Prämonstratenser werden
Prämonstratenser im Stift Schlägl.
© www.stift-schlaegl.at
Unsere Tore stehen offen. Hast Du Interesse das Leben im Konvent kennen zu lernen? Junge Männer mit der Bereitschaft zum Gemeinschaftsleben und mit Mut und Willen, Christus im Sinne des Evangeliums nachzufolgen, sind uns immer willkommen!
"Ins Kloster gehen" bedeutet für viele Menschen etwas wie einen Gang in fremde Welten. Es wird wie ein Austreten aus der vertrauten Umgebung empfunden, abenteuerlich, geheimnisbehaftet und gelegentlich auch wie ein Verlust für die Welt.

Wir haben die Welt nicht verlassen, wie man es früher ausdrückte, wenn man sich tatsächlich für immer einsperrte und von den Menschen absonderte. Wir leben mitten in der Welt unter den Menschen. Und doch haben wir eine ganz spezielle Lebensform gewählt, die man nicht mit weltlichen Maßstäben beurteilen kann.

Jeder von uns steht einmal vor der Frage: Was will ich? Wo ist mein Weg zu einem sinnvollen und erfüllten Leben? In der Vielfalt der Angebote möchten wir Schlägler Sie auf uns und auf unsere Art zu leben aufmerksam machen. Drei Elemente sind für uns wichtig: das gemeinsam verrichtete Gotteslob, das Leben in Gemeinschaft und unser Dienst für die Menschen um uns. Wir wollen für sie da sein und ihnen mit unserer Glaubenserfahrung zur Seite stehen. Die Regel des hl. Bischofs Augustinus, nach der wir leben, sagt: "Das erste Ziel eures gemeinsamen Lebens ist, in Eintracht zusammenzuwohnen und ein Herz und eine Seele in Gott zu sein."
Die Aufnahme in das Kloster
Frater Hermann Josef Hehenberger legte die einfache Profess ab.
© www.dioezese-linz.at
Wer sich für unseren Weg entscheidet, sollte die Studienberechtigung zum Studium an einer theologischen Hochschule (Matura) haben. Die Aufnahme in die klösterliche Gemeinschaft geschieht dann durch die "Einkleidung". Im Rahmen eines Gottesdienstes legt der Kandidat seine bisherige Kleidung ab und erhält das weiße Ordenskleid nach dem Wort des Apostels Paulus im Epheserbrief: "Legt den alten Menschen ab und zieht den neuen Menschen an, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit." Als Zeichen der neuen Ausrichtung des Lebens erhält er den Ordensnamen, den er fortan in der Gemeinschaft tragen wird.
Das Noviziat und Klerikat - die "Lehrjahre"
Mit der Einkleidung beginnt das Noviziat, das je nach vorausgegangener Ausbildung ein bis zwei Jahre dauert. In dieser Zeit soll der junge Mitbruder vor allem die Regeln und Gebräuche der Gemeinschaft kennen lernen und sich unter Anleitung eines erfahrenen Novizenmeisters in das religiöse Leben einüben. Deshalb wird er auch die meiste Zeit dieses ersten Jahres im Hause verbringen. Allerdings kann der Kandidat die Gemeinschaft jederzeit verlassen. Nach dem ersten Jahr erfolgt dann die weitere Ausbildung an einer theologischen Hochschule.

Nach dem Noviziat legt der neue Mitbruder die "einfache Profess" ab, mit der er sich für drei Jahre an die klösterliche Gemeinschaft bindet. Der Inhalt dieses Versprechens, das vor dem Oberen der Gemeinschaft und vor Gott abgelegt wird, lautet: "Ich verspreche Armut, Gehorsam und gottgeweihte Ehelosigkeit nach dem Evangelium, der Lebensweise der Apostel und der Regel des heiligen Augustinus." Mit der einfachen Profess gehört er zum Stand der Kleriker. Nach Ablauf der drei Jahre kann er sich ganz an die Gemeinschaft binden oder sie auch verlassen.

Nach dem ersten Noviziatsjahr beginnt das Studium der Philosophie und Theologie als Vorbereitung auf das Priesteramt. Es dauert in der Regel etwa sechs Jahre und erfolgt an einer theologischen Hochschule, wobei der Kleriker während der Studienzeit in einem Priesterseminar oder in einem Ordenshaus am Studienort wohnt.
Die Profess - Abschluss und Neubeginn
Diakonweihe von Mitbruder H. Matthäus Stuphann in der Pfarrkirche von Altenfelden.
© www.stift-schlaegl.at
Mit Ablauf der einfachen Profess kann der Kleriker die "feierliche Profess" ablegen. Mit diesem Versprechen (Profess) bindet er sich für immer an unsere Gemeinschaft und stellt sein Leben ganz in den Dienst Gottes. Erst nach Ablegen der Profess erfolgt in der Regel die Weihe zum Diakon und - nach entsprechender Weiterbildung - zum Priester.

Armut:
Der Kandidat verzichtet auf persönliches Eigentum, um frei zu sein. Das traditionelle Wort Armut bedeutet Gütergemeinschaft . Alles, was ein Mitbruder mitbringt, stellt er in den Dienst der Gemeinschaft und diese gibt ihm alles, was er für sein Leben und seine Arbeit braucht. Der hl. Augustinus rät uns in seiner Regel: "Nennt nichts euer Eigen, sondern alles gehöre euch gemeinsam." Und von den ersten Christen heißt es in der Apostelgeschichte: "Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam. Jedem wurde davon so viel zugeteilt, wie er nötig hatte." (Apg 4,32.35)

Ehelosigkeit:
Wir binden uns an die konkrete Gemeinschaft, die "unsere Partnerin" und unsere Heimat ist. In ihr wollen wir Gott und den Menschen dienen. Der Verzicht auf eheliche Gemeinschaft gibt uns die nötige Freiheit, um in der Gemeinschaft der Mitbrüder leben zu können.

Gehorsam:
Jeder von uns achtet darauf, das zu tun, was der Gemeinschaft zum Wohle dient. Der Gehorsam bedeutet ein zweifaches Hören: Wir hören auf die Leitung des Klosters, um das Gemeinsame über das Private zu stellen, und hören auf die Mitbrüder, um nach Weisung des Konzils mit ihnen "Freude und Hoffnung, Trauer und Angst" zu teilen und so die Gemeinschaft lebendig zu halten.

Zu diesen drei Gelübden kommt in unserem Orden die Stabilität hinzu. Wir binden uns nicht an den Orden der Prämonstratenser, sondern an die in einem bestimmten Kloster bestehende Gemeinschaft dieses Ordens.
Diakonweihe von Mitbruder H. Matthäus Stuphann in der Pfarrkirche von Altenfelden.
© www.stift-schlaegl.at
Der Weg in eine Klostergemeinschaft soll nicht ins Unbekannte führen. Deshalb bieten wir interessierten jungen Männern die Möglichkeit, einige Tage oder Wochen bei uns zu wohnen und mit uns im Gebet, in der Arbeit und in der freien Zeit zu leben.

Wichtig für die Entscheidung zu einem Leben in einer klösterlichen Gemeinschaft ist die Freude am Gottesdienst, am gemeinsamen Gebet und am Leben in einer Gemeinschaft; die Bereitschaft sich ganz zu engagieren und die Bereitschaft nach dem Glauben zu leben und diesen den Menschen, die uns anvertraut sind, weiterzugeben.

Wenn Sie Interesse an unserer Lebensform und an den Idealen und Zielen unseres Ordens gefunden haben, dann freuen wir uns, wenn sie mit uns Kontakt aufnehmen. Im gemeinsamen Gespräch können wir ihnen eine umfassendere Auskunft über uns und unser Leben geben. Sie sind herzlich eingeladen, einige Tage bei uns zu verbringen.

Text auszugsweise aus
Prämonstratenserstift Schlägl - Der Weg zu uns in das Kloster
www.stift-schlaegl.at
www.stiftgeras.at
www.stift-wilten.at
 
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