Josef von Calasanz
Gedenktag: 25. August
Josef von Calasanz - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Josef von Calasanz - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Hl. Josef von Calasanz.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
* 31. Juli 1557 (oder 11. September 1556) in Peralta de la Sal bei Huesca in Spanien † 25. August 1648 in Rom. Josef aus der Adelsfamilie derer von Calasanz studierte Theologie und Philosophie in Lérida und Valencia, erwarb den Doktorgrad und wurde 1583 zum Priester geweiht. Zunächst war er in der Seelsorge und kirchlichen Verwaltung in seiner Heimat tätig. 1592, nach dem Tod des Vaters, verzichtete er auf sein Erbe zugunsten einer kirchlichen Karriere und trat in Rom in den Dienst des Kardinals Marcantonio IV. Colonna. Er fand Zugang zu Kreisen, die für eine Kirchenreform eintraten, und wurde Mitglied verschiedener Bruderschaften.
Quelle: Joachim Schäfer; Ökumenisches Heiligenlexikon
Geburtshaus des heiligen Josef Calasanz, heute Sanktuarium, in Peralta de la Sal.
Quelle: Joachim Schäfer; Ökumenisches Heiligenlexikon
In Rom erlebte Josef die Verwahrlosung vieler Kinder, die ihre Eltern in vorhergegangenen Seuchen verloren hatten, und begann 1597 in der Sakristei der Kirche S. Dorotea im Stadteil Trastevere, diese Kinder unentgeltlich zu unterrichten. * Eine damals neue Idee war, die Schüler nach dem Alter in "Klassen" einzuteilen. Andere hilfsbereite Lehrer und Priester schlossen sich der Idee an, bald schon wurden über 1000 Kinder unterrichtet und betreut; aus den Unterrichtenden entstand eine Lebensgemeinschaft unter Josefs Führung, schließlich die "Genossenschaft der Regularkleriker der frommen Schulen", die "Piaristen", auch "Scolopini" genannt.
Josef von Calasanz - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Josef von Calasanz - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Josef von Calasanz - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Josef von Calasanz - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Hl. Josef von Calasanz mit Kindern.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
1605 übersiedelte die Schule ins Zentrum von Rom in ein größeres Haus bei der Kirche S. Pantaleo, das dann zum Generalat des Ordens wurde. Josef leitete den Orden als Genaraloberer, verfasste die Ordensregel und pädagogische Schriften und sorgte für das Wachstum der Gemeinschaft. die die Päpste 1617 und 1621 bestätigten. Die Ausbreitung des Ordens erfolgte rasch, besonders auch in Österreich. 1637 hatte der Orden 362 Mitglider in sechs Provinzen mit 27 Häusern.
Hl. Josef von Calasanza - Quelle: Joachim Schäfer; Ökumenisches Heiligenlexikon
Francisco de Goya: Die letzte Kommunion des Hl. Josef von Calasanza (Bildausschnitt).
Quelle: Joachim Schäfer; Ökumenisches Heiligenlexikon
Weil Josef wollte, dass die Lehrer seiner Schulen die beste Ausbildung erhielten, schickte er sie zu den wichtigsten Gelehrten seiner Zeit, so zu Galileo Galilei, was von der Kirchenleitung natürlich nicht hingenommen wurde. Josef wurde 1646 als Genraloberer abgesetzt, der Orden einer Strafaktion unterzogen, die erst 1659 zurückgenommen wurde. Wegen der vielen Anfeindungen und Schicksalsschläge, die er zu erdulden hatte, nannte man Josef auch den "Ijob des Neuen Bundes". Erst die Selig- und Heiligsprechung Mitte des 18. Jahrhunderts bedeuteten Josefs völlige Rehabilitierung.
Josef von Calasanz - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Josef von Calasanz - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Josef von Calasanz - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Josef von Calasanz - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Hl. Josef von Calasanz, in Glasfensterdarstellung oben.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der Orden der nach Joseph von Calasanza genannten "Kalasantiner", die "Kongregation für die christlichen Arbeiter vom heiligen Josef Calasanz", wurde 1889 in Wien von dem Arbeiterpriester Anton Maria Schwartz gegründet.

Das kleine Schloss neben der Kirche in Peralta de la Sal, in dem Joseph geboren wurde, wurde 1799 zur seit 1902 ihm geweihte Kirche umgebaut. Daran anschließend wurde schon 1741 das Novizat der Piaristen und 1872 ein großes Kloster errichtet, das heute Jugendherberge und Tagungsstätte ist.
Sein Gedenktag wird am 25. August gefeiert.
Er wird außerdem als Patron
der christlichen Volksschulen und der Kinder verehrt.
Text auszugsweise aus
www.heiligenlexikon.de
 
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