Heiliger Abend
24. Dezember
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Kath. Pfarrkirche St. Johannes Baptista, Wuchzenhofen, Stadt Leutkirch im Allgäu
Rechtes Glasfenster im Chor, 3. Feld von oben, Geburt Christi;  Bild: Andreas Praefcke.
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Der Heilige Abend am 24. Dezember, auch Heiligabend genannt, ist der Vorabend des Weihnachtsfestes; vielerorts wird auch der ganze Vortag so bezeichnet. Am Abend findet unter anderem in Deutschland, der Schweiz, in Liechtenstein und in Österreich traditionell die Bescherung statt. Als Heilige Nacht oder als Christnacht wird die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember bezeichnet.
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Geburt Christi.Deckenfresko Marienkapelle in Costadedoi in St. Kassian.
Signiert Pescoller senior 1923. Foto: Wolfgang Moroder.
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Nach dem antiken Kalender endete der Tag mit dem Sonnenuntergang, somit gehört der Abend des 24. Dezember liturgisch bereits zum Weihnachtstag. In Europa hat sich die familiäre Weihnachtsfeier mit Bescherung und Festessen mehr und mehr auf den Abend oder schon den Nachmittag des 24. Dezember vorverlagert. Neben den deutschsprachigen Ländern findet die Bescherung unter anderem auch in Argentinien, Polen, Portugal, Ungarn und den nordischen Ländern am Heiligabend statt. In den meisten anderen, vor allem den englischsprachigen Ländern werden die Geschenke am Morgen des ersten Weihnachtstages verteilt.
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Geburt Christi; 12 Jahrhundert.
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Das Fest wird meist im Familienkreis gefeiert. Zuerst folgt die Bescherung und danach das Essen zum Heiligen Abend, das unterschiedlich begangen wird. In Deutschland ist es verbreitet, Kartoffelsalat mit Würstchen oder eine ähnlich einfache Mahlzeit zu essen, aber auch aufwendigere Gerichte wie Gans oder Karpfen sind üblich. In vielen Familien gehört der Besuch eines Gottesdienstes, entweder am späten Nachmittag (Christvesper, Krippenspiel) oder nachts (Christmette), zum gewohnten Ritual, auch bei Nicht-Kirchgängern. Die Gottesdienste am Heiligen Abend gehören daher in allen christlichen Konfessionen zu den am besten besuchten im ganzen Jahr.
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Der Paumgartner-Altar ist ein als Triptychon ausgeführter Flügelaltar
von Albrecht Dürer. Das nach 1503 entstandene Gemälde befindet sich in der
Alten Pinakothek in München (Inv.-Nrn. 706, 701, 702).
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Die morgendlichen Stundengebetszeiten, die kleinen Horen bis zur Non, und die Messfeier am Vormittag sind die letzten Gottesdienste der Adventszeit. Der Tag gilt – örtlich unterschiedlich – bis zur Vesper oder zur nächtlichen Christmette als Fast- oder Abstinenztag. Der Fastenbrauch ist in einigen Ländern als Kirchengebot erhalten; im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz wird er von manchen freiwillig weitergepflegt.
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Engel mit dem Christuskind, Ulm, Mitte 15. Jh., Lindenholz;  Bild: Andreas Praefcke.
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Mit der ersten Vesper von Weihnachten beginnt die Weihnachtszeit. Örtlich wurde die Zeit der Christmette von Mitternacht immer weiter in die Abendstunden vorgezogen. Bei Sonnenuntergang am späten Nachmittag finden vielerorts bereits „Kinderchristmetten“ und Krippenspiele statt. Die Christmette soll nach den erneuerten liturgischen Vorschriften der katholischen Kirche jedoch in der Nacht stattfinden, da es sich um eine Nachtwache handelt.
Weihnachtsgeschichte
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Das Christkind (1849), Walters Art Museum.
Andreas Johann Jakob Heinrich Müller (* 19. Februar 1811 in Kassel; † 29. März 1890
in Düsseldorf) war ein deutscher Kirchen- und Historienmaler der Düsseldorfer Schule.
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Als Weihnachtsgeschichte bezeichnet man die Erzählungen im Neuen Testament zur Geburt Jesu von Nazaret. Im engeren Sinn ist damit der Textabschnitt Lk 2,1–20 EU gemeint, der traditionell im christlichen Weihnachtsgottesdienst verlesen wird. Im weiteren Sinn sind alle Texte zur Kindheitsgeschichte oder Vorgeschichte Jesu im Matthäusevangelium und Lukasevangelium gemeint.

Diese Geschichten werden im Christentum und darüber hinaus vielfältig rezipiert und dargestellt, etwa in Krippenspielen, Weihnachtskrippen und Weihnachtsfilmen. Eine einheitliche Weihnachtsgeschichte entstand erst aus der Zusammenführung und vielfältigen Deutung verschiedener biblischer Textmotive.
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Geburt Christi.
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Geburts- und Kindheitsgeschichten Jesu fehlen im älteren Markusevangelium und jüngeren Johannesevangelium. Sie werden bei Mt und Lk sonst nicht erwähnt und unterscheiden sich nach Inhalten und Zeitangaben stark. Daher gelten sie heute meist als unabhängig voneinander entstandene Texte, die die beiden Evangelisten großenteils selbst verfassten und älteren Überlieferungen vom Wirken und Geschick Jesu voranstellten. Die gemeinsamen Züge werden auf Judenchristen des späten ersten und frühen zweiten Jahrhunderts zurückgeführt, die sich an jüdische Kenner des Tanach wandten. Mit vielfältigen Rückbezügen auf biblische Tradition verkünden sie gemeinsam: Der Jude Jesus aus Nazaret sei der von Gott vorherbestimmte, erwählte endzeitliche Erretter (Messias) seines Volkes Israel, den die Propheten Israels vor langer Zeit angekündigt hatten. Bereits mit seiner Zeugung und Geburt habe JHWH, der Gott Israels und Schöpfer der Welt, seine Zusagen an das erwählte Volk erfüllt. Damit sei auch das von den Propheten angekündigte kommende Reich Gottes in diese vergehende Welt eingebrochen, so dass die Engel Gottes Herrschaft und den Völkerfrieden auf Erden zugleich besingen (Lk 2,14).
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Die Geburt Jesu Christi (rumänische Ikone); Bildausschnitt.
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Die Geburtsgeschichten stellen Jesu Geburt also in den Zusammenhang der gesamten biblischen Zukunftserwartung und nehmen zugleich seine eigene Botschaft vom Reich Gottes vorweg, die durch seinen Kreuzestod und seine Auferstehung für sie zur Hoffnung auf Jesu Wiederkunft geworden war. Sie setzen also Kenntnis der biblischen Prophetie und des späteren Geschicks Jesu bei ihren Lesern und Hörern voraus und bekräftigen, dieses sei von Beginn an ein vom Gott Israels gewolltes, herbeigeführtes und gelenktes Geschehen zugunsten ganz Israels und der Welt. Auch das Protoevangelium des Jakobus und das Kindheitsevangelium nach Thomas enthalten Geburtsgeschichten Jesu. Die Chronik von Zuqnin (2. Jahrhundert) schmückt die Einzelszene der Magier (Mt 2) aus. Diese Apokryphen setzen die NT-Texte voraus und variieren oder ergänzen sie. Vom NT unabhängige Tradition wird nur bei der Vision Jesajas vermutet, die Christen an die jüdische Schrift Ascensio Jesaiae (2.–4. Jahrhundert) anhängten.
Lukasevangelium
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Christi Geburt; Mosaik; Meister von Daphni.
Das Kloster Daphni bei Athen gehört zusammen mit den Klöstern Hosios Lukas bei Delphi
und Nea Moni auf Chios zu den drei wichtigsten byzantinischen Sakralbauten
des 11. Jahrhunderts in Griechenland.
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Die geläufigere Weihnachtsgeschichte ist die Erzählung über die Geburt Jesu Christi, wie sie im Neuen Testament vom Evangelisten Lukas in Lk 1,5–80; 2,1–52 EU erzählt wird. Das Kernstück dieses Textes (Lk 2,1–20 EU) wird im christlichen Kulturraum traditionellerweise am Heiligen Abend und am Weihnachtstag bei Gottesdiensten und Weihnachtsfeiern vorgelesen oder nachgespielt. In der katholischen Liturgie ist es das Evangelium der Heiligen Messe in der Nacht. In der zweiten Festmesse („Am Morgen“) ist der Evangeliumstext die Verkündigung an die Hirten (Lk 2,15–20 EU).

Der Darstellung der Geburt Jesu geht im Lukasevangelium die Verheißung der Geburt an Maria durch den Engel Gabriel voraus (Lk 1,26–38 EU). Parallel dazu wird die Geburt Johannes des Täufers dargestellt (Lk 1,3–25 EU) in dem Sinne, dass Jesus als der Größere von beiden ausgewiesen wird („Überbietung“). Die Geburtsgeschichte Jesu beginnt damit, dass Kaiser Augustus eine „erste“ Volkszählung durchführen lässt und sich deswegen jede Familie in den Heimatort des Familienvaters begeben soll. Aus diesem Grund begibt sich Josef mit seiner hochschwangeren Verlobten Maria nach Bethlehem. Als sie dort ankommen, bringt Maria ihren „erstgeborenen“ Sohn zur Welt. Das Neugeborene wird gewickelt und in eine Krippe gelegt. Daraus wird zumeist geschlossen, dass die Geburt in einem Stall stattfand; es heißt im Text ausdrücklich nur, dass das Paar keinen Platz „in der Herberge“ hatte (Lk 2,7 EU). Es wurde erwogen, dass Jesu Eltern eher versucht haben könnten, bei ihren Verwandten zu übernachten als in einer Herberge, aber auf ein bereits volles Haus trafen. Sie seien daher zunächst in einen Stall oder Schuppen mit einer Futterkrippe ausgewichen.
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Geburt Christi.
Die Hirten eilten hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag.
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Das griechische Wort κατάλυμα katályma kann entweder als „Herberge“ oder als „Gästezimmer“ übersetzt werden. Das einzige Mal, dass Lukas dieses Wort noch benutzt, ist Lk 22,11 EU, wo es den Raum für das letzte Abendmahl beschreibt. Das war aber keine „Herberge“, sondern das Obergeschoss eines Gasthauses. Wenn Lukas eine Herberge im Sinne einer Übernachtungsmöglichkeit bezeichnen will, verwendet er das Wort πανδοχεῖον pandocheÎon wie in Lk 10,34 EU. Daraus ist verschiedentlich geschlossen worden, dass Jesus nicht in einem Stall – das Wort kommt in der Weihnachtsgeschichte nirgendwo vor – geboren wurde, sondern im Obergeschoss eines Hauses von Verwandten von Maria und Joseph, denn Joseph stammte aus dieser Stadt und hatte möglicherweise noch familiäre Beziehungen. Dieses Obergeschoss könnte aber unzureichend möbliert gewesen sein, weshalb man dort für das Neugeborene eine Futterkrippe statt eines Kinderbetts aufgestellt habe.
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Anbetung der hl. drei Könige, von verschiedenen neapolitanischen Meistern,
spätes 18. Jh. bis frühes 19. Jh., Krippensammlung des Bayerischen Nationalmuseums,
München,. Krippe 115. Bild: Andreas Praefcke.
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In der Nähe lagernde Hirten werden von einem Engel aufgesucht. Er teilt ihnen mit, dass in Bethlehem der Heiland (Messias) geboren sei. Darauf kommt eine Schar von Engeln zu dem einen hinzu. Sie lobpreisen Gott und verheißen „den Menschen seines Wohlgefallens“ (oder: den „Menschen, die guten Willens sind“) „Frieden auf Erden“.

Die Hirten eilen nach Bethlehem und huldigen dem Kind.
Nachdem sie das Kind gesehen und von ihrer Begegnung mit den Engeln erzählt haben, kehren sie wieder zu ihren Herden zurück.
Sie „priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten,
wie denn zu ihnen gesagt war.“
Das Evangelium nach Lukas, Kapitel 2
Die Geburt Jesu
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Geburt Christi; Orta - Basilica San Giulio ( Piemont ). Fresko ( 1486 ).
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Lk2,1   In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen.
Lk2,2   Dies geschah zum ersten Mal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien.
Lk2,3   Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen.
Lk2,4   So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids.
Lk2,5   Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete.
Lk2,6   Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft,
Lk2,7   und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.
Lk 2,8   In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde.
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Die Engel verkünden den Hirten die Geburt Christi,
Darstellung aus dem Hortus Deliciarum der Herrad von Landsberg (12. Jahrhundert).
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Lk2,9   Da trat der Engel des Herrn zu ihnen und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr,
Lk2,10   der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll:
Lk2,11   Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr.
Lk2,12   Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.
Lk2,13   Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach:
Lk2,14   Verherrlicht ist Gott in der Höhe / und auf Erden ist Friede / bei den Menschen seiner Gnade.
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Die Geburt Jesu Christi, Darstellung aus dem Hortus Deliciarum
der Herrad von Landsberg (12. Jahrhundert).
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Lk2,15   Als die Engel sie verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Kommt, wir gehen nach Betlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ.
Lk2,16   So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag.
Lk2,17   Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war.
Lk2,18   Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten.
Lk2,19   Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach.
Lk2,20   Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war.
Matthäusevangelium
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Gewickelter Jesus vor Ochse und Esel, 1291, „Geburt Christi“,
Mosaik von Pietro Cavallini (ca. 1250 – 1330), Santa Maria in Trastevere, Rom.
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Der Evangelist Matthäus erzählt von verschiedenen Vorgängen rund um die Geburt Jesu (Mt 1,18–25; 2,1–23 EU). Die Geburt selbst wird eher beiläufig erwähnt (Mt 2,1 EU). Das Kind wird von „Magiern“ (griechisch μάγοι mágoi), Sterndeutern oder Weisen aus dem Osten, aufgesucht, die von einem Stern dorthin geführt worden waren. Sie treffen das Kind noch in Bethlehem an, allerdings „im Haus“, nicht in einem Stall oder einer Krippe. Sie huldigen ihm und bringen Geschenke. Auf ihrer Suche nach dem „neugeborenen König der Juden“ hatten sie vorher im Königspalast in Jerusalem nachgefragt. Auf diesem Wege erfährt König Herodes davon, dass ein Rivale geboren wurde, und befiehlt − in Erfüllung des Prophetenwortes (Jer 31,15 EU) − den Kindermord zu Bethlehem. Dank der Warnung durch einen Engel können sich Maria und Josef mit dem Kind rechtzeitig nach Ägypten absetzen (Flucht nach Ägypten). Nach Herodes’ Tod kehren sie nach Palästina zurück und siedeln sich in Nazareth an.
Das Evangelium nach Matthäus, Kapitel 1
Die Vorgeschichte: 1,1 - 2,23
Der Stammbaum Jesu
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Altarpolyptychon, Haupttafel: Christi Geburt, Lünette der Haupttafel:
Kreuzigung, linker Flügel: Hl. Johannes d. Täufer und Erzengel Michael, Verkündigungsengel,
rechter Flügel: Hl. Hieronymus und Hl. Georg, Jungfrau der Verkündigung.
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Mt1,1   Stammbaum Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams:
Mt1,2   Abraham war der Vater von Isaak, / Isaak von Jakob, / Jakob von Juda und seinen Brüdern.
Mt1,3   Juda war der Vater von Perez und Serach; ihre Mutter war Tamar. / Perez war der Vater von Hezron, / Hezron von Aram,
Mt1,4   Aram von Amminadab, / Amminadab von Nachschon, / Nachschon von Salmon.
Mt1,5   Salmon war der Vater von Boas; dessen Mutter war Rahab. / Boas war der Vater von Obed; dessen Mutter war Rut. / Obed war der Vater von Isai,
Mt1,6   Isai der Vater des Königs David. / David war der Vater von Salomo, dessen Mutter die Frau des Urija war.
Mt1,7   Salomo war der Vater von Rehabeam, / Rehabeam von Abija, / Abija von Asa,
Mt1,8   Asa von Joschafat, / Joschafat von Joram, / Joram von Usija.
Mt1,9   Usija war der Vater von Jotam, / Jotam von Ahas, / Ahas von Hiskija,
Mt1,10   Hiskija von Manasse, / Manasse von Amos, / Amos von Joschija.
Mt1,11   Joschija war der Vater von Jojachin und seinen Brüdern; das war zur Zeit der Babylonischen Gefangenschaft.
Mt1,12   Nach der Babylonischen Gefangenschaft war Jojachin der Vater von Schealtiël, / Schealtiël von Serubbabel,
Mt1,13   Serubbabel von Abihud, / Abihud von Eljakim, / Eljakim von Azor.
Mt1,14   Azor war der Vater von Zadok, / Zadok von Achim, / Achim von Eliud,
Mt1,15   Eliud von Eleasar, / Eleasar von Mattan, / Mattan von Jakob.
Mt1,16   Jakob war der Vater von Josef, dem Mann Marias; / von ihr wurde Jesus geboren, / der der Christus (der Messias) genannt wird.
Mt1,17   Im Ganzen sind es also von Abraham bis David vierzehn Generationen, von David bis zur Babylonischen Gefangenschaft vierzehn Generationen und von der Babylonischen Gefangenschaft bis zu Christus vierzehn Generationen.
Die Geburt Jesu
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Geburt Christi; Lorenzo Monaco (circa 1370–circa 1425).
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Mt1,18   Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes.
Mt1,19   Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen.
Mt1,20   Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.
Mt1,21   Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.
Mt1,22   Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat:
Mt1,23   Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, / einen Sohn wird sie gebären, / und man wird ihm den Namen Immanuel geben, / das heißt übersetzt: Gott ist mit uns.
Mt1,24   Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.
Mt1,25   Er erkannte sie aber nicht, bis sie ihren Sohn gebar. Und er gab ihm den Namen Jesus.
Das Buch Jesaja, Kapitel 7
Die Weissagung über den Immanuel
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Marien- und Passionsaltar, Flügel: Geburt Christi; Hans Schäufelin (1480 bis 1540).
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Jes7,11   Erbitte dir vom Herrn, deinem Gott, ein Zeichen, sei es von unten, aus der Unterwelt, oder von oben, aus der Höhe.
Jes7,12   Ahas antwortete: Ich will um nichts bitten und den Herrn nicht auf die Probe stellen.
Jes7,13   Da sagte Jesaja: Hört her, ihr vom Haus David! Genügt es euch nicht, Menschen zu belästigen? Müßt ihr auch noch meinen Gott belästigen?
Jes7,14
 
  Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben.
Jes7,15   Er wird Butter und Honig essen bis zu der Zeit, in der er versteht, das Böse zu verwerfen und das Gute zu wählen.
Geburtskirche
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„Geburtsstelle“ Jesu Christi.
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Die Geburtskirche (arabisch ‏كنيسة المهد‎, hebräisch ‏כנסיית המולד‎) ist die Kirche in Bethlehem, die über der vermuteten Geburtsstätte Jesu Christi errichtet wurde. Die Geburtskirche gehört zu den wenigen Beispielen vollkommen erhaltener Bauten aus frühchristlicher Zeit. Betlehem war nach 1 Sam 16,1 EU der Herkunftsort Davids, wo auch der erwartete Messias als Nachkomme („Sohn“) Davids zur Welt kommen sollte (Mi 5,1 EU). In diesem Vers wird es als „Betlehem-Efrata“ bezeichnet, um es von einem anderen Ort mit Namen Betlehem zu unterscheiden, der im Stammesgebiet von Sebulon, ca. 11 km westnordwestlich von Nazareth, lag.
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Die Kirche von außen.
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Die Höhle, die die Christen als Geburtsstätte Jesu ansehen, wurde ab dem 2. Jahrhundert verehrt. Kaiser Hadrian errichtete angeblich 135 ein Adonisheiligtum über ihr, wahrscheinlich auch um damit die Jesusverehrung wieder zu unterbinden. Kaiser Konstantin der Große und seine Mutter Helena ließen an der Geburtsstätte eine Memorialkirche mit reichen Mosaikböden errichten, die sie Jesus Christus weihten. Der Bau wurde vor 335 geweiht. Er war eine fünfschiffige, 27 Meter lange Basilika mit einem westlich vorgelagerten Atrium und einer polygonalen Apsis im Osten. Die Apsis war 17 Meter breit und hatte in der Mitte eine vier Meter breite Öffnung, durch die man in die Geburtsgrotte hinab sehen konnte.
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Eingang zur Geburtskirche.
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386 kam der heilige Hieronymus nach Bethlehem, wo er seine lateinische Bibelübersetzung Vulgata vollendete; in seinem umfangreichen Werk berichtet er wiederholt von der Geburtsgrotte, so z. B. in seinem 46. Brief, Kap. 11,3: „Hier in einer kleinen Erdspalte wurde der Schöpfer des Himmels geboren“ (Ecce in hoc parvo terrae foramine caelorum conditor natus est). Die konstantinische Basilika wurde in der 2. Hälfte des 5. Jhs. mit einem westlichen Narthex vollständig neu erbaut, wie der vollständig erhaltenen Baudekor an Kapitellen und Architraven zeigt; der Grund – möglicherweise ein Brand oder ein Erdbeben – ist nicht überliefert. Gegen einen Neubau unter Kaiser Justinian I. im 6. Jh. spricht der Baudekor des 5. Jhs., und es liegen auch keine Quellen für eine Bautätigkeit seinerseits in Bethlehem vor. Wesentliche Änderungen waren das Abdecken des Mosaikbodens mit Steinplatten, die Vergrößerung des Ostabschlusses mit drei Apsiden und ein doppelter Treppenabgang zur Grotte, sodass nun die Pilger bis unmittelbar an die Geburtsstätte gelangen konnten.
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Mittelschiff der Geburtskirche.
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Während andere Kirchenbauten 614 von den gegen das Byzantinische Reich vorrückenden Persern beschädigt wurden, blieb diese Kirche verschont; sie ist somit die älteste erhaltene und ununterbrochen genutzte Kirche im Heiligen Land. Vermutet wird, dass ein Relief über dem Eingangstor, das die Heiligen Drei Könige in orientalischer Kleidung darstellte, der Grund dafür war. Die Kreuzfahrer restaurierten die Kirche gründlich (1161–1169). Auch die Mamluken ließen die Kirche im 13. Jahrhundert stehen. Unter den Türken, die die Marmorverkleidung abmontierten, verfiel die Kirche zunehmend. 1670 begann die griechisch-orthodoxe Kirche, die Kirche zu renovieren. Am mutmaßlichen Geburtsort in der Geburtsgrotte wurde exakt auf der Mittelachse der Basilika 1717 von der katholischen Kirche ein silberner Stern mit der Inschrift Hic de virgine Maria Jesus Christus natus est („Hier wurde Jesus Christus von der Jungfrau Maria geboren“) angebracht. Seine 14 Zacken symbolisieren die 14 Geschlechter im Stammbaum Jesu. In der Folge kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Konfessionen über die Verwendung des Gebäudes, sodass die Hohe Pforte 1757 eine Regelung festsetzen musste. Der zufolge gehört der Hauptaltar und die rechten Seitenaltäre den Griechen, zwei Seitenaltäre links den Armeniern. Den Katholiken (Lateinern) blieben neben dem Dreikönigsaltar und dem Stern unter dem Geburtsaltar nur die Hieronymus-Grotten und der Platz links von der Kirche, wo sie sich eine eigene Kirche bauen durften.
Christmette
Christmette - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Christmette in der katholischen St.-Josefskirche in Frankfurt am Main-Bornheim.
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Die Christmette ist vom Ursprung her das in der Heiligen Nacht gesungene Stundengebet (Matutin und Laudes) der Kirche zum Weihnachtsfest. Heute ist damit meist die Heilige Messe gemeint, die zu Weihnachten in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember gefeiert wird. Der Begriff wird mitunter auch in evangelischen Gemeinden für die gottesdienstliche Feier der Christnacht gebraucht.
Geburt Jesu - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Kloster Mehrerau, Bregenz, Vorarlberg; Kollegiumskapelle; Glasfenster von Geyling (Wien),
1886, rechte Seite, 3. Fenster von vorne, Detail: Geburt Christi.
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Die Christmette gehört mit der Feier der Osternacht zu den beiden großen nächtlichen Feiern im Kirchenjahr. Sie beginnt traditionell um Mitternacht, in vielen Pfarrgemeinden allerdings auch schon um 22 oder 23 Uhr. Bis zum 17. und 18. Jahrhundert fand die Mette meist am frühen Weihnachtsmorgen statt. Dieser Brauch ist heute noch in wenigen evangelischen Gemeinden, besonders aber im Erzgebirge anzutreffen. Die Mette wird in diesem Zusammenhang „Uchte“ genannt.
Weihnacht - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Pfarrkirche Amtzell; Blick zum Chor mit Christbaum und Krippe.
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Mancherorts singt der Kantor, der Hebdomadar oder der Priester unmittelbar vor der Christmette die feierliche „Ankündigung der Geburt des Herrn“ nach dem Römischen Martyrologium, die ursprünglich zur Prim gehörte – ein weiteres Anzeichen für den Charakter der Christmette als Nachtgottesdienst mit Messfeier und Elementen aus dem Stundengebet. In vielen Familien gehört der Besuch eines Gottesdienstes am Heiligen Abend zum gewohnten Ritual, auch unabhängig von einer regelmäßigen Gemeindebindung. Die Gottesdienste am Heiligen Abend sind daher in allen christlichen Konfessionen die am besten besuchten im ganzen Jahr.
Weihnacht - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Krippe der Liebfrauenkirche, Ravensburg, 1915.
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 In vielen Gemeinden finden am Spätnachmittag oder frühen Heiligabend weihnachtliche Gottesdienste, Krippenspiele oder „Kinderchristmetten“ statt. Diese sind keine Christmetten, sondern Christvespern oder – falls es sich um Eucharistiefeiern handelt – Abendmessen. In manchen Gemeinden ist es Brauch, dass beim Einzug zur Christmette die Figur des Jesuskindes in die Weihnachtskrippe gelegt wird
Weihnachtsbräuche
Weihnachten © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Weihnachten in Österreich: Weihnachtsbaum. Wagrain, 1951.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Weihnachtsbräuche sind tradierte Bestandteile des Weihnachtsfestes. Wie alles Brauchtum sind sie regional unterschiedlich ausgeprägt und in ständigem Wandel begriffen. Ausgangspunkt ist das christliche Festgeheimnis von der Geburt Jesu Christi, doch sind teilweise alte, nichtchristliche Winter- und Lichtbräuche hinzugetreten und mit christlichen Motiven zu säkularisierten Formen verschmolzen.
Weihnachten © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Weihnachten - Zwei Kinder, Krippe, Mädchen liest in einem Buch.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das weihnachtliche Brauchtum wurde in den Krippenspielen als besondere geistliche Schauspiele verchristlicht und seit dem 16. Jahrhundert in den Weihnachtskrippen dargestellt. Die szenischen Darstellungen sind erstmals im 11. Jahrhundert in Frankreich fassbar. Das heute im deutschen Sprachraum übliche Weihnachtsfest in der Familie mit Weihnachtsbaum, Weihnachtsliedern, Krippe, Geschenken und einem Gottesdienstbesuch ist eine kulturelle Ausformung der Bürgerfamilie des 19. Jahrhunderts.
Weihnacht - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
„Julaftonen“ (Der Heilige Abend) (1904–1905), Aquarell von Carl Larsson.
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Die volkskundliche und germanistische Forschung, u. a. die Gebrüder Grimm, vermuteten bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, diese Tradition müsse schon sehr alt sein, und versuchte, eine Kontinuität bis in das germanische Altertum zu konstruieren. So wurden die Weltenesche des germanischen Mythos oder der Mittwinterbaum als unmittelbare Vorläufer des Weihnachtsbaumes angesehen.
Weihnachten © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Weihnachten, ein Bauer und ein kleines Mädchen räuchern in einem Pferdestall
mit Weihrauch, das Pferd schaut verwundert; 1960.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
In Mitteleuropa wird der Weihnachtsbaum (in einigen Regionen auch Christbaum genannt) in der Kirche und Wohnung sowie auf großen Plätzen in den Ortschaften aufgestellt, und mit Lichterketten, Kerzen, Glaskugeln, Lametta, Engel- oder anderen Figuren geschmückt. Der häusliche Weihnachtsbaum bleibt oft noch lange nach Weihnachten im Zimmer stehen. Zwei kerzengeschmückte Tannenbäume stehen seit 1621 in jedem Jahr bei den Augustinern in Neustift rechts und links der Krippe. Ursprung des Tannenbaums dürfte der Paradiesbaum der weit verbreiteten Paradiesspiele am 24. Dezember und mittelalterlicher Mysterienspiele gewesen sein.
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Frohe Weihnachten, Gemälde von Viggo Johansen.
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Seit etwa 1800 war der geschmückte Weihnachtsbaum in den gehobenen Bürgerhäusern von Zürich, München, Wien und Siebenbürgen zu finden. Der mit Kerzen geschmückte Christbaum ist heute zentrales Element der familiären Weihnachtsfeier. Bis ins 18. Jahrhundert hinein war er nur an Fürstenhöfen zu finden, dann in der bürgerlichen Oberschicht. Beim Kleinbürgertum wurde er nicht zuletzt dadurch populär, dass der preußische König im Krieg 1870/71 gegen Frankreich Weihnachtsbäume in den Unterständen und Lazaretten aufstellen ließ.
Weihnacht - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Bescherung unterm Weihnachtsbaum (um 1860).
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Danach verbreitete sich der Weihnachtsbaum weiter und erhielt die heute als selbstverständlich empfundene zentrale Rolle im Zeremoniell der häuslichen Familienfeier (Kinder stehen vor der verschlossenen Tür, die Kerzen am Baum werden angezündet, die Tür wird geöffnet, gemeinsames Singen, gemeinsames Öffnen der Geschenke, gemeinsames Mahl).
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