Basilika Rankweil
Wallfahrtskirche Unsere Liebe Frau Mariä Heimsuchung
Liebfrauenberg 10, 6830 Rankweil
Basilika Rankweil © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Pfarrkirche Mariä Heimsuchung. Aufblick vom Tal auf Ost- und Südfront; 1951.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Unsere Liebe Frau Mariä Heimsuchung und Loretokapelle (auch: Basilika Rankweil) ist eine römisch-katholische Basilika im österreichischen Rankweil auf dem mittig im Ort aufsteigenden Liebfrauenberg. Die zum Bistum Feldkirch gehörende Kirche wurde im Jahre 1985 zur Basilica minor erhoben. In der Basilika auf dem Liebfrauenberg werden drei Ziele aufbewahrt, zu denen Wallfahrer vertrauensvoll für Bitte und Dank nach Rankweil kommen. Es sind dies das Gnadenbild in der Gnadenkapelle, das Silberne Kreuz im Scheitel des Hauptschiffes und der Stein des Hl. Fridolin in der Fridolinskapelle.
Geschichte
Basilika Rankweil © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Pfarrkriche von Rankweil.
"Aussicht von Rankweil gegen den Kamor in der Schweiz".
Aquarell von Karl Ludwig Viehbeck; um 1820.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Eine Sonderform früher christlicher Kultbauten in Rätien sind die Kirchenburgen. Sie waren auf schwer zugänglicher Höhe angelegt, mit einem Mauerring und meistens auch mit einem Friedhof. Die Kirche auf dem 50 Meter hohen Liebfrauenberg in Rankweil ist eine solche Wehrkirche. Sie bildete ab dem 8. Jahrhundert das Zentrum einer Großpfarrei, die zeitweise weite Teile des Vorarlberger Vorderlandes umfasste und bis ins Schweizer Rheintal reichte. Von der ehemaligen Burg der Grafen von Montfort sind keine Reste mehr vorhanden. Ab dem Jahre 1470 wurde eine bereits vorhandene Wehrkirche erneuert und vergrößert. Vorgelagert im Osten ist ein Kirchhof mit Wehrmauern mit überdachten Wehrgängen mit Schießfenstern und Schießschartenreihe auf der Mauerkrone mit über die Mauerflucht vorstehendem Torturm.
Basilika Rankweil © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung   Basilika Rankweil © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Pfarrkirche von Rankweil.
Federzeichnung in Schwarz,
aquarelliert von Rudolf Bernt.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
"Wundertätiges Kreuz“, romanisch,
mit Silberhülle aus dem Jahr 1728.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
In der Kirche ist ein Kruzifix aus dem Ende des 12. Jahrhunderts. Das Silberne Kreuz oder Wundertätige Kreuz ist 1233 durch Walter von Reutlingen, als er Pfarrer in Rankweil wurde, vermutlich aus Chur hergebracht worden. Das eigentliche Wundertätige Kreuz befindet sich in der silbernen Hülle und ist aus Lerchenholz. Im Jahre 1723 entschloss man sich, das hölzerne Kreuz mit Kupfer zu überziehen, um es zu schützen. Im Jahre 1780 wechselte ein Feldkircher Goldschmied im geheimen das Kupfer gegen Silber aus. Dazu benützte er die vorhandenen Silbervotivgaben, um sie vor der Auslieferung an die kaiserliche Regierung in Wien zu retten. Das Kreuz ist 131 cm hoch und wiegt etwa 36 kg. Es gibt Glocken aus den Jahren 1470, 1497, 1548, und eine Glocke von Christian Schmid aus dem Jahre 1719. Die Orgel von Alois Schönach aus dem Jahre 1873 wurde im Jahre 1961 umgebaut.
Basilika Rankweil © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wallfahrtskirche „Unserer Lieben Frauen Mariä Heimsuchung“
von schräg unten über Felswand; um 1950.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
In den Jahren 1657 bis 1658 wurde durch Baumeister Michael Beer eine Loretokapelle (auch Gnadenkapelle und Beichtkapelle) als Seitenschiff errichtet. Gleichzeitig wurde der bastionartigen Wehrturm mit rundem Grundriss der Kirchenbefestung um 1500 von Beer durch den Einbau einer Spindeltreppe gebessert und ein Glockengeschoss mit achtseitigem Zeltdach aufgesetzt. Die Gnadenkapelle wurde im Jahre 1757 umgebaut. Ein Schmiedeeisengitter ist vom Kunstschlosser Franz Martin Huber aus dem Jahre 1776 und wurde 1778 eingebaut.
Basilika Rankweil © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Rankweil.
Kolorierte Radierung von Karl Ludwig Viehbeck nach eigener Zeichnung,
Figuren nach Entwurf von Vinzenz Georg Kininger ;um 1820.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Gnadenbild von Rankweil stammt aus dem 15. Jahrhundert (um 1460) und wurde von Hans Rueland aus Opfenbach im Allgäu angefertigt. Die Figur ist aus Lindenholz geschnitzt. Maria steht auf einer nach oben gewölbten Mondsichel. Sie trägt Jesus auf dem linken Arm, der sich mit seinem rechten Arm am Hals seiner Mutter festhält. Das Kind hat eine goldene Walnuss in seiner linken Hand. Sie ist nach dem Heiligen Augustinus ein Symbol für Christi: Die grüne Fruchthülle bedeutet Christi Leiden auf Erden, die hölzerne Schale weist auf das Holz des Kreuzes, der darin verborgene, essbare Kern auf die Leben spendende, göttliche Natur Christi.
Basilika Rankweil © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Wallfahrtskirche auf dem Liebfrauenberg; um 1925.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Beim ostseitigen Kirchenaufgang wurde in einem gewölbten Raum unter der Sakristei im Jahre 1690 eine Kapelle errichtet, mit einer Figur Hl. Fridolin aus dem 20. Jahrhundert. Die Kapelle beinhaltet einen Quarzmarmorstein, in welchen angeblich der Hl. Fridolin bei einem Gebet mit seinen Knien eingesunken ist, und dabei eine Eindruckstelle entstanden sein soll. Der Stein zeigt auch Gebrauchsspuren, weil durch die Jahrhunderte dort viele Gläubige im Gebet knieten. Durch all die Jahrhunderte hindurch behielt die Liebfrauenkirche ihre bedeutsame religiöse Ausstrahlung, gefördert durch die Wallfahrtsziele (Silbernes Kreuz und Gnadenbild) und durch die zentrale Lage in der Mitte Vorarlbergs. Heute ist die Basilika Pfarrkirche der Pfarrei Zu Unserer Lieben Frau Mariä Heimsuchung in Rankweil.
www.basilika-rankweil.at
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Basilika_Rankweil" der
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