Lourdes
Marienerscheinungen und Wallfahrt in Lourdes
Lourdes - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Grotte Massabielle in Lourdes mit der Marienfigur von Joseph-Hugues Fabisch.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Lourdes ist einer der weltweit meistbesuchten Wallfahrtsorte und liegt in Südwestfrankreich in der Nähe der spanischen Grenze. Die Wallfahrt nach Lourdes begann mit einer Serie von insgesamt 18 Marienerscheinungen vom 11. Februar bis zum 16. Juli 1858. An die Erscheinungen erinnert der Gedenktag Unserer Lieben Frau in Lourdes (Beatae Mariae Virginis de Lapurdo), den die katholische Kirche am 11. Februar feiert (nichtgebotener Gedenktag im Allgemeinen Römischen Kalender). Vom 11. Februar 1858 an soll der vierzehnjährigen Bernadette Soubirous an der Grotte von Massabielle beim Fluss Gave du Pau wiederholt die Mutter Gottes erschienen sein. Bernadette war Holz sammeln, als dem Mädchen eine wunderschöne „Dame“ in der Grotte erschien. Die Erscheinung soll weiß gekleidet und blau gegürtet gewesen sein. Die Grotte von Massabielle war zu jener Zeit ein Ort, an dem unter anderem Müll verbrannt und Schweine gehütet wurden.
Lourdes © lourdes.ch
Die Quelle der Hoffnung in der Grotte Massabielle.
© lourdes.ch
Während einer dieser Visionen legte Bernadette eine Quelle in der Grotte Massabielle frei, deren Wasser bis heute als heilkräftig gilt. Derzeit pilgern jährlich vier bis sechs Millionen Besucher nach Lourdes und Tausende nehmen, im festen Glauben an eine mögliche Heilung ihrer Krankheiten, Verletzungen oder Altersbeschwerden, jährlich an Bädern im Quellwasser teil. Untersuchungen konnten allerdings keine außergewöhnliche Mineralstoffzusammensetzung des Quellwassers feststellen, es hat Trinkwasserqualität.
Heilige Bernadette von Lourdes - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Heilige Bernadette von Lourdes - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Heilige Bernadette von Lourdes - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Heilige Bernadette von Lourdes - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
"Lourdes Marienerscheinungs" Heiligenbilder
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die kirchlichen und weltlichen Oberen sahen diese Erscheinungen, die am 16. Juli 1858 endeten, zunächst mit Argwohn an und versuchten, die Menschenaufläufe zu verhindern. Erst nach einiger Zeit glaubten auch Priester und Bischöfe dem Mädchen. Als der Ortspfarrer Peyramale Bernadette aufforderte, die Erscheinung nach ihrem Namen zu fragen, und Bernadette als Antwort „Ich bin die Unbefleckte Empfängnis“ überbrachte – ein theologischer Terminus, der erst kurz zuvor vom Papst dogmatisiert wurde und den Bernadette als Tochter eines verarmten Müllers kaum kennen konnte – , war Peyramale von der Authentizität der Erscheinung überzeugt.
Lourdes - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Gesamtansicht des heiligen Bezirkes mit den drei Basiliken.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Als den „heiligen Bezirk“ bezeichnet man in Lourdes den Bereich, in dem sich die Grotte von Massabielle, verschiedene Kirchen und das Krankenhaus für die kranken Pilger befinden. Aus der Grotte selbst entspringt eine Quelle mit dem Lourdes-Wasser, dem Wunderheilungen nachgesagt werden. Die Grotte selbst ist nicht geschmückt, in einer Nische rechts oben steht die bekannte Marien-Statue des Bildhauers Joseph-Hugues Fabisch aus dem Jahre 1864. Der Franzose näherte seine Darstellung der „Dame“ an die Beschreibung der heiligen Bernadette an. An jener Stelle soll Bernadette die unbefleckt empfangene Jungfrau Maria auch erschienen sein.
Lourdes - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Mariä-Empfängnis-Basilika in Lourdes.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Zwischen der Grotte und dem Fluss wurde nach Anerkennung der Marienerscheinungen eine Esplanade errichtet, um Pilgern den Zugang zur Grotte zu erleichtern. Prozessionen durch die Grotte mit ihrem Steinaltar sind möglich, die Quelle ist jedoch mit Glas bedeckt. Vor der Grotte stehen Sitzbänke, um Pilgern das Gebet zu ermöglichen. Das Aussehen der Grotte ist vermutlich nicht mehr jenes wie zum Zeitpunkt der Marienerscheinungen Bernadettes.
Lourdes - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die unterirdische Basilika in Lourdes.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Um die Grotte herum entstand nach und nach ein „heiliger Bezirk“ mit mehreren großen Kirchen, Kapellen und Plätzen, um die wachsenden Pilgerströme aufzunehmen. Das älteste Bauwerk, das zum Gedenken an die Marienerscheinungen errichtet wurde, ist die 1866 geweihte Krypta, an deren Bau auch Bernadettes Vater François beteiligt war. Die kleine Kirche hat mächtige Säulen, auf denen die 1871 vollendente, im neugotischen Baustil errichtete Mariä-Empfängnis-Basilika ruht.
Lourdes © www.bundesheer.at
Beeindruckende Stimmung bei Nacht.
© www.bundesheer.at
Direkt östlich an den Sakralbau angeschlossen befindet sich die Rosenkranz-Basilika mit der vergoldeten Krone auf der Kuppel. Von der Rosenkranz-Basilika führt der große Rosenkranz-Platz, ein Prozessions-Platz mit der gekrönten Marienstatue, weg in Richtung der 1958 zum 100-jährigen Jubiläum der Marienerscheinungen konsekrierten unterirdischen Basilika, die 25.000 Menschen fasst und Papst Pius X. geweiht ist.
Lourdes © www.bundesheer.at
56. Internationale Soldatenwallfahrt in Lourdes Mai 2014.
470 österreichische Wallfahrer pilgerten nach Lourdes.
© www.bundesheer.at
1988 wurde am gegenüberliegenden Gave-de-Pau-Ufer die Kirche St. Bernadette geweiht. Dieser Sakralbau ist nicht mehr Teil des ursprünglichen, zentralen Wallfahrtsbezirkes. Er wurde nach den Plänen des Architekten Jean-Paul Félix errichtet und fasst etwa 5000 Besucher. Jeden Herbst findet die Vollversammlung der französischen Bischöfe in der Bernadette-Kirche statt. Die Kirche erinnert an jene Stelle, an der Bernadette Soubirous stand, als sie die 18. und letzte Marienerscheinung hatte. Zuvor wurde sie von der Polizei daran gehindert, zur Grotte zu gelangen.
Lourdes © http://www.rp-online.de
Lourdes - Wasser der Hoffnung.
© http://www.rp-online.de
Der Ort zieht seither Millionen von Pilgern an, darunter viele Kranke, die sich vom Wasser, dem Wunderheilungen zugesprochen werden, Hilfe versprechen. Es soll in mehreren tausend Fällen zu Spontanheilungen gekommen sein, von denen die katholische Kirche bisher 69 als Wunderheilungen anerkannte. An zahlreichen Orten gibt es weltweit Nachbildungen der Grotte, sogenannte Lourdes-Grotten.
Lourdes © www.jakobus-gesellschaften.de
Lourdes - Wasser der Hoffnung.
© www.jakobus-gesellschaften.de
Die erste von der römisch-katholischen Kirche als Wunder angesehene Heilung ereignete sich, als Catherine Latapie nachts zu der Quelle ging und ihren teilweise gelähmten Arm in die Quelle tauchte. Bischof Laurence von Tarbes erkannte am 18. Januar 1862, vier Jahre nach den Erscheinungen, die Erscheinungen im Namen der Kirche als echt an, woran eine Marmortafel in der Grotte erinnert. Gründe dafür waren das glaubwürdige Auftreten Bernadette Soubirous’, die Heilung mehrerer Kranker nach Genuss des Wassers und wiederholte Berichte vom Auftreten der Erscheinung. Von den fast 7.000 Heilungen, die im medizinischen Büro seit seiner Gründung gemeldet wurden, hat die römisch-katholische Kirche bis heute 69 als Wunder anerkannt.
Lourdes - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Lourdes Marienstatuen in allen Größen.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Geheilt wurden nach Angaben der offiziellen Website Menschen aus allen Schichten und jeder Altersklasse. Zu den geheilten Krankheiten gehören u. a. Multiple Sklerose, Tuberkulose, Infektionskrankheiten, Knochenkrebs. Delizia Cirolli wurde von Knochenkrebs geheilt, ihre Heilung gilt als die 65. der von der Kirche als Wunder anerkannten Heilungen. Nicht geheilt wurden Erbkrankheiten.
Lourdes - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Derzeit pilgern jährlich vier bis sechs Millionen Besucher nach Lourdes und Tausende
nehmen, im festen Glauben an eine mögliche Heilung ihrer Krankheiten, Verletzungen
oder Altersbeschwerden, jährlich an Bädern im Quellwasser teil.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Kritisch befasste sich mit dem Thema der Wunderheilungen in Lourdes unter anderem der Report „Lourdes cures and their medical assessment“ aus dem Jahr 1984. Der Autor St. John Downling untersuchte darin beispielsweise den Fall einer 26-jährigen Patientin, die 1954 in Lourdes eine wundersame Heilung des Budd-Chiari-Syndromes (einer Lebererkrankung) erfuhr, die 1963 von einer kirchlichen, ärztlichen Kommission anerkannt wurde. Die Patientin starb 1970 an den Folgen ihres neu ausgebrochenen Leidens.
Bernadette Soubirous
Heilige Bernadette von Lourdes - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Bernadette Soubirous
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die heilige Bernadette Soubirous, oder Maria Bernada Sobeirons in okzitanisch, (* 7. Januar 1844 in Lourdes; † 16. April 1879 in Nevers an der Loire) war eine französische Ordensschwester, die als Mädchen im Jahre 1858 mehrere Marienerscheinungen hatte. In der römisch-katholischen Kirche wird Bernadette Soubirous als Heilige verehrt. Die Stadt Lourdes wurde zu einem der bedeutendsten europäischen Wallfahrtsorte.
Lourdes © www.catholicpilgrims.com
Die Mühle war der Geburtsort und da erste Wohnhaus von Bernadette Soubirous.
© www.catholicpilgrims.com
Als älteste Tochter des ärmlich lebenden Müllers François Soubirous (1807–1871) und seiner Frau Louise (1825–1866) in Lourdes (einem kleinen Städtchen am nördlichen Fuße der Pyrenäen) aufgewachsen, zog sich Bernadette bereits in früher Kindheit ein bis zu ihrem Tode anhaltendes Asthmaleiden zu. Ihr wird auch eine allgemeine Dystrophie zugeschrieben (Zurückbleiben der körperlichen Entwicklung).
Lourdes © www.catholicpilgrims.com
Die Grotte Massabielle in Lourdes um 1858.
© www.catholicpilgrims.com
Wie bei Kindern in ihren sozialen Verhältnissen normal, beherrschte sie nicht die französische Hochsprache, sondern sprach das lokal übliche Bigourdan. Bald schon musste die Familie die Mühle, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet, verlassen und in ein leerstehendes Haus umziehen, „Cachot“ genannt, das früher als Arrestlokal genutzt wurde. Dieses Haus hatte ihnen der Vetter André Sajous verschafft.
Heilige Bernadette von Lourdes © www.catholicpilgrims.com
Bernadette Soubirous kniend vor der Grotte Massabielle in Lourdes 1858.
© www.catholicpilgrims.com
Am 11. Februar 1858 gegen 11 Uhr gingen Bernadette, ihre Schwester Antoinette und ihre Freundin Jeanne Abadie zur nahen Grotte Massabielle (Occitan massa vièlha ‚alter Fels‘), um jenseits des Flusses Gave de Pau Holz zu sammeln. Dort soll Bernadette oberhalb der Grotte in einer kleinen Nische das erste Mal eine weißgekleidete Frau erschienen sein.

„Ich hörte ein Geräusch ähnlich einem Windstoß, ich erhob die Augen zur Grotte und sah eine weißgekleidete Dame, welche ein weißes Kleid, einen blauen Schleier und auf jedem Fuß eine goldene Rose trug.“

Nach ihrer ersten Vision sagte Bernadette:

„Sie hatte ein weißes Kleid, einen blauen Gürtel und eine goldene Rose in der Farbe ihres Rosenkranzes auf jedem Fuß. Als ich das sah, rieb ich mir die Augen, weil ich dachte, mich zu täuschen...“
Heilige Bernadette von Lourdes - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Bernadette Soubirous
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die weiß gekleidete Dame soll Bernadette bei der dritten Erscheinung um weitere 15 Treffen gebeten haben. Ferner soll die Dame gesagt haben: „Ich verspreche Ihnen nicht, Sie in dieser Welt glücklich zu machen, sondern in der anderen“. Bernadette berichtete dem Ortspfarrer Peyramale von „aqueró“, von „jener dort“; dieser war entschiedener Skeptiker und hielt Bernadette für verrückt. Er beauftragte sie, die Frau nach ihrem Namen zu fragen. Beim 16. Treffen schließlich soll die Dame auf die Frage, wer sie sei, mit den Worten „Que soy era Immaculada Councepciou“ („Ich bin die unbefleckte Empfängnis“) geantwortet haben.
Lourdes - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Marie-Dominique Peyramale
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Als Bernadette dem Pfarrer berichtete, was die Frau gesagt habe, war Peyramale zutiefst erschüttert und schockiert. Marie-Dominique Peyramale ging auf Anweisungen des Bischofs nicht zu den Erscheinungen, die dem Mädchen Bernadette Soubirous widerfuhren. Dennoch schickte er Jean-Baptiste Estrade hin, um die Geschehnisse zu beobachten. Wegen einer Falschmeldung blieb Peyramale lange Zeit skeptisch und ablehnend dem Mädchen gegenüber eingestellt, jedoch unterstützte er es im entscheidenden Moment: Er wies Bernadette an, die Dame nach deren Namen zu fragen. Beim 16. Treffen soll die Dame auf die Frage nach ihrem Namen mit den Worten „Que soy era Immaculada Conceptiou“ („Ich bin die unbefleckte Empfängnis“) geantwortet haben. Da Peyramale annahm, dass die Soubirous wegen ihrer mangelhaften Bildung vom erst vier Jahre zuvor verkündeten Dogma der unbefleckten Empfängnis Mariä nichts wissen konnte, schloss der Priester Falschmeldungen aus und begann die Erscheinungen zu verteidigen.

Marie-Dominique Peyramale verantwortete in Folge den Beginn der Wallfahrt nach und in Lourdes ab 1862. Das Gebiet um die Grotte wurde vom Bischof erworben und eine Kapelle oberhalb auf dem Felsen errichtet. Am 4. August 1864 begab sich die erste Prozession von der Pfarrkirche zur Höhle hin, wo Monsignore Laurence die Statue der heiligen Jungfrau segnete. In Peyramales Lebenszeit fiel auch die Errichtung der Mariä-Empfängnis-Basilika von 1866 bis 1871. Die Erscheinungen – elf im Februar, fünf im März, eine im April und eine im Juli – endeten am 16. Juli 1858.
Heilige Bernadette von Lourdes - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Bernadette Soubirous
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Bernadette trat 1866 in das Kloster Saint-Gildard der Barmherzigen Schwestern in Nevers ein, wo sie ein zurückgezogenes und naturgemäß bescheidenes Leben führte. Marie-Thérèse Vauzous, ihre Novizenmeisterin und spätere Superiorin – die bereits in der Schule ihre Religionslehrerin gewesen und Bernadette nicht gewogen war − lehnte die Visionen von Lourdes ab und widersetzte sich einer einsetzenden Verehrung Bernadettes nach ihrem durch Knochentuberkulose verursachten Tod im Alter von 35 Jahren. Bernadette war nach ihrem Eintritt ins Kloster nie mehr zur Grotte von Massabielle zurückgekehrt.
Heilige Bernadette von Lourdes - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der aufgebahrte Leichnam von Bernadette Soubirous 1879.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Ihr Leichnam wurde mehrfach exhumiert. Bei der Untersuchung am 22. September 1909 wurde er von den untersuchenden Ärzten Jourdan und David wie folgt beschrieben: „Die Gesichtshaut lag auf den Knochen auf, und der Körper war braunschwarz gefärbt, pergamentartig starr und klang beim Anschlag hohl wie Karton. Auf den Unterarmen konnte man noch das Muster der Adern erkennen. Hände und Füße waren wächsern.“.
Heilige Bernadette von Lourdes © www.catholicpilgrims.com
1925 wurde anlässlich ihrer Seligsprechung der Leichnam in einen Glassarg gelegt
und in die Kapelle des Klosters Saint-Gildard in Nevers (heute: Espace Bernadette
Soubirous) überführt, wo er bis heute zu sehen ist.
© www.catholicpilgrims.com
Der Bündner Rechtsmediziner Walter Marty erklärt die Protokolleinträge wie folgt: „Diese Beschreibung ist geradezu klassisch, vor allem der holzkartonartige Ton. Dass das Muster der Adern noch erkennbar war, erklärt sich dadurch, dass das Unterhautfett verschwunden ist. Fett ist in unseren Zellen flüssig vorhanden und läuft bei Fäulnis aus. Die braunschwarze Verfärbung findet man bei allen sogenannten Faulleichen, sie ist bedingt durch den Abbau des Hämoglobins. Mit Blei ausgekleidete Särge sind bekannt dafür, dass sie die Zersetzungserscheinungen verhindern.“
Heilige Bernadette von Lourdes © www.catholicpilgrims.com
Heilige Bernadette von Lourdes (Aufnahme 1997)
© www.catholicpilgrims.com
Bernadettes Körper zählt zu den rund 100 sogenannten „unversehrten Leichnamen“ katholischer Heiliger, die im anglo-amerikanischen Sprachraum „The Incorruptibles“ genannt werden. 1925 wurde anlässlich ihrer Seligsprechung der Leichnam in einen Glassarg gelegt und in die Kapelle des Klosters Saint-Gildard in Nevers (heute: Espace Bernadette Soubirous) überführt, wo er bis heute zu sehen ist. Man bedeckte jedoch das Gesicht und die Hände mit Wachsmasken, die nach Abgüssen und photographischen Aufnahmen gefertigt wurden.

Von Pius XI. wurde sie am 14. Juni 1925 selig, am 8. Dezember 1933 (dem Hochfest der Unbefleckten Empfängnis) heiliggesprochen. Ihr Gedenktag ist der 16. April.
Die Geheilten von Lourdes
Lourdes - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der Ort zieht seither Millionen von Pilgern an, darunter viele Kranke, die sich vom Wasser,
dem Wunderheilungen zugesprochen werden, Hilfe versprechen.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Von den etwa 7000 Heilungen, die bis heute in Lourdes verzeichnet wurden, sind 69 Heilungen durch die Kirche als Wunder anerkannt worden. 80% der durch ein Wunder geheilten Personen sind Frauen. Der jüngste Geheilte war 2 Jahre alt. Das Herkunftsland: Von den 68 durch ein Wunder geheilten Personen sind 55 Franzosen, 8 Italiener, 3 Belgier, 1 Deutsche, 1 Österreicherin und 1 Schweizer. Die Mehrheit der Geheilten hatte Kontakt mit dem Wasser (50 Geheilte, davon wurden 40 in den Bädern geheilt)..
1. Catherine LATAPIE aus Loubajac (France). Geboren 1820, wohnhaft in Loubajac in der Nähe von Lourdes. Lähmung der rechten Hand für 18 Monate infolge Verrenkung des Oberarms und Zerrung des rechten Armplexus. Heilung am 1. März 1858 im Alter von 38 Jahren. Am 18. Januar 1862 durch Bischof Laurence von Tarbes als Wunder anerkannt.
2. Louis BOURIETTE aus Lourdes (France). Nach einer dramatischen Explosion auf einem Auge blind... Geboren 1804. Heilung im März 1858 im Alter von 54 Jahren. Am 18. Januar 1862 durch Bischof Laurence von Tarbes als Wunder anerkannt.
3. Blaisette CAZENAVE aus Lourdes (France). Beim Nachahmen von Bernadette erhält sie ihre Sehkraft wieder. Geboren 1808 als Blaisette Soupène. Chronische Bindehaut- und Lidentzündung mit Aufwärtskehrung der freien Augenlidränder (Blepharitis, Ektropium). Heilung im März 1858 im Alter von 50 Jahren. Am 18. Januar 1862 durch Bischof Laurence von Tarbes als Wunder anerkannt.
4. Henri BUSQUET aus Nay (France). Der Jugendliche wurde zu Hause durch einen mit Quellwasser getränkten Verband geheilt Geboren 1842. Fistelartige Drüsenentzündung im Halsbereich seit 15 Monaten (Tuberkulosebedingt). Heilung Ende April 1858 in seinem 16. Lebensjahr. Am 18. Januar 1862 durch Bischof Laurence von Tarbes als Wunder anerkannt.
5. Justin BOUHORT aus Lourdes (France). Dank dem Glauben einer Mutter! Geboren in Lourdes am 28. Juli 1856 und wohnhaft dort. Post-infektiöse Unterernährung mit retardierter motorischer Entwicklung. Heilung Anfang Juli 1858 im Alter von 2 Jahren. Am 18. Januar 1862 durch Bischof Laurence von Tarbes als Wunder anerkannt.
6. Madeleine RIZAN aus Nay (France). Während sie für einen guten Tod betete! Geboren 1800. Linksseitige Lähmung seit 24 Jahren. Heilung am 17. Oktober 1858 im Alter von 58 Jahren. Am 18. Januar 1962 durch Bischof Laurence von Tarbes als Wunder anerkannt.
7. Marie MOREAUU aus Tartas (France). Nach einer Gebetsnovene der Familie... Geboren 1841. Starker Rückgang der Sehkraft durch eine Entzündung besonders im rechten Auge seit 10 Monaten. Heilung am 9. November 1858 im Alter von fast 17 Jahren. Am 18. Januar 1862 durch Bischof Laurence von Tarbes als Wunder anerkannt.
8. Pierre DE RUDDER aus Jabbeke (Belgien). Eine Heilung fern von Lourdes... Geboren am 2. Juli 1822 in Jabbeke (Belgien). Offene Fraktur des linken Wadenbeines mit Ausbleiben der knöchernen Überbrückung (Pseudo-Arthrose). Heilung am 7. April 1875 im Alter von 52 Jahren. Am 25. Juli 1908 durch Bischof Gustave Waffelaert von Bruges als Wunder anerkannt.
9. Joachime DEHANT aus Gesves (Belgien). Sein Fleisch und seine Sehnen wiederhergestellt. Geboren 1849 in Velaine/s. Sambre, wohnhaft in Gesves (Belgien). Unterschenkelgeschwür mit ausgedehntem Gewebsbrand. Heilung am 13. September 1878 im Alter von 29 Jahren. Am 25. April 1908 durch Bischof Thomas Louis Heylen von Namur als Wunder anerkannt.
10. Elisa SEISSON aus Rognonas (France). Ein neues Herz. Geboren 1855. Hypertrophie des Herzens, Ödem an den unteren Gliedmaßen. Heilung am 29. August 1882 im Alter von 27 Jahren. Am 12. Juli 1912 durch Erzbischof François Bonnefoy von Aix, Arles und Embrun als Wunder anerkannt.
11. Schwester Eugeniaa aus Bernay (France). Sie konnte wieder die Regel ihrer Ordensgemeinschaft befolgen. Geboren 1855 als Marie MABILLE. Beckenabszess mit Blasen- und Darmfistel. Beidseitige Venenentzündung. Heilung am 21. August 1883 im Alter von 28 Jahren. Am 30. August 1908 durch Bischof Philippe Meunier von Evreux als Wunder anerkannt.
12. Schwester Julienne aus La Roque (France). Eine Heilung, die fast in Vergessenheit geraten wäre. Geboren 1864 als Aline BRUYERE im Dorf La Roque in der Nähe von Sarlat. Lungentuberkulose mit Kavernenbildung. Heilung am 1. September 1889 im Alter von 25 Jahren. Am 7. März 1912 durch Bischof Albert Nègre von Tulle als Wunder anerkannt.
13. Schwester Joséphine-Marie aus Goincourt (France). Sie kam aus Gehorsam und reiste geheilt wieder ab. Geboren als Anne JOURDAIN am 5. August 1854 in Le Havre. Lungentuberkulose. Heilung am 21. August 1890 im Alter von 36 Jahren. Am 10. Oktober 1908 durch Bischof Marie Jena Douais von Beauvais als Wunder anerkannt.
14. Amélie CHAGNON aus Poitiers (France). Da der Arzt wusste, dass sie nach Lourdes fuhr, schob er die Operation auf! Geboren am 17. September 1874 in Poitiers. Tuberkulöse Knochen- und Gelenkentzündung (Knie und Fuß). Heilung am 21. August 1891 im Alter von fast 17 Jahren, später Ordensfrau vom Heiligsten Herzen in der Nähe von Tournai (Belgien). Am 8. September 1910 durch Bischof Charles G. Walravens von Tournai als Wunder anerkannt.
15. Clémentine TROUVE aus Rouille (France). Ein Glückstag für Lourdes! Der 21. August 1891 war in den Annalen von Lourdes wirklich ein Glückstag: Es ereigneten sich zwei Heilungen, die von Amélie Chagnon und die von Clémentine Trouvé. Geboren 1878 in Azay le Boulé (France). Knochenhautentzündung des rechten Fußes mit Fisteln. Heilung am 21. August 1891 im Alter von 14 Jahren. Später wurde sie Schwester Anges-Marie. Am 6. Juni 1908 durch Erzbischof Amette von Paris als Wunder anerkannt.
16. Marie LEBRANCHU (später Frau Wuiplier) aus Paris (France). Geboren 1857. Lungentuberkulose. Heilung am 20. August 1892 im Alter von 35 Jahren. Am 6. Juni 1908 durch Erzbischof Amette von Paris als Wunder anerkannt.
17. Marie LEMARCHAND (später Frau Authier) aus Caen (France). Geboren 1874 in Caen. Lungentuberkulose mit Gesichts- und Beingeschwüren. Heilung am 21. August 1892 im Alter von 18 Jahren. Die Heilungen von Marie Lebranchu und Marie Lemarchand werden oft miteinander in Verbindung gebracht, weil beide Kranke aus Paris mit der Nationalwallfahrt nach Lourdes gekommen waren und auf zwei aufeinanderfolgenden Tagen, am 20. und 21. August 1892 geheilt worden sind. Am 6. Juni 1908 durch Erzbischof Amette von Paris als Wunder anerkannt.
18. Elise LESAGE aus Bucquoy (France). Geboren 1874. Kniegelenktuberkulose. Heilung am 21. August 1892 im Alter von 18 Jahren. Am 4. Februar 1908 durch Bischof Alfred Williez von Arras als Wunder anerkannt.
19. Schwester Marie de la Présentation aus Lille (France). Im Zug auf der Hinreise beginnt sie, sich besser zu fühlen... Geboren am 15. Februar 1846 als Sylvanie DELPORTE, wohnhaft in Lille als Franziskanerschwester von der Glaubensverkündigung. Chronische tuberkulöse Magen- und Darmentzündung. Heilung am 29. August 1892 im Alter von 46 Jahren. Am 15. August 1908 durch Weihbischof François Delamaire von Cambrai als Wunder anerkannt.
20. Abbé CIRETTEE aus Beaumontel (France). Ein sehr starker Wunsch, zur Grotte zu gehen... Geboren am 15. März 1847 in Poses (Eure), wohnhaft in Baumontel (Frankreich). Amyotrophische Lateralsklerose des Rückenmarks. Heilung am 31. August 1893 im Alter von 46 Jahren. Am 11. Februar 1907 durch Bischof Philippe Meunier von Evreux als Wunder anerkannt.
21. Aurélie HUPRELLE aus Saint-Martin-le-Noeud (France). In einem Alter, in dem man den Kopf voller Pläne hat, verzweifelt sie... Geboren 1869. Lungentuberkulose. Heilung am 21. August 1895 im Alter von 26 Jahren. Am 1. Mai 1908 durch Bischof Marie Jean Douais von Beauvais als Wunder anerkannt.
22. Esther BRACHMANN aus Paris (France). „Verlassen Sie bloß dieses Sterbeheim!“ Geboren 1881 in Paris. Tuberkulöse Bauchfellentzündung. Heilung in Lourdes am 21. August 1896 im Alter von 15 Jahren. Am 6. Juni 1908 durch Erzbischof Léon Amette von Paris als Wunder anerkannt.
23. Jeanne TULASNE aus Tours (France). Die gesamte Wallfahrt betete für ihre Heilung! Geboren am 8. September 1877 in Tours. Wirbelsäulentuberkulose mit Klumpfuß. Heilung am 8. September 1897 im Alter von 20 Jahren. Am 27. Oktober 1907 durch Erzbischof René François Renou von Tours als Wunder anerkannt.
24. Clémentine MALOT aus Gaudechart (France). Am Tag nach dem Bad keine Spur mehr... Geboren am 22. November 1872 in Granvilliers, wohnhaft in Gaudechard. Lungentuberkulose. Heilung am 21. August 1898 im Alter von 25 Jahren. Am 1. November 1908 durch Bischof Marie Jean Douais von Beauvais als Wunder anerkannt.
25. Rose FRANCOISS aus Paris (France). Kurz vor der Amputation! Geboren 1863 als Rose LABREUVOIES in Paris. Lymphangitis mit Fisteln und Ödem am rechten Arm. Heilung am 20. August 1899 im Alter von 36 Jahren. Am 6. Juni 1908 durch Erzbischof Jean Amette von Paris als Wunder anerkannt.
26. Révèrend Pater SALVATOR aus Rouelle (France). Er erzählt aus Gehorsam. 1862 in Rouelle geboren, wohnhaft in Dinard (Frankreich), Kapuziner. Tuberkulöse Bauchfellentzündung. Heilung am 25. Juni 1900 in seinem 39. Lebensjahr. Am 1. Juli 1908 durch Erzbischof A. Dubourg von Rennes als Wunder anerkannt.
27. Soeur Maximilien aus Marseille (France). Ihr Lebertumor verschwand. Geboren 1858, wohnhaft im Kloster der Schwestern von der Hoffnung in Marseille. Hydatidenzyste der Leber und Venenentzündung am linken Bein. Heilung am 20. Mai 1901 im Alter von 43 Jahren. Am 5. Februar 1908 von Kardinal Paulin Andrieu von Marseille als Wunder anerkannt.
28. Marie SAVOYE aus Cateau-Cambresis (France). Als das Allerheiligste vorbeigetragen wird, schließt sich ihre Wunde... Geboren 1877. Rheumatische Mitralklappenerkrankung. Heilung am 20. September 1901 im Alter von 24 Jahren. Am 15. August 1908 durch Weihbischof François Delamaire von Cambrai als Wunder anerkannt.
29. Johanna BEZENACC de Saint-Laurent-des-Bâtons (France). Völlig entstellt findet sie plötzlich ihr wahres Gesicht wieder. Geboren 1876 in Dubos. Kachexie und Lupus des Gesichts. Heilung am 8. August 1904 im Alter von 28 Jahren. Am 2. Juli 1908 durch Bischof Henri J. Bougoin von Périgueux als Wunder anerkannt.
30. Schwester Saint-Hilaire aus Peyreleau (France). Sie war nur noch Haut und Knochen. Geboren 1865 als Lucie Jupin, Oberin des Klosters von Peyreleau (Kongregation des Hl. Josef von Clervaux - Frankreich). Darmkrebs. Heilung am 20. August 1904 im Alter von 39 Jahren. Am 10. Mai 1908 durch Bischof Charles de Ligonnes von Rodez als Wunder anerkannt.
31. Schwester Sainte-Béatrix aus Evreux (France). Zwei Mal geheilt! Geboren 1862 als Rosalie Vildier. Kehlkopfenentzündung, wahrscheinlich tuberkulös bedingt. Heilung von der Tuberkulose am 31. August 1904 im Alter von 42 Jahren. Ein Jahr später erlangt sie ihre volle Sehkraft wieder. Beide Heilungen in den Bädern. Am 25. März 1908 durch Bischof Philippe Meunier von Evreux als Wunder anerkannt.
32. Marie-Thérèse NOBLET aus Avenay (France). Missionarin in Papuasien. Geboren 1889. Spondylitis lumbodorsalis. Heilung am 31. August 1905 im Alter von 15 Jahren. Am 11. Februar 1908 durch Kardinal Erzbischof Luçon von Reims als Wunder anerkannt.
33. Cécile DOUVILLE DE FRANSSU aus Tournai (Belgien). Glaubenszeugin bis zu ihrem 106. Lebensjahr ! Geboren am 26. Dezember 1885 in Tournai. Tuberkulöse Bauchfellentzündung. Heilung am 21. September 1905 im Alter von 19 Jahren. Gestorben 1991 im Alter von 105 Jahren! Am 8. Dezember 1909 durch Bischof Charles Gibier von Versailles als Wunder anerkannt.
34. Antonia MOULIN aus Vienne (France). Eine unerschütterliche Hoffnung. Geboren am 13. April 1877. Knochenmarkentzündung mit Fisteln am rechten Oberschenkelknochen und Arthritis am Knie. Heilung am 10. August 1907 im Alter von 30 Jahren. Am 6. November 1911 durch Bischof Paul E. Henry von Grenoble als Wunder anerkannt.
35. Marie BOREL aus Mende (France). Am Abend war der Verband sauber und trocken... Geboren am 14. November 1879. Sechs Fäkalfisteln im Lenden- und Bauchbereich.Heilung am 21./22. August 1907 im Alter von 27 Jahren. Am 4. Juni 1911 durch Bischof Jacques Gely von Mende als Wunder anerkannt.
36. Virginie HAUDEBOURGG aus Lons-le-Saulnier (France). 50 Jahre danach der Dank an Maria. Geboren 1886. Tuberkulöse Blasen- und Nierenentzündung. Heilung am 17. Mai 1908 im Alter von 22 Jahren. Am 25. November 1912 durch Bischof François A. Mallet von Saint-Claude als Wunder anerkannt.
37. Marie BIRE aus Sainte-Gemme-la-Plaine (France). Eine medizinisch unglaubliche Tatsache. Geboren am 8. Oktober 1866 als Marie Lucas. Blindheit zerebralen Ursprungs, bilaterale optische Atrophie. Heilung am 5. August 1908 im Alter von 41 Jahren. Am 30. Juli 1910 durch Bischof Clovis Joseph Catteau von Luçon als Wunder anerkannt.
38. Aimée ALLOPE aus Vern (France). Nach der Kommunion an der Grotte sind 10 Jahre Leiden ausgelöscht. Geboren 1872. Multiple tuberkulöse Abszesse mit Fisteln an der vorderen Bauchwand. Heilung am 28. Mai 1909 im Alter von 37 Jahren. Am 5. August 1910 durch Bischof Joseph Rumeau von Angers als Wunder anerkannt.
39. Juliette ORIONN aus Saint-Hilaire-de-Voust (France). Sie muss auf die Wallfahrt verzichten, wird aber dennoch geheilt! Geboren 1886. Kehlkopf und Lungentuberkulose, linksseitige eitrige Mastoiditis.Heilung am 22. Juli 1910 im Alter von 24 Jahren. Am 18. Oktober 1913 durch Bischof Clovis Joseph Catteau von Luçon als Wunder anerkannt.
40. Marie FABRE aus Montredon (France). Im Alter von 30 Jahren von schnell aufeinanderfolgenden Schwangerschaften verbraucht, bekommt sie plötzlich neues Leben. Geboren 1879. Chronische Darmentzündung, Gebärmuttervorfall. Heilung am 26. September 1911 im Alter von 32 Jahren. Am 8. September 1912 durch Bischof Pierre Cezerac von Cahors als Wunder anerkannt.
41. Henriette BRESSOLLES aus Nice (France). Nach „einem schmerzlichen Knacken“... Geboren 1896 in Nizza. Pottsche Krankheit. Paraplegie. Heilung am 3. Juli 1924 im Alter von 28 Jahren. Am 4. Juni 1957 durch Erzbischof Paul Rémond von Nizza als Wunder anerkannt.
42. Lydia BROSSE aus Saint-Raphaël (France). Nach der Heilung widmete sie sich den Kranken. Geboren am 14. Oktober 1889. Multiple tuberkulöse Fisteln. Heilung am 11. Oktober 1930 im Alter von 41 Jahren. Gestorben 1984 im Alter von 95 Jahren. Am 5. August 1958 durch Bischof Jean Guyot von Coutances als Wunder anerkannt.
43. Schwester Marie-Margueritee aus Rennes (France). In Hunderten von Kilometern Entfernung von Lourdes durch eine Gebetsnovene geheilt! Geboren am 13. April 1872 als Françoise Capitaine. Seit 1896 Klarissin im Kloster von Rennes. Abszess an der linken Niere mit Ödem und Herzkrisen. Heilung am 22. Januar 1937 im Alter von 64 Jahren. Am 20. Mai 1946 durch Kardinal Erzbischof Clément Roques von Rennes als Wunder anerkannt.
44. Louise JAMAIN aus Paris (France). Alle sind tot... ist jetzt sie dran? Geboren am 1. November 1914. Lungen-, Darm- und Bauchfelltuberkulose. Heilung am 1. April 1937 im Alter von 22 Jahren. Am 14. Dezember 1951 durch Erzbischof Maurice Feltin von Paris als Wunder anerkannt.
45. Francis PASCALL aus Beaucaire (France). Nach einer Hirnhautentzündung. Geboren am 2. Oktober 1934.
Lourdes © de.lourdes-france.org
Francis Pascall aus Beaucaire
© de.lourdes-france.org
 
Blindheit, Lähmung der unteren Gliedmaßen. Heilung am 31. August 1938 im Alter von 3 Jahren und 10 Monaten. Am 31. Mai 1949 durch Erzbischof Ch. de Provenchères von Aix-en-Provence als Wunder anerkannt.
46. Gabrielle CLAUZEL aus Oran (Algerien). In Algerien durch die Fürsprache Unserer Lieben Frau von Lourdes geheilt. Geboren am 15. August 1894. Spondylitis deformans. Heilung zu Hause am 15. August 1943 im Alter von 49 Jahren. Gestorben 1982. Am 18. März 1948 durch Bischof Bertrand Lacaste von Oran als Wunder anerkannt.
47. Yvonne FOURNIER aus Limoges (France). Ein Arm, der wieder Leben bekommt. Geboren im Januar 1923. Extensiv-progressives posttraumatisches Syndrom am linken Oberarm (Leriche-Syndrom). Heilung am 19. August 1945 im Alter von 22 Jahren. Am 14. November 1959 von Kardinal Erzbischof Feltin von Paris als Wunder anerkannt.
48. Rose MARTINN aus Nice (France). Der Krebs hat nicht das letzte Wort. Geboren am 28. März 1901 in Perona, wohnhaft in Nizza. Gebärmutterhalskrebs. Heilung am 3. Juli 1947 im Alter von 46 Jahren. Am 5. Mai 1949 durch Erzbischof Rémond von Nizza als Wunder anerkannt.
49. Jeanne GESTAS aus Bègles (France). Bevor sie geheilt wird, findet sie wieder zum Gebet. Geboren am 8. Januar 1897. Verdauungsstörungen mit postoperativen obstruktiven Episoden. Heilung am 22. August 1947 im Alter von 50 Jahren. Gestorben im April 1981 im 85. Lebensjahr. Am 13. Juli 1952 durch Erzbischof Paul Richaud von Bordeaux als Wunder anerkannt.
50. Marie-Thérèse CANIN aus Marseille (France). Ein völlig geschwächter Leib, der von der Gnade berührt wird. Geboren 1910. Wirbel- und Bauchfelltuberkulose mit Fisteln. Heilung am 9. Oktober 1947 im Alter von 37 Jahren. Am 6. Juni 1952 durch Erzbischof Jean Delay von Marseille als Wunder anerkannt.
51. Maddalena CARINI aus San Remo (Italien). Der zukünftige Papst gräbt ihre Akte aus. Geboren am 11. März 1917. Bauchfell-, Lungen – und Rückgrattuberkulose. Heilung am 15. August 1948 im Alter von 31 Jahren. Am 2. Juni 1960 durch Kardinal Erzbischof G. B. Montini von Mailand als Wunder anerkannt.
52. Jeanne FRETEL aus Rennes (France). Vor der Messe am 5. Oktober 1948 war ihr „tägliches Brot“ das Morphium. Geboren am 25. Mai 1914. Bauchfelltuberkulose. Heilung am 8. Oktober 1948 im Alter von 34 Jahren. Am 20. Oktober 1950 durch den Kardinal Erzbischof Roques von Rennes als Wunder anerkannt
53. Théa ANGELE aus Tettnang (Deutschland). Heilung und Berufung. Geboren am 24. September 1921. Multiple Sklerose, seit 6 Jahren. Heilung am 20. Mai 1950 im Alter von 29 Jahren. Am 28. Juni 1961 durch Bischof Pierre-Marie Théas von Tarbes und Lourdes als Wunder anerkannt. (Zu diesem Zeitpunkt war die Geheilte Ordensschwester in Lourdes unter dem Namen Soeur Marie-Mercédes) Gestorben am 10.05.2004
54. Evasio GANORA aus Casale (Italien). Zwei Jahre nach der Anerkennung des Wunders wird er von seinem Traktor überfahren... Geboren am 2. März 1913. Hodgkin’sche Krankheit. Heilung am 2. Juni 1950 im Alter von 37 Jahren. Am 31. Mai 1955 durch Bischof G. Angrisani von Casale-Monferrato als Wunder anerkannt.
55. Edeltraud FULDA aus Wien (Österreich). Von einer „Premiere“ in Mailand zu einer „Premiere“ in den Bädern von Lourdes... Geboren am 20. Juli 1916. Addison’sche Krankheit. Heilung am 12. August 1950 im Alter von 34 Jahren. Gestorben 2003. Am 18. Mai 1955 von Kardinal Erzbischof Innitzer von Wien als Wunder anerkannt.
56. Paul PELLEGRIN aus Toulon (France). Ein Oberst bei seinem Lebenskampf. Geboren am 12. April 1898. Postoperative Fistel infolge eines Leberabszesses. Heilung am 3. Oktober 1950 im Alter von 52 Jahren. Am 8. Dezember 1953 durch Bischof Auguste Gaudel von Fréjus als Wunder anerkannt.
57. Bruder Léo SCHWAGER aus Fribourg (Schweiz). „Er sah aus wie in Ekstase“. Geboren am 19. Mai 1924. Multiple Sklerose (5 Jahre). Heilung am 30. April 1952 im Alter von 28 Jahren. Am 18. Dezember 1960 durch Bischof François Charrière von Lausanne, Genf und Fribourg als Wunder anerkannt.
58. Alice COUTEAULT aus Bouille-Loretz (France). Das Ende eines Kreuzweges für sie und ihren Mann. Geboren am 1. Dezember 1917 in Gourdon (Frankreich). Multiple Sklerose (3 Jahre). Heilung am 15. Mai 1952 in ihrem 35. Lebensjahr. Am 16. Juli 1956 durch Weihbischof Henri Vion von Poitiers als Wunder anerkannt.
59. Marie BIGOT aus La Richardais (France). Heilung in drei Abschnitten. Geboren am 7. Dezember 1922. Arachnoiditis (Blindheit, Taubheit, halbseitige Lähmung). Heilung am 8. Oktober 1953 und zwischen dem 8. und 10. Oktober 1954, im Alter von 31 und 32 Jahren. Am 15. August 1956 durch den Kardinal Erzbischof Clément Roques von Rennes als Wunder anerkannt.
60. Ginette NOUVEL aus Carmaux (France). Eine seltene Krankheit Geboren am 18. Januar 1929 als Ginette Fabre. Budd-Chiari-Syndrom (Verschluss der Lebervenen). Heilung am 21. September 1954 in ihrem 27. Lebensjahr. Am 31. Mai 1963 von Erzbischof Claude Dupuy von Albi als Wunder anerkannt.
61. Elisa ALOI aus Patti (Italien). Geheilt, um Mutter zu werden. Geboren am 26. November 1931 in Patti (Sizilien). Tuberkulöse Osteoarthritis mit mehreren Fisteln an den rechten unteren Gliedmaßen. Heilung am 5. Juni 1958 im Alter von 27 Jahren. Am 26. Mai 1965 durch Erzbischof Francesco Fasola von Messine als Wunder anerkannt.
62. Juliette TAMBURINI aus Marseille (France). Die letzte Spritze war die richtige... Geboren am 4. Dezember 1936. Osteoperiostitis des Oberschenkels mit Fisteln, Nasenbluten seit 10 Jahren. Heilung am 17. Juli 1959 im Alter von 22 Jahren. Am 11. Mai 1965 durch Erzbischof Marc Lallier von Marseille als Wunder anerkannt.
63. Vittorio MICHELI aus Scurelle (Italien). Ein Gebirgsjäger mit einem beängstigenden Krebs. Geboren am 6. Februar 1940. Heilung am 1. Juni 1963 im Alter von 23 Jahren. Am 26. Mai 1976 durch Bischof Alessandro Gottardi von Trento als Wunder anerkannt.
Wer käme auf den Gedanken, dass der Krankenträger Vittorio Micheli die 63. Person ist, die in Lourdes durch ein Wunder geheilt wurde – er, der so zurückhaltend und so oft in Lourdes ist, um den Kranken zu dienen? 1962 wird der junge Gebirgsjäger Micheli ins Krankenhaus von Verona (Italien) eingeliefert. Er hat schreckliche Schmerzen an einer Hüfte. Die Diagnose kommt wie ein Fallbeil: Die Ursache der Schmerzen ist ein beängstigender Krebstumor. Als Vittorio 1963 nach Lourdes kommt, ist sein Gesundheitszustand schwer angeschlagen. Bei seiner Wallfahrt geschieht nichts Bemerkenswertes, außer dass er im Wasser von Lourdes gebadet wird. Nach seiner Rückkehr wird er wieder ins Militärkrankenhaus eingeliefert. Dort werden Röntgenaufnahmen gemacht und auf unerklärliche Weise falsch gedeutet. Erst sechs Monate später stellt man sich wegen des ausgezeichneten Allgemeinzustandes Vittorios Fragen... Die Untersuchungen zeigen einen Wiederaufbau der Knochen, dessen erste Zeichen über 5 Monate zurückreichen. Die Schmerzen sind verschwunden und er kann wieder gehen. Vittorio ist geheilt.
64. Serge PERRIN aus Lion d'Angers (France). Er ist hergekommen, um seiner Frau einen Gefallen zu tun! Geboren am 13. Februar 1929. Heilung am 1. Mai 1970 im Alter von 41 Jahren. Am 17. Juni 1978 durch Bischof Jean Orchampt von Angers als Wunder anerkannt.
Im Dezember 1968 wird Serge plötzlich von einer halbseitigen Lähmung befallen. Nach zahlreichen Untersuchungen wird eine Thrombose in der Halsschlagader diagnostiziert. Daraufhin kehrt er nach Hause zurück, wo er nur dem Fortschreiten der Lähmung zusehen kann. In seiner Verzweiflung reist er 1969 nach Lourdes. Er kommt im selben besorgniserregenden Zustand zurück: Sehstörungen; Gedächtnisausfälle, körperliche Schwäche. Er ist voller Auflehnung wegen seiner schwindenden Kräfte. Im folgenden Jahr ist er ohne viel Hoffnung bereit, an der Wallfahrt von Angers teilzunehmen. Nach einem überaus mühseligen Anfang kommt der letzte Tag. Morgens steht die Krankensalbung auf dem Programm. Dabei spürt er ungewöhnliche Empfindungen. Am Nachmittag entdeckt er, dass er ohne seine Krücken besser gehen kann und ohne seine Brille besser sieht! Er verlässt Lourdes mit der Gewissheit, geheilt zu sein. Das wird später von den Ärzten bestätigt.
65. Delizia CIROLLI aus Paternò (Italien). Gebet statt Amputation. Geboren am 17. November 1964. Heilung um Weihnachten 1976. Am 28. Juni 1989 durch Bischof Luigi Bonmarito von Catania als Wunder anerkannt.
Lourdes © de.lourdes-france.org
Delizia CIROLLI aus Paternò
© de.lourdes-france.org
 
Delizia Cirolli ist heute Familienmutter und Krankenschwester. Diese doppelte Berufung ist als Geschenk und wider alles Erwarten in ihr Leben eingetreten. Denn im März 1976 nahm das Leben des kleinen, 11-jährigen Mädchens aus Sizilien zunächst eine dramatische Wendung. Sie kann kaum mehr gehen, weil sie große Schmerzen im Knie hat. Der Spezialist, den sie aufsucht, erklärt ihr, dass das Bein amputiert werden müsse, weil sonst der Tumor, von dem sie befallen ist, ihren Tod herbeiführen könnte. Die Eltern lehnen diese Amputation ab und alle, die die kleine Delizia kennen, beginnen für ihre Heilung zu beten. Sie sammeln auch Geld, damit sie eine Wallfahrt zu Unserer Lieben Frau von Lourdes unternehmen kann, die von den Sizilianern besonders verehrt wird. Im Sommer 1976 kann Delizia mit ihrer Mutter nach Lourdes fahren. Sie kommt erschöpft ohne wirkliche Veränderung zurück. Kurz vor Weihnachten 1976 hat sich ihr Zustand verschlimmert und ihre Umgebung fühlt den Tod nahen. Da tritt die Heilung vollkommen unvorhergesehen ein. Sehr schnell lebt das junge Mädchen wieder auf, isst, geht umher und kehrt in die Schule zurück. Heute heißt sie Frau Costa und ist Mutter von drei Kindern.
66. Jean-Pierre BELY aus La Couronne (France). „Steh auf und geh!“. Geboren am 9. Oktober 1936. Geheilt am 9. Oktober 1987. Am 9. Februar 1999 durch Bischof Dagens von Angoulême als Wunder anerkannt.
Die Familie Bély führt ein friedliches Leben in ihrem Haus in einem Vorort von Angoulême. Jean-Pierre ist mit Geneviève verheiratet, Vater von zwei Kindern und arbeitet als Krankenpfleger im Krankenhaus, bis 1972 die ersten Symptome von Multipler Sklerose auftreten. Der Zustand von Jean-Pierre verschlechtert sich von Jahr zu Jahr, so dass er bald als „endgültig 100% invalide mit Anspruch auf Pflege durch Dritte“ erklärt wird. Im Oktober 1987 ist er bettlägerig geworden und fährt mit der Rosenkranzwallfahrt nach Lourdes. Nach der Krankensalbung am dritten Tag empfindet er einen tiefen inneren Frieden. Dann kehrt unvermittelt der Tastsinn zurück und er kann sich wieder bewegen. Zunächst wagt er nicht aufzustehen... In der folgenden Nacht hört er eine innere Stimme, die mehrmals wiederholt: „Steh auf und geh!“ Das tut Jean-Pierre Bély dann. Seither ist er vollkommen gesund, ohne dass die Krankenkasse ihre ursprüngliche Erklärung aufgehoben hätte, bis er wegen einer anderen Krankheit im Alter von 69 Jahren stirbt.
67. Anna SANTANIELLO aus Salerne (Italien). Nach über 50 Jahren anerkannt. Geboren 1912. Geheilt am 19.8.1952. Am 9.11.2005 durch Erzbischof Pierro von Salerno als Wunder anerkannt.
Wegen eines schweren Herzleidens aufgrund eines starken Gelenkrheumatismus litt sie an Erschöpfung und einem Beinödem. Da sie kaum gehen konnte, wurde sie am 19. August 1952 auf einer Tragbahre zu den Bädern von Lourdes gebracht, die sie nach dem Bad aus eigener Kraft wieder verließ. Am nächsten Tag stellten die anwesenden Ärzte das Verschwinden der Symptome des Herzleidens und die spontane Heilung der Kranken fest. Trotz der positiven Ergebnisse des CMIL hatte die Krankenakte die kanonische Kommission der Diözese Salerno wegen unterschiedlicher Diagnosen italienischer Ärzte, die die Kranke betreuten, ein Jahrzehnt nach dem Ereignis noch nicht überzeugt. Die Heilung erfüllte aber die geltenden Kriterien für die Anerkennung als Wunder, weil es für diese bekannte organische Erkrankung keine Behandlung gab, die die spontane Wiederherstellung der Gesundheit ohne Genesungszeit hätte erklären können. Anna Santaniello sagte später, dass sie in Lourdes an der Grotte nicht für sich selbst gebetet hatte, sondern für Nicolino, einen Zwanzigjährigen, der nach einem Unfall seine Beine nicht mehr bewegen konnte. Sie blieb ehelos und pflegte nach ihrer Rückkehr nach Italien als Kinderschwester Hunderte von Kindern in Not. Sie starb im Dezember 2006.
68. Schwester Luigina TRAVERSO aus Novi Ligure (Italien). Geboren 1934. Geheilt am 23.7.1965. Am 11.10.2012 durch Catella von Casale Monferrato als Wunder anerkannt.
Schwester Luigina Traverso wurde am 22. August 1934 in Novi Ligure (Piemont) in Italien geboren, am Gedenktag Maria Königin. Sie war noch keine 30 Jahre alt, als die ersten Symptome einer Lähmung des linken Beines auftraten. Mehrere Operationen an der Wirbelsäule blieben erfolglos. Anfang der sechziger Jahre bat die Ordensschwester, die ans Bett gefesselt war, die Oberin ihrer Gemeinschaft um die Erlaubnis, an einer Wallfahrt nach Lourdes teilnehmen zu dürfen. So kam sie im Juli 1965 nach Lourdes. Als sie am 23. Juli auf einer Tragbahre an einer Eucharistiefeier teilnahm, spürte sie beim näher Kommen des Allerheiligsten Sakramentes eine große Hitze und ein großes Wohlsein, was sie dazu bewegte, aufzustehen. Der Schmerz war verschwunden und sie konnte den Fuß wieder bewegen. Nach einem ersten Zeugnis im Büro der medizinischen Feststellungen kehrte Schwester Luigina im folgenden Jahr dorthin zurück. Es wurde entschieden, ein Dossier zu eröffnen. Drei Sitzungen des Büros der medizinischen Feststellungen (1966, 1984 und 2010) und neue medizinische Prüfungen waren notwendig, bevor die Heilung der Ordensschwester bestätigt wurde. Am 19. November 2011 bestätigte in Paris das CMIL (Comité Médical International de Lourdes) den unerklärlichen Charakter nach dem derzeitigen Kenntnisstand der Wissenschaft. Am 11. Oktober 2012 hat Bischof Alceste Catella von Casale-Monferrato im Namen der Kirche die unerklärliche Heilung von Schwester Luigina als Wunder anerkannt.
69. Danila CASTELLI aus Bereguardo (Italien). Gravierende und sich wiederholende Bluthochdruckattacken. Geheilt mit 43 Jahren am 4.5.1989. Diözese und Datum der Anerkennung: Pavia (Italien) am 20.6.2013
Lourdes © de.lourdes-france.org
Danila Castelli ist die 69. Wundergeheilte von Lourdes.
© de.lourdes-france.org
 
Geboren am 16. Januar 1946, führte die Ehefrau und Mutter Danila Castelli bis zum Alter von 34 Jahren ein normales Leben, bis sie unter spontan auftretenden gravierenden Bluthochdruckattacken zu leiden begann. Im Jahre 1982 wird bei Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen eine Gebärmuttergeschwulst diagnostiziert. Danila werden darauf hin Gebärmutter und Eierstöcke entfernt. Im November 1982 wird ihr ein Teil der Bauchspeicheldrüse entfernt. Im darauf folgenden Jahr wird bei einer Szintigrafie ein Phäochromozytom (Tumor, der Katecholamine produziert) im Bereich des Rektums, der Blase und der Vagina diagnostiziert. Bis 1988 wurden ohne Erfolg mehrere Operationen durchgeführt in der Hoffnung, die Ursachen der Bluthochdruckattacken zu beseitigen. Nachdem Danila im Mai 1989 bei einer Wallfahrt in Lourdes in den Bädern der Wallfahrtsstätte eingetaucht wurde, empfindet sie ein außergewöhnliches Wohlbefinden. Bald darauf teilt sie ihre plötzliche Heilung im Büro der medizinischen Feststellungen von Lourdes mit. Nach fünf Sitzungen (1989 1992,1994,1997 und 2010) stellt das Büro die Heilung durch eine formelle und einstimmige Abstimmung fest: „Frau Castelli ist seit ihrer Wallfahrt in Lourdes vor 21 Jahren im Jahre 1989 unabhängig von den Operationen und den Behandlungen vollständig und dauerhaft vom Syndrom, unter dem sie litt, geheilt.“ Danila Castelli führt seitdem wieder ein ganz normales Leben. Das CMIL (Comité Médical International de Lourdes) hat in seiner Sitzung vom 19. November 2011 in Paris bestätigt „dass die Art ihrer Heilung beim derzeitigen Stand der wissenschaftlichen Kenntnisse unerklärt bleibt“. Am 20. Juni 2013 erklärte Bischof Giovanni Giudici von Pavia (Italien), der Diözese, in der Danila Castelli wohnt, den „außergewöhnlich-wunderbaren“ Charakter und den Wert des „Zeichens“ dieser Heilung. Es ist die 69. von einem Bischof anerkannte Wunderheilung von Lourdes.
Text auszugsweise aus de.lourdes-france.org
Die Anerkennung eines Wunders
Heilige Bernadette von Lourdes - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Heilige Bernadette von Lourdes - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
"Lourdes Marienerscheinungs" Heiligenbilder.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Was ist es ein Wunder? Im Gegensatz zu dem, was man normalerweise glaubt, ist ein Wunder nicht nur eine sensationelle oder unglaubliche Tatsache, sondern muss eine spirituelle Dimension haben. Um also als Wunder bezeichnet zu werden, muss eine Heilung zwei Bedingungen erfüllen: sie muss außergewöhnlich und unvorhersehbar sein und einen spirituellen Hintergrund haben (Lourdes im vorliegenden Fall). Ein Dialog zwischen der medizinischen Wissenschaft und der Kirche ist also unentbehrlich.
Erste Etappe:
Die erste Etappe ist die freiwillige und spontane Aussage der Personen, die eine völlige Änderung ihres Gesundheitszustands, die sie der Fürsprache Unserer Lieben Frau von Lourdes zuschreiben, erfahren haben. Der permanente Arzt des medizinischen Büros sammelt und archiviert alle Aussagen. Er führt dann eine erste Bewertung der Seriosität dieser Aussagen durch sowie der Wahrhaftigkeit der Tatsachen und ihre Bedeutung. Das erste Ziel besteht darin, die Wirklichkeit der Heilung zu bestätigen.
Zweite Etappe:
Die zweite Etappe ist die Etappe der Bestätigung,
sowohl medizinisch als auch kirchlich. Sie ist interdisziplinär.
Dritte Etappe: Die Ratifizierung der Heilung
Sie besteht ebenfalls aus zwei Schritten, ein medizinischer und eine pastoraler, die nacheinander stattfinden. Diese Etappe kann nur in Bezug zu den Ausschlusskriterien von Lambertini, die von der Kirche definiert wurden, um eine Heilung als Wunder zu erklären, in Betracht gezogen werden:
1) es muss sich um eine schwere Krankheit mit einer ungünstigen Prognose handeln
2) die Diagnose der Krankheit muss sicher und präzise sein
3) die Krankheit muss organisch sein
4) die Heilung darf nicht einer eventuellen Behandlung zugeschrieben werden
5) die Heilung muss plötzlich eingetreten sein
6) das Heilung muss vollständig und ohne Genesungszeit erfolgen
7) es handelt sich nicht um ein Nachlassen der Beschwerden, sondern um eine dauerhafte Heilung
Vierte Etappe: Die bestätigte Heilung
Die C.M.I.L. als Beratungsgremium bestätigt den „außergewöhnlichen Charakter“ gemäß dem gegenwärtigen Stand der wissenschaftlichen Kenntnisse mit einem vollständigen medizinischen und psychiatrischen Gutachten.
Fünfte Etappe: Die verkündete Heilung (Wunder)
Dies untersteht immer dem Bischof der Diözese der geheilten Person im Zusammenhang mit der Diözesankommission, die dazu ins Leben gerufen wurde. Er erkennt ein Wunder kanonisch an.
de.lourdes-france.org
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Marienerscheinungen_Lourdes" der
WIKIPEDIA - Die freie Enzyklopädie
und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz
für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
de.wikipedia.org
Index/Startseite
Orden Übersicht  
Klöster, Stifte u. Abteien
Klostergeschichten  
Kirchen in Österreich  
Geschichte  
Zeittafel
Heilige und Selige  
Fest- und Feiertage  
Gebet und Kirche  
Neue Inhalte  
 
Gebete  
Rosenkranz  
Barmherzigenrosenkranz  
Ave Maria  
Angelus  
Marianische Antiphon  
Lauretanische Litanei  
Fatima-Gebet  
Gloria Patri  
Glaubensbekenntnis  
Vaterunser  
Stundengebet  
Komplet  
Magnificat  
Benedictus  
Tischgebete  
Exerzitien  
Wundertätige Medaille  
Gebetsweisen Dominikus  
Jakobsweg  
Lourdes  
Fátima  
Gottesdienst  
Heilige Messe  
Eucharistische Anbetung  
Stunde der Barmherzigkeit  
Eucharistie  
Taufe  
Erstkommunion  
Firmung  
Sakramentale  
Krankensalbung  
Ministrant  
Diakon  
Liturg. Gewänder  
Christliche Symbole
Schott - Tagesliturgie
Klostergeschichten auf Facebook  
Radio Maria  
Radio Stephansdom  
DOMBUCHHANDLUNG FACULTAS - WIEN  
 
  www.gaube.at - Erhard Gaube
 
design by gaube