Karl Lwanga
Gedenktag: 3. Juni
Karl Lwanga © www.passionistnuns.org
Karl Lwanga und Gefährten.
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Karl Lwanga (* 1865 in Bulimu in Uganda; † 3. Juni 1886 in Namugongo) war ein ugandischer Märtyrer. Karl Lwanga und seine Gefährten werden in der katholischen wie in der anglikanischen Kirche als Heilige verehrt. Die evangelisch-lutherischen Kirche von Amerika betrachtet sie als denkwürdige Glaubenszeugen.

Nachdem unter König (Kabaka) Mutesa I. christliche Missionare in Uganda ihre Arbeit aufgenommen hatten, waren diese unter dem König Mwanga II. wieder Repressionen ausgesetzt. Inzwischen war ein Teil der Bevölkerung Christen geworden bzw. bereitete sich als Katechumenen auf die Taufe vor. Besonders unter den Pagen am Hofe des Königs gab es viele Christen. Karl Lwanga war der Anführer der königlichen Pagen und war im Juni 1885 getauft worden, er wurde Katechet und Betreuer der jungen Christen am Hof. Das erste katholische Opfer wurde am 15. November 1885 der 15 Jahre alte Page Yosefu Mukasa Balikuddembe, der den 18-jährigen König ob seines ausschweifenden Lebensstils, seiner Avancen gegenüber den männlichen Pagen und des Märtyrertodes des anglikanischen Bischofs James Hannington kritisierte. Den Zorn des Königs erregte dann der 17-jährige Page Dionysius (Denis) Ssebuggwawo. Auf einer Jagd fragte ihn der König, ob es stimme, dass er anderen Jugendlichen Religionsunterricht erteile. Als Dionysius dies eingestand, bohrte der König ihm eine Lanze durch den Hals. Der Junge lag dann die ganze Nacht hindurch in seinem Blut, bis er am nächsten Morgen, dem 26. Mai 1886, enthauptet wurde. Mit ihm starben die christlichen Pagen Anderea Kaggwa und Ponsiano Ngondwee.
Am Abend dieses Tages erklärte König Mwanga öffentlich, er wolle alle töten lassen, die "beten". Als Karl Lwanga, der Aufseher der königlichen Pagen, vom Entschluss seines Königs hörte, versammelte er seine Kameraden zu einem langen Nachtgebet, um sie auf die bevorstehenden Prüfungen vorzubereiten. Vier Jungen, die noch im Glauben unterwiesen wurden, empfingen in aller Eile die Taufe. Am nächsten Morgen berief der König eine Gerichtssitzung ein. König Mwanga ließ am 27. Mai 1886 eine Gerichtssitzung anberaumen. Er erklärte: „Diejenigen von Euch, die nicht beten, sollen an meiner Seite bleiben; die anderen sollen sich gegenüber an der Schilfwand aufstellen“. Karl Lwanga und 15 weitere Pagen gingen zur Wand hinüber. Zwei von ihnen ließ der König kurz darauf zerstückeln und als Götzenopfer darbringen, während man die anderen nach Namugongo brachte, wo sie in Strohbündel gebunden und auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden.

So starben mit Karl Lwanga Achileo Kiwanuka, Mukasa Adolofu Ludigo, Ambrosio Kibuuka, Anatoli Kiriggwajjo, Bruno Sserunkuuma, Gyaviira, Jakob (Yakobo) Buuzabalyawo, Kizito - mit 13 Jahren der jüngste, Lukka Baanabakintu, Mbaga Tuzinde, Mugagga und Mukasa Kiriwawanvu, dazu dreizehn anglikanische Angehörige des Königshofes.
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Karl Lwanga und Gefährten.
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Insgesamt wurden in der Verfolgung unter Kabaka Mwanga II. weit über 100 Christen getötet. In Namugongo starben 32 Katholiken und Anglikaner auf dem Scheiterhaufen, viele von ihnen wurden vorher gefoltert. Papst Benedikt XV. sprach Karl Lwanga und seine Gefährten 1920 selig. Papst Paul VI. sprach am 18. Oktober 1964, während des Zweiten Vatikanischen Konzils, 22 Märtyrer dieser Verfolgung heilig, darunter Karl Lwanga und seine Gefährten. Papst Paul VI. sagte bei der Heiligsprechung der Ugnadischen Märtyrer:

"Die afrikanischen Märtyrer fügen dem Martyrologium, dem Verzeichnis der Märtyrer, eine neue Seite hinzu, auf der Geschehnisse voll Schrecklichkeit und zugleich voll Großartigkeit dargestellt sind. Es ist eine wahrhaft kostbare Seite, die den Berichten aus dem alten Afrika hinzugefügt wird. …  Nach ihnen muß sich das neue Volk Afrikas formen, damit eine neue geistige Tradition entsteht und auf die Nachkommen vererbt wird. Diese soll den Übergang ausdrücken und ihn fördern: Er führt von einer einfachen und rauhen Lebensweise, in der es zwar nicht an edlen menschlichen Gütern fehlte, die aber dennoch befleckt und krank war und gefangen unter dem Joch der Sklaverei, zu einer Kultur, die höhere Äusserungen des menschlichen Geistes und höhere Formen des gesellschaftlichen Lebens fordert."

Karl Lwanga wurde von Papst Pius XI. 1934 zum Patron der Jugend Afrikas erklärt. In der Liturgie der katholischen und anglikanischen Kirche sowie der evangelisch-lutherischen Kirche von Amerika ist der Gedenktag Karl Lwangas und seiner Gefährten am 3. Juni. Reliquien von Karl Lwanga und Gefährten werden in der Basilika in St-Maurice aufbewahrt. Weitere Reliqien befanden sich in der Kirche Hl. Blut in Dinslaken, nach deren Abriss wurden sie in die dortige Kirche St. Vincentius überführt.
Sein Gedenktag wird am 3. Juni gefeiert.
Er wird außerdem als Patron
der Katholischen Aktion der Jugend Afrikas verehrt.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Karl_Lwanga" der
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