Pfarrkirche Lech
Pfarrkirche St. Nikolaus
Dorf 15, 6764 Lech am Arlberg
Pfarrkirche Lech © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Lech am Arlberg im Winter.
Österreich Werbung; Ansicht von Nordwesten mit Pfarrkirche St. Nikolaus; um 1935.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Lech ist eine Gemeinde am gleichnamigen Fluss im Bezirk Bludenz in Vorarlberg in Österreich und ist ein international bekannter Wintersportort am Arlberg.
Lech liegt auf 1444 m Höhe im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Lech wurde im 13./14. Jahrhundert von eingewanderten Walsern gegründet. Es hieß bis ins 19. Jahrhundert Tannberg, dann setzte sich der aus „Tannberg am Lech“ entstandene Name Lech durch. Die vermutlich im frühen 14. Jahrhundert gebaute Pfarrkirche St. Nikolaus war bis ins 16. Jahrhundert die Pfarrkirche des Gerichtsbezirkes Tannberg, außerdem befand sich das Gerichtsgebäude von Tannberg bis zur Auflösung des Tannberggerichts 1806 in Lech.
Geschichte
Pfarrkirche Lech © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Lech am Arlberg bei Nacht; Übersicht von Südwesten; um 1950.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Pfarrkirche St. Nikolaus: Die Kirche wurde etwa 1390 im gotischen Stil erbaut und 1987 gründlich renoviert. Die ursprünglich romanische Kirche ist noch an verschiedenen Fresken erkennbar – das komplette Kircheninnere wurde 1791 im Landrokoko-Stil umgestaltet. Besonders markant ist der Turm mit 33 Meter Höhe und seinem einzigartigen Zwiebeldach. In der Glockenstube befinden sich sechs Bronzeglocken. Die älteste Glocke stammt aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts.
Pfarrkirche Lech © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Übersicht (Teil) gegen den Gasthof Krone und Pfarrkirche. Blick talauswärts (von Süden).
Im Vordergrund Lecher Schulklasse auf dem Skiübungshang; 1951.
United States Information Service (USIS)
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Auf sicherer Anhöhe über dem Lechbach errichteten die Walser bald nach 1300 das erste Gotteshaus. Anlässlich von archäologischen Grabungen konnten Fundamentmauern dieses frühesten Gotteshauses festgestellt werden; es handelte sich um eine rechteckige Anlage mit ein gezogenem halbrundem Chorraum.
Trotz der beschwerlichen Höhenlage und des harten Lebens brachten es die Bewohner von Lech zustande, ab 1418 ein neues geräumiges Gotteshaus im gotischen Stil zu erbauen (Kirchweihe samt Altarweihe durch den Augsburger Bischof 1433 erwiesen). Doch zwei Generationen später machten sich die Lecher nochmals an einen Neubau; es ist dies im Wesentlichen die noch bestehende alte Pfarrkirche von Lech, bereits damals derart großzügig geplant, dass der Bau ein halbes Jahrtausend den pfarrlichen Anforderungen der Dorfgemeinschaft genügte.
Pfarrkirche Lech © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Lech; Belebte Straße beim Hotel Tannberger Hof mit Blick gegen die Pfarrkirche; 1937.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Neue seelsorgliche sowie Iiturgische Erfordernisse nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965), steigende Bevölkerungszahlen und viele Gäste machten den Bau eines neuen Gotteshauses notwendig, das zur Winterszeit mühelos beheizt werden konnte. Und wie es in der katholischen Kirche üblich ist, wurde der bisherige Patron der alten Kirche, St. Nikolaus, beibehalten. Diesen Heiligen hatten die Einwanderer vor Jahrhunderten aus ihrer Urheimat, dem Wallis, mitgebracht, denn dort genießt der hl. Nikolaus (oft in Verbindung mit dem hl. Bischof Theodul) einen hohen Stellenwert. St. Nikolaus, ein sehr volkstümlicher Heiliger im Bischofsrang, galt und gilt als mächtiger Helfer in vielerlei Nöten, besonders gegen Wasser und gegen Naturgewalten.
Pfarrkirche Lech © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Lech am Arlberg - Kirche im Hintergrund Liftanlage; 1955.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Mit der Planung des modernen Gotteshauses wurde zugleich ein anspruchsvolles Gemeinde- und Schulzentrum miteinbezogen. Als Sieger des Wettbewerbes ging Architekt Roland Ostertag (Leonberg bei Stuttgart) hervor; Detailplanungen oblagen dem einheimischen Architekten Leopold KAUFMANN aus Dornbirn. Wichtig erschien den Auftraggebern, namentlich dem damaligen Pfarrer Cons. Franz Eberle, der Bezug zum bestehenden alten Gotteshaus. Der Baukörper des modernen Sakralraumes wurde niedrig gehalten, das Kupferdach steigt vorsichtig nach hinten an, die Fenster im Altarraum gewähren einen offenen Blick auf die gotische Kirche und den Friedhof. Fast der ganze Neubau wurde von Kupferblech ummantelt, was dem Gebäude durchaus Ruhe und Würde verleiht.
Pfarrkirche Lech © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Lech im Sommer; Übersicht (Teil): Blick von Süden auf Ort mit Pfarrkirche
gegen das Karhorn; 1950.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
In der Alten Pfarrkirche steht seit 1891 eine Orgel von Josef Behmann. Sie besitzt 8 klingende Register verteilt auf 1 Manual und Pedal. Die Besonderheit der Orgel ist das verkürzte, angehängte und verschobene Pedal. In der Neuen Pfarrkirche (erbaut 1975) steht seit dem Jahr 1993 eine Orgel der Vorarlberger Firma Rieger aus Schwarzach. 22 Register teilen sich auf auf Hauptwerk, Rückpositiv und Pedal.
www.pfarre-lech.at
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Lech_(Vorarlberg)" der
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