Mariä Verkündigung
25. März
Mariä Verkündigung, Verkündigung des Herrn, Annunziatio - © Pixabay - Lizenz: CC0 Public Domain
Mariä Verkündigung (Annuntiatio Domini) - Mosaik.
© Pixabay - Lizenz: CC0 Public Domain
Verkündigung des Herrn, lateinisch Annuntiatio Domini, auch Mariä Verkündigung (In Annuntiatione Beatæ Mariæ Virginis), ist ein Fest am 25. März, das in vielen christlichen Konfessionen gefeiert wird. Es wurde auch Conceptio Christi (‚Empfängnis Christi‘), früher auch Ancilla (‚Magd [Gottes]‘) genannt. Gefeiert wird die Verheißung der Geburt Jesu an Maria. Das Festdatum ist vom liturgischen Datum der Geburt Jesu, dem 25. Dezember, abgeleitet (neun Monate vorher) und hat weihnachtlichen Charakter. Sollte, so wie letztmals im Jahr 2013, der 25. März in die Karwoche oder die darauffolgende Osteroktav fallen, wird das Fest auf den ersten Tag nach der Osteroktav (2013 war dies der 8. April) verlegt, da sowohl die Kartage als auch die Tage der Osteroktav liturgisch einen höheren Rang bekleiden und daher das Fest „verdrängen“. Das Fest betrachtet die Menschwerdung des Gottessohnes und zählt daher zu den Herrenfesten.
Verkündigung an Maria, Temperamalerei-Holz;
Einrichtung sakral; Flügelaltar; Levoca; Slowakei; Pfarrkirche St. Jakob.
Quelle: Universität Salzburg - www.imareal.oeaw.ac.at
Das Hochfest Annunziata genannt, feiert die "Verkündigung" der bevorstehenden Geburt an Maria. Der Name Annunziata leitet sich von der lateinischen Bezeichnung des Festtags "Verkündigung", "Annunziatio", ab. Dies ist der Tag neun Monate vor Weihnachten, an dem der Engelsbote Gabriel Maria mit dem "Englischen Gruß" die Geburt Jesu ankündigte. Maria spann dabei nach der Legende gerade das purpurne Garn für den Tempelvorhang, nach anderen Überlieferungen schöpfte sie gerade Wasser aus einem Brunnen.
Mariä Verkündigung, Verkündigung des Herrn, Annunziatio - Quelle: Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon
Verkündigung an Maria, um 1435/1440, Fresko von
Fra Angelico im Konvent von San Marco in Florenz.
Quelle: Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon
An diesem Tag feiert die Kirche das im Lukasevangelium (Lk 1,26–38 EU) dargestellte Ereignis: Der Engel Gabriel kommt zu Maria nach Nazareth und kündigt ihr die Geburt ihres Sohnes Jesus durch die Kraft des Heiligen Geistes an. „Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden“ (Lk 1,35 EU). Diese Ankündigung wird zugleich als Moment der Empfängnis verstanden, nach dem biblischen Grundsatz: Wenn Gott spricht, geschieht, was er sagt (vgl. Schöpfungsgeschichte) – die Jungfrauengeburt gilt als eigenständiges Mysterium.

Maria antwortet: „Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast“ (Lk 1,38 EU, „Ecce ancilla Domini, fiat mihi secundum verbum tuum“, daher auch der alte Name des Festes, zu lateinisch ancilla, ‚Magd‘).

In deutscher Übersetzung sagt der Engel zu Maria: „Ich grüße dich, Maria!“ Das im griechischen Urtext des Lukasevangeliums an dieser Stelle verwendete Wort χαιρε (chaire) bedeutet wörtlich: Freue dich, sei froh; dies war bei den alten Griechen der übliche Gruß. Der normale Gruß im Hebräischen war שלום (Schalom)‚ was wörtlich Frieden bedeutet. In der lateinischen Übersetzung des Lukasevangeliums wird hier das Wort ave verwendet, dies bedeutet wörtlich ungefähr es soll dir gut gehen und war ein üblicher Gruß bei den alten Römern. Die Worte des Neuen Testamentes sind eine Einladung zur Freude. Die zentrale Bedeutung dieses Heilsereignisses für die Christen kommt auch im Gebet Der Engel des Herrn (Angelus) zum Ausdruck, das die Verkündigung des Herrn zum Betrachtungsgegenstand hat. Die Bibelstelle ist auch die Grundlage des Gebets Gegrüßet seist Du, Maria (Ave Maria).
Mariä Verkündigung, Verkündigung des Herrn, Annunziatio - © Pixabay - Lizenz: CC0 Public Domain
Mariä Verkündigung als Steinrelief über einen Kircheneingang.
© Pixabay - Lizenz: CC0 Public Domain
Die Verheißung der Geburt Jesu an Maria
wird nur im Lukasevangelium (Lk 1,26–38 EU) dargestellt:

Als Marias Verwandte Elisabet im sechsten Monat mit Johannes (dem Täufer) schwanger war, erschien der Engel Gabriel in Nazaret bei Maria:

Der Engel trat bei ihr ein und sagte:
„Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.“
Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.

Da sagte der Engel zu ihr:
 „Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben.“

Maria erhob den Einwand:
„Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?“


Der Engel antwortete:
„Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.“

Als Zeichen verwies der Engel auf Elisabet, die nun im Alter einen Sohn empfangen habe, denn für Gott ist nichts unmöglich. Die Anrede des Engels wurde zum Beginn des bekannten Gebets Ave Maria – „Gegrüßet seist Du, Maria".
Mariä Verkündigung, Verkündigung des Herrn, Annunziatio - Quelle: Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon
Mariä Verkündigung - Filippo Lippi, um 1467, im Dom in Spoleto.
Quelle: Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon
Die Szene mit Maria und dem Engel wurde vielfach in Bildern und Plastiken dargestellt. Die Szene stellt üblicherweise Maria und den Engel im Innenraum eines Hauses dar, wohl als Symbol für Marias Innerlichkeit, Keuschheit und Jungfräulichkeit (vergleiche hortus conclusus). Zuweilen bringt der Engel Maria eine weiße Lilie, ein Symbol der Jungfräulichkeit und Reinheit, während die Gesten des Mädchens Überraschung und Berührtsein ausdrücken. Manchmal wird Maria auch in einem Buch lesend dargestellt, womit auch die Verbindung mit der Ankündigung des Messias beim Propheten Jesaja im Alten Testament unterstrichen wird.
Mariä Verkündigung © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Mariä Verkündigung
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
In vielen Darstellungen erscheint auch der Heilige Geist in Gestalt einer Taube, in anderen Darstellungen wird die Empfängnis durch einen Maria treffenden Lichtstrahl dargestellt. Johann Sebastian Bach schrieb eine Kantate für diesen Tag: Wie schön leuchtet der Morgenstern, BWV 1. Außerdem erweiterte er die Widmung der Kantate Himmelskönig, sei willkommen (BWV 182), die eigentlich für den Palmsonntag geschrieben worden war.
Fällt der 25. März in die Karwoche, die Osterfesttage oder in die Woche nach Ostern, dann wird das Fest am Montag nach dem Weißen Sonntag - dem Sonntag nach Ostern - nachgeholt.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Verkündigung_des_Herrn" der
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