Wallfahrtskirche Maria Kirchental
"Unserer Lieben Frau Geburt"
Maria Kirchental 1, 5092 St. Martin bei Lofer
Wallfahrtskirche Maria Kirchental © Wallfahrtskirche Maria Kirchental - www.maria-kirchental.at / Rita Newman
Wallfahrtskirche Maria Kirchental mit Gasthaus und Besinnungshaus.
© Wallfahrtskirche Maria Kirchental - www.maria-kirchental.at / Rita Newman
Maria Kirchental ist eine römisch-katholische Wallfahrtskirche zu Unserer Lieben Frau Geburt (8. September) in Sankt Martin bei Lofer, Salzburg. Die Kirche, die 1701 eingeweiht wurde, liegt auf 872 m. Adriahöhe in einem Tal, das von Sankt Martin in die Loferer Steinberge führt. Sie ist mit einem Kuratbenefizium ausgestattet.
Das ursprünglich bayrische Loferer Land gehörte ab 1228 zum Fürsterzbistum Salzburg und kam im Jahre 1816 an Österreich. 1850 entstand die Gemeinde St. Martin. 1939 wurden Lofer und St. Martin zur Großgemeinde Lofer zusammengeschlossen. Im Jahr 1946 wurde sie wieder in drei selbstständige Gemeinden unterteilt: Lofer, St. Martin bei Lofer und Weißbach bei Lofer. Typisch für die Steinberge sind Plateaustöcke mit steilen Randabstürzen und stark gewellten Hochkaren. Die Steinberge neigen zur Karstbildung. So findet man in den Hochplateaus und Karen sehr häufig tiefe Dolinen, die teilweise mit unterirdischen Höhlensystemen in Verbindung stehen. Eine nur mit Höhlenführer begehbare Durchgangshöhle der Loferer Steinberge ist die Prax-Eishöhle. Das Große Ochsenhorn bildet mit 2511 m ü. A. Seehöhe die höchste Erhebung.
Geschichte
Wallfahrtskirche Maria Kirchental © Gemeinde St. Martin b. Lofer - www.stmartin.at
Wallfahrtskirche Maria Kirchental, Postkartenansicht.
© Gemeinde St. Martin b. Lofer - www.stmartin.at
Die Kirche entwarf der Grazer Architekt Johann Bernhard Fischer, der später geadelt wurde und sich dann „von Erlach“ nennen durfte. Vermutlich lieferte er die Pläne um 1693, die Bauarbeiten begannen 1694 und dauerten bis 1701, die Ausgestaltung der Kirche währte aber noch bis zum Jahre 1708. Aber schon im November 1698 waren alle Gewölbe fertig, auch innen und außen verputzt, stukkiert und geweißt worden, weshalb 1699 der erste Gottesdienst mit Musik zelebriert werden konnte (s.u.), am 8. September 1701 wurde sie dann vom Seckauer Fürstbischof Rudolf Josef von Thun und Hohenstein (1652–1707) konsekriert. Der Bau beeindruckt von außen durch die doppeltürmige zweigeschossige Ostfassade und erinnert im Innern durch die Weite des Raumes an die Salzburger Collegienkirche.
Wallfahrtskirche Maria Kirchental © Gemeinde St. Martin b. Lofer - www.stmartin.at Wallfahrtskirche Maria Kirchental © Gemeinde St. Martin b. Lofer - www.stmartin.at
Wallfahrtskirche Maria Kirchental, Postkartenansicht.
© Gemeinde St. Martin b. Lofer - www.stmartin.at
Maria Kirchental besitzt die bedeutendste Sammlung an Votivbildern in Österreich. Weiterhin ist die Kirche ein beliebtes Ausflugsziel für Wallfahrer, aber auch für Wanderer und Bergsteiger, die Maria Kirchenthal als Ausgangspunkt für Touren in den angrenzenden Steinbergen nutzen (z. B. Großes Ochsenhorn, 2511 m). Neben Maria Plain zählt Maria Kirchental zu den beliebtesten Wallfahrtsorten im Salzburgerland. Kaum ein anderer Ort weit und breit kann eine so beeindruckende Einheit von Natur und Kultur, von Geschichte und Gegenwart aufweisen. Seit der Fertigstellung der Kirche pilgern Salzburger, Tiroler, Oberösterreicher und Bayern zu diesem 900 m hoch gelegenen Gnadenort zu Füßen der Loferer Steinberge. "Bergkristall unter den Wallfahrtsorten" hat ihn Alterzbischof Eder nach Abschluss der Renovierungsarbeiten im September 2001 genannt.
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Hochaltar der Wallfahrtskirche Maria Kirchental.
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Gnadenbild ist eine gekrönte sitzende Holzstatue der hl. Maria, die mit der Linken ein Zepter hält, mit der Rechten den sitzenden Jesusknaben mit einem Vögelchen: Ein Stieglitz hat sich auf der Linken des Jesuskindes niedergelassen, mit dem Zeigefinger der rechten Hand deutet es auf denselben, als wolle es auf ein Vorwissen über seine Passion hinweisen. Der Stieglitz bzw. Distelfink gilt hier vor allem als Symbol des Opfertodes Jesu - und der dadurch geretteten Seele, seine roten Kopffedern als Verweis auf das vergossene Blut Christi. Das Gnadenbild wurde vermutlich nach 1400 von einem unbekannten Künstler der Spätgotik für die Pfarrkirche von St. Martin geschaffen.
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Das Gnadenbild  der Wallfahrtskirche Maria Kirchental.
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Bei der Barockisierung dieser wurde die Statue aus der Kirche entfernt, worauf ein Bauer namens Rupert Schmuck die Statue im Jahr 1689 in das abgelegene Hochtal brachte. Er gab ihm einen Platz in einer Waldkapelle, zu der sehr bald und spontan eine Wallfahrt einsetzte. Auf den Köpfen tragen Maria und Jesus jeweils eine vergoldete Krone: diese hat angeblich der Salzburger Erzbischof am 13. Oktober 1691 eigenhändig auf deren Häupter gesetzt.
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Prozession zur  der Wallfahrtskirche Maria Kirchental.
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Beeindruckt von den vielen Gebetserhörungen, die zu dieser Zeit bereits von einer großen Zahl von Votivtafeln bezeugt wurden, entschloss sich der damalige Fürsterzbischof Johann Graf von Thun eine Wallfahrtskirche zu bauen. Die Planung der Kirche übertrug er dem kaiserlichen Hofarchitekten Fischer von Erlach. Unter der Leitung des Baumeisters Stefan Millinger, geboren in St. Martin, haben einheimische Handwerker und Hilfskräfte in nur sieben Jahren, von 1694 bis 1701, den „Pinzgauer Dom“ fertiggestellt.
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Blick durch das Kirchenschiff gegen den Hochaltar.
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1699 wurde nachweislich das erste Mal auf einem für 30 fl. angekauften Regal in der Kirche gespielt. Am Instrument saß entweder der Loferer Organist Mathias Rinnessl, oder schon der zwischen 1700 und 1730 eingesetzte Orgelspieler Vonetwillen. 1716 schrieb Franz Wilibald Polz, 1714–1729 Regens der Wallfahrtskirche, an das Konsistorium, dass er schon öfter von Wallfahrern habe hören müssen, wie es käme, daß man beÿ einer so vornemben Wallfahrth kheine orgl habe, zumal wohl ärmere Gotteshäuser als Kirchental mit Orgeln versehen wären. Außerdem hätte der Mesner Paul Gartner, der 1712 die Bruderschaft der Marianischen Karmeliter-Skapuliers gegründet hatte, 100 fl. für die Anschaffung einer solchen gespendet. In Folge lieferte der Orgelbauer Johann Christoph Egedacher zuerst einen Kostenvoranschlag mit einer Aufrisszeichnung, die schon seinem Vater Christoph Egedacher 1688 beim Bau der Orgel für die Erhardkirche also Vorlage gedient hatte.
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Soldatenwallfahrt zur Wallfahrtskirche Maria Kirchental.
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1717 wurde das Instrument vom sog. „Boten“ Peter Faistauer aus St. Martin mit mehreren Pferdegespannen zur Kirche gebracht und von Egedacher aufgestellt. Sie hatte folgende Stimmen: Manual: Copel 8', Gamba 8', Prinzipal 4', Superoktav 2', Quint 3', Mixtur 1½' (zweifach). Pedal: Oktavbass 8'. Das Manual hatte einen Umfang von C–c3 mit kurzer großer Oktav (45 Tasten und Töne), das Pedal reichte von C–gis0 (16 Tasten, 12 Töne, auf Taste g klingt gis). 1742 entstand der Plan, die Orgel aus der Mitte der Empore, wo sie vor dem großen Ostfenster stand, auf die südliche Seite zu rücken und, der Symmetrie wegen, ein Pendant in Form einer blinden Orgel zu errichten. Für dieses Vorhaben hervorgetan hat sich insbesondere der Geistliche Johann Michael Freundt aus Schwertberg, möglicherweise ein Verwandter aus der Orgelbaudynastie Freundt.
Wallfahrtskirche Maria Kirchental © www.bundesheer.at
Soldatenwallfahrt mit Pferdesegnung zur Wallfahrtskirche Maria Kirchental.
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Die Gehäuse-Attrappe wurde, passend zur Orgel, von dem Maler Andre Eisl in Lapislazuli (=blau) gefasst und die Bilderhauerarbeiten von ihm vergoldet. In dieser Form muss der Geistliche Rochus Franz Ignaz Egedacher, ein Schüler Leopold Mozarts und Enkel Johann Christoph Egedachers, das Instrument um 1781 kennengelernt haben, als er sich in der Priester-Korrekturanstalt Kirchental wegen eines Deliktes aufhalten musste. 1806 reparierte er die Orgel, die sein Großvater 1717 erbaut hatte, innerhalb von vier bis fünf Wochen. Er erntete dafür von Regens (1805–1825) Philipp Jakob Metzger Lob, weil er [sich] viele Mühe in Ausbesserung, und gänzlicher Stimmung derselben [gemacht] habe – und weil die Orgel nach Aussage des hiesigen Organisten Leumüller in einen ziemlich guten Stand, und reine Stimmung hergestellt worden war. Das Konsistorium genehmigte für seine Arbeit 4 Conventionsthaler.
Wallfahrtskirche Maria Kirchental - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Orgel und Orgelempore der der Wallfahrtskirche Maria Kirchental.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Um 1856 entstand der Plan, die Orgel umzugestalten, Pater Peter Singer empfahl, diese Arbeit dem Orgelbauer Matthäus Mauracher I. (1818–1884) zu überlassen. Mauracher wollte sie erweitern und nach hinten versetzen, ließ sie aber dann entfernen und errichtete 1858 ein Instrument in zwei neuen Orgelkästen. Er übernahm lediglich ein paar alte Register und die Balganlage der Egedacher-Orgel, ein Umstand, der dazu führte, dass der Kalkant Mühe hatte, genug Orgel-Wind zu liefern. Erst 1892 behob Albert Mauracher (1858–1917) dieses Manko, indem er einen Parallelbalg einbaute, zudem veränderte er die Disposition und das Wellenbrett. Nachdem die Orgel Anfang des 21. Jahrhunderts unspielbar geworden war, entschloss sich die Kirchenleitung, das Instrument durch den Orgelbauer Johann Pieringer restaurieren zu lassen. Er stellte die Disposition von 1858 wieder her, beließ aber die technischen Änderungen aus dem Jahre 1892.
Wallfahrtskirche Maria Kirchental © Paterj2 - www.youtube.com
Eine der Glocken der Wallfahrtskirche Maria Kirchental.
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Zwischen 1701 und 1848 wurden nach und nach 4 Glocken gegossen und im linken Turm aufgehängt. Im Ersten Weltkrieg zu Kanonenrohren umgegossen, klang aus ihnen fortan statt "himmlischem Geläut" todbringender Kanonendonner. Neun Jahre blieb die Kirche stumm, erst 1926 wurden neue Glocken gegossen und aufgezogen. Dann kam ein neuer Krieg und 1942 wurden auch diese Glocken abgeseilt um ein ähnliches Schicksal zu erleiden. Doch der Schnee war für den Transport angeblich zu hoch. So kamen sie zwar "befehlsgemäß" nach Zell am See, versäumten jedoch den Abtransport per Bahn. Nach 1945 wurden sie unterm Heu in einem Stadl gefunden und stillschweigend im Turm der Zeller Pfarrkirche aufgehängt. Vergeblich: Man konnte sie nicht läuten, weil der listige Pater Regens die Klöppel zurückbehalten hatte. So mussten die Zeller "Glockenverstecker" reumütig zum Regens nach Kirchental um die Klöppel bitten gehen. Der verlieh sie aber nur bis zur Fertigstellung der neuen Straße. 1949 kamen die Glocken im Feuerwehrauto nach Hause. Unterwegs erhielten sie noch die Feuertaufe: Im Grubhof brannte es. Da blieben sie zum Löschen gleich am Wagen. Erst danach durften sie wirklich heimkehren. (von einem Schild am Pilgerweg abgeschrieben) Die Glocke 3 stammt von 1815 und wurde von Franz Xaver Gugg dem Älteren gegossen, sie stammt ursprünglich aus Gerling bei Saalfelden. Die 3 anderen Glocken wurden 1926 von Oberascher in Salzburg gegossen. Sie erklingen in den Tönen e´ a´ cis´´ d´´.
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Vitrine im Wallfahrtsmuseum der der Wallfahrtskirche Maria Kirchental.
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In dem stattlichen Reigen kirchlicher Museen und Schatzkammern, die in den letzten drei Jahrzehnten in der Erzdiözese Salzburg entstanden sind, nimmt das Wallfahrtsmuseum von Maria Kirchental durchaus nicht den letzten Platz ein. Nicht die Sammelleidenschaft eines Fürsten oder das Mäzenatentum einer Familie, weder die traditionsbewusste Bürgerschaft noch staatliche Forschungsinteressen ließen dieses Museum erstehen. Es war einzig und allein die durch 300 Jahre ungebrochene Anziehungskraft dieses Ortes, der zu Füßen der Gnadenmutter von Maria Kirchental die Zeugnisse der Dankbarkeit ungezählter Menschen bewahrt und nunmehr der Öffentlichkeit zugänglich macht. "Ex Voto", mehr als tausendmal lesen wir dieses Wort „Gelöbnis“,auf den Votivtafeln ebenso wie auf den Gaben aus Wachs, Holz, Silber oder Stein. Hinter jeder steht das Schicksal eines konkreten Menschen, der sich zuinnerst diesem Ort dankschuldig verbunden fühlte. Wir meinen, dass christliche Glaubensverkündigung nicht ohne diese Zeugnisse der Erfahrung christlichen Lebens auskommen kann.
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Votivbilder der der Wallfahrtskirche Maria Kirchental.
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Sie sagen mehr aus als nur über Zeit und Form ihres Entstehens und strahlen mehr als nur kunstgeschichtlichen Glanz. Ihr geistiger Gehalt setzt eine Wirklichkeit im Sinne einer Ordnung, aus der Heil und Kraft kommen für den ganzen Menschen. Immer wieder wird uns von Expertenseite versichert, dass Maria Kirchental von allen österreichischen Wallfahrtsorten den größten Bestand an kunsthistorisch wertvollen Votivbildern aufweist. Von den ca. 1200 Votivtafeln, die größtenteils aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammen, sind dank der Unterstützung durch die Edith-Haberland-Wagner-Stiftung in München alle restauriert. Schmuck seiner Braut, der Kirche, ist diese geistliche Schatzkammer, sichtbarer Ausdruck der unsichtbaren Herrlichkeit Gottes in dieser Welt. Dies gilt vom Zentrum dieses Heiligtums, der thronenden Madonna mit dem Jesuskind ebenso wie von den unzähligen Kopien auf jedem Gebetszettel, Votivbild oder Andachtsgegenstand, zu dessen Füßen die Votanten knien.
Wallfahrtskirche Maria Kirchental © Kunstsignet GmbH & Co KG - www.votivtafel.at/
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Votivbilder der der Wallfahrtskirche Maria Kirchental.
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Dies gilt aber auch von allen Werken der Goldschmiedekunst, die sich in so reichem Maße erhalten haben, und die nun, soweit sie nicht unmittelbar dem Kult und dem liturgischem Geschehen dienen, hier präsentiert werden. Eine eigene Gruppe nehmen die Rosenkränze und Wallfahrtsmedaillen ein, unter denen sich wahre Prunkstücke – wohl aus Adelsbesitz – finden. Es wurde in der Präsentation all dieser Objekte größter Bedacht darauf genommen, jedem Stück seine eigene Aura zu belassen und dem Besucher möglichst ohne Anstrengung eine meditative Betrachtung all dieser Kostbarkeiten zu ermöglichen. Jedes dieser mehr als 1000 Kostbarkeiten, die wir hier bewundern können, sind Lebewesen, ja sie sind Patienten von Natur aus. Sie bedürfen der Pflege, der andauernden Obhut und der konservatorischen Betreuung.
Wallfahrtskirche Maria Kirchental © Kunstsignet GmbH & Co KG - www.votivtafel.at/
Votivbilder der der Wallfahrtskirche Maria Kirchental.
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Deshalb hat das Rektorat der Wallfahrtskirche keine Mühe gescheut, Sponsoren zu gewinnen, deren hochherzigen Gaben es ja erst ermöglicht haben, dass wir uns jetzt an der Betrachtung dieser Kostbarkeiten erfreuen können. So möge also jedem Pilger, der hier herauf an diesen Ort seltener Harmonie von Landschaft der herbschönen Pinzgauer Bergwelt und dem durchbeteten Haus Gottes und der Menschen kommt, der hier Trost und Hilfe sucht, auch ein Besuch im Wallfahrtsmuseum helfen, sein Leben von einer höheren Warte aus zu betrachten und diese Gnadenstätte anders verlassen als er sie betreten hat.
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Altar mit Kerzen der Wallfahrtskirche Maria Kirchental.
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Das Haus der Besinnung direkt neben der Wallfahrtskirche wird von den Herz-Jesu-Missionaren und den Missionarinnen Christi gemeinsam betrieben. Die Angebote sind vielfältig und umfassen vor allem Besinnungstage, Exerzitien, Bibelwochen und Meditationen, aber auch sportliche Aktivitäten wie Skilanglauf oder Bergwandern. Im 18. und 19. Jahrhundert war dieses Haus eine Priesterkorrektionsanstalt der Erzdiözese Salzburg gewesen. Spirituelle Begleitung, Therapie und Atembehandlungen bzw. Atemmassagen sind Angebote, die Sie als Gast in Maria Kirchental, aber auch von außen kommend nutzen können.
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Rückseite der Wallfahrtskirche Maria Kirchental.
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Maria Kirchental ist ein besonderer Ort. Wir möchten durch unser Dasein und in den verschiedenen Angeboten Bedingungen schaffen, dass Menschen Orientierung für ihr Leben finden oder ihr Leben aus dem Glauben erneuern bzw. vertiefen können. Unsere eigenen Quellen als Herz Jesu Missionare und Missionarinnen Christi wollen wir teilen. Wir glauben, dass Gott aus Liebe alles Menschliche und jeden Menschen, alles Große und alle Abgründe in Jesus Christus angenommen, geheiligt und geheilt hat. Er hat uns die Schöpfung anvertraut und will, dass wir das Leben gestalten.
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Die Wallfahrtskirche Maria Kirchental im Frühjahr.
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Die Einzigartigkeit jedes Menschen zu entdecken und ihr Raum zu geben ist uns ein großes Anliegen, genauso wie die immer neue Suche nach einer zeitgerechten Spiritualität und einem einfachen und nachhaltigen Lebensstil. Abstand vom Alltag finden, durch einen Ortswechsel, Zeit haben und zur Ruhe zu kommen, kann helfen, um wieder Orientierung und neue Kraft zu finden für den Alltag. Das äußere Gefordertsein braucht immer auch den Ausgleich des inneren Verwurzeltseins.
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Nachtaufnahme der Wallfahrtskirche Maria Kirchental im Winter.
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Kirchental der stille und spirituelle Ort, mit der Einfachheit des Besinnungshauses in der wildschönen Natur lädt ein, wieder wesentlicher zu werden. Wenn es die sonstige Belegung erlaubt, ist es hier möglich sich für ein paar Tage oder unter Umständen auch länger zurückzuziehen, entweder als SelbstversorgerIn oder auch mit Vollpension. Für solche Zeiten können auch Gesprächsbegleitung, therapeutische Begleitung und auch Atembehandlungen und Massagen angefragt werden. Das Besinnungshaus hat 10 Zimmer mit Nasszelle im Haupthaus und 9 Zimmer mit Dusche und WC auf dem Gang im Nebenhaus. Es besteht die Möglichkeit zur Vollpension oder zur Selbstversorgung.
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Die Wallfahrtskirche Maria Kirchental im Schneetreiben zu Hl. Drei König.
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Es gibt auch ein Matratzenlager für Gruppen. Die Stube im Regenshaus dient für Gruppen als Speiseraum und abends zum Zusammensitzen. Die Selbstversorger haben im Mesnerhaus eine eigene Küche und Stube. Für Gruppen gibt es einen Meditationsraum mit Parkettboden, der je nach Bedarf mit Yogamatten, Stühlen, Sitzkissen oder Sitzschemeln ausgestattet werden kann, sowie einen Tagungsraum mit Tischen und Flipchart, auch ein Beamer ist vorhanden. Die Hauskapelle ist jederzeit zur Verfügung.
www.maria-kirchental.at
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Maria_Kirchental" der
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