Klara von Assisi
Gedenktag: 11.August
Heilige Klara von Assisi © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Heilige Klara von Assisi © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Heilige Klara von Assisi.
 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Klara von Assisi (* 1193 oder 1194 in Assisi, in Umbrien, Mittelitalien; † 11. August 1253 San Damiano, Assisi) war die Gründerin des kontemplativen Ordens der Klarissen.
Heilige Klara von Assisi © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Heilige Klara von Assisi © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Heilige Klara von Assisi.
 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Klara (italienisch: Chiara "die Leuchtende") wurde als Tochter des Adligen Favarone di Offreduccio di Bernadino 1193 oder 1194 geboren. Durch das Vorbild des heiligen Franziskus, den sie im Dom zu Assisi hatte predigen hören, beeinflusst, verließ sie in der Nacht zum Palmsonntag 1212 ihr wohlhabendes, adliges Elternhaus und legte in der kleinen Kirche Portiunkula das Gelübde eines Lebens nach den Evangelischen Räten ab. Franziskus bekleidete sie „mit einem ärmlichen Gewand“ und schnitt ihr die Haare ab.
Klara von Assisi / Quelle: Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon
Buchmalerei: Klara wird von Franziskus als Nonne berufen. Aus einer
Antiphonen-Sammlung der Franziskaner, um 1435 in Bologna oder Venezien.
Quelle: Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon
Klara widmete sich fortan der Nachfolge Christi in radikaler Armut. Franziskus brachte sie zunächst bei Benediktinerinnen unter. Ihre Schwester, die heilige Agnes von Assisi, folgte ihrem Beispiel nur sechzehn Tage später. Nachdem Franziskus die Kapelle von San Damiano wieder hergestellt und dort eine Unterkunft geschaffen hatte, siedelten Klara und ihre Schwester dorthin über, wo sich ihnen rasch andere Frauen anschlossen, darunter weitere Schwestern, Freundinnen, ihre Tante und ihre verwitwete Mutter.
Heilige Klara von Assisi © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Heilige Klara von Assisi © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Heilige Klara von Assisi.
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Klaras Mut und Gottvertrauen haben viele ihrer Zeitgenossen beeindruckt. So trat sie bei einem Überfall der Sarazenen im Jahre 1240 diesen mit der Monstranz entgegen. Dasselbe tat sie, als Assisi ein Jahr später vom kaiserlichen Heer belagert wurde. Ihr ikonographisches Heiligenattribut ist daher die Monstranz, zuweilen auch der Kelch. Bis zu ihrem Tode blieb Klara in der Klausur des Klosters von San Damiano und lebte nach der von ihr 1216-1217 geschriebenen Ordensregel, die nach ihren Worten darin bestand, „einfach das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus zu beachten“. Bis zu ihrem Tod kämpfte sie um die kirchliche Anerkennung dieser Lebensform, um das „Privileg der Armut“. Der Papst war nämlich der Ansicht, dass die von Klara geschriebene Regel zu streng und daher nicht einzuhalten sei.

Die Anerkennung der Ordensregel gewährte ihr Papst Innozenz IV. erst auf ihrem Sterbebett. Die Bulle Solet annuere vom 9. August 1253 wurde Klara am 10. August überbracht, am 11. August starb Klara.
Heilige Klara von Assisi © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Heilige Klara von Assisi © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Heilige Klara von Assisi.
 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Ordensregel der Klarissen war die erste Ordensregel der Geschichte, die eine Frau für Frauen geschrieben hatte. Die Regel ist für die damalige Zeit erstaunlich demokratisch – sie betont insbesondere die Eigenverantwortung jeder einzelnen Schwester. Viele Frauen in ganz Europa fühlten sich davon angesprochen, traten bei den Klarissen ein oder gründeten selbst Klarissenkonvente, so auch Agnes von Prag. Die Klarissen sind neben den Unbeschuhten Karmelitinnen der größte Frauenorden der katholischen Kirche.
Klara von Assisi / Quelle: Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon
Giotto: Klara betrauert Franziskus,
Fresko, 1300 in der Oberen Basilika San Francesco in Assisi.
Quelle: Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon
Zwei Jahre nach ihrem Tode, am 15. August 1255, sprach Papst Alexander IV. Klara von Assisi heilig. Papst Pius XII. ernannte sie am 17. Februar 1958 in einem Apostolischen Schreiben zur Schutzpatronin des Fernsehens. Der Gedenktag der heiligen Klara in der katholischen und der anglikanischen Kirche und in einigen evangelischen Denominationen ist der 11. August. Im haitianischen Voodoo wird Klara von Assisi mit dem weiblichen Geistwesen Ayizan synkretisiert und verehrt.
Ihr Gedenktag wird am 11.August gefeiert.
Sie wird außerdem als Patronin
von Assisi; der Wäscherinnen, Stickerinnen, Glaser, Glasmaler und Vergolder; der Blinden; der Telegrafen, Telefone und des Fernsehens; gegen Fieber und Augenleiden; bei schwerer Geburt und für gutes Wetter verehrt.
Attribute sind
Äbtissinnenstab, Kreuz, Lilie, Regelbuch, Einhorn, Lampe, Monstranz oder Ziborium.
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