Johannes von Avila
Gedenktag: 10. Mai
Heiliger Johannes von Avila - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Heiliger Johannes von Avila.
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Juan de Ávila, (dt.: Johannes von Avila) (* 6. Januar 1499 oder 1500 in Almodóvar del Campo (Zentralspanien); † 10. Mai 1569 in Montilla) war ein Prediger und Autor mehrerer Schriften, in denen er sich mit der Verehrung des Altarsakramentes, Fragen der Erziehung und mit dem Zölibat befasste. Er wurde 1894 selig- und am 31. Mai 1970 heiliggesprochen, am 7. Oktober 2012 wurde er zum Kirchenlehrer erhoben. Er trägt den Beinamen Apostel von Andalusien.
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Heiliger Johannes von Avila.
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Johannes von Avila wurde als Sohn des wohlhabenden jüdischen Konvertiten Alonso de Ávila und der Catalina Xixón 1499 oder 1500 geboren. Er studierte zunächst Jura; wegen seiner halbjüdischen Abstammung konnte er dieses Studium nicht vollenden und auch der Beitritt zum Jesuitenorden war ihm verwehrt. Er studierte dann Philosophie an der Universität Alcalá. Er erwarb das Bakkalaureat und studierte bis 1526 oder 1527 Theologie. Sein Erbe verteilte er beim Tod seiner Eltern an die Armen. Dies geschah wohl noch vor 1527. Er lehrte einige Zeit als Professor an der Universität. Als Missionar wollte er in die Neue Welt aufbrechen, doch wurde ihm dies wohl wegen der jüdischen Herkunft seines Vaters verweigert. Alonso Manrique, Generalinquisitor und Erzbischof von Sevilla, wurde auf ihn aufmerksam und machte ihn zum Prediger und Volksmissionar in Andalusien.
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Heiliger Johannes von Avila.
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In seinen Predigten sprach er auch Missstände in der Kirche an, was ihm 1531 eine Anklage durch die Inquisition einbrachte. 1533 wurde er freigesprochen. Seine während seiner Haft verfasste, 1556 verändert und ohne sein Einverständnis veröffentlichte Schrift Audi, Filia (Höre, Tochter) brachte ihm neuen Ärger ein. Die Schrift, die heute als sein Hauptwerk gilt, stand bis 1574 auf dem Index der verbotenen Bücher. Er beschäftigte sich in dieser Schrift mit Fragen der christlichen Vervollkommnung. Nach 1533 setzte er seine Arbeit in Andalusien fort. Er gründete 15 Kollegien. Von diesen erlangten elf den Rang von Gymnasien und mindestens aus dreien entwickelten sich Universitäten. Als bedeutendste Gründung des Johannes von Avila gilt die Universität von Baeza. Sein Wirken in Andalusien brachte ihm den Beinamen Apostel von Andalusien ein.
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Zusammen mit Erzbischof Gasparo Avalos war er ab 1537 mit der Organisation der wenige Jahre zuvor gegründeten Universität von Granada befasst. Diese Tätigkeit brachte ihm den Titel Maestro ein und er durfte sich ab da Maestro Avila nennen. Sein schlechter Gesundheitszustand verhinderte 1551 die Teilnahme am Konzil von Trient. Er verfasste für das Konzil die Schrift Memoriales al concilio de Trento und war maßgeblich an der Durchsetzung der Trienter Beschlüsse in Spanien beteiligt. Johannes war auch bemüht, durch die Schrift Advertencias para el sinodo de Toledo Einfluss auf den Verlauf der Toleder Synode 1565 zu nehmen. Auch hier war ihm krankheitsbedingt eine Teilnahme nicht möglich. Johannes von Avila stand in regem Briefverkehr mit bedeutenden Persönlichkeiten seiner Zeit. So pflegte er den brieflichen Austausch mit Teresa von Ávila, Johannes von Gott, Francisco de Borja oder auch mit Ignatius von Loyola, den er seit 1554 kannte. Von seiner Korrespondenz sind gut 250 Briefe erhalten.
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Heiliger Johannes von Avila.
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Johannes hinterließ zahlreiche weitere Schriften, v. a. als Hilfen für die Arbeit der Priester, u. a. über die Eucharistie, und Reden über Maria. Herausragend ist sein Kommentar zu Psalm 44 mit dem Titel "Audi filia, et vide", "Höre, Tochter, und schaue", 1531 verfasst im Gefängnis für die von ihm bekehrte Sancha Carillo, die Tochter des Herren von Guadalcázar und 1556 erstmals - ohne Johannes' Zutun - veröffentlicht. Das Buch ist eine Anleitung zur Askese; König Philipp II. schätzte es so sehr, dass er verlangte, es dürfe in seinem Palast niemals fehlen; Kardinal Astorga, der Erzbischof von Toledo, sagte, dieses Werk habe "mehr Seelen bekehrt als es Buchstaben enthalte". Im 16. Jahrhundert gab es keinen anderen Autor, der so viel zu Rate gezogen wurde wie Johannes von Ávila. Johannes wurde in Montilla bestattet, 1641 wurden seine Gebeine in die damalige Jesuitenkirche übertragen, die seit 1969 Sanktuarium für Johannes und päpstliche ist. Er wurde schon bald als "Apostel von Andalusien" verehrt. 1588 verfasste Fray Luis de Granada die erste Lebensbeschreibung.
Heiliger Johannes von Avila - Quelle: Joachim Schäfer; Ökumenisches Heiligenlexikon
Sarkophag des Johannes von Avila im Sanktuarium in Montilla.
Quelle: Joachim Schäfer; Ökumenisches Heiligenlexikon
Johannes von Avila wurde 1894 von Papst Leo XIII. seliggesprochen. Die Heiligsprechung folgte am 31. Mai 1970. Sein Fest ist am 10. Mai. Am 2. Juli 1946 erklärte ihn Papst Pius XII. zum „Patron des weltlichen Klerus Spaniens“. Am Sonntag, 7. Oktober 2012 hat Papst Benedikt XVI. den heiligen Johannes von Avila zum Kirchenlehrer erhoben.
Sein Gedenktag wird am 10. Mai gefeiert.
Er wird außerdem als Patron des spanischen Klerus verehrt.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Juan_de_Ávila" der
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