Maiandacht
Muttergottes © Gaube
Muttergottes Statue in der Johann-Nepomuk-Kirche
in Wien Leopoldstadt, Praterstraße .
Eine Maiandacht ist ein Wortgottesdienst in der katholischen Kirche zu Ehren Mariens. Sie findet meist am Abend im Monat Mai statt, der deswegen Marienmonat genannt wird. Für die Andacht wird ein Marienbildnis oder eine Marienstatue, wie sie in einer katholischen Kirche vorhanden sind, besonders festlich geschmückt.

Die Mariensymbolik des Mai ergibt sich aus dem Aufblühen der Natur in diesen Wochen. Als erste und schönste Blüte der Erlösung, als „Frühling des Heils“, gilt in der katholischen Spiritualität die Gottesmutter. Schriftlesungen, Lieder, Gebete und Predigt stellen das Heilswirken Gottes im Leben Mariens in den Mittelpunkt. Wird die Andacht von einem Priester oder einem Diakon geleitet, kann am Ende ein sakramentaler Segen erteilt werden.
Maiandacht - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Wolfgang Sauber
Maiandacht am Abend. Pfarrkirche Santa Chiara (1726); Marciana Marina, Elba.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Wolfgang Sauber
Die Maiandachten kamen als Frömmigkeitsform des Barock in rheinischen und fränkischen Diözesen als Bittandacht um gute Witterung („Maigebet“) auf. Sie stehen in der Tradition einer spätmittelalterlichen Passionsfrömmigkeit, dem „geistlichen Mai“ (Heinrich Seuse, Stephan Fridolin OFM), bei der Passionsmystik in den Formen einer Gartenallegorik zum Ausdruck gebracht wurde. Ab dem 19. Jahrhundert erhielten diese Frömmigkeitsformen marianische Prägung. Die marianischen Maiandachten hatten ihren Ursprung 1784 in Ferrara und gelangten über die Schweiz, Frankreich und Belgien nach Deutschland und Österreich. Sie entwickelten sich parallel zu den Marienwallfahrten. Am 1. Mai 1841 feierten drei Ordensfrauen der Schwestern vom Guten Hirten im Konvent Haidhausen bei München die erste Maiandacht auf deutschem Boden, 1842 ist sie in Aachen bezeugt, und bis 1860 hatte sie sich zur bedeutendsten marianischen Andachtsform entwickelt.
Maiandacht - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Robert Krüger
Maiandacht an der St.-Marienkapelle in Kaider.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Robert Krüger
Bei der jüngsten Liturgiereform verlegte man das Fest Mariä Heimsuchung vom 2. Juli (unpassenderweise nach dem Geburtsfest Johannes des Täufers) auf den 31. Mai und machte damit dieses Fest zum Abschluss des Marienmonats. Im Regionalkalender für das deutsche Sprachgebiet blieb wegen der tiefen Verwurzelung des alten Datums und vieler Kirchenpatrozinien der 2. Juli erhalten.

In katholischen Familien und Gegenden werden auch traditionell häusliche Maiandachten gefeiert. Dazu errichtet man einen kleinen „Maialtar“, bei dem eine Marienfigur oder ein Marienbild im Mittelpunkt steht, und versammelt sich am Abend zum Rosenkranz.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Maiandacht" der
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