Josefskirche
Sobieski-Kirche
Josefsdorf 38, 1190 Wien
Josefskirche © Gaube
Josefskirche auf dem Kahlenberg.
Die Kirche St. Josef ist eine römisch-katholische Filialkirche der Pfarre Kahlenbergerdorf auf dem Kahlenberg im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling. Davor war die ehemalige Klosterkirche die Pfarrkirche des Bezirksteils Josefsdorf auf dem Kahlenberg. Sie ist dem heiligen Josef geweiht.
Geschichte
Josefskirche © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Josefskiche auf dem Kahlenberg um 1900.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Ursprünge der Kirche gehen auf das früher auf dem Kahlenberg gelegene Kamaldulenserkloster zurück. Die Kamaldulenser wurden zur Zeit Ferdinands II. auf dem Kahlenberg angesiedelt und begannen dort 1629 mit dem Bau der Klosterkirche, die 1639 vollendet war. Im Krieg gegen die Türken wurde diese Kirche 1683 zerstört (Schlacht am Kahlenberg) und es dauerte bis 1734, bis sie wieder aufgebaut war.
Josefskirche © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Flugbild: Kirche und Restaurant am Kahlenberg; um 1930.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
 Als Joseph II. den Orden aufheben ließ, betraf dies auch die Kirche. Sie wurde jedoch 1785 wieder geweiht und diente zunächst als Kirche, später als Pfarrkirche für den neu gegründeten Ort Josefsdorf. 1809 wurde sie von napoleonischen Truppen beschädigt. Vermutlich auf Grund der geringen Bevölkerungszahl wurde sie jedoch in Folge kaum genutzt und verfiel mit der Zeit immer mehr. Auch eine neuerliche Weihe im Jahr 1852 konnte daran nichts ändern. Erst als die Resurrektionisten die Kirche 1906 übernahmen, wurde sie restauriert.
Sobieski © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Messe auf dem Leopoldsberg.
Die Messe des Marco d'Aviano in der alten Georgskapelle mit
König Johann III. Sobieski von Polen als Ministrant. Aquarell von Josef von Führich, 1842.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Im Gedenken an Jan Sobieski, der 1683 das Entsatzheer gegen die türkischen Belagerer vom Kahlenberg aus anführte, wird die Kirche noch heute von polnischen Priestern, den Resurrektionisten, betreut. Auch polnische Wallfahrer besuchen die Kirche gerne, so unter anderem auch Papst Johannes Paul II. im September 1983. Die nordöstliche Erhebung des Kahlenberges, beziehungsweise die der Donau nächstliegende Erhebung des Kahlenberges, wo die Leopoldskapelle im Jahre 1693 errichtet wurde, wird seitdem mit Leopoldsberg bezeichnet.
Josefskirche © Gaube
Josefskirche auf dem Kahlenberg.
Die barocke Kirche ist eine barocke, einschiffige Kirche. Der kleine Seiteneingang ist mit einer Statue des heiligen Josef geschmückt. Der Vorraum ist ganz dem historischen Ereignis von 1683 gewidmet, zahlreiche Zeichnungen und Bilder gedenken der historischen Schlacht. Die Sakristei erinnert ebenfalls an Jan Sobieski. Sie wurde 1929/30 vom Maler Johann Heinrich Rosen zur Sobieski-Gedächtniskapelle (Museum) ausgestaltet. Im Innenraum der Kirche sind zahlreiche barocke Gemälde vorhanden. Im Mittelpunkt des Hochaltars erhebt sich eine plastische Kreuzigungsgruppe, die noch aus der Zeit der Nutzung als Klosterkirche stammt. An den seitlichen Hochaltarwänden befindet sich rechts oben ein Bild des heiligen Hieronymus, links ein Bild von Johannes dem Täufer. Beide Werke stammen von dem bekannten böhmischen Maler Peter Johann Brandl und sind ein Geschenk des Grafen Franz Anton von Sporck.
Josefskirche © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
St. Josefskirche. Gesamtansicht, durch Baumwuchs beeinträchtigt; 1918.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ein Ölbild hinter der Kreuzigungsgruppe, 1852 von Friedrich Schilcher gemalt, stellt dienende Engel mit den Leidenswerkzeugen dar . Darunter befindet sich die Madonna vom Kahlenberg, die Kopie eines römischen Originals, das Papst Innozenz XI. der Kirche bald nach der Schlacht 1683 schenkte. Innozenz führte für den 12. September auch das Fest Mariae Namen ein, mit dem Maria für die vermeintliche Hilfe in der Schlacht gedankt werden sollte.
Josefskirche © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Weihe der Sobieskikirche auf dem Kahlenberg.
Bundespräsident Miklas im Gespräch mit dem päpstlichen Nuntius Sibilia; 1931.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Zwei weitere barocke Gemälde befinden sich entlang der Längswände des Presbyteriums, rechts der heilige Leopold, links der heilige Romuald, der Gründer des Kamaldulenserordens. Die Gemälde der Seitenaltäre stammen aus dem 18. Jahrhundert. Am linken Seitenaltar befindet sich eine Darstellung der Geburt Christi, das Gemälde des rechten Seitenaltars zeigt seine Geburt. Der linke Seitenaltar trägt eine Kopie des Gnadenbildes Schwarze Madonna aus dem Wallfahrtsort Częstochowa.
www.kahlenberg-kirche.at
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Josefskirche_(Kahlenberg)" der
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