Neuer Dom Linz
Mariä-Empfängnis-Dom (auch Mariendom)
Herrenstraße 26, 4020 Linz
Neuer Dom Linz - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Dein Freund der Baum
Der Mariä-Empfängnis-Dom, auch Neuer Dom, in Linz;
gesehen vom Dach des Einkaufszentrums Passage.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Dein Freund der Baum
Der Mariä-Empfängnis-Dom, oft kurz Mariendom oder Neuer Dom genannt, ist das größte Kirchengebäude in Linz. Mit einem Fassungsraum von bis zu 20.000 Personen ist der Dom die größte Kirche Österreichs. 1909 übernahm der Dom die Funktion einer Kathedrale vom nunmehrigen Alten Dom. Geweiht wurde er allerdings erst am 29. April 1924. Der Dom ist mit einem Fassungsraum von 20.000 Personen die größte Kirche Österreichs. 17.000 Personen haben dabei im Hauptraum platz, 3.000 in der Krypta im Unterschoß. Von diesen Plätzen sind allerdings nur 700 Plätze Sitzplätze.
Geschichte
Neuer Dom Linz - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Dombaustelle um 1884.
Diözesanarchiv Linz, Scan aus: Kirchenzeitung Diözese Linz, Nr 13, 31. März 2011 S. 27.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der Bau des römisch-katholischen Mariä-Empfängnis-Doms in Linz, auch Mariendom und Neuer Dom genannt, wurde 1855 durch den Linzer Bischof Franz Joseph Rudigier aus Dank für die Bulle Ineffabilis Deus vom 8. Dezember 1854 veranlasst. 1862 erfolgte die Grundsteinlegung, am 1. Mai 1924 wurde der Dom von Bischof Johannes Maria Gföllner schließlich als Marienkirche geweiht. Fertiggestellt wurde der Bau erst 1935, im Zuge der Feiern zum 150-Jahr-Jubiläum der Diözese Linz wurde zugleich der Domplatz neugestaltet.
Neuer Dom Linz - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Zairon
Mariä-Empfängnis-Domin Linz.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Zairon
Durch das starke Bevölkerungswachstum der Industriestadt im 19. Jahrhundert war ein Kirchenneubau erforderlich, den äußeren Anlass bot die 1854 veröffentlichte päpstliche Bulle Ineffabilis Deus. Die Pläne des Kölner Dombaumeisters Vincenz Statz lagen im April 1859 vor. Statz plante und errichtete den Dom ganz im Stil der französischen Hochgotik. Weitere Mitarbeiter waren die Dombaumeister Otto Schirmer, sein Sohn Franz Statz und Dombauleiter Matthäus Schlager. Zuerst entstanden 1862–1869 die Votivkapelle und 1870–1885 das Presbyterium bis zum Querschiff, danach von 1886–1901 der Turm und nach dessen Fertigstellung ab 1902 Langhaus und Querschiff.
Neuer Dom Linz - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / DerHHO
Innenraum des Linzer Doms.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / DerHHO
Der Mariä-Empfängnis-Dom ist die (nach Fassungsvermögen) größte, nicht aber höchste Kirche Österreichs. Die ursprünglich geplante Höhe wurde laut einer verbreiteten, aber unbelegten Legende deshalb nicht bewilligt, da in Österreich-Ungarn kein Gebäude höher sein durfte als der Südturm des Stephansdomes in Wien. Mit 134,8 m ist der Turm des Mariä-Empfängnis-Domes in Linz um rund zwei Meter niedriger als der des Stephansdomes. Der Außenbau ist 130 m lang, die Hauptfirsthöhe beträgt außen 44 Meter, die Breite des Langschiffs 27,5 m, die des Mittelschiffs 13,5 m und die des Querschiffs 60 m. Die Grundfläche beträgt 5.170 m², die gedeckte Dachfläche 7.120 m². Verbaut sind Sandstein aus Altlengbach in Niederösterreich, Granit aus Oberösterreich für Säulen und Gesimse und Konglomerat aus Kremsmünster für die Krypta. Insgesamt besitzt der Dom (mit der Krypta) 142 Fenster, 54 Säulen und 17 Altäre.
Neuer Dom Linz - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Wolfgang Sauber
Neogotisches Buntglasfenster mit Darstellung der Grundsteinlegung
des Linzer Doms durch Bischof Rudigier 1862.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Wolfgang Sauber
Besonders bemerkenswert sind die Gemäldefenster. Das bekannteste ist wohl das sogenannte Linzer Fenster, das Darstellungen aus der Linzer Geschichte zeigt. Außerdem sind in den Fenstern auch die Abbilder verschiedener Sponsoren des Kirchenbaues abgebildet. Ebenfalls bemerkenswert ist auch die Krippe in der Gruftkirche mit Figuren von S. Osterrieder und die Ausstellung des bischöflichen Ornats von Bischof Rudigier. Den Schlüssel zum neuen Dom schuf der Stahlschneider Michael Blümelhuber.
Neuer Dom Linz - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Pierre Bona
Dompanorama, Südostansicht.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Pierre Bona
Der Mariä-Empfängnis-Dom besitzt neun Glocken. Die ältesten beiden Glocken, die Annaglocke und die Joachimsglocke, hängen noch an ihrem ursprünglichen Platz, inmitten zweier Strebetürmchen auf der umlaufenden Galerie der Votivkapelle. Sie wurden am 29. September 1869 zum ersten Mal geläutet. Die übrigen sieben Glocken bilden das „eigentliche“ Geläute. Sie hängen im Turm. Insgesamt hat das Geläut ein Gewicht von 17.700 kg. Wenn alle Glocken läuten, ist das Motiv des „Salve Regina“ zu hören.
Neuer Dom Linz - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / H. Raab; Vesta
Mariä-Empfängnis-Dom, Ostseite.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / H. Raab; Vesta
Der Dom verfügt über zwei Orgeln: Die Domorgel auf der Westempore, und eine Chororgel im Altarraum. Die Domorgel ist ein Werk der dänischen Orgelbauwerkstatt Marcussen & Sohn aus dem Jahr 1968. Das Instrument hat 70 Register (5890 Pfeifen), Schleifladen, mechanische Spiel- und Registertrakturen, im Pedal elektrische Registertrakturen mit drei freien Kombinationen. Barkerkoppeln erleichtern das Spiel mit gekoppelten Manualen. Im Gedächtnis an die Grundsteinlegung und den Erbauer des Domes wird die Orgel auch als Rudigier-Orgel bezeichnet.
Neuer Dom Linz - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / DerHHO Neuer Dom Linz - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Bwag
Die Chororgel im Neuen Dom.
Quelle: Wikimedia Commons
Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / DerHHO
Innenansicht Richtung Orgelempore.
Quelle: Wikimedia Commons
Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Bwag
Die Chororgel im Altarraum wurde von der Orgelbauwerkstatt Pflüger (Feldkirch) erbaut. Das Instrument hat 27 Register und mechanische Spiel- und Registertrakturen. In der Krypta befinden sich die sterblichen Überreste von Bischof Franz Joseph Rudigier sowie seinen vier Vorgängern und bisher sechs verstorbenen Nachfolgern. Auch Erzbischof Alois Wagner ist hier beigesetzt.
dioezese-linzold.at/neuer-dom
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Mariä-Empfängnis-Dom" der
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