Stadtkirche Drosendorf
Pfarrkirche hl. Martin (Martinskirche)
Hauptplatz, 2095 Drosendorf
Martinskirche Drosendorf - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Martinskirche in Drosendorf.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Stadtkirche Drosendorf ist eine römisch-katholische Kirche in der Stadtgemeinde Drosendorf-Zissersdorf. Drosendorf-Zissersdorf ist eine Stadtgemeinde im Bezirk Horn in Niederösterreich. Drosendorf-Zissersdorf liegt an der Thaya im nördlichen Waldviertel in Niederösterreich und damit an der Grenze zu Tschechien. 1188 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung Drosendorfs.
Martinskirche Drosendorf - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Stadtmauer im Norden von Drosendorf.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs. Geschützt von einer doppelten Wallanlage und von der Thaya umflossen, die die Stadt zusätzlich von ihren Feinden abschirmte. 1278 wurden die mächtigen Befestigungsmauern dem böhmischen König Ottokar II. zum Verhängnis. Drosendorf ist die einzige Stadt Österreich, die heute noch von einer knapp 2 km langen, vollständig erhaltenen Stadtmauer umgeben ist.
Martinskirche Drosendorf - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Martinskirche Drosendorf - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Pfarrkirche Drosendorf.
Quelle: Wikimedia Commons
Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Kirche und Pranger in Drosendorf.
Quelle: Wikimedia Commons
Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Prangersäule, das Wahrzeichen der Gerichtsbarkeit und des Marktrechtes, stammt aus der Zeit um 1500 und ist eine der höchsten noch bestehenden Säulen im deutschen Sprachraum. Obendrein wurden bei geologischen Untersuchungen im Raum Drosendorf 3,4 Milliarden Jahre alte Kristalle gefunden, und diese sind die ältesten Österreichs! Es handelt sich um wenige Zehntelmillimeter große Zirkone aus einem Quarzitgestein. Die Kirche steht als Marktkirche inmitten des Hauptplatzes in der Stadt Drosendorf.
Geschichte
Martinskirche Drosendorf - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Blick gegen den Altar der Stadtkirche (Martinskirche) in Drosendorf.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Kirche wurde als spätgotischer Saalbau in den Jahren 1461 bis 1463 an jener Stelle errichtet, wo eine im 13. Jahrhundert erbaute Kapelle stand. Die Kirchweihe auf den heiligen Martin war 1464. Im Jahre 1486 ist die Kirche eine Stiftung der Eitzinger, dazu 1501 ein Doppelwappen Georg von Eitzing und Gemahlin im Chor der Kirche, 1476 ein Wappen Oswald von Eitzing und Gemahlin.
Martinskirche Drosendorf - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Inneres mit der Kanzel der Stadtkirche (Martinskirche) in Drosendorf.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
 Im Jahre 1680 wurde durch den Grafen von Lamberg ein Oratorium errichtet. Der Kirchturm ist im Westen vorgestellt. Die zwei Seitenaltäre stammen aus der ehemaligen Wallfahrtskirche Maria Schnee in der Katastralgemeinde Elsern. Die Orgel aus dem Jahre 1896 ist vom Orgelbau Kauffmann. Kauffmann entstammte einer seit 1877 in Wien tätigen Orgelbauerdynastie, die mit dem Tod seines Sohnes Hans nach 120 Jahren endete.
Martinskirche Drosendorf - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Kauffmann-Orgel der Stadtkirche (Martinskirche) in Drosendorf.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
 Johann Marcellinus Kauffmann (* 1910 in Wien; † 1965 ebenda) war ein österreichischer Orgelbauer. Mit seiner Frau Wilhelma, geb. Kaukol, hatte er vier Söhne. Ein weiterer Sohn war der österreichische Volksschauspieler, Kabarettist und Buchautor Götz Kauffmann. Einige der mehr als 100 Kauffmann-Orgeln befinden sich zudem in China, Ägypten, Italien (Aquileia), Togo (Lomé) und Kroatien (Split). Zur Rettung der Riesenorgel im Dom zu St. Stephan hat sich am 2. Oktober 2010 ein Komitee gebildet, das vorwiegend aus den Kindern und Enkeln des Orgelbauers besteht. An diesem Tag jährte sich die Weihe der Orgel zum 50. Mal.
Martinskirche Drosendorf - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Martinskirche Drosendorf - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Nepomukstatue in der Stadtkirche
(Martinskirche) von Drosendorf.
Quelle: Wikimedia Commons
Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Orgelaufgang der Stadtkirche
(Martinskirche) in Drosendorf.
Quelle: Wikimedia Commons
Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
In einer Nische befinden sich in einem barocken Glassarg mit Akanthusdekor (um 1700) die sterblichen Überreste der Heiligen Valentina mit einer Inschrifttafel aus dem 3. Jahrhundert aus einer römischen Katakombe. Diese wurden von Papst Clemens XI. Katharina Eleonora Gräfin Lamberg zum Geschenk gemacht und 1702 nach Drosendorf gebracht, wo sie zunächst in der Schlosskapelle ausgestellt waren.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Karl Gruber
Reliquienschrein der hl. Valentina in der Martinskirche in Drosendorf.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Karl Gruber
 1704 wurden sie hierher in die Kirche gebracht. 1999 wurde in Drosendorf das erste Valentinafest begangen. Seitdem findet jedes Jahr am Sonntag nach dem Valentinstag ein festlicher Gottesdienst zu Ehren Valentinas in der von Floristen mit Blumen geschmückten Kirche statt.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Stadtkirche_Drosendorf" der
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