Kapuziner
Ordo Fratrum Minorum Capucinorum
Ordenskürzel: OFMCap
Kapuziner - © Kapuzinerprovinzialat Österreich-Südtirol - www.kapuziner.at
Die neue Provinzleitung der Kapuziner von Österreich und Südtirol.
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Die Kapuziner (OFMCap), eigentlich Orden der Minderen Brüder Kapuziner, lateinisch Ordo Fratrum Minorum Capucinorum, sind ein franziskanischer Bettelorden der römisch-katholischen Kirche; ihr Name leitet sich von der markanten Kapuze des Franziskanerhabits ab. Sie gehören zu den franziskanischen Orden und bilden heute – neben den Franziskanern (OFM) und den Minoriten (OFMConv) – einen der drei großen Zweige des ersten Ordens des Hl. Franziskus. In der Vergangenheit unterschieden sich die Kapuziner von den beiden anderen Zweigen der Ordensfamilie einerseits durch eine besondere Liebe zur Stille und zum Gebet, andererseits durch die Nähe zum einfachen Volk und zu den Armen. Dies drückt sich in der heutigen Kapuzinergemeinschaft u.a. durch ein aktives Engagement in der Sonder- und Randgruppenseelsorge und in sozial-pastoralen Projekten (Obdachlosenarbeit) aus.
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Kapuziner beim gemeinsamen Gebet.
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Zu Beginn des 16. Jahrhunderts gab es verschiedene Reformbestrebungen innerhalb der franziskanischen Orden. Es gab Brüder, die in großen Stadtkonventen fest in pastorale Aufgaben eingebunden waren (Konventualen), Brüder, die sich zurückbesinnen wollten auf die ursprünglichen Ideale des hl. Franziskus (Observanten), und viele Bewegungen zwischen diesen Polen. Der observante Franziskaner Mateo de Bascio verließ im Frühjahr 1525 sein Kloster in der Mark Ancona ohne die Erlaubnis seiner Vorgesetzten, um nach dem Vorbild des Franz von Assisi arm durch die Welt zu ziehen. Sein Vorgesetzter (Oberer) ließ ihn daraufhin festnehmen und einsperren. Der Klosterflüchtling fand jedoch in der Herzogin von Camerino, Caterina Cybo, einer Nichte von Papst Clemens VII., eine Fürsprecherin und wurde daraufhin freigelassen.
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Die Zwillingsbrüder P. Johannes und P. Undesser (sitzend) feierten bereits ihr
60-Jahr-Jubiläum im Orden der Kapuziner.
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Im Herbst des gleichen Jahres schlossen sich ihm mit Ludovico Tenaglia und seinem Bruder Raffaele zwei andere Franziskaner an. Daraufhin griff der Provinzobere, Giovanni da Fano, hart durch und versuchte, die drei Brüder mit Waffengewalt zurückzuholen. Diese jedoch versteckten sich in den Bergen von Cingoli und dann bei den Kamaldulenser-Eremiten von Cupramontana. Von den eigenen Brüdern belagert, entkamen sie schließlich verkleidet in den weißen Kutten ihrer Gastgeber. Daraufhin wurden sie im Frühjahr offiziell aus der Kirche ausgeschlossen. Auf die Fürsprache der einflussreichen Herzogin Caterina Cybo nahm der zuständige Bischof die Verfolgten in seine Obhut und gestattete ihnen, ihre Wanderpredigt fortzuführen. Im Jahre 1527 wütete im Herzogtum Camerino erneut die Pest. Der furchtlose Einsatz der drei Brüder für die Sterbenden veranlasste Katharina von Cibo zugunsten der Gruppe von ihrem Onkel, dem Papst, 1528 ein Schutzschreiben zu erwirken. Dieses gilt als Gründungsurkunde einer neuen Reformbewegung, wonach den Abtrünnigen das Tragen einer kastanienbraunen Kutte mit einer spitzen Kapuze als Zeichen ihres radikalen Lebens nach dem Beispiel des Franz von Assisi gewährt wurde. Die Ordensgemeinschaft war hiermit anerkannt. Sie durften die Wanderpredigt ausüben, eigene Obere wählen und weitere Brüder in ihre Niederlassung aufnehmen. Wegen der spitzen Kapuze (Italienisch il cappuccio) des Franziskanerhabits wurden die Reformer vom Volk Kapuziner genannt: Als sie in ihrer Anfangszeit als Bettelmönche durch die Dörfer zogen, rannten die Kinder herbei und riefen „cappucini, cappucini“ (etwa: „Die Kapuzen kommen!“).
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Eindrücke aus dem Leben der Noviziatsausbildung in Salzburg.
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Der neuen Bewegung folgten bald Dutzende und Hunderte reformwilliger Brüder in ganz Italien. Im Jahr 1534 schloss sich ihnen auch jener Giovanni Pilz da Fano an, der die ersten Brüder als Provinzoberer mit Waffengewalt verfolgt hatte. Die „Minderbrüder vom eremitischen Leben“, wie die Kapuziner offiziell hießen, legten besonderen Wert auf die Predigt und das eremitische Leben in kleinen Einsiedeleien, etwas abseits der Städte und Dörfer, um so besser in Kontemplation leben zu können. Dennoch waren sie volksverbunden und setzten sich für die Menschen ein, anfänglich besonders in der Pflege der Pestkranken, wodurch sie schnell einen großen Rückhalt beim Volk gewannen.
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Kapuziner Mission im Madagaskar.
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Heute gibt es weltweit etwa 11.000 Kapuziner, die nach der Regel des hl. Franz von Assisi leben. Ihr besonderes Charisma sehen die Kapuziner in der Betonung des kontemplativen Gebetslebens gepaart mit der Nähe zu den Menschen, insbesondere Armen, Schwachen und Kranken. Heute sieht die Gemeinschaft der Kapuziner die wahre Solidarität in dem Beispiel der Entäußerung Christi, wie sie vom Apostel Paulus im 2. Kapitel des Briefes an die Philipper gezeichnet wird.
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Mission in Indonesien - Sumatra: Sikeben-Mela-Tapanuli.
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Mission bedeutet heute: Verantwortung - Unterstützung - Solidarität.
Verantwortung, weil wir die gute Nachricht von Tod und Auferstehung Jesu Christi in unseren Missionsgebieten verkündet haben und es nun unsere Pflicht und Verantwortung ist, die „junge Kirche” weiterhin zu begleiten. Unterstützung, weil uns Gott hier in Europa mehr als ausreichend Mittel und Möglichkeiten gegeben hat. Solidarität, weil die soziale und materielle Situation der Bevölkerung in den unterstützten Ländern oft auf eine Weise schlecht ist, wie wir es uns nicht einmal vorstellen können. Das alles verpflichtet uns, Glaube, Ressourcen und Gemeinschaft auch (weiter) zu teilen. Die Kapuzinerprovinz Österreich-Südtirol ist historisch besonders mit den Kapuzinern und ihren Missionsstationen in Indonesien und Madagaskar verbunden.
Provinzen des Kapuzinerordens
Kapuziner - © Kapuziner Region Deutschschweiz - www.presse-bild-poss.de
Tau-Zeichen, Glaskreuz von Jürgen Schönberger, Kapelle des Franziskuswegs, Rhön.
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Die höchste Instanz ist das Generalkapitel, das sich aus Vertretern aller Provinzen zusammensetzt. Geleitet wird der Orden von der Generalkurie in Rom, an deren Spitze der vom Generalkapitel gewählte Generalminister steht. Der Generalminister wird unterstützt durch die ebenfalls vom Generalkapitel gewählten Generaldefinitoren, die jeweils für eines von acht Gebieten zuständig sind. Da es bei den Kapuzinern nur Brüder gibt, werden auch die obersten Verantwortlichen mit Bruder angeredet und haben keinen besonderen Titel. Die Deutsche Kapuzinerprovinz umfasst 18 Niederlassungen, darunter das Kapuzinerkloster Altötting, das Citykloster an der Liebfrauenkirche in Frankfurt am Main, eine Niederlassung an der Philosophisch-Theologischen Ordenshochschule in Münster (Westfalen) und bis zum 19. Oktober 2014 eine an der Wallfahrtskirche Käppele in Würzburg. Die österreichische Kapuzinerprovinz entstand durch die wegen Brudermangels erfolgte Zusammenlegung der ehemaligen Wiener (Provinzialat in Wien) und Nordtiroler Provinz (Provinzialat in Innsbruck) am 31. Mai 2007. Am 10. Mai 2011 schloss sich die Österreichische Kapuzinerprovinz mit der Südtiroler Provinz zusammen, seitdem existiert die Kapuzinerprovinz Österreich-Südtirol. Daneben wirken auch Kapuziner der Provinz Krakau (Polen) in Österreich.
In den Fußspuren des Hl. Franziskus
Kapuziner - © Klostergeschichten
Grab des seligen Markus von Aviano in der Kapuzinerkirche in Wien.
© Klostergeschichten
Wir sind eine vom Evangelium geprägte Brüdergemeinschaft. Jesus von Nazareth leitet uns an zu einem einfachen Leben mitten unter den Menschen. Wir lassen uns inspirieren vom Leben Christi, von der Heiligen Schrift, von Franz von Assisi und seinen Schriften. Jesus sendet uns zu predigen, zunächst mit dem Beispiel unseres Lebens, dann auf viele praktische Weisen: Gebet und Betrachtung, Arbeit in der Seelsorge, soziale Dienste, geistliche Begleitung, missionarische Einsätze, Veröffentlichungen und Medienarbeit, usw. Wir leben in Brüdergemeinschaften. Wir pflegen das persönliche Gebet und das Gebet in Gemeinschaft, wir teilen miteinander Zeit, wir helfen uns gegenseitig zu wachsen, wie in einer Familie. Einfachheit, Volksnähe und brüderlicher Geist in den Häusern und in den Tätigkeiten sind sichtbare Zeichen für das, was unseren Lebensstil ausmacht. Der Orden der Minderen Brüder stand im Lauf seiner Geschichte immer wieder vor der Herausforderung, die ursprünglichen Absichten des Gründers, des hl. Franz von Assisi, treu in die jeweilige Zeit umzusetzen. Das führte zu großen Schwierigkeiten, zu heftigen Auseinandersetzungen und sogar zu Abspaltungen. Die drei großen Zweige des Ersten Ordens, die Minderen Brüder Konventualen, die Minderen Brüder Franziskaner und die Minderen Brüder Kapuziner sehen sich alle in der Nachfolge des Franziskus, ihres Gründers und Vaters, gleichwohl verfügen sie über eine je eigene Organisation und rechtliche Struktur.
Der Kapuzinerorden in Österreich
Kapuziner - © Klostergeschichten
Kapuzinerkirche in Wien. Blick durch das Kirchenschiff gegen den Hochaltar.
© Klostergeschichten
Die Grundsteinlegung für unser Wiener Kloster erfolgte im Jahr 1622. Aufgrund der politischen Verhältnisse wurde die Weihe in zwei Schritten vorgenommen: Altäre und Seitenkapelle 1627, die gesamte Kirche erst 1632. Das Wiener Kapuzinerkloster ist eng mit der österreichischen Geschichte verbunden. Kapuziner waren Beichtväter des Herrscherhauses und sind nach wie vor die „Hüter“ der Kapuzinergruft, in der zahlreiche Kaiserinnen und Kaiser beigesetzt wurden. In unserer Kirche befindet sich das Grab des Seligen Markus von Aviano. Der Kapuziner war im 17. Jahrhundert maßgeblich an der Befreiung Wiens während der Türkenbelagerung beteiligt. Heute hat unser Haus durch seine Lage in der Wiener Innenstadt auch sozial und seelsorglich wichtige Aufgaben: Das slw Wien hat in unserem Haus seinen Sitz, in den Wintermonaten bieten wir eine Wärmestube für Bedürftige an. Seelsorglich wird unser Beicht- und Gottesdienstangebot gerne wahrgenommen. Darüber hinaus ist das Kloster Wien ein wichtiger internationaler Standort für den Kapuzinerorden. Kapuziner aus aller Welt kommen nach Wien um hier zu studieren oder Deutsch zu lernen. So gibt es in unserer Gemeinschaft immer einige Studenten, die mehrere Wochen bis einige Jahre in unserem Haus leben.
Kapuziner - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Kapuzinergruft in Wien.
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Das Kapuzinerkloster Wien ist insbesondere durch die Kapuzinergruft, auch Kaisergruft genannt, bekannt. Das Kloster mit der Kapuzinerkirche befindet sich am Neuen Markt in Wien. Die Kapuzinergruft wird von den gleichnamigen Ordensbrüdern, den Kapuzinern betreut. Das Kapuzinerkloster Wien ist insbesondere durch die Kapuzinergruft, auch Kaisergruft genannt, bekannt. Die Gründung des Klosters und der Bau der Gruft wurde 1618 von Kaiserin Anna testamentarisch festgelegt. Der Bau begann 1622 und dauerte elf Jahre. Nach der Fertigstellung im Jahr 1633 wurden die Särge von Kaiserin Anna und ihres Gemahls Kaiser Matthias in die Gruft überführt.
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Das Kapuzinerkloster Salzburg auf dem Kapuzinerberg. Ansicht vom Rudolfskai.
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Das Kapuzinerkloster Salzburg liegt auf dem Kapuzinerberg in Salzburg in Österreich. Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau holte als Antwort auf die Reformation als zweiten Bettelorden nach den Franziskanern 1596 die Kapuziner nach Salzburg. Gerade die einfache Art der Kapuziner, die dem evangelischen Geist entgegenkam, sollte die Bürger zur katholischen Kirche zurückführen. Wie das Kloster Nonnberg über der Altstadt, so thront das Kapuzinerkloster über der Neustadt. Die Anlage Kapuzinerkloster und -kirche, hl. Bonaventura, Trompeterschlössl und Mauern steht unter Denkmalschutz und gehört zum UNESCO-Welterbe Historisches Zentrum der Stadt Salzburg.
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Kapuzinerkloster Innsbruck.
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Das Kapuzinerkloster Innsbruck ist ein Kloster des Kapuzinerordens in Innsbruck. Das Kloster ist zugleich Sitz des Provinzialats der Kapuzinerprovinz Österreich-Südtirol.Darüber hinaus ist das Kloster Wien ein wichtiger internationaler Standort für den Kapuzinerorden. Kapuziner aus aller Welt kommen nach Wien um hier zu studieren oder Deutsch zu lernen. So gibt es in unserer Gemeinschaft immer einige Studenten, die mehrere Wochen bis einige Jahre in unserem Haus leben. Das Kapuzinerkloster in Innsbruck ist das älteste des Kapuzinerordens in Österreich (einschließlich Südtirols) und Deutschland. Es wurde 1593/94 vom Tiroler Landesfürsten Erzherzog Ferdinand II. und seiner zweiten Gemahlin Anna Caterina von Gonzaga gegründet. Georg Benigni, Weihbischof von Brixen († 1597/98) weihte die Kapuzinerkirche und den Hochaltar zu Ehren des hl. Franziskus am 18. Dezember 1594. Mit Einführung eines eigenen philosophischen-theologischen Studiums in der Nordtiroler Kapuzinerprovinz 1615 wurde auch das Kapuzinerkloster Innsbruck zum Studienkloster. Im selben Jahr wurde die Eremitage Erzherzog Maximilians III. des Deutschmeisters an der Nordseite der Kirche gebaut.
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Das Kapuzinerkloster in Leibnitz.
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Das Kloster Leibnitz ist das älteste noch bestehende Kapuzinerkloster der Steiermark. Es liegt direkt in der Stadt Leibnitz. Das Kloster wurde durch Otto Gottfried Graf von Kollonitsch, einen Geheimrat Kaiser Ferdinands II. gegründet. 1639 legte der Fürstbischof von Seckau, Johann Markus Graf von Altringen, den Grundstein zum Klosterbau. Die Kirche zu Ehren des heiligen Kreuzes und des heiligen Apostels Andreas wurde 1643 geweiht. 1856 erfolgte der Umbau und die Erweiterung des Hauses. 1940 wurden die Mönche von den Nationalsozialisten aus dem Kloster vertrieben, konnten aber 1945 wieder dorthin zurückkehren. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente ein Teil des Klosters eine Zeit lang als Exerzitienhaus, und bis 2001 auch als Studienkloster für polnische Theologiestudenten.
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Klosterkirche des Kapuzinerklosters Hartberg vom Stadtpark aus gesehen.
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Das Kapuzinerkloster Hartberg ist eine Klosteranlage des Kapuzinerordens (OFMCap) in der österreichischen Stadt Hartberg, Bundesland Steiermark. Am 14. April 1654 wurde der Grundstein des Klosters von Matthias Singer, dem Propst des Stiftes Vorau, gelegt. Die Errichtung war von einigen Schwierigkeiten begleitet, konnte jedoch wegen des Einsatzes zahlreicher Wohltäter, unter ihnen Wolfgang Rudolf Graf von Saurau, des Herren von Neuberg, vorangetrieben werden. Die Kirchweihe unter dem Patrozinium von Mariä Himmelfahrt erfolgte am 4. Juli 1658 durch den Fürstbischof der Diözese Seckau, Johann IV. Markus von Altringen.
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Wallfahrtskirche Maria Fieberbründl .
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Maria Fieberbründl ist eine Wallfahrtsseelsorge, die von den Hartberger Kapuzinern betreut wird. Seit mehr als einem Jahrhundert geben die Worte „Maria mit dem Kinde lieb – uns allen Deinen Segen gib“ über dem Hochaltar der Wallfahrtskirche Tausenden von Wallfahrern Kraft und Zuversicht für ihr Leben. Mit dem Besprengen der Augen hat sich in Maria Fieberbründl ein alter Wallfahrtsbrauch bis heute erhalten. Dem Wasser wird seit langer Zeit heilende Wirkung zugeschrieben. Votivtafeln auch aus der heutigen Zeit in der Bründlkapelle geben Zeugnis von Gebet und Vertrauen der Menschen. 1879 wurde eine kleine Kapelle errichtet und 15 Jahre später in sieben Metern Entfernung eine Bethalle erbaut. Die Wallfahrtskirche wurde im Jahre 1954 durch Einfügung eines Querschiffes zwischen Gnadenkapelle und Bethalle zu einem einheitlichen Gotteshaus umgestaltet. Die letzte Innenrenovierung der Kirche erfolgte im Jahr 1968 und 2013-14.
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Die Wallfahrtskirche Maria Fieberbründl mit Langhaus, Querschiff und Chor.
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Die Kirche wurde in den Jahren 1646 bis 1649 gemeinsam mit der sich damals direkt an die Kirche anschließenden, vierflügeligen, schlichten Klosteranlage des Kapuzinerordens erbaut und der heiligen Maria geweiht. Die südliche Stirnseite, an der sich der Eingang des nach Norden gerichteten Baus befindet, bildet heute den nördlichen Abschluss der Bahnhofstraße, die bis Mitte des 19. Jahrhunderts Breite Bach- oder Kanalgasse hieß, weil durch sie der offene Feuerbach floss. Das Äußere der Kapuzinerkirche wurde seit ihrer Errichtung kaum verändert. Das Klosterbau hingegen wurde um 1970 östlich der Kirche als modernes Flachdachgebäude neu errichtet, die alte Anlage 1979 abgerissen.
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Kapuzinerkloster Feldkirch in Vorarlberg.
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Das Kapuzinerkloster Feldkirch ist ein Kloster des Kapuzinerordens in Feldkirch, Vorarlberg. Das Kloster wurde 1602 gegründet. Die Kirche wurde im Jahre 1605 vom Churer Bischof Johann V. Flugi geweiht. Besondere Verehrung genießt der heilige Fidelis von Sigmaringen, der 1621 Guardian in Feldkirch war und 1622 in Seewies ermordet wurde. Fidelis wurde am 24. März 1729 von Papst Benedikt XIII. selig- und 1746 von Papst Benedikt XIV. heiliggesprochen. Der heilige Fidelis ist neben dem heiligen Gebhard der Patron der Diözese Feldkirch. Der Prediger Lucianus Montifontanus hat das Noviziat in diesem Kloster begonnen und 1704 als Guardian in diesem Kloster beendet.
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Südostansicht des Kapuzinerklosters mit der ehemaligen Minoritenkirche.
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Das Kapuzinerkloster Wiener Neustadt ist ein Kloster der Kapuziner in Wiener Neustadt in der Bahngasse 23a. Dem Kloster ist die Kapuzinerkirche vorgelagert.
Vor 1250 wurde ein Minoritenkloster innerhalb der Stadtmauern in der Südwestecke Wiener Neustadts gegründet. Die Minoritenkirche wird zu einem Ablass für Kirchenbesucher im Jahre 1267 urkundlich genannt. Der bestehende Langchor wurde um 1330 errichtet. In der Reformation ging das Kloster unter. Im Jahre 1623 wurde die Ruine an die Kapuziner übergeben, die einen Umbau des Klosters begannen.
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Das Kapuzinerkloster Irdning mit dem das Tal beherrschenden Grimming im Hintergrund.
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Das Kapuzinerkloster Irdning ist ein Kapuzinerkloster in der Ortschaft Falkenburg in der Marktgemeinde Irdning-Donnersbachtal in der Steiermark. Das Kloster liegt auf einer kleinen Anhöhe. Im Jahre 1615 wurde von den Praunfalk ein Jagdschloss Falkenburg erbaut, welches damit auch dem Ort den Namen gab. Mit Siegmund Freiherr von Welserheim wurde das Gebäude im Jahre 1711 in ein Kapuzinerkloster umgebaut. Vom ehemaligen Schloss ist der Torflügel erhalten. Das Kloster ist ein einfacher zweigeschossiger Bau mit einem Hof mit Bogengängen. Eine Figur Maria mit Kind im Refektorium ist aus dem Ende des 15. Jahrhunderts. Ebendort ein Bild des Stifters Welserheim. Ebendort ein Bild Abendmahl von Johann Lederwasch aus 1780.
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Kapuzinerkirche in Klagenfurt.
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Nach Klagenfurt kamen die Kapuziner auf eine 1644 ergangene Einladung von Bürgerschaft und Magistrat. Den Grundstein für ihre Kirche und ihr Kloster legte am 14. Juni 1646 Abt Paul von St. Paul. Unter den verschiedenen Wohltätern, die den Bau ermöglichten, ragt besonders Johann Baptist Jäger von Lebenstein hervor.
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Kirchenschiff mit Blick zum Altar der Kapuzinerkirche in Klagenfurt.
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Am 3. Oktober 1649 weihte der Fürstbischof von Gurk Franz Graf von Lodron die Kirche zu Ehren der Unbefleckten Empfängnis. Auf dem rechten Seitenaltar, der am 8. September 1662 von Otto Friedrich von Puchheim, Bischof von Laibach, geweiht wurde, genoss ehedem das Gnadenbild "Maria vom Blut“ (auch Maria Steinwurf) hohe Verehrung. Bei dem Brand, der am 16. August 1723 den größten Teil der Stadt zerstörte, wurde auch unser Kloster ein Raub der Flammen. Die Almosen vieler edler Wohltäter ließen es bis 1725 wieder erstehen. Dieses Kloster war bis 1938 fast ständig Klerikatskloster.
Soziale Dienste der Kapuziner
Kapuziner - © Kapuzinerprovinzialat Österreich-Südtirol - www.kapuziner.at
Seit 1889 begleiten wir Menschen, die es im Leben mit besonderen Herausforderungen
zu tun haben -Kinder, Jugendliche, Erwachsene mit und ohne Behinderungen.
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Zu den Sozialen Diensten der Kapuziner gehören in Österreich vier Tiroler slw – Einrichtungen, weiters die slw Sektion Vorarlberg und Liechtenstein sowie der Kindergarten des Seraphischen Liebeswerks in Wien. In Südtirol gibt es die Kapuzinerstiftung Liebeswerk mit Sitz in Meran. Das Seraphische Liebeswerk der Kapuziner (in Tirol seit 2012: slw Soziale Dienste der Kapuziner) wurde gegründet von Menschen, die der Überzeugung waren, dass zum Glauben auch das Tun gehört. Seit 1889 begleiten wir Menschen, die es im Leben mit besonderen Herausforderungen zu tun haben: Kinder, Jugendliche, Erwachsene mit und ohne Behinderungen.
Kapuziner werden
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Postulat im Kloster Brig in der Schweiz.
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Im „Postulat“ lebst du im Kloster Brig in der Schweiz gemeinsam mit anderen Interessierten aus dem ganzen deutschsprachigen Raum für ein Jahr zusammen. In dieser Zeit erlebst du intensiv, wie wir in Gemeinschaft leben, wie unsere franziskanische Spiritualität unseren Alltag prägt. Du kannst durch deine Persönlichkeit unser gemeinsames Leben, Beten und Sein mitgestalten. Die Zeit des Postulates ist stark geprägt von der Kraft der Entscheidung und dem konkreten Schritt der Loslösung aus dem bisherigen Lebensumfeld. Im Gespräch und in der persönlichen Auseinandersetzung erfährt der Postulant, ob seine Lebenssehnsucht in der Gemeinschaft der Kapuziner eine Antwort findet und ihn zu „einem Leben in Fülle" führt. Auf diesem Weg wächst er immer tiefer in eine lebendige Gottesbeziehung und Lebensgestaltung hinein.
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Eindrücke aus dem Leben der Noviziatsausbildung in Salzburg.
© Kapuzinerprovinzialat Österreich-Südtirol - www.kapuziner.at / Rita Newman
Der Beginn des Noviziats gilt als offizieller Ordenseintritt. Am Anfang steht die Einkleidung als Kapuziner. Das Noviziat stellt unsere eigentliche Grundausbildung dar und dauert ca. 18 Monate. Ausbildungsinhalte wie Spiritualität und Geschichte des Kapuzinerordens werden gemeinsam bearbeitet. Besonders das Einüben des täglichen Lebens als Kapuziner ist im Noviziat von Bedeutung, daneben sammeln die Novizen jeweils über mehrere Monate in verschiedenen Bereichen praktische Erfahrungen: In einer Sozialeinrichtung, im Kloster selbst durch Mitarbeit in Haus, Küche, Garten, Pforte, etc. Die Noviziatsausbildung findet in Salzburg statt. Gegen Ende des Noviziats verbringen die Novizen einige Zeit in einem anderen Kloster der eigenen Provinz. Nach Ende des Noviziats können die ersten Gelübde – die zeitliche Profess – abgelegt werden.
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Eindrücke aus dem Leben der Noviziatsausbildung in Salzburg.
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Im Juniorat soll der Bruder das, was er zuvor erworben und eingeübt hat, umsetzen und mit Entschiedenheit leben. Mit den Ordensoberen wird vereinbart, wie der Weg zwischen zeitlichen und ewigen Gelübden genau aussehen soll. Es dient einerseits zur weiteren Berufsausbildung. Vor allem soll das Juniorat eine Art begleitete „Bewährungszeit“ darstellen - für den einzelnen Bruder auf dem Weg zu den ewigen Gelübden. Nach frühestens drei Jahren können die Brüder nach Absprache mit den Oberen die „ewige Profess“ (ewige Ordensgelübde) ablegen.
Fotografen: Br. Paul Borek, Br. Markus Kowalczuk,
Johann Buglnig (Kloster Feldkirch), Rita Newman (Kloster Salzburg)
www.kapuziner.at
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Kapuziner" der
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