Peregrinus Laziosi
Gedenktag: 1. Mai
Gedenktag im Servitenorden: 4. Mai
Der Heilige Peregrinus Laziosi von Forlì © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Der Heilige Peregrinus Laziosi von Forlì © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Der Heilige Peregrinus Laziosi von Forlì.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Peregrinus Laziosi (eigentlich Peregrinus Pellegrino Latiosus von Forlì) (* um 1265 in Forlì, Italien; † 1. Mai 1345 ebenda) ist ein Heiliger der römisch-katholischen Kirche. Er gilt als der Schutzpatron der Krebskranken und AIDS-Kranken, der Gebärenden und Wöchnerinnen, der Lohnkutscher, Rheuma-, Gicht- und Pestkranken und soll bei Beinleiden helfen.

Peregrinus wuchs als Sohn wohlhabender Eltern auf. Er beteiligte sich am Aufstand gegen das Regime des Kirchenstaates. 1283 soll er Philippus Benitius, einen der Mitgründer des Servitenordens geohrfeigt haben. Zur Buße trat er in Siena in den Servitenorden ein, später war er dann als Seelsorger in Forlì tätig. Mit 60 soll er nach der Überlieferung an einem Venenleiden und einem Knochentumor erkrankt sein, auf Grund eines Gebetes aber geheilt worden sein. Sein Leichnam ruht in der Servitenkirche in Forlì. Er gilt als der meistverehrte Heilige des Servitenordens.

Er wurde 1609 selig- und am 27. Dezember 1726 von Papst Benedikt XIII. heiliggesprochen. Seine Attribute sind Buch und Kruzifix. Sein Fest wird jährlich am 4. Mai (vor der kirchlichen Kalenderreform am 1. Mai) gefeiert.
Der Heilige Peregrinus Laziosi von Forlì - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Der Heilige Peregrinus Laziosi von Forlì - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der Heilige Peregrinus Laziosi von Forlì.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Eine erste, leider unauffindbare Legende über diesen Heiligen soll bereits kurz nach seinem Tod um 1350 verfasst worden sein. Vorhanden ist ein Legendentext aus dem Jahr 1483 von Nicolò Borghese (1432-1500), einem namhaften Bürger von Siena, der bezeugt, wie Peregrin von seiner Jugend an bemüht war, eine innige Beziehung mit der seligsten Jungfrau zu pflegen. Er pflegte es, vor dem Marienaltar in seiner Pfarrkirche zum Heiligen Kreuz zu beten. Sein Herzenswunsch war es, von Maria zu erfahren, welchen weg er gehen soll, um das Heil zu erlangen. Die Antwort wurde ihm in einer Vision gewährt, bei der die Jungfrau Maria ihm versicherte seine Schritte auf dem Weg des Heils zu lenken. Mit den Worten "Du heißt Peregrin; nun wirst du Pilger mit dem Namen und in der Tat" schickte sie ihn zu den Serviten nach Siena.
Der Heilige Peregrinus Laziosi von Forlì - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der Heilige Peregrinus Laziosi von Forlì.
© Tiroler Servitenprovinz - www.serviten.at
Seine zukünftige Lebensweise lässt sich als Pilgerschaft bezeichnen: der Name "Peregrin" kommt nämlich aus dem Lateinischen "peregrinus" und bedeutet Fremder bzw. Pilger oder Wanderer. Der Legende nach ließen sich die Serviten-Brüder davon überzeugen, dass Peregrin zu ihnen tatsächlich "von der Jungfrau Maria geschickt" worden war. Sie sahen Maria als Wunder der Jungfrau an, "welche ihre Treuen zu erleuchten pflegt und sie unverzüglich an der Seligkeit Anteil haben lässt". Daher kleidete man Peregrin sehr gerne in den schwarzen Habit der Jungfrau Maria, der an die Schmerzen Mariens erinnern soll. In dieser Legende ist der junge Peregrin ein Mann, der das Heil erlangen möchte - für eine christliche Person ein selbstverständliches Ziel. Jedoch erkennt Peregrin, dass er dabei Hilfe benötigt, die ihm kein Mensch anbieten kann, sucht diese im Gebet und erhält die Antwort vor dem Bildnis Mariens. Für Peregrin bedeutet der ersehnte "Weg der Seligkeit" eine radikale Nachfolge Christi. Peregrin nimmt die Weisungen Mariens ernst. Sie wird für ihn sowohl Lehrerin als auch Begleiterin in der Nachfolge Christi. Der Legende nach wurde "seine Seele (…) von der Jungfrau Maria in die Seligkeit des Paradieses geführt."
Der Heilige Peregrinus Laziosi von Forlì - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Der Heilige Peregrinus Laziosi von Forlì - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der Heilige Peregrinus Laziosi von Forlì.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Selbst wunderbar von Knochenkrebs geheilt, wird der Servil Peregrin Laziosi bei chronischer Krankheit (Fußleiden) angerufen. Vor allem aber gilt er als Schutzpatron der Krebs- und AIDS-Kranken, der Gebärenden und Wöchnerinnen, der Rheuma-, und Gichtkranken.

Im deutschsprachigen Raum nahm die Peregrini-Verehrung zunächst vom Servitenkloster Innsbruck den Weg nach Wien (Peregrini-Kapelle der Pfarre Rossau) und von dort in viele weitere Stätten (z.B Peregrin-Bild aus 1817 in Rattenberg; Peregrin-Votivbild 1851 in Mariazell; Ende des 18. Jhdt Peregrin-Schrein Bürgerspitalkirche Krems; 1773: Peregrini-Altar entworfen von Mölk in der Pfarrkirche Maria Langegg; 1898 Seitenaltarblatt der Pfarrkirche Maria im Elend; die im Jahr 2000 eingeweihte Peregrini-Kapelle in Maria Waldrast) Neben der Peregrinkapelle in Innsbruck (1731) hat somit auch Maria Waldrast ein modern gestaltetes Heiligtum derselben Art. Die Kapelle lädt im Nebenhaus zu Gebet und Stille ein und ist Übertrags immer zugänglich - "ein Ort des Vertrauens und der Hoffnung".
Sein Gedenktag wird am 1. Mai gefeiert.
Gedenktag im Servitenorden ist der 4. Mai.
Er wird außerdem als Patron
der Gebärenden und Wöchnerinnen, der Lohnkutscher; gegen Aids, Krebs, Rheuma, Gicht, Pest, Syphilis, Venen- und Beinleiden verehrt.
Attribute sind Beinwunde und Kruzifix.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Peregrinus_Laziosi" der
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