Pfarrkirche Oberlaa
Kirche zum heiligen Ägydius
Oberlaaerplatz 3, 1100 Wien
Pfarrkirche Oberlaa © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Pfarrkirche: Fassade schräg von links über Eck, Turmhelm nicht mehr im Bild; 1932.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Kirche zum heiligen Ägydius ist die römisch-katholische Pfarrkirche von Oberlaa und befindet sich am Oberlaaer Platz im 10. Wiener Gemeindebezirk Favoriten. Die Pfarre gehört zum Stadtdekanat 10 der Erzdiözese Wien. Eine Kirche wird in Oberlaa schon 1267 bezeugt. Etwa seit 1324 war sie Pfarrkirche. Während der Zweiten Türkenbelagerung Wiens 1683 zerstört, fand zunächst nur ein notdürftiger Wiederaufbau statt. Erst in den Jahren 1744–1746 errichtete Mathias Gerl den heutigen Kirchenbau im Barockstil.
Geschichte
Pfarrkirche Oberlaa © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Pfarrkirche Oberlaa - Blick von der Orgelempore gegen den Hochaltar.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Urkundlich wird eine Kirche in Oberlaa erstmals im Stiftsbrief des Pfarrers von St.Stephan Gerhard von Siebenbürgen für das Himmelpfortkloster in Wien vom 25.11.1267 erwähnt. Aus der Formulierung geht hervor, daß die Kirche dem Pfarrer von St.Stephan anvertraut war - Oberlaa also wohl noch keine selbstständige Pfarre war. Ein Pfarrer Chunrat (Konrad) von Oberlaa wird im Jahr 1367 urkundlich fassbar. Während den beiden Türkenbelagerungen 1529 und 1683 wurde die Kirche vollkommen zerstört. In den Jahren 1744 bis 1746 wurde die Kirche vom erzbischöflichen Baumeister Matthias Gerl neu erbaut. Sie trägt die für ihn charakteristischen Stilmerkmale: ein gefälliger, in manchen Teilen aber schon zur Nüchternheit des Klassizismus tendierender Kirchenbau, erhöhtes Langhaus, harmonische Fassade, schlanker Turm mit graziösem Zwiebelhelm.

Dominierend an der Außenseite ist die südliche Fassade mit dem Tor und einem Glockenturm mit Zwiebelhelm. Auf der durch Pilaster und Voluten gegliederten Fassade befinden sich in Nischen die Figuren der Apostel Petrus und Paulus von Philipp Anton Höller von 1744 bis 1745. An der nach Norden zu gelegenen Apsis befindet sich an der Außenseite das klassizistische Grabmal von Joseph Ritter von Vallemary. Die Ausstattung im Inneren besteht aus dem Hauptaltar von Sebastian Haupt aus der Zeit um 1759. Das Hochaltarbild des Heiligen Ägidius von St. Gilles stammt von Johann Zimbal. Das Bild am rechten Seitenaltar, ebenfalls von Johann Zimbal geschaffen, stellt den Heiligen Sebastian dar (1749), im Auszug befindet sich ein Ovalbild mit der Heiligen Katharina von Alexandrien. In einem prächtigen barocken Rahmen steht das Vorsatzbild mit der Heiligen Barbara. Am linken Seitenaltar sieht man, wahrscheinlich ebenfalls von Zimbal, das Bild der Heiligen Dreifaltigkeit, im Auszug ein Ovalbild mit der Heiligen Apollonia und eine Vitrine mit einer Kopie der Mariazeller Gnadenmutter. Die Kanzel wurde um 1760 von Johann Tabotta geschaffen. Sie ist reich mit vergoldetem Dekor geschmückt und weist einen geschwungenen Korb mit Schalldeckel auf. Dieser wird durch die Figur des Heiligen Johannes des Evangelisten sowie einem Adler mit Tintenfass im Schnabel bekrönt. Weitere Kunstwerke in der Kirche sind die Figuren des Heiligen Florian und des Heiligen Donatus aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, eine Madonnenfigur Maria vom Siege mit Kind aus der Fieberkapelle in Rothneusiedl (um 1709), ein Altärchen mit Holzfiguren (um 1700), und die Figuren des Heiligen Josef mit Kind und des Heiligen Antonius von Padua aus dem 19. Jahrhundert. Gemälde stellen die Schmerzen Mariens (um 1730), den Heiligen Johannes Nepomuk, eine Madonna mit Kind (19. Jahrhundert in einem Rahmen um 1720), die Heilige Anna, Maria lesen lehrend, und den Heiligen Josef in Rahmen mit Bandelwerkaufsatz um 1720, Ordensheilige in 2 Ovalbildern aus dem 3. Viertel des 18. Jahrhunderts, den Heiligen Leonhard und den Heiligen Leopold (beide Ende 18. Jahrhundert) dar. Der Kreuzweg wurde 1849 von Anton Böhm geschaffen. Die Kirchenbänke stammen noch aus der Bauzeit. Eine Kommunionbank aus rotem und schwarzem Marmor ist ebenfalls barock. In der Sakristei befindet sich ein Schrank aus der Bauzeit und ein Kruzifix ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert. Das Taufbecken in der Taufkapelle stammt von Joseph Allbrecht und wurde 1777 aus rotem Marmor geschaffen. Dort befindet sich auch ein nazarenisches Bild des Schmerzensmannes aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Orgel wurde im Jahr 1903 von Matthäus Mauracher errichtet. Das über 15 Register auf zwei Manualen und Pedal verfügende Instrument ist mit Hängeventilladen und mit pneumatischer Spiel- und Registertraktur ausgestattet. Ihr Gehäuse zeigt sich in Neorenaissanceformen.
www.oberlaa.com/kirche
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Pfarrkirche_Oberlaa" der
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