Franziskanerkloster Pupping
Shalomkloster Pupping
Pupping 4, 4070 Eferding
Franziskanerkloster Pupping © Franziskanerprovinz Austria / FJR
Franziskanerkloster Pupping
© Franziskanerprovinz Austria / FJR
Das Franziskanerkloster Pupping, heute mit Shalomkloster Pupping bezeichnet, ist ein Kloster der Franziskaner in der Ortschaft Pupping in der Gemeinde Pupping im Bezirk Eferding in Oberösterreich. Neben dem Kloster steht die ehemalige Klosterkirche und heutige Filialkirche hl. Wolfgang der Pfarrkirche Hartkirchen im Dekanat Eferding.
Franziskanerkloster Pupping © Franziskanerprovinz Austria / FJR
Erntedankfeier im Klosterhof 2009.
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Pupping ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Eferding im Hausruckviertel. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Eferding.Pupping wurde 994 erstmals urkundlich erwähnt, im Zusammenhang mit dem Tod des Bischofs Wolfgang von Regensburg, der am 31. Oktober 994 in der Kapelle des heiligen Othmar in Pupping gestorben ist.

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich.
Franziskanerkloster Pupping © Franziskanerprovinz Austria / FJR
Franziskanisches Gruppenbild (Br. Klaus, Br. Fritz, Br. Beda, Sr. Therese).
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Wir sind eine franziskanische Gemeinschaft:
Franziskanerbrüder und Laien.
Im Geiste des Hl. Franziskus und der Hl. Klara versuchen wir den Fußspuren Christi nachzugehen und unser Leben in seinen verschiedenen Aspekten zu teilen:
Gebet, Arbeit, Gemeinschaft.
Nach dem Wunsch des Heiligen Franziskus
sind wir offen für alle Menschen.
Wir sehen uns als Ort,
wo franziskanische Spiritualität im gemeinsamen Tun zu leben versucht wird.
wo Menschen ihrer Lebensberufung nachspüren können.
wo Menschen neue Aspekte für sich kennen lernen und die spirituelle Seite des Lebens für ihren Alltag stärken können.
Im Miteinander von Mensch, Tier und Natur wollen wir den Schöpfungsplan Gottes leben. Wir möchten von Franziskus und Klara lernen, dass alle Geschöpfe Gottes Brüder und Schwestern sind. Nach dem Wort Jesu Christi "sorgt zuerst für das Reich Gottes, alles andere wird euch gegeben", erleben wir dankbar, dass gute Menschen uns tatkräftig unterstützen.

So laden wir mit den Worten des Heiligen Franziskus recht herzlich ein:
"Wenn es dir gut tut, dann komm!"
Geschichte
Franziskanerkloster Pupping © Franziskanerprovinz Austria / FJR
Die Klosterkirche 1940.
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Im Jahr 866 wurde die Kapelle zum hl. Othmar in Pupping erbaut. Der heilige Wolfgang starb am 31. Oktober 994 im Alter von 70 Jahren vor dem Altar der Kapelle. Seine letzten Worte sind auf der Fassade der heutigen Klosterkirche festgehalten: Öffnet die Türen und lasset alle herein, die mich sterben sehen wollen … Der Heilige wurde ins Kloster Sankt Emmeram nach Regensburg überführt und dort begraben. Herz und Eingeweide des Heiligen wurden in der St.-Othmar-Kapelle bestattet.
Franziskanerkloster Pupping © Franziskanerprovinz Austria / FJR
Der alte Altar der Klosterkirche.
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Das Kloster in Pupping wurde 1477 von den Grafen von Schaunberg gegründet, die auch die Franziskaner nach Pupping holten. Die Adelsfamilie ließ anstelle des alten Wolfgangskirchleins eine neue Kirche bauen, die im Jahre 1490 vom Weihbischof Albert von Passau eingeweiht wurde. In der Reformationszeit mussten die Franziskaner das Kloster verlassen und die Kirche den Lutheranern übergeben. Erst 1621 konnten sie wieder in das verfallene und teilweise abgetragene Kloster nach Pupping zurückkehren. Die Kirche wurde barockisiert und das Kloster ausgebaut, so dass es 35 Brüder beherbergen konnte. Während der Regentschaft von Kaiser Josef II. wurde 1786 der Franziskanerkonvent wieder aufgehoben. Das gesamte Inventar wurde verkauft, Kloster und Kirche im Jahr 1801 abgerissen.
Franziskanerkloster Pupping © Franziskanerprovinz Austria / FJR
Glasfenster mit Papst- und Ordenswappen.
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Auf Initiative der beiden Weltpriester Johann Ev. Lamprecht (Historiker und Kartograph) und Karl Kettl (Begründer der Linzer Marienanstalt) sollte in Pupping eine Verehrungsstätte für den hl. Wolfgang errichtet werden. 1879 bei der Einweihung der Kirche waren bereits 3 Franziskaner wieder dort wohnhaft. Pupping wurde im Laufe der Zeit zu einem bekannten Wallfahrtsort zum hl. Wolfgang, und war auch Sitz der Pfarre Pupping, bis diese aufgelöst wurde. Heute ist die Kirche als Filiale im Pfarrverband Hartkirchen angesiedelt.
Franziskanerkloster Pupping © Franziskanerprovinz Austria / FJR
Altarraum der Klosterkirche.
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Während des 2. Weltkriegs war das Kloster mehrfach von der Aufhebung bedroht und der Großteil des Gebäudes musste für militärische Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Nach dem Krieg stabilisierte sich die Lage wieder und das Kloster beherbergte bis 1961 sogar das Noviziat der Franziskaner. Im Jahre 1968 kam es vom Konvent in Senden (bei Münster) aus zur Gründung des Klarissenklosters Pupping. Zur Betreuung der Schwestern und der Kirche blieb nur mehr ein Franziskaner im Kloster. Auf Grund des fehlenden Nachwuchses musste aber das Klarissenkloster im Jahre 1998 wieder geschlossen werden.
Franziskanerkloster Pupping © Franziskanerprovinz Austria / FJR
Garten im Innenhof des Klosters.
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Beim Neubeginn des Franziskanerklosters wurde ein neuer Weg beschritten. Im Oktober 1998 wechselten zwei junge Franziskaner nach Pupping, um ein Kloster zum Mitleben nach dem Vorbild des Hauses „San Masseo“ bei Assisi zu eröffnen. Die Brüder versuchen ganz bewusst einen einfachen Lebensstil zu bewahren. P. Fritz hat als Hausobere das Kloster mit den Brüdern und Mitbewohnern mit vergleichsweise sehr geringen Mitteln saniert. Heute ist das Shalomkloster Pupping ein Ort zum Mitleben für Männer und Frauen.
Der Heilige Wolfgang und Pupping
Franziskanerkloster Pupping © Franziskanerprovinz Austria / FJR
Franziskanerkloster Pupping im Winter.
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Wolfgang wurde im Jahre 924 als Grafensohn in Pfullingen (Schwaben) geboren. Nach Ausbildungsjahren in Reichenau und Würzburg wurde er 968 zum Priester geweiht. Sein missionarischer Eifer treibt ihn in den folgenden Jahren bis nach Ungarn. Im Jahre 972 wurde er zum Bischof von Regensburg bestellt. In seinem Amt machte er sich vor allem um den geistlichen Aufbau des Klerus und der Klöster verdient. Auf seiner letzten Missionsreise erkrankte er in Pupping und ließ sich in die dortige Kapelle des Hl. Otmar tragen. Dort starb er am 31. Oktober 994 im Alter von 70 Jahren (vgl. Bilder unter "Galerie"). Sein Leichnam wurde nach Regensburg übertragen, wo der Hl. Wolfgang seine letzte Ruhestätte in der Krypta der Klosterkirche St. Emmeram fand.
Franziskanerprovinz Austria vom hl. Leopold
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