Schwester Rosecarmel Umah DMMM
Marienhospital Stuttgart, Deutschland
Presseinformation
"Von Nigeria nach Stuttgart – aus dem Leben einer
afrikanischen Ordensschwester am Marienhospital"
© Presseinformation - www.marienhospital-stuttgart.de
Seit 2009 im Marienhospital tätig: Ordensschwester Rosecarmel Umah.
© Presseinformation - www.marienhospital-stuttgart.de
Ordensschwester Rosecarmel Umah steht am Wickeltisch der Gynäkologischen Station im Marienhospital Stuttgart und wickelt ein Baby. Die nigerianische Ordensschwester ist leidenschaftliche Hebamme. Sie kommt aus dem katholischen Orden „Daughters of Mary Mother of mercy“, was zu deutsch Töchter Mariens, Mutter der Barmherzigkeit heißt.
In dem 1961 gegründeten Orden ist sie eine von über 1000 Ordensschwestern. Ihr Mütterhaus befindet sich in Umuahia, einer großen Stadt im Osten von Nigeria. Die Ordensschwestern sind dort in verschiedenen Bereichen tätig, zum Beispiel in Altenheimen, Waisen- und Krankenhäusern. Ohne lange zu überlegen ist Rosecarmel im Alter von 21 Jahren in den Orden eingetreten. Sie hat sich berufen gefühlt. Sie wollte für Arme und Bedürftige da sein und ihr Leben Gott opfern. Bald feiert sie ihr 25-jähriges Ordensjubiläum, sagt sie stolz. Zuerst war sie im Norden von Nigeria in einer Gemeinde als Pastoralschwester tätig und zuständig für Jugendarbeit und Frauengruppe.
Im Auftrag des Ordens von Nigeria nach Deutschland
Bereits 1998 hat sie der Orden nach Deutschland geschickt. Sie folgte der Einladung des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in München. Dort kam sie ohne jegliche Deutschkenntnisse an. Anfänglich zeichnete sich ihre Kommunikation überwiegend durch Hände und Füße aus, bei der sie sich an lachende Kommunikationspartner erinnert. Schnell hat sie sich in die deutsche Kultur und Sprache eingefunden und Kontakte geknüpft. In München machte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester und danach in Tübingen eine weitere zur Hebamme.
© Presseinformation - www.marienhospital-stuttgart.de
Im Marienhospital ist Schwester Rosecarmel als Hebamme tätig. Mit Leidenschaft
kümmert sie sich um die Neugeborenen auf der geburtshilflichen Station.
© Presseinformation - www.marienhospital-stuttgart.de
Als Hebamme begann sie 2009 im Marienhospital in Stuttgart zu arbeiten und fand in Stuttgart-Vaihingen mit drei nigerianischen Mitschwestern im Pfarrhaus ein Zuhause. Die Mitbewohnerinnen gehören demselben Orden an wie Schwester Rosecarmel. Häufig kochen sie zusammen afrikanische Speisen. Ihre Muttersprachen sind Igbo (gesprochen: „Ibo“) und englisch. Englisch ist die Amtssprache in Nigeria, ohne die eine Kommunikation in Nigeria aufgrund der 300 verschiedenen Sprachen kaum möglich wäre. Wie lange sie noch in Deutschland sein wird, weiß sie nicht: „Das entscheidet der Orden.“ Schwester Rosecarmel ist eine sogenannte Gestellungsschwester, sie hat einen kirchlichen Vertrag mit dem Marienhospital.
Der Alltag in einem Orden ähnelt sich sehr
An den Ordensschwestern im Marienhospital bewundert sie, dass sie auch im hohen Alter noch so stark sind, kämpfen und ihr Bestes geben, sei es in der Küche, in der Wäscherei oder in der Pflege. „Das ist keine Selbstverständlichkeit, und das sollte man sich zum Beispiel nehmen“, so Schwester Rosecarmel. Ihre Arbeit als Hebamme ist für sie die „beste Arbeit der Welt“. Die gute Teamarbeit mit ihren Kolleginnen im Marienhospital schätzt sie sehr. Der Alltag im Orden der Barmherzigen Schwestern, die im Marienhospital arbeiten, und ihrem afrikanischen Orden ist ihrer Meinung nach durchaus vergleichbar. Ihr Alltag besteht aus einem frühen Aufstehen, Morgen-, Mittags-, Abend- und Nachtgebet und dem Arbeiten. Das Gebet der Ordensschwestern im Marienhospital unterscheidet sich allerdings von dem der nigerianischen. „Jeder Orden hat sein eigenes Gebetsbuch“, so Rosecarmel. Die Stundengebete seien jedoch überall fast gleich. Kontakt zur Heimat hat sie häufig. Ihr Orden ermöglicht ihr alle drei Jahre einen Besuch in der Heimat Nigeria.
Neue Aufgabe als Oberin
Von Stuttgart hat sie in den fünf Jahren, in denen sie hier ist, noch nicht so viel gesehen. Dafür hat sie seit letztem Jahr noch weniger Zeit, denn sie ist Oberin der Schwestern ihres Ordens geworden, die sich in Deutschland, Österreich, Schweden und Belgien aufhalten. Das sind insgesamt 57 Ordensschwestern, wovon einige in Deutschland Pflege studieren. Diese besucht sie und ist für sie zuständig, wenn es Probleme gibt. So kann sie ihren Beruf als Hebamme nur noch zu 50 Prozent ausüben, die anderen 50 Prozent ist sie für ihre Mitschwestern da.

Ihre Ordenstracht ist leuchtendblau. „In Nigeria ist der Habit, so heißt die Tracht der Ordensschwestern, blau oder weiß, da dies die Farben der Mutter Gottes sind“, sagt Rosecarmel. Beim Arbeiten auf der Gynäkologischen Station trägt sie den weißen Habit, den auch die anderen Ordensschwestern anziehen, wenn sie in der Pflege arbeiten. Die Krankenhäuser in Nigeria und in Deutschland unterscheiden sich stark. Im Krankenhaus in Nigeria haben die Patienten keine Versicherung, ein Gesundheitssystem gibt es dort nicht. Aber Schwester Rosecarmel hofft, dass sich dort noch viel hin zu Modernität und einem guten Gesundheitssystem verändern wird.(lh)
Text auszugsweise aus
www.marienhospital-stuttgart.de
Index/Startseite
Orden Übersicht  
Klöster, Stifte u. Abteien
Klostergeschichten  
Kirchen in Österreich  
Geschichte  
Zeittafel
Heilige und Selige  
Fest- und Feiertage  
Gebet und Kirche  
Neue Inhalte  
 
Frater Ambrosius, OH  
Frater Antonius, OH  
Bruder Bruno-Maria, OSB  
Abt Christian, OSB  
Sr. Consolata, OSE  
Bruder Dominikus, CFA  
Sr. Hildegard, SDS  
Pater Imre, OH  
Frater Johannes, OSB  
Sr. Licia, SCJG  
Sr. Maria Magdalena, OSC  
Bruder Patrick, SJ  
Bruder Paulus, OFMCap  
Bruder Pio, OFMCap  
Pater Raphael, OCist  
Frater Richard, OH  
Sr. Rita-Maria, OSA  
Sr. Rosecarmel, DMMM  
Frater Saji, OH  
Frater Ulrich, OH  
Sr. Ursula, OP  
Klosteralltag  
 
Ordensgemeinschaften Österreich
Granatapfel
Granatapfel
Das Magazin der
Barmherzigen Brüder
www.granatapfel.at
 
DOMBUCHHANDLUNG FACULTAS - WIEN
  www.gaube.at - Erhard Gaube
 
design by gaube