Herz-Jesu-Missionare
Missionarii Sacratissimi Cordis
Ordenskürzel: MSC
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 Die Provinzleitung: P. Walter Licklederer, P. Manfred Ossner, P. Michael Huber,
P. Provinzial Andreas Steiner, P. Pavol Baroš, P. Marcus Klemens.
Die Provinzleitung ist für die derzeit (2015) 56 Mitglieder unserer Provinz verantwortlich,
die sich über Süddeutschland, Österreich, Slowakei, Kroatien, dem Kongo,
Brasilien, Namibia und Ecuador verteilen.
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Die Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Missionare (lat.: Missionarii Sacratissimi Cordis, französisch Missionaires du Sacré-Cœur (de Jésus), Ordenskürzel MSC) wurde 1854 von P. Jules Chevalier in Issoudun, Diözese Bourges, Frankreich, gegründet. Der Gründer sah im Herzen Jesu jenes Symbol, das den Menschen kündet: „Gott liebt die Menschen und die Welt und will, dass auch die Menschen einander lieben, wie Er uns in Jesus geliebt hat.“ Daher heißt auch das Schulprofil: „Sensibel werden für Gott, die eigene Würde und Berufung sowie für den Anderen, besonders den Schwächeren.“
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Pater Jules Chevalier, Grüder der Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Missionare.
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Jules Chevalier wurde 1824 in der kleinen Stadt Richelieu geboren, etwa 250 Kilometer südöstlich von Paris. Sein Vater hatte eine Erziehung genossen, war aber weder für den Handel noch als Geschäftsmann begabt. Und er war nicht religiös. Due Mutter von Jules konnte weder schreiben noch lesen. Sie war nie in der Schule, aber sie war sehr fromm. In dieser ambivalenten Umgebung wuchs Jules auf. Er las und schrieb gerne – das hatte er von seinem Vater -, und war sich der Gegenwart Gottes in seinem Leben bewusst – das kam von seiner Mutter. Als er zum ersten Mal sagte, dass er Priester werden möchte, antwortete man ihm sofort, dass das praktisch unmöglich sei wegen der Armut der Familie. Man brauchte ihn, um die Familie zu unterstützen und so begann er eine Schusterlehre. Jules war 17, als sein Vater von einem reichen Grundbesitzer in der Nähe von Vatan als Forstaufseher angestellt wurde. Dieser Mann hörte, dass Jules Priester werden wolle und bot ihm an, die Kosten für das Priesterseminar zu übernehmen.
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Pater Jules Chevalier, Grüder der Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Missionare.
Im linken Bild in jüngeren Jahren.
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In Jesus von Nazareth, dem menschgewordenen Gott, der wie einer von uns gelebt hat, erkannte Jules Chevalier den vollsten Ausdruck der Liebe Gottes für die Menschheit: in Jesu, der zu denen ging, die arm und orientierungslos waren, die an Seele und Leib litten und die von der Gesellschaft nicht geschätzt undgeachtet waren. Im Laufe der Jahre im Seminar träumte Jules Chevalier zum ersten Mal von einer Gruppe missionarischer Menschen, die sich dem Herzen Jesu weihen und die diese Botschaft der Liebe und Hoffnung in eine Welt hinaustragen, die total gleichgültig ist gegenüber Gott, aufwieglerisch gegenüber jeder Art von Religion und ein allgemeines Gefühl von Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit verbreitet.
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Die Herz-Jesu-Basilika in Issoudun.
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Als Missionare vom Heiligsten Herzen Jesu leben wir aus dem Glauben an die Liebe des Vaters, die sich sich im Herzen Christi offenbart hat. Wir wollen Jesus ähnlich sein in seiner ganz menschlichen Liebe; in seiner Kraft und mit ihm wollen wir lieben und seine Liebe der Welt mitteilen.
MSC-Konstitutionen Nr. 10
Jules Chevalier war überzeugt, dass der Jesus der Evangelien zutiefst mitfühlend, liebend und verständig war. Dieser Jesus mit einem offenen Herzen will Hoffnung und Heilung allen Menschen bringen, wo sie auch sind und woran sie auch leiden. Die Herz-Jesu-Missionare wollen nach dem Bild ihres Gründers zum Herz der Menschen gelangen, mit der gleichen Gottesliebe, die sie selber erfahren haben. In einer Sendung ohne Grenzen bemühen sich die MSC heute, das gleiche Gefühl, die gleiche Überzeugung zu teilen wie ihr Gründer: damit alle die Liebe Gottes erkennen und erfahren, die im Herzen Christi offenbart wurde.
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Die Herz-Jesu-Basilika in Issoudun - Blick durch das Kirchenschiff gegen den Altar.
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Die Jahre von 1879 bis 1886 waren schwierig wegen antireligiöser Verfolgungen in Frankreich. Die Ordensgemeinschaften in Frankreich wurden gezwungen, ins Exil in andere europäische Länder zu gehen. Diese Jahre waren für die junge Gemeinschaft, die noch in der Entstehungsphase war, eine Gelegenheit zum wachsen, sich in Europa auszubreiten und die ersten Aussendungen in sogenannte Entwicklungsländer zu unternehmen. Trotz der geringen Anzahl der Mitbrüder und der dürftigen Einkünfte akzeptierte P. Chevalier 1881 die Einladung des Papstes, die Verantwortung der Mission in Ozeanien zu übernehmen (Mikronesien und Makronesien).
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Im heutigen "Centre International Jules Chevalier" in Bourges,
war Jules Chevalier als Kaplan in der Kapelle tätig.
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Nach seiner Priesterweihe war Jules kurz Kaplan in drei verschiedenen Pfarreien. Mit 30 Jahren wurde er nach Issoudun geschickt, einer Stadt, die als die am meist entchristlichtsten Stadt der ganzen Gegend galt. Der Zufall oder die Vorsehung wollte es, dass der andere Kaplan Emil Maugenest war, der schon im Seminar zu einer kleinen Gruppe aus dem engsten Freundeskreis P. Chevaliers gehörte und die Ansichten P. Chevaliers teilte. In Issoudun suchte er Mittel und Wege, um seine Idee zu verwirklichen, die in seinem Herzen seit der Seminarzeit gewachsen war. Seine persönliche Erfahrung und seine Überzeugung von der Liebe Gottes bestätigte ihm jetzt mehr denn je die Notwendigkeit, eine missionarische Gemeinschaft zu gründen, die zum Ziel hatte, diese erbarmende und mitleidende Liebe Gottes allen als Heilmittel gegen die Übel der Zeit zu bringen. Er erzählte davon P. Emile Maugenest, der sie sofort mit Begeisterung aufnahm. Aber andere Priester der Diözese einschließlich des Bischofsrates waren weniger dafür, wieder andere ganz gegen dieses Projekt. Trotz dieser Gegnerschaft halfen eine Reihe von Ereignissen, die der Bischof als Wunder betrachtet, um den Traum in Erfüllung gehen zu lassen.
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Ein alter Stich, der die erste Klosteranlage zeigt.
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In Issoudun waren die zwei Priester entschlossen, eine Gemeinschaft von Missionaren des Heiligsten Herzens Jesu zu gründen. Weil sie wussten, dass sie sich vielleicht nur Illusionen machten, wollten sie ein klares Zeichen, dass Gott das tatsächlich wollte.
Während der Novene vor dem 8. Dezember 1854, dem Tag, an dem Papst das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis verkünden sollte, beteten sie vor der Jungfrau Maria, für einzutreten, damit Gott dieses Zeichen sende. Am letzten Morgen der Novene kam ein Mann aus der Pfarrei in das Pfarrhaus und übergab den Brief eines anonymen Wohltäters, der 20.000,- Francs zu geben versprach. Er wollte, dass das Geld verwendet werden solle für die Errichtung eines Missionshauses in der Region, unter der Bedingung, dass der Bischof einverstanden sei. Dieser war einverstanden, falls die beiden Priester finanziell unabhängig sein würden. Nach einer anderen Zeit des Gebetes versprach ein anderer anonymer Wohltäter eine jährliche Rente von 1.000,- Francs. Das genügte den beiden zum Leben. So hatten sie jetzt das Zeichen und die Mittel, um die Herz-Jesu-Missionare zu gründen.
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Primitives Schulgebäude der Mission in Belgisch Kongo.
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Mit den 20.000,- Francs kauften sie in Issoudun einen verkommenen Weinberg mit einem Haus und einem baufälligen Schuppen. Das Haus wurde die erste Wohnung ihrer Gemeinschaft und der Schuppen wurde renoviert, um als Kapelle zu dienen, die dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht war. Bevor sie ihre Novene begonnen hatten, hatte P. Chevalier der Gottesmutter versprochen, dass er sie auf besondere Art ehren würde, wenn sie helfe. Chevalier begann gleich, Maria unter dem Titel „Unsere Liebe Frau vom heiligsten Herzen Jesu“ zu verehren. Seit diesem Augenblick galt der 8. Dezember als Gründungstag der Herz-Jesu-Missionare.
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Dorf mit Einwohnern in Papua Neuguinea.
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25 Jahre nach dem bescheidenen Beginn waren die Herz-Jesu-Missionare bereits in vielen Ländern Europas und in Nordamerika verbreitet. Vor seinem Tod würde P. Chevalier seine Familie in Zentral- und Südamerika, Indonesien, Australien und auf den pazifischen Inseln wirken sehen. Nach seinem Tod im Jahre 1907 wuchs die Gemeinschaft weiter. Heute ist die „Chevalierfamilie“ (Herz-Jesu-Missionare, Töchter Unserer Lieben Frau von Heiligsten Herzen Jesu und Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu) in 56 Ländern in Europa, Asien, Afrika, Ozeanien und Amerika tätig.
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Herz-Jesu-Missionare in Randwick, New South Wales, Australien um 1886.
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Pater Jules Chevalier war tief betroffen von den Nöten der Menschen seiner Zeit. Rettung und Heil sah er in der mitleidenden Liebe des Vaters, die sich im Herzen Christi offenbart. Angerührt von dieser Liebe und vom Heiligen Geist geleitet, gründete er in der Kirche die Gemeinschaft der Missionare vom heiligsten Herzen Jesu.
Die Ordensprofess stellt uns in den Dienst Christi und seines Auftrags. Wie er sind wir zu den menschen geschickt, um ihnen die Botschaft von Gott, dem Vater, zu sagen, der sich der Armen und Leidenden annimmt und durch seine Liebe unserem leben Sinn und Gewicht gibt.
MSC-Konstitutionen Nr. 3 und Nr. 20
Seit den bescheidenen Anfängen wurde eine ganze Familie geboren: Priester, Brüder, Schwestern und engagierte Laien, alle inspiriert vom Charisma, der Spiritualität und der Sendung P. Chevaliers. Mit der Hilfe von Mutter Marie Louise Hartzer hat Jules Chevalier auch die Töchter Unserer Lieben Frau vom Heiligsten Herzen Jesu (FDNSC) gegründet, die Schwesterngemeinschaft der MSC.
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Professerneuerung von Br. Benedikt Zinger MSC (2015).
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Später wurden, bedingt durch nationalistische Spannungen in den Kolonien, in denen die Missionare arbeiteten, die Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu in Deutschland von P. Hubert Linckens MSC gegründet, mit der Zustimmung von Jules Chevalier. Seit Beginn hatte P. Chevalier in Betracht gezogen, dass die Mission nur vollständig erfüllt werden könne, wenn es ein Gemeinschaftsprojekt ist, das Laien an der Seite der Ordensleute und Diözesanpriester beteiligt. Heute entwickelt sich überall auf der Welt ein Netzwerk von Laien, die mit dem Charisma und der Mission verbunden und von P. Chevalier inspiriert sind.
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Bei Treffen der Herz-Jesu-Missionare zeigt sich die Internationalität der Gemeinschaft.
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Heute gehören der Gemeinschaft weltweit etwa 1800 Patres, Brüder und Novizen an.[1] Sie wirken in 53 Staaten und auf allen Kontinenten. Ihre zentrale Leitung, das Generalat, ist in Rom, der Gründungsort Issoudun bei Bourges ist ein bekannter Wallfahrtsort und ein weltweites Fortbildungszentrum der MSC.
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Europäisches Treffen der MSC in Ausbildung in der Osterwoche, unter der Leitung des
Generalassistenten P. Carl Tranter MSC und des Ausbildungsleiters der
süddeutsch-österreichischen Provinz P. Marcus Klemens MSC, in Rom (2015).
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Die Herz-Jesu-Missionare der norddeutschen Provinz sind nach dem Sitz des Provinzialates in Hiltrup bei Münster als „Hiltruper Missionare“ bekannt. Hier gründeten sie 1897 ein Gymnasium, das seit 1946 den Namen Kardinal-von-Galen-Gymnasium trägt. Mit über 1000 Schülern ist es eines der größten Gymnasien des Bistums Münster. Ein weiteres Gymnasium in Trägerschaft der Ordensgemeinschaft ist das Johanneum im saarländischen Homburg.
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Missionshaus und Privatgymnasium in Salzburg Liefering.
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Die Herz-Jesu-Missionare der süddeutsch-österreichischen Provinz mit ihrem Zentrum im Salzburger Stadtteil Liefering führen Schulen, Heime, Internate, Häuser der Besinnung, Pfarreien und arbeiten in der Mission im Kongo und in Brasilien. Besonders renommierte Häuser der Herz-Jesu-Missionare sind das Internat Hl. Kreuz in Donauwörth, das wie seine Knabenrealschule von Schülern aus ganz Deutschland besucht wird, und das Privatgymnasium in Liefering.
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Missionshaus und Privatgymnasium in Salzburg Liefering.
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125 Jahre MSC in Salzburg-Liefering und zugleich der Chevaliertag 2013 der süddeutsch-österreichischen Provinz. Eltern, Lehrkräfte, Schüler, Herz-Jesu-Missionare und viele Freunde der MSC und des Privatgymnasiums Liefering begannen den Festtag in der Taxhamer Pfarrkirche mit einem feierlichen Gottesdienst. Beim Festakt in der neuen Turnhalle wurde in verschiedenen Ansprachen immer wieder auf das Wesentliche der Schule hingewiesen. Es geht um Bildung und Herzensbildung.
Viele Schüler brachten ihre musikalischen, sprecherischen und sogar akrobatischen Talente ein. Zum Abschluss wurde der Chevalierpreis verliehen, der eine Auszeichnung für einen herausragenden und vorbildlichen Einsatz innerhalb der Schulfamilie ist.
Im Anschluss wurde in verschiedenen Räumlichkeiten zu Imbiss und Mittagessen eingeladen. Dabei gab es auch Speisen aus verschiedensten Regionen der Welt.
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125 Jahre MSC in Salzburg-Liefering.
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Unser Gymnasium ist eine katholische Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht. Der Schule ist auch ein Internat angeschlossen. Wir bemühen uns, den jungen Menschen auf der Basis der christlichen Herausforderung ein entsprechendes Menschen-, Welt- und Gottesbild bewusstzumachen. Für uns hat Bildung nicht nur einen individuell-privaten, sondern auch einen solidarischen Charakter. Wir wollen eine Haltung fördern, die sich den gesellschaftlichen Widersprüchen stellt. Religiosität stellt die Sinnfrage und soll vom "ich" zum "du" führen.
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Spiritualität
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Seit über 300 Jahren pilgern Salzburger, Tiroler, Oberösterreicher und Bayern zu diesem
900 m hoch gelegenen Gnadenort zu Füßen der Loferer Steinberge.
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Maria Kirchental ist ein besonderer Ort. Wir möchten durch unser Dasein und in den verschiedenen Angeboten Bedingungen schaffen, dass Menschen Orientierung für ihr Leben finden oder ihr Leben aus dem Glauben erneuern bzw. vertiefen können.

Unsere eigenen Quellen als Herz Jesu Missionare und Missionarinnen Christi wollen wir teilen. Wir glauben, dass Gott aus Liebe alles Menschliche und jeden Menschen, alles Große und alle Abgründe in Jesus Christus angenommen, geheiligt und geheilt hat. Er hat uns die Schöpfung anvertraut und will, dass wir das Leben gestalten.

Die Einzigartigkeit jedes Menschen zu entdecken und ihr Raum zu geben ist uns ein großes Anliegen, genauso wie die immer neue Suche nach einer zeitgerechten Spiritualität und einem einfachen und nachhaltigen Lebensstil.
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Herz-Jesu-Altar der Pfarrkirche in Maria Wörth.
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Pater Jules Chevalier war tief betroffen von den Nöten der Menschen
seiner Zeit. Rettung und Heil sah er in der mitleidenden Liebe des Vaters,
die sich im Herzen Christi offenbart. Angerührt von dieser Liebe und vom Heiligen Geist geleitet, gründete er in der Kirche die Gemeinschaft der
Missionare vom heiligsten Herzen Jesu.
Die Ordensprofess stellt uns in den Dienst Christi und seines Auftrags. Wie er sind wir zu den menschen geschickt, um ihnen die Botschaft von Gott, dem Vater, zu sagen, der sich der Armen und Leidenden annimmt und durch seine Liebe unserem leben Sinn und Gewicht gibt.
MSC-Konstitutionen Nr. 3 und Nr. 20
Für uns ist ein Leben in der Verbindung zum Herzen Jesu nicht nur „Verehrung“ im alten Sinn des Wortes, sondern es ist das Zentrum unserer Spiritualität.
Als die Herz-Jesu-Missionare im 19. Jahrhundert gegründet wurden, gab es zahlreiche Verehrungen: die zum Unbefleckten Herzen Mariens, zur Eucharistie, zum Herzen Jesu und viele volkstümliche „Verehrungen“. Wenn man von „Verehrung“ spricht, kann man an Fülle von Praktiken denken: das Niederknien vor der Statue eines oder einer Heiligen, das Anzünden von Kerzen, das Verrichten bestimmter Gebete, das Beten einer Novene… So kann jeder mehrere Verehrungen haben. Doch Spiritualität ist etwas Tieferes: Sie kommt aus dem Inneren, aus der Sicht und dem grundlegenden Verständnis Gottes, welches die Art zu leben bestimmt und die sich verschiedenster Situationen anpasst. Die Spiritualität, die in der Mitte unseres Lebens ist, ist eine „Spiritualität des Herzens“. Obwohl unser Gründer, P. Jules Chevalier (1824-1907), von Verehrungen sprach, wird aus seinem Leben und seinen Schriften deutlich, dass das Herz Jesu die lebendige Mitte seiner Spiritualität war. Für ihn war die „Verehrung des Herzens Jesu“ eine Vision, die seine ganze Spiritualität, seine Art zu leben und seine Sendung inspiriert hat. Seit der Zeit seines Studiums im Seminar war er besorgt wegen der Übel seiner Zeit und überzeugt, dass das Herz Jesu das Heilmittel gegen diese Übel ist.
Herz-Jesu-Missionare - MSC - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Herz-Jesu-Missionare - MSC - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Herz-Jesu Darstellungen.
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Die Übel seiner Zeit, wie er sie gesehen hat (Rationalismus, religiöse Gleichgültigkeit, Egoismus und Antiklerikalismus), waren weit verbreitet im Frankreich des 19. Jahrhunderts. Das, was P. Chevalier am Herzen Christi beeindruckt hat, war die Intensität der Liebe Jesu: eine mitleidende Liebe für all die, die leiden. Er betrachtete das Herz Christi als Menschwerdung und Offenbarung der mitleidenden Liebe des Vaters. Dies war sein „Charisma“ oder die Gabe für die Kirche; dies war seine fundamentale Vision, die ihn dazu brachte, von der Liebe und Zärtlichkeit Gottes, unseres Retters, Zeugnis zu geben und die verletzten Herzen Zahlreicher zu heilen.
Das biblische Verständnis des menschlichen Herzens ist sehr reich. Der Begriff wird mehr als 1100-mal erwähnt. In der Schrift verweist das Herz auf das Innere des Menschen. Man spricht vom Herz Gottes, aber vor allem vom Herz des Menschen.
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Herz-Jesu Darstellungen.
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Im Neuen Testament wird Jesus als der gesehen, der das Gesetz Gottes in die Herzen schreibt. Das Herz Jesu ist die Quelle lebendigen Wassers oder des Geistes (Joh 7,37-39). Auf Kalvaria wird sein Herz durchbohrt und Blut und Wasser fließen daraus. Die Quelle lebendigen Wassers ist offen, und, wie es am Pfingsttag geschehen wird, der Geist wird über uns ausgegossen um das Angesicht der Erde zu erneuern. Das Geheimnis von Ostern ist ein Geheimnis von Pfingsten. Die Liebe Gottes wurde in unser Herz ausgegossen durch den Heiligen Geist, der uns geschenkt ist (Röm 5,5).
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Herz-Jesu Darstellungen.
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Durch den auferstandenen Herrn, der seine durchbohrten Hände und seine Seitenwunde zeigt (Joh 19,31-37), entdecken wir, dass Gott uns tatsächlich mit einem menschlichen Herzen liebt, bis zur Ganzhingabe seines Lebens. Und er lädt uns ein, wie er zu werden und ruft uns, an seiner Sendung teilzunehmen: Herz Gottes auf der Erde zu sein. Die Ikone zeigt uns nicht nur die Liebe Gottes zu uns, sondern lädt uns ein, das zu werden, was wir betrachten. Das ist genau das, was im Zentrum unserer Spiritualität als Herz-Jesu-Missionare steht.
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Herz-Jesu Darstellungen.
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Da das Herz Jesu die Quelle der erlösenden Liebe Gottes für die ganze Welt ist, sehen wir, wie unser Gründer, unsere Sendung darin, diese Liebe allen bekannt zu machen. Die Devise, die Jules Chevalier seiner neuen Ordensgemeinschaft gegeben hat, ist: „Geliebt sei überall das Heiligste Herz Jesu“. Auch in unserer Zeit glauben wir, dass die Menschen in dieser Quelle tiefgehende Heilung finden können. Man kann sehen, was ein „neues Herz“ bedeutet, wenn man das Leben Jesu anschaut und die Fülle des Lebens, das er denen anbietet, denen er begegnet.
Herz-Jesu-Missionar werden
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Gebäuder der Missionsgemeinschaft in Innsbruck.
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Seit 1911 leben wir in Tirols Hauptstadt am Inn. Wer Herz-Jesu-Missionar werden möchte, beginnt hier seinen Weg. Zusätzlich vermieten wir Zimmer an Studenten. Wer Interesse an unserer Ordensgemeinschaft hat und sie gerne näher kennenlernen möchte, ist herzlich eingeladen, mit uns Kontakt aufzunehmen.
"Kennzeichnend für unser Leben miteinander ist der Geist der Familie und der Brüderlichkeit - getragen von Güte und Verstehen; von Mitgefühl und gegenseitigem Verzeihen; von schlichter Demut und Einfachheit; von Gastfreundschaft und lächelndem Humor."
Konstitutionen Nr. 32
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Beim gemeinsamen Essen.
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Darüber hinaus laden wir zu diesen Angeboten ein:

Jahr der Orientierung
Es bietet Männern in Phasen der Orientierung die Möglichkeit, in unserem Haus für ein Jahr mitzuwohnen und im Rahmen eines geistlichen und bei Bedarf auch therapeutischen Prozesses Hilfe bei der Klärung ihres Weges zu erhalten.
Studierwochen
Die Studierwochen sind gedacht für Studenten und Abiturienten/Maturanten, die sich für ein bis zwei Wochen intensiven Lernens zurückziehen wollen. Wir bieten ein Zimmer mit Nasszelle und Teilnahme an den Essenszeiten, wenn gewünscht auch an den Gebetszeiten. Die Kosten orientieren sich an studentischem Budget.
Geistliche Begleitung und ignatianische Einzelexerzitien
Diese Angebote richten sich an alle Menschen, die Gottes Spuren in ihrem Leben erkennen möchten und eine Sehnsucht verspüren, Gottes Liebe persönlich zu erfahren.
Besuche in Schulen, Pfarren/Pfarreien
und anderen Einrichtungen und Gruppen
Unsere Mitbrüder sind gerne bereit, von ihrem Lebensweg, ihrer Berufung und ihrem Alltag als Herz-Jesu-Missionar zu erzählen und Fragen dazu zu beantworten.

Kontakt:
www.msc-salzburg.at/innsbruck
Missionen
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Familie vor ihrem Haus im Missionsgebiet Demokratische Republik Kongo.
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Bevor unsere Ordensprovinz ein eigenes Missionsgebiet im Kongo übernahm, wirken Missionare aus Bayern und Süddeutschland bereits in Papua-Neuguinea und China.
In der Süddsee kamen die ersten Herz-Jesu-Missionare 1881 an.
Bis heute nehmen Christen das Wort Jesu ernst: "Geht hinaus in alle Welt". Und die Devise unserer Ordensgemeinschaft geht genau in diese Richtung:
"Geliebt sei überall das Heiligste Herz Jesu!"
Zwei klassische Missionsgebiete, die Demokratische Republik Kongo – früher Zaire – und Brasilien, boten über Jahrzehnte hinweg den ungezählten Mitbrüdern aus der süddeutsch-österreichischen Provinz ein mannigfaltiges Betätigungsfeld. Inzwischen sind diese Jungen Kirchen selbständig und der einheimische Klerus übernimmt mehr und mehr die Aufgaben der Missionare, so dass sich immer mehr Mitbrüder in die Heimat zurückziehen.
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Kinder in einer Schule im Missionsgebiet Demokratische Republik Kongo.
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Inzwischen ist ja Europa zum Missionsgebiet geworden und der Aufruf des Papstes um Neuevangelisierung in unserer verweltlichten Gesellschaft zeigt uns die enormen Aufgaben in unserer Heimat. So ergibt sich, dass in den genannten früheren Missionsgebieten nur noch sehr wenige Mitbrüder tätig sind und unser Orden jetzt seinen Schwerpunkt wesentlich auf die Glaubenserneuerung und -vertiefung in unserer Provinz legt.
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 Mädchen im Missionsgebiet Demokratische Republik Kongo.
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Seit 1955 wirken wir in der Urwalddiözese Bokungu-Ikela. Im Landesinneren nehmen Entwicklungsprojekte einen großen Teil unseres Engagements ein. Aber auch die Verkündigung der Frohbotschaft ist wichtig, da die ursprüngliche Religion der Leute ganz eng mit der Angst der Leute vor den Geistern der Verstorbenen verbunden ist. Die christliche Botschaft will diese Angst nehmen und so zu einer neuen Lebensqualität führen. Wir sind in Pfarreien, betätigen uns in der außerpfarrlichen Seelsorge, nehmen uns der Armen an und helfen mit in der Ausbildung einheimischer Mitbrüder.
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Mutter mit Kind vor ihrem Haus im Missionsgebiet Brasilien.
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1966 ging der erste MSC unserer Ordensprovinz nach Brasilien. Zusammen mit vielen Mitbrüdern aus anderen Provinzen wirken wir in diesem Land. Im Nordosten Brasiliens liegt den Mitbrüdern vor allem die Arbeit mit der armen Landbevölkerung am Herzen. Sie fördern Brunnen- und Gärtenprojekte, um den Menschen in dieser trockenen Region zum Überleben zu verhelfen. Sie arbeiten in der Pfarrseelsorge, mit Straßenkindern - einfach überall dort, wo die Not am größten ist.
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Pater Tomasz Kundzicz beim Gottesdienst mit seiner Gemeinde in Ecuador.
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P. Tomasz Kundzicz war elf Jahre in Brasilien tätig. Seit 2009/10 arbeitet er mit einem MSC aus Indonesien in zwei großen Pfarreien auf 4000 Meter Höhe in den Anden von Ecuador. Die Bewohner sind größtenteils Nachkommen der Inkas. Besondere Herausforderungen sind Sprache und Klima. P. Reinhold Menghin war viele Jahre lang im Kongo tätig. Seit 1997 ist er in Namibia. Heute ist er Pfarrer in Swakopmund. Dort sind noch relativ viele Deutschstämmige und -sprachige, so dass er Gottesdienste auf Deutsch und Englisch feiert.
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