Basilika Mariatrost
Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariae Geburt
Kirchplatz 8, 8044 Graz
Basilika Mariatrost © Pfarre Mariatrost - mariatrost.graz-seckau.at
Die Basilika auf dem Purberg in Graz-Mariatrost.
© Pfarre Mariatrost - mariatrost.graz-seckau.at
Die Basilika Mariae Geburt, auch Pfarr- und Wallfahrtskirche Graz-Mariatrost, ist eine am Purberg in Graz-Mariatrost gelegene katholische Kirche. Das barocke Gebäude mit dem ehemaligen Pauliner- beziehungsweise Franziskanerkloster Maria Trost gehört zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten der Steiermark.
Geschichte
Basilika Mariatrost © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Ansicht der Basilika in Mariatrost; Kabinettfotografie um 1885.
Basilika Mariatrost © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Mariatrost zählt zu den bedeutendsten Marien-Wallfahrtsorten der Steiermark. Ziel der Wallfahrer, die aus Österreich, Ungarn und Kroatien kamen und kommen, ist eine wundertätige Marienstatue, die aus dem Stift Rein bei Graz stammt und ursprünglich in der Hauskapelle des Purbergschlössls stand. Der Besitzer des Anwesens, Franz Caspar Conduzi, übergab es 1708 an den Orden der Pauliner. 1714 wurde nach der offiziellen Anerkennung als Wallfahrtsort der Grundstein für die Kirche gelegt. Unter Andreas Stengg mit seinem Sohn Johann Georg Stengg wurde der Bau begonnen. Bereits fünf Jahre später wurden erste Gottesdienste gefeiert. Kaiser Karl VI. veranlasste den Bau einer Straße von Graz nach Mariatrost, um die Erreichbarkeit des Ortes zu verbessern. Der Rohbau der Kirche wurde im Jahr 1724 fertiggestellt. Die vollständige Fertigstellung dauerte jedoch bis 1779. Wenige Jahre später mussten die Pauliner im Zuge der josephinischen Reformen Maria Trost verlassen.
Basilika Mariatrost © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wallfahrtskirche Mariatrost. Blick auf Seitenfront; 1930.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Aus der Kloster- und Wallfahrtskirche wurde eine Pfarrkirche und die an einen Fleischhauer verkauften Klostertrakte wurden in Stallungen umgewandelt. Zwischen 1846 und 1996 führten die Franziskaner die Kirche wieder als Wallfahrtsort. Im Oktober 1968 wurde in der Basilika die Mariatroster Erklärung veröffentlicht. 1996 verließ der Orden das Kloster. Seitdem wird die Pfarre von Priestern der Diözese Graz-Seckau betreut. Der Aufschwung gipfelte am 28. Oktober mit der Ernennung der Kirche zur Basilica minor durch Papst Johannes Paul II.. In diesem Zusammenhang fand eine Gesamtrenovierung der Anlage statt.
Basilika Mariatrost © Pfarre Mariatrost - mariatrost.graz-seckau.at
Abendstimmung der Basilika Mariatrost.
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Die Wallfahrtskirche steht am Purberg (von „Burgberg“, 469 m Seehöhe) im Nordosten von Graz. Sie ist über die Angelus-Stiege mit 216 Stufen erreichbar. Die Basilika ist der Hochform des Kaiserbarocks zuzuordnen. Zwei viergeschossige Fassadentürme (61 m) und eine Kuppel sind die weithin sichtbaren Merkmale des Baukörpers dieser Kreuzkuppelkirche. Sie wird von den Gebäuden eines ehemaligen Pauliner- (1708–86) und späteren Franziskanerklosters (1842–1996) umschlossen. In Höhe des letzten Drittels der Angelustreppe befindet sich eine vom Grazer Künstler Erwin Huber im Jahr 2000 geschaffene, mittelgroße Bronzeskulptur des Verkündigungsengels Gabriel.
Basilika Mariatrost © Pfarre Mariatrost - mariatrost.graz-seckau.at
Die Angelus-Treppe zur Basilika im Winter.
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Das Kirchengebäude mit zwei viergeschossigen Fassadentürmen wird von den Flügeln des Klostergebäudes eingeschlossen. Über der Vierung der Basilika thront eine Kuppel. An beiden Seiten befinden sich Kapellen. Das Vorbild für den Kirchenbau ist die Jesuitenkirche Il Gesù in Rom. Im Mittelpunkt des Hochaltars steht eine spätgotische Marienstatue von 1465, welche aus dem Stift Rein stammt. 1695 wurde sie durch eine barocke Ummantelung von Bernhard Echter zur Gnadenmutter umgestaltet. Über ihr befindet sich eine Inschrift, die von Engeln getragen wird: Solatium vitae nostrae (Trost unseres Lebens).
Basilika Mariatrost © Pfarre Mariatrost - mariatrost.graz-seckau.at
Die Basilika Mariatrost im Winter.
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Die Deckengewölbe, die Kuppel und die Seitenwände des Kircheninnenraumes sind mit Fresken von Lukas von Schram und Johann Baptist Scheidt von 1733 bis 1754 ausgestattet. In einer Darstellung wird an den entscheidenden Sieg Österreichs über die Türken erinnert. Der Kaiser blickt mit seinen Feldherren dankend gen Himmel. Engel halten den Namen Mariä in ihren Händen.
Basilika Mariatrost © Pfarre Mariatrost - mariatrost.graz-seckau.at
Innenansicht der Basilika Mariatrost.
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Im Kuppelfresko wird die Gottesmutter Maria als Himmelskönigin verehrt und vom Licht der Heiligen-Geist-Taube umstrahlt. Am Kuppelfuß finden sich in Abbildungen die vier Evangelisten, an den Gewölbeauflagern die vier abendländischen Kirchenväter: Gregor der Große, Hieronymus, Ambrosius und Augustinus. In den Seitenkapellen der Basilika werden die Geschichten des Wallfahrtsortes mit Maria als Helferin und Trösterin gezeigt.
Basilika Mariatrost © Pfarre Mariatrost - mariatrost.graz-seckau.at
Basilika Mariatrost.
© Pfarre Mariatrost - mariatrost.graz-seckau.at
Das Orgelgehäuse wird von den Figuren des König David und der heiligen Cäcilia geziert. Die Kanzel wurde von Veit Königer 1779 geschaffen. Am Schalldeckel befindet sich eine allegorische Darstellung des Glaubens (Kreuz); am Kanzelkorb Darstellungen der Hoffnung (Anker) und der Liebe (Herz). Die drei Reliefs des Korbes zeigen Szenen aus dem Leben Marias (Verlöbnis Mariae mit Joseph, Begegnung Mariae mit Elisabeth, Himmelfahrt Mariae). Die Reliefs am Aufgang stellen Wunder dar, das an der Rückwand die Verkündigung an Maria. Eine ähnliche Kanzel befindet sich in der Pfarrkirche Nestelbach bei Graz, ebenfalls von Königer.
Basilika Mariatrost © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Basilika Mariatrost; Angelus-Stiege und Fassade von unten; um 1875.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Unterhalb der Basilika, im oberen Drittel der Angelus-Treppe, befindet sich eine mittelgroße Bronzeplastik (Mariä Verkündigung) des vom Grazer Künstler Erwin Huber geschaffenen Erzengels Gabriel.
mariatrost.graz-seckau.at
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Basilika_Mariatrost" der
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