Johannes von Gott Schwestern
Schwestern der Nächstenliebe vom heiligen Johannes von Gott
Ordenskürzel: SCJG
Johannes von Gott Schwestern © Foto: Barmherzige Brüder
Die Johannes von Gott Schwestern in Wien: Licia George, Rency Maria, Divya Jose,
Linta Maria und Alice Maria (v. l. n. r.) arbeiten am Wiener Krankenhaus.
© Foto: Barmherzige Brüder
Im Jahre 1977 gründete Frater Fortunatus Thanhäuser mit einigen jungen Inderinnen die Ordengemeinschaft der `Schwestern der Nächstenliebe vom heiligen Johannes von Gott`, die sich, wie die Brüder, dem Dienst an Armen, Kranken und Notleidenden, Alten und Ausgegrenzten im Geiste des heiligen Johannes von Gott weihen. Die Schwestern arbeiten heute mit den Brüdern zusammen in Einrichtungen der Brüder in Indien, Österreich, Deutschland und Italien, und sie führen in Indien eine Reihe von eigenen Einrichtungen.
© Johannes von Gott Schwestern - www.scjg.in
Johannes von Gott Schwester bei der Krankenpflege in Indien.
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Die Johannes von Gott Schwestern haben ihr Leben, so wie die Barmherzigen Brüder, dem Dienst an Armen, Kranken, Notleidenden, Alten und Ausgegrenzten im Geiste des heiligen Johannes von Gott verschrieben. Heute besteht die Gemeinschaft aus 86 Schwestern, 14 davon sind in Europa in Einrichtungen der Barmherzigen Brüder tätig, die restlichen Schwestern leben in Indien. Dort betreiben sie selbst verschiedene Sozialeinrichtungen wie zum Beispiel Pflegeheime und Mädchenheime oder arbeiten in Einrichtungen der Barmherzigen Brüder mit.
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Johannes von Gott Schwester bei der Sozialarbeit in Indien.
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2007 hat Generalprior Frater Donatus Forkan in Kattappana/Indien eine neurochirurgische Intensivstation eröffnet, deren Einrichtung maßgeblich mit Mitteln der bayerischen Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder unterstützt wurde. Nach der Segnung durch Krankenhausseelsorger Pater Peter Thomas drückte der Generalprior in einem Grußwort seine Freude darüber aus, dass in diesem Krankenhaus nun eine weitere Abteilung zur Verfügung steht. Es entspreche dem Geist des Ordensgründers Johannes von Gott, dass die Barmherzigen Brüder durch den Einsatz modernster Techniken eine zukunftsweisende Patientenversorgung ermöglichen. Auf der Intensivstation können drei Patienten versorgt und mit modernen Monitoren überwacht werden. Darüber hinaus steht dem Neurochirurgen exklusiv ein Operationssaal zur Verfügung.
Sisters of Charity of St. John of God
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Arbeit im Wiener Krankenhaus
Am Wiener Krankenhaus arbeiten fünf "Johannes von Gott Schwestern" aus Indien. Der Wechsel nach Österreich war nicht ganz einfach für sie, aber inzwischen ist Wien längst ihre zweite Heimat geworden.
In Wien besteht die Gemeinschaft aus fünf Schwestern: der Oberin Schwester Linta Maria, Schwester Alice Maria, Schwester Licia George, Schwester Divya Jose und Schwester Rency Maria. Sie sind zwischen 1999 und 2007 nach Österreich gekommen und haben hier „eine ganz andere Welt“ vorgefunden. „In die Fremde zu gehen ist immer schwierig“, sagt Schwester Linta Maria.

 „Hier in Österreich mussten wir uns erst zurechtfinden. Die Sprache war anders, die Kultur, das Essen und auch das Wetter. Ich war sehr beeindruckt, als ich zum ersten Mal Schnee gesehen habe. Und als ich erstmals ein großes Schnitzel gegessen habe, dachte ich nur: In Indien reicht das leicht für einen ganzen Tag oder länger.“

Die fünf Schwestern sind in der Krankenpflege, als Diplomkrankenschwestern oder Pflegehelferinnen, tätig. Auch wenn vieles in Österreich anders als in Indien ist, eines ist doch hier wie dort gleich, betont Schwester Linta Maria:

Die Menschen hier im Krankenhaus brauchen genauso Hilfe wie die Menschen in Indien. Auch unsere Tätigkeiten sind ähnlich wie in Indien, nur üben wir unseren Dienst hier im Krankenhaus aus – in Indien waren wir viel unterwegs und bei den Menschen zu Hause.“

Sie berichtet, dass die Schwestern in Wien von allen sofort freundlich aufgenommen wurden und dass sie viele nette Menschen kennengelernt und Freundschaften geschlossen haben. Heute ist Wien längst zu ihrer zweiten Heimat geworden. „Ich bin gerne in Wien und arbeite auch gerne im Spital“, sagt Schwester Linta Maria, „aber ab und zu vermisse ich meine eigene Heimat.“
Frater Fortunatus Thanhäuser
Frater Fortunatus Thanhäuser © Johannes von Gott Schwestern - www.scjg.in
Frater Fortunatus Thanhäuser mit Kindern; Indien.
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Hubertus Ludwig Albert Josef Bernhard Thanhäuser wurde am 27.02.1918 in Berlin Friedenau, der Heimat seiner Mutter, geboren, während sein Vater Kriegsteilnehmer im Ersten Weltkrieg war. Nach Kriegsende ließ sich die Familie in Volpersdorf/Grafschaft Glatz im dortigen Försterhaus nieder. Der Vater war Förster am Ort. Nach Bernhard wurden der Familie noch zwei Söhne geboren. Nach dem Noviziat besuchte Frater Fortunatus die Krankenpflegeschule des Ordens in Breslau, erhielt zusätzlich die Ausbildung als Medizinisch-Technischer-Assistent und war danach sowohl in der Krankenpflege als auch im Krankenhauslabor tätig. 1950 wurde Frater Fortunatus mit den letzten noch in Schlesien lebenden deutschen Brüdern ausgewiesen.
Während seiner Amtszeit als Vize-Provinzial wurde die Entscheidung getroffen, die Dienste der Hospitalität der Vize-Provinz in andere Länder auszudehnen, in denen diese besonders notwendig waren. Durch Kontakte mit dem damaligen Erzbischof von Changanacherry/Kerala-Indien, fiel die Entscheidung für eine Neugründung in Indien.
In Kattappana, im Hochgebirge von Kerala, in einem Gebiet, das man erst einige Jahre zuvor dem Urwald abgerungen hatte, sollte ein Krankenhaus entstehen. Am 15.11.1969 verließ Frater Fortunatus zusammen mit Frater Prakash Madapally Frankfurt, um am 19.11.1969 in Kattappana einzutreffen. Bei der Ankunft bestand bereits ein kleines, provisorisches Krankenhaus, dessen Errichtung die Rheinische Vize-Provinz finanziert hatte. Das erste Gebäude des heutigen St. John´s Hospitals konnte im Februar 1971 eröffnet werden. Im Jahre 1977 gründete er mit einigen jungen Inderinnen die Ordengemeinschaft der `Schwestern der Nächstenliebe vom heiligen Johannes von Gott`. Nach einer Zeit langer und schwerer Krankheit hat Gott unseren Mitbruder Fortunatus am 21.11.2005, heimgerufen, an dem Tag, an dem er 69 Jahre zuvor seine ersten Gelübde abgelegt hatte. Am 22. November 2014 wurde in Kattappana (Kerala, Indien) das Seligsprechungsverfahren unseres Mitbruders Frater Fortunatus Thanhäuser mit einem feierlichen Gottesdienst eröffnet.
Text auszugsweise aus
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