Beschneidung Jesu zu finden ist. Astl, ein Schüler Michael Pachers, hat ihn nicht als Hauptaltar der Pfarrkirche geschaffen, sondern es ist ein so genannter Knappenaltar, der im Zusammenhang mit dem Salzbergbau gestiftet wurde. Er hat seinen Platz im rechten Teil des Doppelchores, während den linken Teil ein neugotischer Flügelaltar ziert, der Kreuzaltar vom Ende des 19. Jahrhunderts.
Pfarrkirche Hallstatt © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Gasthof 'Seeauer' und die Pfarrkirche in Hallstatt.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Altarretabel ist 10,44 Meter hoch und bei geöffneten Flügeln 4,94 Meter breit. Die Skulpturen, Reliefs und Ornamente sind aus Lindenholz geschnitzt, Hauptschrein, Flügelrahmen, Predellaschrein und Gesprenge bestehen aus Tannenholz. Der Wandelaltar hat zwei bewegliche Flügelpaare, so dass gemäß dem Verlauf des Kirchenjahres drei verschiedene Ansichten präsentiert werden können. Der Schrein enthält vergoldete Skulpturen und wird von Schreinwächtern flankiert, die Innenflügel sind beidseitig mit vergoldeten Reliefs geschmückt, die Außenflügel vollständig bemalt.
Kleinerer gotischer Flügelaltar um 1450
Der Flügelaltar stand ursprünglich in der Hauerkapelle am Salzberg. Dort wurde er von einem barocken Barbara-Altar abgelöst. 1963 bis 1965 wurde er durch das Bundesdenkmalamt restauriert und in der Beichtkapelle aufgestellt. Das beherrschende Mittelstück stellt eine Kreuzigungsszene dar. Die Flügel werden von den Bischöfen Rupert mit dem Salzfass und Wolfgang mit dem Beil gebildet. Unter den beiden ist das Bild der Hl. Anna und des Hl. Christophorus. Der Fuß und der obere Abschluss wurden 1897 vom Hallstätter Bildhauer David Binder geschnitzt.
Karner
Pfarrkirche Hallstatt © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Beinhaus; Schädel mit Namensinschrift und Blümchen; vor 1925.
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An der Nordseite der Kirche steht im Friedhof der Karner mit dem kleinen Beinhaus, das ins 16. Jahrhundert datiert. Im Hallstätter Beinhaus, auch Karner oder Ossuarium (von caro = Fleisch, os = Knochen) befinden sich rund 1200 Schädel von Verstorbenen vom Friedhof in Hallstatt. An die 700 Schädel sind bemalt.
Pfarrkirche Hallstatt © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Karner in Hallstatt. Schädel und Gebeine des Gräberfeldes in Hallstatt; 1963.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Brauch der Schädelmalerei begann hier um das Jahr 1720, es werden jedoch seit Beginn des 17. Jahrhunderts Totenköpfe im Beinhaus als eine Art zweiter Bestattung aufbewahrt. Entstanden ist das Ganze vermutlich nicht - wie lange Zeit angenommen - aus dem akuten Platzmangel am Friedhof, sondern aus der Tradition einzelner Familien heraus. So wurde nie allgemein exhumiert. Der Verstorbene bleibt meist 10-20 Jahre im Grab, bis der Schädel aus der Erde genommen wird, danach vom Totengräber gereinigt wird, und anschließend zum Bleichen in Sonne und Mond im Freien aufgestellt wird. Die Bemalung erfolgt nach Gutdünken des Malers, es sind jedoch verschiedene Bemalungen in bestimmten Zeitspannen bemerkbar.
www.kath.hallstatt.net
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Pfarrkirche_Hallstatt" der
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