Jakobsweg
spanisch Camino de Santiago, galicisch: Camiño de Santiago
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Oberschwäbischer Jakobsweg.
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Als Jakobsweg (spanisch Camino de Santiago, galicisch: Camiño de Santiago) wird eine Anzahl von Pilgerwegen durch ganz Europa bezeichnet, die alle das angebliche Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Galicien (Spanien) zum Ziel haben. In erster Linie wird darunter der Camino Francés verstanden, jene hochmittelalterliche Hauptverkehrsachse Nordspaniens, die von den Pyrenäen zum Jakobsgrab führt und die Königsstädte Jaca, Pamplona, Estella, Burgos und León miteinander verbindet. Diese Route, so wie sie heute noch begangen wird, entstand in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts. Ein Pilgerführer des 12. Jahrhunderts, der im Jakobsbuch (lateinisch Liber Sancti Jacobi), der Hauptquelle zur Jakobusverehrung im Hochmittelalter, enthalten ist, nannte für den französischen Raum vier weitere Wege, die sich im Umfeld der Pyrenäen zu einem Strang vereinigen. Nach der Wiederbelebung der Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela in den 1970er und 1980er Jahren wurde der spanische Hauptweg 1993 in das UNESCO-Welterbe aufgenommen. 1998 erhielten auch die vier im Liber Sancti Jacobi beschriebenen französischen Wege diesen Titel. Zuvor schon hatte der Europarat im Jahre 1987 die Wege der Jakobspilger in ganz Europa zur europäischen Kulturroute erhoben und ihre Identifizierung empfohlen.
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Jakobsweg, Landschaft in Spanien.
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Die erste Erwähnung des Jakobsweges stammt aus dem Jahre 1047. In einer Urkunde des Hospitals von Arconada, Provinz Palencia wird die nordspanische Hauptverkehrsachse als „Weg, der seit alten Zeiten von Pilgern des hl. Jakobus und Peter und Paul begangen“ bezeichnet. Es ist die erste urkundliche Erwähnung dieser Straße überhaupt; sie bringt den Weg von vorneherein mit dem Grab des heiligen Jakobus in Galicien in Verbindung. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff Jakobsweg auch für andere historische Routen von Jakobspilgern in Europa verwendet.
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Pilgerdenkmal am Camino Frances in der Sierra del Perdon bei Pamplona, Navarra, Spanien.
Der Alto del Perdón ist der Übergang des Jakobswegs Camino Francés, über die
Sierra del Perdón in der Autonomen Gemeinschaft Navarra. Der Bergzug liegt nahe
Pamplona, auf Deutsch bedeutet sein Name Berg der Läuterung. Dieser Platz ist ein
Ort der Marienverehrung. Historische Berichte sprechen von Wallfahrten aus ganz
Navarra zur Statue Nuestra Señora del Perdón (Unsere liebe Frau vom Perdón) und von
jährlichen Besuchen der Figur in der Dreifaltigkeitsbasilika von Arre nahe Villava.
Zur kurz vor dem Alto del Perdón befindlichen Quelle Fuente de Reniega (Quelle der Abkehr)
gibt es folgende Legende: Ein Durst leidender Pilger kommt von Pamplona den Berg
herauf. Ihm erscheint im Pilgergewand der Teufel und bietet ihm Wasser an, wenn er
seinem Glauben abschwört. Der Pilger soll lieber bereit gewesen sein, den Tod zu
erleiden, als Santiago erscheint und ihn zur erwähnten Quelle führt.
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Demgegenüber hat sich eine internationale, 1985 vom Europarat eingesetzte und bei der Regierung der autonomen Region Galicien angesiedelte Expertenkommission auf eine Nomenklatur verständigt, nach der lediglich die nordspanische Hauptverkehrsachse die Bezeichnung Camino de Santiago (Jakobsweg) tragen soll. Alle anderen Routen werden als „Wege der Jakobspilger“ bezeichnet.Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass für den Camino Francés die Benutzung durch Jakobspilger als Hauptfunktion angenommen wird, während es sich bei den anderen Wegen um Altstraßen gehandelt hat, die auch, aber nicht in erster Linie, den Pilgern dienten. Der Pilgerweg wird auch als Sternenweg bezeichnet.
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Nordfassade der Kathedrale von Santiago de Compostela. Die Kathedrale steht über
einer Grabstätte, die dem Apostel Jakobus zugeschrieben wird, und ist Ziel des Jakobsweges.
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Die Grabstätte in Santiago de Compostela entwickelte sich im Mittelalter neben Rom und Jerusalem zum dritten Hauptziel der christlichen Pilgerfahrt. Das Domkapitel der Kathedrale von Santiago de Compostela hat es im Laufe des 12. Jahrhunderts verstanden, noch vor Rom und anderen Pilgerzentren die Erlösungstheologischen Lehren der Frühscholastik in seine Pastoral zu integrieren. Den Menschen wurde in einer einfachen Botschaft, die alle verstanden, ein versöhnender Christus vermittelt, dessen Wirken durch die Fürsprache des heiligen Jakobus den Menschen zuteil werde. Später wurde dieses pastorale Konzept durch die Einführung von Ablässen und Heiligen Jahren nach dem Vorbild Roms untermauert.
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Jakobsweg in Neuss, Denkmal.
In Dortmund knüpft der Pilgerweg an den von Höxter kommenden an. Er orientiert sich
am Verlauf des Hellwegs, einer historischen Handelsstraße, die auch die Jakobspilger
genutzt haben. Zunächst verläuft der Weg durch den grünen Süden des Ruhrgebiets
und die nördlichen Ausläufer des Bergischen Landes. Bei Düsseldorf wird der Rhein
überquert. Von Neuss führt die Strecke an der Erft entlang bis Kaster. Dann geht
es durch das „Rheinische Braukohlerevier" bis zum Dom in Aachen.
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Nach der arabischen Eroberung im 8. Jahrhundert wurde die erst seit dem frühen 7. Jahrhundert bezeugte Überlieferung, dass der Apostel Jakobus der Ältere auf der Iberischen Halbinsel missioniert habe, in Spanien aufgegriffen. Die christlichen Nachfolgereiche des untergegangenen Westgotenreiches bedurften einer Identifikationsgestalt. Die von einer Vision veranlasste Auffindung des angeblichen Apostelgrabes im äußersten Nordwesten Spaniens im Zeitraum 818 bis 834 unter König Alfonso II. von Asturien und die Legendenbildung über die Translation des heiligen Leichnams von der Hinrichtungsstätte in Jerusalem an das Ende der damals bekannten Welt boten Gelegenheit zur Befriedigung dieses Bedürfnisses. Die Könige von Asturien und später von León machten Jakobus zu ihrem Schutzheiligen und vertrauten ihm besonders als Schlachthelfer. Zunächst blieb der Einzugsbereich der Verehrung auf Kantabrien beschränkt. Seit etwa 930, nachdem Nordspanien geschlossen dem christlichen Herrschaftsgebiet eingegliedert wurde, sind vereinzelt Pilger aus Aquitanien und dem Bodenseegebiet nachgewiesen.
Jakobsweg - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Jakobsweg - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Saint-Sernin mit Glockenturm.
Bild: Ceridwen
Saint-Etienne Nevers, Fassade.
Bild: Jochen Jahnke
Die Basilika Saint-Sernin (linkes Bild) ist ein Wahrzeichen von Toulouse. Der Bau dem
Typus einer Emporenbasilika und dem einer Pseudobasilika. Die Pilgerkirche wurde über
dem Grab des Heiligen Saturninus, Bischof von Toulouse, gebaut, der 250 einen
Märtyrertod starb (Sernin ist eine verschliffe Form zu Saint-Saturnin). Sie ist
Bestandteil des französischen Jakobsweges von Arles nach Santiago de Compostela
und gehört in diesem Rahmen seit 1998 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Die ehemalige Prioratskirche Saint-Etienne (rechtes Bild) liegt in der Stadt Nevers in
Zentralfrankreich, in der Région Bourgogne, im Département Nièvre, etwa 60 Kilometer
südöstlich von Bourges. Sie ist, trotz starker Verstümmelung ihrer drei Türme, eine der
besterhaltenen Kirchen der frühen Romanik Frankreichs.
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Unter dem Einfluss der Reconquista sowie der von der Abtei Cluny ausgehenden Klosterreform und der Herausbildung einer nordspanischen Städtelandschaft längs des Camino de Santiago nebst neuer Entwicklungen in der christlichen Lehre von Heil und Erlösung (Soteriologie) entwickelte sich im 11. und 12. Jahrhundert eine der größten Pilgertraditionen des christlichen Westens. Um 1075/1078 wurde mit dem Bau einer romanischen Kathedrale begonnen, die im Jahre 1120 Sitz eines Erzbischofs wurde. Im 15. Jahrhundert erlebte der Pilgerort durch die Einführung besonderer Gnadenjahre, in denen ein vollkommener Ablass gewährt wurde, einen weiteren Aufschwung. Sein Einzugsbereich reichte bis Skandinavien und Ostmitteleuropa. Zwar existieren weder für das Hoch- noch das Spätmittelalter Hinweise auf konkrete Pilgerzahlen, aber aus englischen Pilgerschifflizenzen lässt sich für das 15. Jahrhundert erkennen, dass in den Heiligen Jahren etwa vierzehnmal so viele Pilger wie in Normaljahren nach Santiago de Compostela gekommen sind.
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Pilger am Jakobsweg; Landschaft in Spanien.
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Nach einem Niedergang der Pilgerfahrt in der frühen Neuzeit, verursacht durch einen Verfall der Pilgeridee, die Reformation und nationale Kriege zwischen Frankreich und Spanien, ist seit der Mitte des 17. Jahrhunderts ein erneuter Aufschwung erkennbar. Deutlich sichtbar ist dies an einem umfassenden Bauprogramm für die Kathedrale, welches 1657 durch den Domherrn José de Vega y Verdugo initiiert wurde und 1769 mit der Vollendung einer neuen Nordfassade seinen Abschluss fand. Nach den napoleonischen Kriegen löste eine durchgreifende Säkularisierungswelle die karitative Infrastruktur des nordspanischen Jakobsweges beinahe vollständig auf. Ein deutlicher Rückgang der Pilgerzahlen war die Folge, wenngleich der Pilgerverkehr auf dem Jakobsweg nie ganz zum Erliegen kam.
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Rosenberg (Württemberg); Die Jakobuskirche auf der Spitze des Hohenbergs ist eine
weithin sichtbare Wallfahrtsstätte auf dem fränkisch-schwäbischen Jakobsweg.
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Die Wiederentdeckung der 1589 in Furcht vor einem englischen Seeangriff verborgenen Gebeine im Jahre 1879 brachte die Wende, vor allem, nachdem Papst Leo XIII. 1884 die Echtheit der wieder aufgefundenen Reliquien anerkannt hatte. Ende der zwanziger Jahre begann der Amerikaner Walter Muir, den Liber Sancti Jacobi (Codex Calixtinus) zu übertragen; nach dem Spanischen Bürgerkrieg wurde er 1944 veröffentlicht und der Jakobsweg als Zone des Friedens wiedereröffnet. Noch vor dem Ende des Bürgerkriegs stellte Francisco Franco den Antrag, Santiago erneut zum Schutzpatron Spaniens zu machen. Von nun nutzten Franco und die Nationalisten den Heiligen, um sich mit dem „Bewahrer der spanisch-katholischen Identität“ gleichzusetzen. Das Bild des Matamoros (Maurentöters) wurde zum Symbol für seine faschistisch-nationalistische Politik.
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Pilgerherberge am Jakobsweg in Villafranca Montes de Oca (Spanien).
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1937 erklärte General Franco das Fest des heiligen Jakobus zum spanischen Nationalfeiertag, eine politische Instrumentalisierung in einem nationalistischen Sinn, die durch das international einsetzende Interesse an der Pilgerfahrt nach 1945 überwunden werden konnte. Nach dem Zweiten Weltkrieg, der Europa tief verwundet hinterließ, fand man im Jakobsweg, was man suchte:
„Der Jakobsweg mit seinen Wurzeln im christlichen Europa schaffte den idealen Weg, politische Differenzen zu überwinden und einen Kontinent mehr durch den Klang trampelnder Füße als durch Kriegstreiben zusammenzuführen.“
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Brücke am Camino de Santiago (Jakobsweg).
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In den 1950er und 1960er Jahren bildeten sich in Spanien und Frankreich Vereinigungen der „Freunde des Jakobsweges“ und auch politisch bestand weiterhin Interesse an der wissenschaftlichen Aufarbeitung und touristischen Erschließung. 1950 entstand in Paris die erste Jakobusgesellschaft mit dem Anspruch, wissenschaftlich zu arbeiten. Im Heiligen Jahr 1954 fanden einige Jugendwallfahrten statt – aber vor allem Franco-Anhänger machten sich mit Pferden auf, um den Patron Spaniens zu verehren.
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 Karte der Jakobswege in Westeuropa.
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Seit den 1970er Jahren hat die Pilgerschaft auf dem Jakobsweg einen großen Aufschwung erlebt. 1982 besuchte Papst Johannes Paul II. Santiago de Compostela und rief im Rahmen einer großen „Europa-Feier“ den alten Kontinent auf, seine Wurzeln wieder zu beleben. Der Europarat erklärte 1987 den Weg zum ersten europäischen Kulturweg. Wurden damals gut 3.000 Pilger pro Jahr registriert, waren es im Jahr 2003 über 74.000 aus allen Ländern der Erde. 2004, im Heiligen Compostelanischen Jahr, kamen 179.932. Sie haben entweder den ganzen Weg oder den Weg durch Spanien, mindestens aber die letzten 100 Kilometer der Strecke zu Fuß oder zu Pferd oder die letzten 200 Kilometer per Fahrrad zurückgelegt. Dies wird mit Stempeln von einzelnen Stationen in einem Pilgerausweis verzeichnet und berechtigt zur Nutzung der preisgünstigen Pilgerherbergen und zum Tragen der entsprechenden Abzeichen. In Santiago erhalten die Pilger eine Urkunde, die Compostela.
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Cruz de Ferro in Spanien, höchster Punkt des Jakobswegs.
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1980 begann der spanische Priester Elías Valiña Sampedro, den Camino Francés in Nordspanien mit gelben Pfeilen zu markieren und für den Aufbau eines Herbergsnetzes zu sorgen, nachdem er zuvor eine Doktorarbeit über die historischen und kirchenrechtlichen Grundlagen des Weges vorgelegt hatte. Zugleich nahmen namhafte wissenschaftliche Kongresse und Ausstellungen (u. a. München 1984, Gent 1985) die europäischen Dimensionen der Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela in den Blick. Die wachsende Popularität des Weges war für den Europarat Anlass, sich ebenfalls dem Thema zu widmen. Seine Deklaration von Santiago de Compostela (23. Oktober 1987) erhob die Wege der Jakobspilger in Europa zur ersten europäischen Kulturstraße (Council of Europe Cultural Route). An Behörden, Vereine und Einzelpersonen erging die Aufforderung, „die Pilgerstraßen nach Santiago in ganz Europa zu kennzeichnen und zu identifizieren“.
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Fußwegmarkierung des Jakobsweges in Bilbao (rechts spanisch, links in baskischer Sprache).
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Zwei internationale Kongresse, die der Europarat im Oktober 1988 mit der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft auf Schloss Schney bei Lichtenfels und im September 1989 mit dem Centro Italiano di Studi Compostellani in Viterbo veranstaltete, lieferten verbindliche Grundlagen für eine Ausweisung der Routen. So betonte die Abschlusserklärung des Kongresses auf Schloss Schney „mit Nachdruck die Notwendigkeit einer streng wissenschaftlichen Identifikation der historischen Wege nach Santiago, namentlich diesseits der Pyrenäen, sowie der weiteren Spuren dieses Kultes, die sich auf schriftliche und ikonographische Dokumente wie auf Nachforschungen im Gelände stützt“. Die Erklärung hob hervor, dass dies eine „unabdingbare Voraussetzung für deren Revitalisierung“ sei.
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Ruine Burg Rudenz (13. Jahrhundert) in Giswil.
Die Burgruine Rudenz ist die Ruine einer Spornburg im gleichnamigen Ortsteil Rudenz
der Gemeinde Giswil im Schweizer Kanton Obwalden. Die Burg wurde in der ersten
Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut.
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Während des Kongresses auf Schloss Schney konnten die Mitarbeiter des Inventars historischer Verkehrswege der Schweiz (IVS) bereits umfangreiche und fachlich fundierte Wegeprojekte für die Schweiz vorstellen. Der Schwabenweg von Konstanz nach Einsiedeln und seine Weiterführung zur Rhone gehörten nach dem „Camino Francés“ und der Via Podiensis zu den ersten ausgeschilderten Wegen der Jakobspilger.
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Gesamtansicht der Klosterkirche Sainte-Foy, Conques.
Der Ort Conques liegt am Fernwanderweg GR 65, welcher weitgehend dem historischen
Verlauf des französischen Jakobsweges „Via Podiensis“ folgt. Bereits der Codex Calixtinus
empfahl dem Jakobspilger, den Weg über Conques zu wählen und im Kloster Sainte-Foy
Station zu machen. Heute gibt es neben mehreren Pilgerherbergen auch Hotels und einen
Campingplatz. Die nächste größere Ortschaft auf dem Jakobsweg ist Decazeville und
nur wenige Kilometer weiter Livinhac-le-Haut im Lot-Tal. Dorthin führt der Weg durch das
Tal der Dourdou über die wellige Hochfläche zum Lot-Tal.
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In Frankreich basiert die Wiederherstellung des Wegenetzes auf einem komplexen System von Klassifizierungen, die das Centre d’études compostellanes in Paris in den 1980er Jahren eingeführt hat. Als Chemins de Saint-Jacques (Jakobswege) gelten lediglich die vier Hauptwege Via Turonensis, Via Lemovicensis, Via Podiensis und Via Tolosana, die bereits im 12. Jahrhundert im Pilgerführer (5. Buch) des Liber Sancti Jacobi Erwähnung gefunden haben. Eine zweite Kategorie bilden die Itinéraires. Dabei handelt es sich um weitere Strecken, für die historische Pilgerführer oder Pilgerberichte vorliegen. Schließlich gibt es als dritte Kategorie die Cheminements. Dabei handelt es sich um Routen, die durch Dokumente wie Zollbücher oder Passantenlisten von Hospitälern und weitere Zeugnisse als Wege der Jakobspilger nachgewiesen sind. Die Hauptwege wurden in Zusammenarbeit mit der Fédération française de la randonnée pédestre als GR-Fernwanderwege ausgewiesen.
Jakobsweg - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Marathoni62
Route Napoleon - Orisson. Saint-Jean-Pied-de-Port markiert den Endpunkt des
französischen Jakobsweges Via Podiensis, der hier mit der Via Turonensis und der
Via Lemovicensis bereits zwei wichtige französische Jakobswege aufgenommen
hat, und den Beginn des Camino Francés, der für den restlichen Weg nach Santiago
de Compostela steht. Für Jakobspilger ist es zugleich Ausgangspunkt für die
Pyrenäenüberquerung. Für den Aufstieg zum Ibañeta-Pass wird mehrheitlich die
Route Napoleon genutzt, im Winter und bei schlechtem Wetter wählen viele Pilger
den Weg über Valcarlos entlang der Straßenverbindung D933–N135. Beide führen
zum Augustinerkloster in Roncesvalles, der ersten Pilgerstation auf spanischem
Boden. Saint-Jean-Pied-de-Port bietet mehrere Pilgerherbergen (französisch: Gîte d’étape),
Hotels und Privatzimmer (französisch: Chambre d’hôtes), außerdem gibt es eine
Touristeninformation, einen Campingplatz, sowie einen Bahnhof der SNCF.
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In Deutschland begann die Ausweisung von Wegen erst 1992, als der evangelische Pfarrer Paul Geißendörfer zusammen mit sechs Jakobusgemeinden einen Pilgerweg von Rothenburg ob der Tauber nach Nürnberg realisierte. Dieser Weg wurde bis 1995 in Zusammenarbeit mit dem Fränkischen Albverein und dem Oberpfälzer Waldverein zum Fränkischen Jakobsweg ausgebaut, der von Tillyschanz über Schwandorf, Nürnberg, Heilsbronn nach Rothenburg ob der Tauber führt. Als Referenzprojekt für eine entsprechend den Bestimmungen des Europarats historisch genaue Route gilt der Pilgerweg von Nürnberg über Ulm nach Konstanz, der zwischen 1995 und 1999 nach zwei Berichten spätmittelalterlicher Jakobspilger in enger Anlehnung an den Verlauf einer Reichsstraße erarbeitet wurde. Seit 1999 erarbeiten die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe das Projekt Wege der Jakobspilger im Rheinland und in Westfalen.
Jakobsweg - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / ANKAWÜ
Oberschwäbischer Jakobsweg, Wegzeichen am Abzweig nach Markdorf
(Westroute) bzw. nach Nonnenhorn (Ostrute).
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Im Mai 2003 wurde der „Münchner Jakobsweg“ eingeweiht, der vom Angerkloster am Jakobsplatz in München nach Bregenz zum Bodensee führt und dort in die Schweizer Jakobswege einmündet. In den 1990 hinzugekommenen Bundesländern entstand 2003 als erste Route der Ökumenische Pilgerweg im historischen Verlauf der Via Regia von Görlitz nach Vacha. Dort anschließend wurde von 2009 bis 2013 der Sächsische Jakobsweg im Zuge der Frankenstraße bzw. Via Imperii zwischen Bautzen bzw. Königsbrück und Hof, verbunden mit dem Jakobsweg Vogtland und dem Jakobsweg Silberberg, wieder ausgewiesen.
Jakobsweg - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Josef Heirich
Zittauer Jakobsweg Grenze D / CZ;
Jakobsweg von Polen nach Augsburg, 1280km zu Fuß.
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Seit 2005 werden die „Wege der Jakobspilger in Norddeutschland“ mit den beiden Hauptstrecken Via Baltica von Usedom nach Osnabrück und Via Jutlandica von Frederikshavn nach Glückstadt, letztere in dänisch-deutscher Zusammenarbeit, erarbeitet. In Hessen verlaufen zwei deutsche Jakobswege. Einer orientiert sich am Verlauf des historischen Fernhandelsweges von Leipzig nach Frankfurt am Main (Des Reiches Straße). Er beginnt in der Bischofsstadt Fulda, führt über Schlüchtern, Steinau an der Straße, Bad Soden-Salmünster, Gelnhausen, Langenselbold, Erlensee und Bruchköbel. Er führt über insgesamt 116 km unterhalb des Bornheimer Hangs an der Heilig-Kreuz-Kirche in Frankfurt-Bornheim vorbei über den Frankfurter Ostpark an dem Neubau der Europäischen Zentralbank auf dem Gelände der ehemaligen Großmarkthalle weiter zum Ufer des Mains in die Innenstadt Frankfurts, weiter am Main entlang bis zum Eisernen Steg.
Jakobsweg - © Pixabay - Lizenz: CC0 Public Domain
Jakobsweg, die Jakobskirche in München.
Von der bayerischen Hauptstadt München durchs herrliche Allgäu, vorbei an unzähligen
Kirchen und Klöstern im sogenannten Pfaffenwinkel, führt der ca. 290 km lange Münchner
Jakobsweg. Der Starnberger See und der Ammersee liegen auf dem Weg.
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 Der andere führt von Eisenach kommend als Elisabethpfad nach Marburg und zweigt dort ab in Richtung Wetzlar, wo er als Lahn-Camino weiter über Weilburg nach Limburg führt und schließlich die Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz überschreitet. Dort führt er weiter über Obernhof, Nassau und Bad Ems nach Lahnstein. Die Streckenlänge von Marburg bis Lahnstein beträgt rund 190 km. Ein anderer Zweig in Rheinland-Pfalz führt als Fortsetzung von Frankfurt/Main kommend über Mainz und anschließend auf dem historischen Ausoniusweg über Bingen, Rheinböllen, Kirchberg, Gräfendhron, Fell nach Trier.
Jakobsweg - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / GuentherZ
Wegweiser des Jakobswegs in Hainburg an der Donau, Niederösterreich.
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Der Österreichische Jakobsweg ist ein, teilweise beschilderter, etwa 750 bis 800 Kilometer langer Hauptast des Jakobswegenetzes in Österreich. Dieser stützt sich ungeachtet von regionalen Abweichungen hinsichtlich der Routenführung im Wesentlichen auf die 1999 erstmals veröffentlichten Forschungsergebnisse von Peter Lindenthal. Die Beschilderung und touristische Vermarktung von Abschnitten des österreichischen Jakobsweges geht meist auf private und öffentliche Initiativen zurück, wobei in der Regel Regionalentwicklungsprojekte und Förderungsvereine für die Aufbringung der erforderlichen finanziellen Mittel sorgen. Von der Belebung der Jakobspilgerwege in Österreich werden Impulse für die lokale und regionale wirtschaftliche Entwicklung erwartet.
Jakobsweg - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Naoag
Wegstein auf dem Jakobsweg Weinviertel am Michelberg.
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Lindenthal durchquerte auf der von ihm beschriebenen Jakobsroute Österreich in 28 detailliert beschriebenen Tagesetappen von Preßburg (Slowakei) an der Hainburger Pforte Donau aufwärts entlang der ehemaligen Donaulimesstraße durch Wien, über Linz und Innsbruck bis nach Feldkirch in Ost-West-Richtung. Der Autor beschreibt eine durchgehende Wanderroute auf oder parallel zum mittelalterlichen Jakobsweg, die versucht, Authentizität, Begehbarkeit und Pilgern zu vereinen. Dort wo alte Wege zu vielbefahrenen Straßen ausgebaut wurden, werden ruhigere Wald- und Feldwege benützt. Neben den zahlreichen Jakobskirchen werden auch lokale oder überregionale Wallfahrtsorte besucht.
Jakobsweg - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Calauer
Mostviertel, Hügellandschaft um Scheibbs.
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Unterwegs nimmt der österreichische Jakobsweg weitere Äste
des Jakobswegenetzes auf, beispielsweise:
in Haslau-Maria Ellend den Jakobsweg Burgenland, in den zuvor in Halbturn
eine Variante des ungarischen Jakobsweges einmündet
in Mautern an der Donau den Jakobsweg Weinviertel
in Salzburg die Wege aus Böhmen über den Jakobsweg Oberes Mühlviertel
(Krumau–Passau) und den Innviertler Jakobsweg (Passau–Salzburg)
in Wörgl den ebenfalls aus Böhmen zunächst durch das Obere Mühlviertel
führenden Jakobsweg Böhmen–Bayern–Tirol
in Innsbruck den von Graz über Slowenien, Kärnten, Osttirol und Südtirol nach Innsbruck führenden Südösterreichischen Jakobsweg (Graz–Innsbruck).
Ab Feldkirch sind noch etwa einhundert Kilometer nach Maria Einsiedeln in der Schweiz zurückzulegen, bevor der österreichische Jakobsweg an die zentraleuropäische Pilgerroute, der sogenannten Oberstraße, anschließt. Dieser Streckenabschnitt wurde im Rahmen des grenzübergreifenden Leader+-Projekts Jakobsweg Landeck–Einsiedeln beschildert und beschrieben. Einzelne Abschnitte des österreichischen Jakobsweges wurden im Rahmen von regionalen öffentlichen und privaten Projekten beschildert und werden touristisch beworben, wobei in diesem Zusammenhang auch entsprechende Literatur einschließlich Wegekarten und Wegebeschreibungen vorhanden sind.
Jakobsweg - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Bwag
Südansicht der Pfarr- und Wallfahrtskirche Unsere Liebe Frau in Maria Ellend,
ein Ortsteil der niederösterreichischen Gemeinde Haslau-Maria Ellend.
Der schlichte Bau mit einem Fassadenturm wurde 1770 errichtet.
Im Zuge einer Innen- und Außenrenovierung sowie einem teilweise Umbau 1910
wurde auch das Fassadenmosaik angebracht.
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Der von Frauenkirchen bis Haslau-Maria Ellend Jakobsweg Burgenland ist der einzige ausgeschilderte Jakobsweg im Burgenland. Er verlässt bei Bruckneudorf das Burgenland und führt die letzten Kilometer bis zur Einmündung in Jakobsweg Österreich über niederösterreichisches Gebiet. In Halbturn nimmt dieser Weg eine von Lébény kommende Variante des ungarischen Jakobsweges auf. Der Jakobsweg ist in Niederösterreich und Wien nicht durchgehend markiert, da die Initiative zur Beschilderung regionalen Vereinen und Gemeinden überlassen ist.
Österreichischer Jakobsweg
Abschnitt Purkersdorf–Göttweig – Jakobsweg Purkersdorf–Göttweig
Österreichischer Jakobsweg
Abschnitt Göttweig–Melk – Wachauer Jakobsweg
Österreichischer Jakobsweg
Abschnitt Südliches Waldviertel (Nibelungengau,
Melk–Persenbeug/Gottsdorf) – Jakobsweg Südliches Waldviertel
Österreichischer Jakobsweg
Abschnitt Persenbeug–Sankt Pantaleon - Jakobsweg Persenbeug–Sankt Pantaleon
Österreichischer Jakobsweg Weinviertel
Jakobsweg - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Veleius
Mautern a.d.Donau.
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Der durch Oberösterreich führende Abschnitt des Österreichischen Jakobsweges folgt im Wesentlichen den alten Römer- und Handelsrouten von Enns/Lorch nach Salzburg. Er beginnt bei Mauthausen bzw. Enns und teilt sich im Linzer Zentralraum in einen nördlichen und einen südlichen Teil. Die beiden Teile treffen in Hörsching wieder aufeinander und überschreiten bei Oberhofen am Irrsee die Grenze zu Salzburg. Der Weg wurde in einer Kooperation von Diözese Linz, Land Oberösterreich und OÖ. Tourismus beschildert. Es besteht ein Netz von Pilgerherbergen und entsprechendes Informationsmaterial. In Oberösterreich verläuft mit dem Jakobsweg durch das obere Mühlviertel ein Teil des Jakobspilgernetzes, der aus Polen über Krumau bis Passau führt und von dort entweder über den Innviertler Jakobsweg nach Salzburg oder über den Jakobsweg Böhmen–Bayern–Tirol nach Wörgl gelangt, wo er jeweils in den Jakobsweg Österreich einmündet.
Jakobsweg - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Schlaier
Häuser in Lofer mit den Loferer Steinbergen im Hintergrund.
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Der Abschnitt des Österreichischen Jakobswegs durch das Salzburger Land beginnt in Oberhofen, nimmt in Salzburg den Innviertler Jakobsweg auf und verläuft dann über Deutschland in den Pinzgau, wo er bei Lofer das Bundesland Richtung Tirol verlässt. Der Abschnitt des Jakobswegs Österreich in Tirol ist ein Bestandteil des Jakobswegenetzes in Tirol und ist entsprechend beschildert. Jakobsweg Tirol: Unter der Bezeichnung „Auf dem Jakobsweg durch Tirol“ wurden überwiegend mit öffentlichen Mitteln die von Bayern, Salzburg, Osttirol und Südtirol durch Tirol führenden Jakobswege beschildert und eine Broschüre aufgelegt. Jakobsweg Landeck–Einsiedeln: Ausgangspunkt dieses Abschnittes auf dem österreichischen Jakobsweg ist Landeck, wobei dieser bis auf den Arlberg ident mit dem letzten Abschnitt des Jakobswegs Tirol ist. Der Weg führt durch Vorarlberg und in zwei Varianten entweder über das Fürstentum Liechtenstein oder direkt in die Schweiz und weiter bis Einsiedeln.
Jakobsweg - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Jakobsweg Weststeiermark; Startpunkt in Thal bei Graz, Pfarrkirche St. Jakob.
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Der durchgehend beschilderte Jakobsweg durch die Weststeiermark beginnt in Thal bei Graz und mündet bei Lavamünd in den über Slowenien verlaufenden, in Graz beginnenden Südösterreichischen Jakobsweg, der auf dem kärntnerischen Abschnitt auch als Jakobsweg Kärnten bezeichnet wird. Der etwa 250 Kilometer lange, nur teilweise beschilderte, Jakobsweg in Kärnten beginnt von Slowenien kommend bei Lavamünd und durchquert Kärnten im Wesentlichen entlang der Drau bis zur Grenze nach Osttirol bei Oberdrauburg. Es handelt sich um ein Teilstück des Südösterreichischen Jakobsweges, der von Graz über Slowenien, durch Kärnten, Osttirol und Südtirol bis Innsbruck führt. Der österreichische Jakobsweg ist über den 2008 gegründeten und in Obertrum ansässigen Verein gemeinnützigen Verein zur Förderung der österreichischen Jakobswege mit den regionalen Jakobswegen in Österreich und in den Nachbarländern sowie mit den überregionalen europäischen Jakobswegen vernetzt. Dieser Verein arbeitet mit den öffentlichen Stellen, Tourismusorganisationen und Diözesen zusammen und unterstützt diese bei der Umsetzung überregionaler Pilgerprojekte. Damit verbunden ist die Ausbildung spiritueller Pilgerbegleiter, Angebote von Pilgerwanderungen und Treffen von Pilgerfreunden.
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Volksfest auf dem Marktplatz von Olsztyn (2011).
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In Polen entstehen seit 2005 Wege der Jakobspilger, die in Görlitz, Frankfurt (Oder) und Kamminke an das deutsche Wegenetz anschließen. So wurde der ökumenische Pilgerweg im Verlauf der Via Regia bis zur Grenze zur Ukraine verlängert. Auch ein Weg, der von Olsztyn (Allenstein) über Görlitz und Prag führt, wurde markiert. Es gibt auch mehrere lokale und regionale Zubringer zu den Hauptrouten des Pilgerweges.
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Sicht vom Holzsteg Rapperswil-Hurden über den Oberen Zürichsee auf Rapperswil mit
Schloss und Stadtpfarrkirche. Links der Seedamm von Rapperswil, im Hintergrund der Bachtel.
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Durch die Schweiz führen mehrere Äste des Jakobwegs. Der bekannteste ist der Schwabenweg von Konstanz zum Wallfahrtsort Einsiedeln. Der Weg ist Teil der nationalen Wanderroute Nr. 4 ViaJacobi von SchweizMobil, welche von Rorschach über Einsiedeln bis Genf führt. Die folgenden Anschlusswege führen in den ViaJacobi: Von Blumberg über Schaffhausen und von Basel nach Romont. Die regionale Route Nr. 43 Jakobsweg Graubünden von SchweizMobil trifft vom Val Müstair kommend bei Amsteg in die Via Jacobi. Der Appenzeller Weg, regionale Route Nr. 44, verbindet sich vom Vorarlberg kommend in St.Peterzell mit der Via Jacobi.
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Jakobsweg; Landschaft in Spanien.
Auf 800 km Länge sowie, inklusive Alternativ- und Zusatzwegen, circa 32 Tagesetappen
können Pilger damals wie heute die Schönheit der spanischen Regionen Navarra, Rioja,
Nordkastilien und Galicien ebenso erfahren wie die spirituellen Segnungen, die eine
Pilgerschaft mit sich zu bringen in der Lage ist.
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Auf die Frage, wo der Jakobsweg beginne, erhält man in Spanien die Antwort: „El camino comienza en su casa“ (Der Weg beginnt in Ihrem Haus). So handelt es sich bei dem Jakobsweg primär um eine Idee; im Mittelalter löste diese Volksbewegung einen Aufbruch aus. Überall unterwegs entstanden zahlreiche Einrichtungen für die Betreuung und Begleitung der Pilger: Klöster, Stifte, Herbergen, Hospitäler, Gasthäuser und Kirchen. Für die Orte entlang der Routen bedeutete der Pilgerstrom auch wirtschaftlichen Segen.
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Jakobsweg; Landschaft in Spanien.
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Die verbreitete Auffassung, dass Pilgerwege keiner starren Route folgten, sondern dynamische Streckenführungen waren, ist weitgehend überholt. Die Pilgerrouten waren über lange Zeiträume überraschend konstant. Noch 1495 beschreibt der Servitenmönch Hermann Künig von Vach in seinem Santiago-Pilgerführer für Frankreich und Nordspanien nahezu dieselben Streckenführungen, die bereits im Liber 5 des Jakobsbuches aus dem 12. Jahrhundert enthalten sind. In Deutschland bietet sich ein ähnliches Bild. Das spätmittelalterliche Wegenetz, das zu Beginn des 14. Jahrhunderts ausgebildet war, hat sich bis zum Beginn der Anlegung von Poststraßen in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts kaum verändert. Insbesondere mittellose Pilger folgten den mit karitativen Einrichtungen ausgestatteten Handelsstraßen.
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Jakobsweg; Landschaft in Spanien.
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Noch vor wenigen Jahrzehnten wurden die Kirchen San Martín in Fromista und San Isidoro in León, die Kathedrale von Jaca sowie die Burgkapelle von Loarre als Vorstufen der Kathedrale von Santiago de Compostela betrachtet. Heute spricht man eher von wechselseitigen Beziehungen. Neben anderen Einflüssen wie der Einführung der römischen Kirchenliturgie in den nordspanischen Reichen, der Verbreitung des cluniazensischen Reformgedankens sowie der Ansiedlung französischer Händler und Handwerker in den Städten entlang des Camino Francés besitzt die um 1075/1078 begonnene Kathedrale von Santiago als gebauter Ort der Jakobuspilgerfahrt eine entscheidende Wirkung auf die Architektur entlang des Pilgerweges.
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Jakobsweg; Landschaft in Spanien.
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Die Kathedrale gehört dem Typus der so genannten Pilgerstraßenkirchen, die zwischen 1050 und 1150 in Frankreich und Spanien über einigen der am häufigsten besuchten Pilgergräber entstanden, an. Den Prototyp für diesen Kirchentypus bildete die ehemalige Abteikirche Saint-Étienne in Nevers. Bei der weiteren Ausformung haben enge Beziehungen zwischen den Bauhütten an Saint-Sernin in Toulouse sowie der Kathedrale von Santiago eine Rolle gespielt. Spätere Bauten der Gruppe sind Saint-Martin in Tours, Saint-Martial in Limoges und Sainte-Foy in Conques. Alle diese Bauten zeigen, wie sehr im Prozess ihrer Entstehung statisch-konstruktive Notwendigkeiten (Emporenhalle), liturgisch-praktische Bedürfnisse (Chorumgang) und ästhetisch-pastorale Architekturvorstellungen (einheitliches Wölbsystem) ineinander gegriffen haben.
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Das Kloster Santa María la Real de Irache ist ein ehemaliges Benediktinerkloster nahe
der Kleinstadt Estella in der nordspanischen Provinz Navarra. Es liegt am Camino Francés
des Jakobsweges und war im Mittelalter eine wichtige Pilgerherberge. Direkt neben den
Klostergebäuden befindet sich die Weinkellerei Bodegas Irache. Das ehemalige
Klosterweingut hat mit Verweis auf die Tradition benediktinischer Gastfreundschaft,
die es fortführen will, an diesem Ort eine „Fuente del Vino“, einen „Weinbrunnen“
installiert. Er ist auch unter dem Namen „Fuente de Irache“ bekannt und wird in
deutschsprachigen Veröffentlichungen teilweise auch als „Weinquelle“ bezeichnet.
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Auch in der Bauskulptur wird der thematische und stilistische Zusammenhang hochromanischer Kirchenbauten an den Pilgerwegen deutlich. Die Portale des frühen 12. Jahrhunderts an Saint-Sernin in Toulouse, San Isidoro in León und an der Südfassade der Kathedrale von Santiago belegen eine enge Verflechtung der Bauhütten. Inhaltlich zeigt die Bauskulptur das kirchliche Interesse an einer Vermittlung der Themen Buße und Versöhnung. Die Betonung des Versöhnungsgedankens am Pórtico de la Gloria in Santiago steht in auffälligem Kontrast zu den Weltgerichtsportalen in Autun, Mâcon, Conques und Sangüesa. Die Kathedrale von Santiago erweist sich als bewusst gestaltete Vollendung einer aus dem Wunsch nach Erlösung vollzogenen Pilgerreise.
Jakobsweg - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / comakut
Plaza del Mercado in der Altstadt von Logroño, La Rioja.
Mit der Brücke über dem Ebro wurde die Stadt zur wichtigen Pilgerstation am Jakobsweg.
Damals entstand das Motto „la ciudad como el camino“ – „die Stadt richtet sich nach dem Wege“.
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In Spanien wurde seit den 1950er Jahren Anstrengungen unternommen, die historischen Bauten entlang des Jakobsweges zu schützen. 1962 wurde der Hauptweg offiziell zum historisch-künstlerischen Ensemble erklärt. Ab 1984 ernannte der Europarat den Weg zur Europäischen Kulturroute und erklärte seinen Schutz zum vorrangigen Ziel europäischer Kulturpolitik. Im Jahre 1992 richtete Spanien eine gemeinsame Verwaltung des Weges und der Kulturschätze an der Strecke ein. Der Consejo Jacobeo ist eine gemeinsame Kommission des Kulturministeriums, Vertreter verschiedener anderer Ministerien, der Provinzregierungen und der autonomen Kommunen. 1993 erfolgte die Ernennung des Jakobsweges zum Weltkulturerbe der UNESCO.
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Brücke über die Nive de Béhérobie in Saint-Jean-Pied-de-Port, links der Turm der Kirche
Notre-Dame und auf dem Berg im Hintergrund die Zitadelle. Saint-Jean-Pied-de-Port
 (baskisch Donibane Garazi) ist eine französische Stadt im Département Pyrénées-Atlantiques
in der Region Aquitanien. Die Stadt ist ein wichtiger Ort am Jakobsweg Via Podiensis und
zugleich letzte Station auf französischem Boden. Der Pilgerweg setzt sich dann im
Camino Francés fort, der in die Pyrenäen, über den Ibañeta-Pass, nach Pamplona und
schließlich nach Santiago de Compostela führt.
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Geschützt wurde der gesamte historische Weg auf spanischem Territorium, wie er im Liber Sancti Jacobi als Camino Francés beschrieben ist, auf einer Breite von mindestens 30 Metern beiderseits des Weges. Diese Zone verbreitert sich dort, wo auch Einzelgebäude am Weg oder ganze Dörfer dem Denkmalschutz unterliegen. Zudem gehören zur Welterbestätte eine Liste von über 1800 Einzelbauten in 166 Städten und Dörfern. Neben Sakralbauten aller Arten, von der Kathedrale über das Kloster bis zur Feldkapelle, gehören dazu auch Einrichtungen für die Versorgung der Pilger, Paläste, Privathäuser, Brücken, Schleusen und Wegekreuze. Ihre Entstehung datiert vom 11. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Diese umfassende Auszeichnung war möglich, weil nur rund 20 Prozent des Weges durch moderne Baumaßnahmen zerstört wurden. In weiten Bereichen sind heute die Straßen parallel zum historischen Weg angelegt, oder dieser führt inzwischen quer über die Felder.
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Die Jakobsmuschel; Steinmarkierung am Jakobsweg .
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An allen Pilgerzielen im Mittelalter konnte man Pilgerabzeichen erwerben. Sie sollten den Pilger auf dem Heimweg und auch noch in der Heimat schützen. Das Pilgerabzeichen der Santiagopilger war (und ist) die Jakobsmuschel, die ursprünglich auch als Nachweis diente, dass der Pilger die Reise tatsächlich absolviert hatte; seit dem 13. Jahrhundert wurde dies durch ein Beglaubigungsschreiben beurkundet, die heutige La Compostela. Daneben hatte die Jakobsmuschel aber auch den praktischen Wert, dass der Pilger sie zum Wasserschöpfen verwenden konnte. Darüber hinaus galt die Muschel in der bildenden Kunst und Literatur des Mittelalters als äußeres Kennzeichen für Pilger generell. So beschreibt z. B. Gottfried von Straßburg in seinem Tristan um 1200 zwei Pilger (wallaere), an deren Gewänder mermuschelen genäht sind (Vv.2633f). Etwa hundert Jahre später finden wir sie am Hut des Minnesängers Johannes Hadlaub in der Manessischen Liederhandschrift wieder. Heute stellt die Jakobsmuschel auch eine Orientierungshilfe dar, deren Symbol man als Zeichen des Jakobsweges an vielen Stellen des Weges findet.
Jakobsweg - © Pixabay - Lizenz: CC0 Public Domain Jakobsweg - © Pixabay - Lizenz: CC0 Public Domain
Steinmarkierung am Jakobsweg und Pilgerstäbe bei einer Pilgerrast.
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Bruderschaften, die sich häufig unter das Patrozinium des Apostels Jakobus stellten, kümmerten sich um das seelische und leibliche Wohl der Pilger. Ihre Angehörigen gründeten Hospitäler und tätigten Stiftungen zur Versorgung von Pilgern. Der Pilger, der sich durch bestimmte äußere Kennzeichen – Pilgerstab, Pilgerhut und relativ reglementierte Bekleidung – und auch durch sein frommes Verhalten zu erkennen gab, galt als hochachtungs- und schützenswert. Ihm zu helfen, ihm das Obdach für eine Nacht zu bieten, auch Speis und Trank, galt als allgemeine Christenpflicht. Zahlreiche Hospitalbauten in ganz Europa zeugen von der Kraft dieser frommen Massenbewegung.
Jakobsweg - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Jakobsweg - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Pilger Pass des Jakobsweges mit spanischen (oben) und französischen (unten) Stempeln.
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Im Zuge der Wiederbelebung der Santiagopilgerfahrt seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert wurden zahlreiche Jakobusgesellschaften und Jakobusbruderschaften neu oder wieder begründet, unter anderem die Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft oder die St. Jakobusbruderschaft Trier. Ihre Aufgaben sind die Beratung von Pilgern, die Sorge um eine Infrastruktur der Wege (Herbergen, Ausschilderung), die Ausgabe von Pilgerausweisen, die wissenschaftliche Aufarbeitung der Pilgertraditionen und die europäische Zusammenarbeit.
Zur Jakobuslegende
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Die Legenda aurea (lat. ‚goldene Legende‘) ist eine von dem Dominikaner Jacobus de Voragine (1228/29–1298) wahrscheinlich in den Jahren um 1264 in lateinischer Sprache verfasste Sammlung von ursprünglich 182 Traktaten zu den Kirchenfesten und vor allem Lebensgeschichten Heiliger und Heiligenlegenden. Jacobus, der von 1292 bis zu seinem Tod 1298 Erzbischof von Genua war, schuf damit das bekannteste und am weitesten verbreitete religiöse Volksbuch des Mittelalters.
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Die spanischen Jakobustraditionen haben sich seit dem 7. Jahrhundert entwickelt, als im „Breviarium Apostolorum“ erstmals von einer Mission des hl. Jakobus auf der Iberischen Halbinsel berichtet wird. Mit Ausnahme des Isidor von Sevilla zugeschriebenen Traktats „De ortu et obitu patrum“ ist diese Überlieferung in Spanien zunächst nicht aufgegriffen worden. Erst gegen Ende des 8. Jahrhunderts verstärkte sich im Königreich Asturien, dem Nachfolgestaat des zur Zeit der Araberinvasion untergegangenen Westgotenreichs, das Interesse, zur Begründung eines Legitimationsanspruchs des Jakobus als apostolischem Schutzherrn Spaniens und der asturischen Königsfamilie zu propagieren. Einen ausführlichen Bericht über die Grabauffindung bietet gar erst die „Concordia de Antealtares“ von 1075. In ihrer Vollform, wie sie durch das Jakobsbuch im 12. und durch die Legenda aurea im 13. Jahrhundert überliefert ist, schildert die Legende, wie nach der Hinrichtung zwei Freunde des Jakobus den Leichnam stahlen, ihn nach Jaffa schafften und dort auf ein Schiff verluden, dessen Besatzung aus unsichtbaren Engeln bestand. Dieses Schiff war dann sieben Tage unterwegs und strandete an der Küste Galiziens bei Iria Flavia. Dort wurde der Leichnam auf einen Ochsenkarren verladen; an dem Ort, an dem sich die Ochsen niederließen, soll er begraben worden sein.
Der heilige Jakobus  © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Der heilige Jakobus  © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der heilige Jakobus  © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Der heilige Jakobus  © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der heilige Apostel Jakobus der Ältere.
(lat. Iacobus Zebedaei „Jakobus (Sohn des) Zebedäus“, oder spanisch Santiago).
 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die legendäre Entstehung des Jakobsweges durch Kaiser Karl den Großen schildert das vierte Buch des Liber Sancti Jacobi, der sog. Pseudo-Turpin. Demnach habe Karl der Große auf seinem Spanienfeldzug auf Geheiß des Apostels den Weg zum Jakobusgrab von den Mauren befreit. Mit der Einbeziehung des Karlskultes in die Jakobusverehrung konnte einerseits das Interesse der deutschen und französischen Pilger geweckt werden, während andererseits Kaiser Friedrich I. Barbarossa und König Ludwig VII. von Frankreich aus der Verbindung beider Legenden politische Vorrangstellungen abzuleiten versucht haben.
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Das Ziel der Pilger; die Grabstätte des Apostel Jakobus in Santiago-de-Compostela.
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In den ebenfalls im Jakobsbuch und der Legenda aurea aufgezeichneten Wunderberichten spiegeln sich die psychischen Erschütterungen, denen die Pilger auf dem Weg aus Sorge um ihr Heil ausgesetzt waren; es sind oftmals wirre Träume und bizarre Visionen, die den Mirakeln zugrunde liegen:
Einer Pilgergruppe, die einen kranken Gefährten zurückließ,
verweigert der Heilige die Erhörung ihrer Bitten
Einem unschuldig gehängten Jüngling wird wundersame Rettung zuteil
Einem Pilger, der im Bordell sündigte, rät der Teufel zu Kastration und Selbstmord
Einem Familienvater, dem auf seiner Pilgerfahrt das Weib starb und der Esel genommen wurde, stellt der Apostel sein eigenes Grautier zur Verfügung
Ein Sühnepilger findet bei seiner Ankunft in Santiago
das Strafvergehen in seinen Papieren gelöscht
Ein Ritter, der auf seinem Weg Barmherzigkeit geübt hat,
empfängt bei seinem Tod ewiges Leben.
siehe auch: Jakobus der Ältere
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Jakobsweg" der
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