Servitenkloster Maria Luggau
"Kraftort seit fünf Jahrhunderten"
Maria Luggau 26, 9655 Maria Luggau
Kloster Maria Luggau - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Maria_Schnee
Servitenkloster Maria Luggau.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Maria_Schnee
Das Kloster Maria Luggau in Maria Luggau in der Gemeinde Lesachtal schließt nördlich an die Wallfahrtskirche Maria Schnee an. Maria Luggau, am Beginn des Lesachtales an der Osttiroler Grenze gelegen, ist keine Eigengründung, sondern wurde 1635 durch Vermittlung von Claudia Medici von den oberdeutschen Franziskanern übernommen.
Geschichte
Kloster Maria Luggau - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Maria_Schnee
Historischer Stich des Kloster Maria Luggau mit der Wallfahrtskirche
Maria Schnee und Des Klostergartens.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Wallfahrt selbst geht auf mehrere Traumvisionen 1513 zurück, die die Bäuerin Helena hatte. Ihr ist Maria erschienen und hat sie ersucht, hier ihr zu Ehren eine Kirche zu erbauen. Nach einigem Widerstand - ihr drohte, als "Hexe" angeklagt zu werden, wurde 1536 vom Baumeister Bartholomäus Vierthaler mit dem Bau der Wallfahrtskirche begonnen. Das Gnadenbild, die kleine, durchaus eigenwillige Pietà, hatte noch Helena selbst in Osttirol fertigen lassen. Es ist eine Arbeit hoher Volkskunst.
Kloster Maria Luggau - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Maria_Schnee Kloster Maria Luggau - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Maria_Schnee
Innenhof des Servitenkloster Maria Luggau.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Maria_Schnee
1591 gründeten die Franziskaner in Maria Luggau eine Niederlassung. 1593 wurde der Grundstein zum Klosterbau gelegt. Bereits 1628 wurden die Franziskaner aus Maria Luggau abberufen. 1635 erfolgte die Übergabe der Kirche, des Klosters und der Pfarre an die Serviten. 1640 zerstörte ein Brand das Kloster, das Kirchendach und das oberste Turmgeschoß. Zwischen 1640 und 1661 wurde das Kloster wieder errichtet. Kloster und Kirche in 1170 m Höhe hatten nicht nur Wetterunbillen standzuhalten, sondern wurden 1738 auch ein Raub der Flammen. Die weitgehende Erneuerung des Klosters wurde 1741 vollendet.
Kloster Maria Luggau - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Maria_Schnee
Servitenkloster Maria Luggau.
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Umgekehrt wurde Maria Luggau sehr bald schon eine äußerst beliebte, „internationale Wallfahrt“: Bis heute kommen Pilger teilweise in weiten Fußwallfahrten aus allen vier Himmelsrichtungen: Aus dem Osten die Kärntner und Slowenen, aus dem Süden die Italiener, aus dem Westen die Südtiroler und aus dem Norden die Osttiroler. Obwohl in Kärnten gelegen, ist Maria Luggau der Wallfahrtsort der Osttiroler, die zu Fuß über den „Kofl“ kommen. Man sagt, dass Maria Luggau im schönsten Tale Österreich liegt. Das Lesachtal ist in vielerlei Hinsicht noch sehr bodenständig. So findet man auch im religiösen Bereich hier noch sehr viel mit Liebe gepflegtes, echtes Brauchtum, wie die unnachahmlichen Prozessionen.
Kloster Maria Luggau - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Maria_Schnee Kloster Maria Luggau - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Maria_Schnee
Außenseite und Portal des Servitenkloster Maria Luggau.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Maria_Schnee
Ein Höheppunkt für den Orden und den Ort war sicher die Erhebung der Wallfahrtskirche 1987 zur Basilika durch Johannes Paul II.. In der Kirche führt eine gotische Vorhalle in ein barockes Kirchenschiff. Die Dekenfresken stellen Motive aus der Wallfahrtsgeschichte, die sieben Schmerzen Mariens und die Gründung des Servitenordens dar. Von der Basilika gelangt man in den Votivgang, der mit zahlreichen Bildern und Votivtafeln ausgestaltet ist. Nicht nur der Peregrinialtar lädt zu einem meditativen Rundgang ein.
Architektur
Kloster Maria Luggau © Kloster Maria Luggau
Der Innenhof des Klosters Maria Luggau.
© Kloster Maria Luggau
Das Kloster ist ein großer dreigeschoßiger Bau um einen rechteckigen Hof. An der Südseite befindet sich eine terrasierte Gartenanlage. Den Haupteingang bildet das westliche Rustikaportal, das von einem Wappenschild und zwei seitlichen Obelisken bekrönt wird. Die Sakristei liegt nördlich des Kirchenchores und bildet die Westecke des Südtraktes. Das Muldengewölbe mit Stichkappen weist in der Mitte ein Ovalfeld mit dem Auge Gottes auf. Die um 1740 entstandenen Stuckfelder mit Rankenwerk zeigen an der Schmalseite ein Herz mit sieben Schwertern und darüber eine Krone, einen Pelikan und einen Pfau. Der Kamin und das Lavabo stammen aus der Bauzeit, der Sakristeischrank mit Intarsien aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. In einer Vitrine wird eine Schnitzgruppe der Beweinung Christi aus der Mitte des 18. Jahrhunderts aufbewahrt.
Kloster Maria Luggau © Kloster Maria Luggau
Gang im Kloster Maria Luggau.
© Kloster Maria Luggau
In der Mitte des Südtraktes befindet sich das Refektorium mit einer Stuckdecke aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Zur Ausstattung zählen Bänke und Tische mit Intarsien sowie ein Ofen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Ölgemälde mit Darstellungen von acht Heiligen sowie Wohltätern des Ordens sind zum Teil in die Wand eingelassen und stammen aus der Bauzeit.
Kloster Maria Luggau © Kloster Maria Luggau
"Maria hilft".
© Kloster Maria Luggau
Im Korridor des Südtraktes sind zahlreiche Votivbilder ausgestellt, darunter eine spätbarocke bäuerliche Bilderfolge zur Gründungsgeschichte der Kirche, ganzfigurige Porträts von Serviten und sechs Rokokobilder zur Lebensgeschichte eines Serviten namens Jakob.
Kloster Maria Luggau © Kloster Maria Luggau
Der Kräutergarten im Kloster Maria Luggau.
© Kloster Maria Luggau
Der Klostergarten wurde im Frühbarock angelegt. Erhalten geblieben sind das quadratische, gemauerte Gartenhaus an der Mauer zwischen erster und zweiter Terrasse mit einer doppelläufigen Treppe und der Spatzentempel. Der Spatzentempel, ein Pavillon im Garten unterhalb der Stützmauer, ist ein Bau mit achteckigem Grundriss und einer hölzernen Laterne aus dem 17. Jahrhundert. Im Inneren weisen die Nischen volkstümliche barocke Steineinlegearbeiten von 1748 mit den Darstellungen des Gekreuzigten, der Maria Magdalena sowie von vier Mönchen auf.
Exerzitien-, Bildungs- und Gästehaus
Kloster Maria Luggau - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Maria_Schnee
Kloster Maria Luggau mit der Wallfahrtskirche Maria Schnee.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Maria_Schnee
Das Kloster steht mit seinen 85 Betten nicht nur Wallfahrern und Pilgergruppen offen, sondern allen, die sich nach Sammlung, Tiefe, Stille und Gebet sowie Besinnung sehnen. Sie finden hier gastfreundliche Aufnahme und seelsorgliche Begleitung. Die geistliche Atmophäre des Hauses und die "Aura" des Heiligtums eignen sich hervorragend für Pfarrgemeinderatsklausuren, Einkehrtage aller Gruppen der Katholischen Aktion, Exerzitien, Brautleutetage, Intensivkurse Kirchlicher Erneuerungsbewegungen, Bildungsveranstaltungen jeder Art uvm.
Kloster Maria Luggau © Kloster Maria Luggau
Einbettzimmer im Besinnungshaus des Klosters Maria Luggau.
© Kloster Maria Luggau
Oder man kann sich als Einzelner für einige Tage "ins Kloster" zurückziehen. Auch die Möglichkeit für junge Menschen, ihre Berufung zu prüfen, indem sie mit uns einige Zeit unser Klosterleben teilen, ist in Maria Luggau gegeben. Für alle diese Möglichkeiten bitten wir um rechtzeitige Anmeldung, damit wir wirklich optimal vorsorgen können.
www.kath-kirche-kaernten.at/kloster
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Kloster_Maria_Luggau" der
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