Sakramentale
Sakramentale© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Bischofsweihe im Stephansdom, Weihbischof Weinbacher wird zum Bischof geweiht,
Weinbacher am Boden liegend, im Hintergrund knien zahlreiche Priester; 1962.
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Sakramentalien (Sing. das Sakramentale) sind nach katholischem Verständnis heilige Zeichen, die in gewisser Nachahmung der Sakramente geistliche Wirkungen bezeichnen und durch die Fürbitte der Kirche erlangt werden (vgl. can. 1166 CIC). Sie legen sich wie ein Kranz um die Sakramente und verlängern diese in den Alltag der Christen hinein. Anders als Sakramente wirken sie aber nicht aus sich heraus. Ihre Wirkung beruht auf dem Weihegebet der Kirche und dem Glauben und Vertrauen des einzelnen Christen, des Spenders und Empfängers.
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Weihe eines Heiligenbildnis der Wahlfahrtskirche Maria Gugging
durch Kardinal Innitzer. Kardinal Theodor Innitzer vor dem Heiligenbild
"Maria, Königin der Engel", beim Treppenaufgang zur Kirche; 1932.
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Sakramentalien sind Wesensvollzüge der Kirche und Ausdruck ihrer sakramentalen Grundstruktur. Die Segnungen sind Lobpreisungen Gottes um seiner Werke und Gaben willen. Die Kirche ermutigt die Gläubigen dazu, die Sakramentalien zu schätzen und zu verwenden, da sie ein Tun im Sinne der königlich-priesterlichen Berufung jedes Christen sind, aus dem Glauben und in Einheit mit der Kirche das tägliche Leben zu gestalten und von den Gaben Gottes im Geist des Evangeliums Gebrauch zu machen.
Arten von Sakramentalien
Sakramentale© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Fronleichnamsprozession in Wien.
Die Spitze der Prozession am Wiener Graben; 1931.
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Es gibt verschiedene Arten von Sakramentalien. Zu ihnen gehören vor allem Weihungen und Segnungen, Exorzismen, Prozessionen, gottesdienstliche Feiern und Rituale. Sie umfassen sowohl die Weihe oder Segnung von Personen (Jungfrauenweihe, Ordensprofess, Benediktion eines Abtes oder einer Äbtissin) als auch von Gegenständen (Altarweihe, Konsekration eines Kelches) und Orten (Kirchweihe, Friedhofssegnung).
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Prozession 1936; Ort unbekannt.
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Die Segnung der Kinder und der Mahlzeiten sind Beispiele für Sakramentalien, die in der Familie gespendet werden. Die Segnung der Palmzweige am Palmsonntag, die Spendung des Aschenkreuzes, die Fußwaschung am Gründonnerstag, die Kreuzverehrung am Karfreitag, das Taufgedächtnis und die Kirchliche Begräbnisfeier sind ebenfalls Sakramentalien.
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Weihe der Heldenorgel in Kufstein 1931.
Rundfunkübertragung: Der Salzburger Fürsterzbischof Rieder spricht ins Mikrofon.
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Einige Weihen haben dauerhafte Wirkung, wenn Personen Christus und dem Dienst der Kirche bzw. Orte und Gegenstände für den liturgischen Gebrauch geweiht werden. Diese Weihen werden ein für alle Mal gespendet und nie wiederholt. Was einmal durch Weihe oder Segnung für den Gottesdienst geweiht oder gesegnet wurde, darf nicht zweckentfremdet werden (CIC, can 1171). Es kann aber seine Weihe oder Segnung wieder verlieren (Profanierung), sei es durch Zerstörung oder durch ein Dekret der zuständigen kirchlichen Autorität.
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Bischofsweihe Innitzer. Nach der Weihe ziehen die Bischöfe aus dem Dom.
In der Mitte Innitzer, links Dr. Kamprath, neben Innitzer Dr. Seydl.
Hinter dem Kreuz Nuntius Sibilia. Bild: Hilscher, Albert; 1932.
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Das Benediktionale legt fest, ob ein Sakramentale nur von Geistlichen bzw. Klerikern eines bestimmten Weihegrades (Bischof, Priester, Diakon) oder auch von Laien gespendet werden darf. Je mehr eine Segnung auf die Kirche als solche und auf ihre sakramentale Mitte bezogen ist, desto mehr ist sie den Trägern eines Dienstamtes (Bischof, Priester, Diakon) zugeordnet.
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Weihe des Hochaltars bei der Domeröffnung (Stephansdom) durch Kardinal Innitzer.
Bild: Hilscher, Albert; 1952.
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So werden etwa die Segnungen öffentlicher Einrichtungen durch einen Amtsträger vollzogen, der die Kirche in diesem Bereich vertritt. Daher sind dem Bischof Segnungen vorbehalten, in denen eine besondere Beziehung zur Diözese sichtbar wird; Priester, Diakone oder beauftragte Laien segnen im Leben der Pfarrgemeinde oder im örtlichen öffentlichen Leben; Eltern segnen in der Familie.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Sakramentale" der
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