Stiftskirche Mattighofen
Stifts– und Propsteipfarrkirche Maria Himmelfahrt
Römerstraße 12, 5230 Mattighofen
Stiftskirche Mattighofen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Platz vor der Pfarrkirche; 1931.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Kirche ist der Himmelfahrt Mariens geweiht, das Patrozinium ist am 15. August. Mattighofen ist eine Stadt im oberösterreichischen Innviertel im Mattigtal. Mattighofen war einer der fünf frühbajuwarischen herzoglichen Höfe. 757 entstand eine königliche Pfalz. 1007 wurde der Mattiggau an das Bistum Bamberg geschenkt. Durch den Frieden von Teschen im Jahre 1779/80 kam das gesamte Innviertel mit Mattighofen zu Österreich.
Geschichte
Stiftskirche Mattighofen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Mattighofen - Alte Ansicht.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der erste Kirchenbau, der am Ort eines keltischen Heiligtums errichtet worden war, geht auf das 6. Jahrhundert zurück, und war Maria geweiht, damit ist die Kirche eine der ältesten Marienkirchen Österreichs. Diese ursprüngliche hölzerne Kirche wurde im 10. Jahrhundert durch einen steinernen Bau ersetzt. In der Spätgotik wurde das Dach mit Spitzbögen einbewölbt, der Turm mit gotischen Formen versehen und ein Oratorium angebaut. 1649 wurde die Kirche barock umgestaltet und von 1774 bis 1779 nach Plänen von Franz Anton Kirchgrabner grundlegend erneuert. Dabei wurden die beiden Querhäuser angebaut und die neue Innenausstattung im spätbarocken bis frühklassizistischen Stil ausgeführt.
Stiftskirche Mattighofen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Pfarr- und Stiftskirche (Maria Himmelfahrt) mit Propsteigebäude vom Friedhof aus; 1910.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Kirche besitzt wertvolle Skulpturen der beiden Apostel Petrus und Paulus von Thomas Schwanthaler, die am Hochaltar platziert sind. Das Hochaltarbild wurde von Franz Ignaz Oefele gestaltet und zeigt die Himmelfahrt Mariens, darüber ist ein rundes Gemälde der heiligen Dreifaltigkeit zu finden, welches aus der Hand des Mattighofener Meisters Joseph Binninger stammt. Neben dem Hochaltar besitzt die Kirche noch vier weiter Seitenaltäre, darunter eines mit einem Altarbild hl. Florian aus der Hand des Burghauser Meisters Johannes Nepomuk della Croce.
Stiftskirche Mattighofen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Stiftskirche Mattighofen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Friedhof: Grabsteine an der
Kirchenwand; 1931.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Blick auf Hochaltar von 1870,
aus geringer Entfernung.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Deckenfresken wurden ebenfalls von della Croce gestaltet. Ihnen liegt das theologische Konzept der Rettung des Volkes Gottes zugrunde, das wahrscheinlich von Propst Mutschelle erarbeitet wurde. Besonders interessant sind die Darstellung der Szene Ester vor König Xerxes in der Vierung und die Darstellung des Stifterehepaares mit den ersten Chorherren über dem Hochaltar. Eine sehr schön gemachte Kreuzigungsgruppe ist rechts über der Kommunionbank aufgehängt. Vom Presbyterium gelangt man auch in die Taufkapelle, die mit Stuckarbeiten von Johann Michael Vierthaler ausgestattet ist.
Stiftskirche Mattighofen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Pfarrkirche: Gotische Gewölbe; 1931.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
In den Jahren seit 1986 wurden in der Kirche zahlreiche Renovierungen durchgeführt.
1986 bis 1988 wurde der Innenraum der Stiftskirche einer Generalsanierung unterzogen. Insbesondere die Deckenfresken von Johannes Nep. della Croce von 1785 erstrahlen seither in neuem hellem Glanz. Auch die beiden Stiftsgebäude mußten, nachdem die letzte Renovierung 1957 geschah, einer grundlegenden Erneuerung unterzogen werden, die von 1993 bis 1997 geschah. Sowohl die Propstei als auch das Kapitelhaus wurden außen und innen renoviert, so daß nun der ganze Stiftskomplex in neuem Glanz erstrahlt.
Stiftskirche Mattighofen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Stiftskirche Mattighofen © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Grabstein an der Kirchenmauer;1933.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Friedhofstor vor der Pfarrkirche;1931.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Als Höhepunkt der Erneuerungsarbeiten im kirchlichen Bereich Mattighofens darf man die Neuanschaffung der Orgel 1997 bezeichnen. Nach ungefähr zehnjährigem Ringen konnte die neue Orgel am Dreifaltigkeitssonntag 1997 feierlich gesegnet werden.
Insbesonders durch die Anschaffung der neuen Orgel (OÖ. Orgelbauanstalt St. Florian, Fa.Kögler; Intonateur B. Edskes) ist das Stift zu einem kirchenmusikalischen Zentrum des Innviertels geworden. Seit je ist ein hauptamtlicher Organist und Chorleiter, zur Zeit Herr Hermann Göbl, beschäftigt. Zu den hohen Feiertagen werden als kirchenmusikalische Schätze die Messen von Mozart, Haydn und Schubert aufgeführt, wobei viele auswärtige Besucher auch aus dem benachbarten Bayern registriert werden.
www.pfarre-mattighofen.dioezese-linz.at
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Kollegiatstift_Mattighofen" der
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