Salvatorianerinnen
Sorores Divini Salvatoris
Ordenskürzel: SDS
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Salvatorianerinnen der Österreichischen Ordensprovinz.
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Die Salvatorianer (zu Ehren des Salvator Mundi) sind eine katholische Ordensgemeinschaft, die sich in drei Zweige – Ordensmänner, Ordensfrauen und Laien – unterteilt. Der offizielle Name der den Jesuiten nahestehenden Salvatorianer ist Societas Divini Salvatoris (Gesellschaft des Göttlichen Heilandes, Ordenskürzel: SDS), der der Salvatorianerinnen Sorores Divini Salvatoris (Schwestern des Göttlichen Heilandes) und jener der LaiensalvatorianerInnen International Community of the Divine Savior (Internationale Gemeinschaft des Göttlichen Heilandes).
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Pater Franziskus Maria vom Kreuze (Johann Baptist) Jordan.
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Johann Baptist Jordan wird am 16. Juni 1848 in Gurtweil bei Baden geboren und wächst in sehr armen Verhältnissen auf. Als begabter aber nicht gerade begeisterter Schüler ist er zu allen Streichen aufgelegt. Eine besondere Erfahrung bei der Erstkommunion (1861) verändert ihn. Er wird ruhiger, zurückgezogener. Es taucht in ihm der Wunsch auf, Priester zu werden. Aber dafür fehlt das Geld. Schon als 14-jähriger sucht er Gelegenheitsarbeiten vor allem beim Bahnbau. Später kann er eine Malerlehre absolvieren und kommt als Geselle viel in Deutschland herum.
Die Not der Menschen betrifft ihn – und um so mehr strebt er danach, doch Priester werden zu können.Er findet Menschen, die ihn auf diesem harten Weg unterstützen. Mit 22 Jahren drückt er nochmals die Schulbank. Während ihm die Mathematik zeitlebens nicht besonders liegt, zeigt er sich als Sprachengenie. 1874 hält Jordan sein Abiturzeugnis in der Hand und tritt in das Priesterseminar in Freiburg ein. 1875 beginnt er sein „Geistliches Tagebuch“ mit dem ignatianischen Motto
"ALLES ZUR GRÖSSEREN EHRE GOTTES UND ZUM HEIL DER SEELEN",
dem er sich damals schon zutiefst verpfichtet wußte. Von Anfang an spürt er in sich das Drängen, „etwas“ zu gründen, damit die Menschen Jesus als ihren Heiland kennenlernen können.
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Pater Franziskus Maria vom Kreuze (Johann Baptist) Jordan.
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1878, nach seiner Priesterweihe, kann Jordan aufgrund des Kulturkampfes in Deutschland keine Anstellung bekommen. Daher wird er von seinem Bischof nach Rom zum Sprachenstudium entsandt. Im Auftrag des Vatikans unternimmt er eine Reise in den Orient. Dort wird es ihm deutlich:
„Mit aller Kraft führe das Werk aus; lasse dich durch nichts entmutigen!
 (GT 155*; 14.4.1880 am Berg Carmel).
Er knüpft Kontakte zu wichtigen Personen, findet auch großartige Mitarbeiter wie den Weltpriester Bernhard Lüthen. Schon am 8. Dezember 1881 wird die „Apostolische Lehrgesellschaft“ ins Leben gerufen. P. Jordan, erst 33 Jahre alt, feiert im Sterbezimmer der Hl. Brigitte von Schweden in Rom Eucharistie. In dieser Feier legen Bernhard Lüthen und Friedrich von Leonhardi in die Hände Jordans ihr Versprechen ab, der 1. Stufe der Apostolischen Lehrgesellschaft beizutreten. Jordan will eine große Gemeinschaft aus allen Ständen bilden, theologische Wahrheiten will er verständlich unter die Menschen bringen – und alle sollen beteiligt sein – auch die Frauen sollen in der Verkündigung mitwirken. Damit ist er seiner Zeit weit voraus. Von Anfang an ist ihm an einer Schwesterngemeinschaft gelegen. Auch hier erlebt Jordan einige Enttäuschungen bis er doch schließlich 1888 gemeinsam mit Therese von Wüllenweber die Salvatorianerinnen gründen kann.
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Therese von Wüllenweber, die spätere erste Generaloberin der Salvatorianerinnen.
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1882 wird Therese v. Wüllenweber auf die eben gegründete Apostolische Lehrgesellschaft aufmerksam und am 4. Juli 1882 trifft sie auf Pater Jordan. Durch diese Begegnung kommt ihr Suchen zur Ruhe. Hier sieht sie ihre Träume erfüllt.
Schon am 5. September 1882 legt Therese ihre privaten Versprechen in der 1. Stufe der Apostolischen Lehrgesellschaft für ein Jahr ab, am 31. Mai 1883 die Ewigen (privaten) Gelübde. Aber noch wird ihr viel Geduld abverlangt. Noch kann und will sie nicht nach Rom. Ein Versuch einer Schwesterngründung entwickelt sich in eine Richtung, die weder den Vorstellungen P. Jordans noch denen von Therese v. Wüllenweber entspricht.
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Mutter Maria von den Aposteln (Therese von Wüllenweber) und Pater Franziskus
Maria vom Kreuze (Johann Baptist) Jordan.
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Nur mühevoll kann P. Jordan an einen weiteren Versuch herangehen und schließlich im November 1888 Therese von Wüllenweber nach Rom rufen. Die Gründung der Schwestern der Katholischen Lehrgesellschaft (die Umbenennung in Salvatorianerinnen geschieht später) erfolgt auf kuriale Weisung in Tivoli – nicht in Rom. Gemeinsam mit zwei anderen Frauen wird Therese, mittlerweile 55 Jahre alt, am 8.12.1888 eingekleidet und erhält den Ordensnamen Maria von den Aposteln. Sie ist die erste Generaloberin der Schwesterngemeinschaft.
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Therese von Wüllenweber, die spätere erste Generaloberin der Salvatorianerinnen.
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Am 25. März 1889 feiert sie ihre Ewigen Gelübde. Die Gemeinschaft wächst ständig und bereits 1890 werden die ersten Schwestern nach Indien entsandt. Auch wenn Mutter Maria, wie sie nun genannt wird, aus gesundheitlichen Gründen selbst keine weiten Reisen mehr unternehmen kann, erfüllt sich nun endlich ihr Traum von den Missionen. 1894 kann die Schwesterngemeinschaft in das ersehnte Rom übersiedeln. Mutter Maria bleibt bis zu ihrem Tod Generaloberin. 1905 wird sie zum letzten Mal wiedergewählt. Sie leidet schwer an Asthma, erkrankt 1907 an Gehirnhautentzündung und stirbt am 25. Dezember 1907 während der Mitternachtsmette.
Am 13. Oktober 1968 wird Mutter Maria von Papst Paul VI selig gesprochen und wird von nun an Selige Maria von den Aposteln genannt.
Die Salvatorianerinnen in Österreich
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Mülldeponie im Brettldorf in Wien Floridsdorf.
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P. Jordan liegt viel an einer Gründung im deutschsprachigen Raum. Wegen des Kulturkampfes ist ihm Deutschland nach wie vor verwehrt. So richtet P. Jordan schon früh seine Aufmerksamkeit auf Wien, Mittelpunkt der Donaumonarchie und des Vielvölkerstaates. Er besucht 1887 die Stadt, stößt kirchlicherseits auf Wohlwollen, allerdings gibt es auch hier vom Staat her Hindernisse. 1891 werden die ersten beiden Salvatorianer nach Wien entsandt, aber erst 1892 erfolgt die erste Niederlassung im deutschen Sprachgebiet in Favoriten, damals ein armer Arbeiterbezirk an der Peripherie Wiens. 1893 kann das Kolleg in Lochau, nahe an der Grenze zu Deutschland und der Schweiz eröffnet werden.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Bwag
Die Koptische Markuskirche (Russenkirche) im Wiener Bezirk Donaustadt (22. Bezirk,
Wagramerstraße 17 A). Im Hintergrund das Vienna International Centre.
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Die offizielle staatliche Anerkennung 1894 ebnet den Weg zu neuen Arbeitsfeldern.
Im neu entstehenden Stadtteil Kaisermühlen übernehmen die Salvatorianer die Seelsorge. P. Theophilus Muth, der erste Pfarrverweser ist seiner Zeit weit voraus! Seine „Schiffskirche“ erregt weltweites Aufsehen, seine „Russenkirche“ in den Slums der Mülldeponie Brettldorf zeigt ihn als Anwalt der Armen. In Favoriten wird die große „Notkirche“ gebaut (für 900 Personen) dazu noch ein Vereinsheim mit Theatersaal.
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Brettldorf in Wien Floridsdorf.
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Der erste Weltkrieg bringt das Ende der 1908 gegründeten Provinz Österreich Ungarn, die folgende Häuser umfasste: Wien X, Wien II, Wal-Meseritsch, Meran, Temesvar, Jägerndorf, Hamberg und Trzebinia. Eine Wende in dieser schwierigen Zeit bringt 1923 die Übernahme der Liegenschaften der Barnabiten, die nach fast 300 Jahren Österreich verlassen. So entstehen die Kollegien St. Michael und Mariahilf in Wien, sowie Mistelbach und Margarethen am Moos in Niederösterreich. In Graz, am Hamberg und in St. Michael in Wien werden Ausbildungsstätten für die jungen Ordensleute geschaffen. 1932 erwerben die Salvatorianer von den Redemptoristen das Domstift Gurk, um dort ein Untergymnasium zu errichten.
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Wien Floridsdorf um 1925, Brettldorf; Durchblick Birneckergasse.
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Aber mit dem Einmarsch Hitlers in Österreich und dem 2. Weltkrieg brechen wieder sehr schwierige Zeiten an. Alle Ausbildungshäuser werden aufgelöst. Besonders tragisch ist der Tod von P. Titus Helde am 22.4.1945, der beim Versuch Frauen und Mädchen, die im Kolleg Mistelbach Zuflucht gefunden haben, vor Vergewaltigung zu schützen, von einem russischen Soldaten erschossen wird. Nach dem Krieg beginnt der Wiederaufbau. Und wie schon zur Zeit der Gründung suchen die Salvatorianer jene Tätigkeitsbereiche, die Antwort geben auf die Not der Zeit. So z. B. durch jene Initiative von P. Albert Gabriel, durch die die Gruft unter der Mariahilfer Kirche entstanden ist (Obdachlosenprojekt) oder jene von P. Elmar Kahofer und seinen MitstreiterInnen, die das Pflegehospiz Kaisermühlen ins Leben gerufen haben.
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 Oktober 1930 die Eröffnung des St. Josef Krankenhaus durch Bundespräsident Miklas
persönlich, die Einweihung nimmt Bischof Seidl vor.
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Bei einem Besuch in Wien schreibt P. Jordan an M. Maria:
Habe in Wien .... tatsächlich an die Schwestern gedacht ... In Östereich
zieht sich die Sache etwas hin. Jedenfalls müssen wir baldigst mehrere Niederlassungen der Schwestern errichten
Die Möglichkeit dafür ergibt sich 1899. Für die Führung des Maria Theresia Frauenhospitals werden Schwestern gesucht. Adelige Damen haben diese Stiftung 1872 ins Leben gerufen. Im Oktober wird der Vertrag aufgesetzt – am 28. November 1899 treffen die ersten sieben Schwestern im Alter zwischen 23 bis 31 Jahren in der Feldgasse 9 ein. Alle haben erst zeitliche Gelübde und doch wird ihnen diese Aufgabe zugetraut. 1914 wird das Spital vergrößert, 1939 von der Gemeinde Wien übernommen.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
St. Josef Krankenhaus in Wien.
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Aber erst 1947 verlassen die Schwestern dieses Spital, um im ordenseigenen St. Josef Krankenhaus in Hacking zu arbeiten. 1930 kaufen die Salvatorianerinnen das ehemalige Sanatorium Rosenthal. Die Schwestern nehmen die Herausforderung der Zeit an! Vor allem der große Um- und Neubau zwischen 1986 und 1994 macht das Spital zu einem modernen Haus, in dem doch eine persönliche Atmosphäre herrscht. Durch die Vorreiterrolle des St. Josef Krankenhauses wird in Österreich die “anonyme Geburt” gesetzlich erlaubt. Seit 2004 gehört das St. Josef Krankenhaus zur Vinzenzgruppe Wien.
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Kindertagesstätte in Kaisermühlen.
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Ein weiterer Meilenstein: die Gründung der Kindertagesstätte in Kaisermühlen im Jahre 1904. Drei Schwestern mieten Hochparterrewohnungen in der Schüttaustraße 56, wo sie arme Kinder und Kranke betreuen. 1905 kann zusätzlich eine Tagesbetreuungsstätte eröffnet werden. Später kommen, trotz immer wieder sehr schwieriger Situationen, noch Kindergarten, Volksschule und Internat dazu.
© Ewald Judt - austria-forum.org
Pfarrkirche Kaisermühlen "Zum heiligsten Herz Jesu".
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Im Juni 1952 kommen die ersten Schwestern mit armen Kindern aus Wien zur Erholung in die Villa Waldfried in Bad Erlach bei Wiener Neustadt. 1957 kaufen die Salvatorianerinnen die Villa. Mittlerweile ist auf diesem Areal das großzügige Genesungs-, Wohn- und Pflegeheim entstanden. Die sogenannte Villa wurde 2000/2001 restauriert – und dient zur Zeit als Ausbildungsort für junge Frauen, die sich uns Salvatorianerinnen anschließen wollen. Im ehemaligen Pförtnerhaus richtete Sr. Heidrun Bauer 2006 ihr neues Atelier ein. In den Jahren 2004 und 2005 entstanden neue Niederlassungen der Salvatorianerinnen in Linz, Bratislava und Mistelbach. Ein neues Projekt wurde 2008 in der Innenstadt von Wien begonnen: IMpulsLEBEN richtet sich an junge Menschen, die sich mit ihrem Leben und der Frage nach Gott auseinandersetzen wollen. Im Jänner 2010 zogen zwei Schwestern in den Pfarrhof der Salvatorpfarre in Graz ein. Sie leben und arbeiten mit den Salvatorianern in der Pfarre.
Spiritualität
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Salvatorianerinnen der Österreichischen Ordensprovinz.
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In diesem Satz aus dem Johannes-Evangelium bündeln sich
wichtige Elemente salvatorianischer Spiritualität:
Das Ziel des Lebens Jesu und die Vision Gottes für unsere Welt
ist das glückende Leben jedes Menschen und aller Menschen.
Das ist das ewige Leben: dich, den einzig wahren Gott, zu erkennen
und Jesus Christus, den du gesandt hast
(Joh 17,3)
Dieser Satz aus dem Johannes-Evangelium stellt ein Leitmotiv salvatorianischer Spiritualität dar. Es zeigt: Die frohe Botschaft des Glaubens ist keine theoretische Wahrheit, sondern es geht um die Freundschaft mit Jesus Christus, dem wir unser Vertrauen schenken können. In der Begegnung mit Jesus Christus erfahren wir sein Versprechen an uns: „Salus tua ego sum. Ich bin dein Heil.“ Dieses Heil wollen wir im täglichen Leben bezeugen.
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Salvatorianerinnen beim gemeinsamen Gebet.
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Wir Salvatorianerinnen sind überzeugt, dass Gott in allen Kulturen und zu allen Zeiten (also auch in die heutige hinein) wirkt und in Jesus Christus allen Menschen seine Zuwendung zeigt. Universalität bildet daher von Anfang an ein wesentliches Element unserer Spiritualität. Unser Gründer Franziskus Jordan fordert auf, mit allen Mitteln, die der Liebe Christi entsprechen, die Liebe Gottes zu allen Menschen sichtbar zu machen. Dabei versuchte er bereits im 19. Jhdt., Frauen und Männer, Erwachsene und Kinder sowie Menschen in verschiedenen Lebensformen und mit unterschiedlichem Bildungsgrad partnerschaftlich in die salvatorianische Sendung mit einzubeziehen.
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Treffen jüngerer Salvatorianerinnen aus den Einheiten Österreich, Deutschland, Südtiriol,
Italien, Polen, Heiligland, Belgien, Albanien, Ungarn, Indien und Sri Lanka in Wien. 
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Dieser Weitblick Jordans ist die Wurzel der Universalität, die bis heute allen Salvatorianerinnen, Salvatorianern und Salvatorianischen Laien aufgegeben ist: Mit zahllosen Menschen aus allen Völkern der Erde zusammen zu arbeiten, die sich mit uns in Kirche und Gesellschaft für ein menschenwürdiges und erfülltes Leben aller einsetzen.
Als salvatorianische Frauen sind wir um das Heil aller Menschen
jeder Kultur und Rasse besorgt...
Durch unser Sein und Wirken helfen wir den Menschen,
von Unwissenheit, Krankheit, Armut
und anderen Arten der Unterdrückung frei zu werden
und sich der Güte und Liebe Gottes, unseres Heilandes, zu öffnen.
(aus Lebensregel, Artikel 6.1)
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Salvatorianerinnen der Österreichischen Ordensprovinz.
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Unsere Lebensregel gründet im Evangelium und im Charisma von Franziskus Jordan und Therese von Wüllenweber. Im Zuge der Erneuerungen durch das Zweite Vatikanische Konzil wurde unsere Lebensregel neu formuliert, um heute ein gelingendes salvatorianisches Leben zu ermöglichen. Möge ein jeder von Ihnen in sich gleichsam die Regel personifizieren, verkörpern, so dass, wenn man Sie sieht, jeder gleich (er-)kennt, Sie gehören hierher. Seien Sie im wahren Sinne Glieder der Gesellschaft des Göttlichen Heilandes“. Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn als Retter hingab.
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Treffen jüngerer Salvatorianerinnen aus den Einheiten Österreich, Deutschland, Südtiriol,
Italien, Polen, Heiligland, Belgien, Albanien, Ungarn, Indien und Sri Lanka in Wien. 
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Betroffen von der tiefsten Not der Menschen und ihrer Sehnsucht, Leben zu finden und den einen wahren Gott zu kennen und, den er gesandt hat, Jesus Christus, gründeten Franziskus vom Kreuz und Maria von den Aposteln unsere Kongregation. Unser apostolischer Auftrag ist es, Gott zu verherrlichen und ihn – den Vater, Sohn und Heiligen Geist – zu bezeugen, indem wir Jesus Christus verkünden als den Heiland der Welt.
Salvatorianerinnen der österreichischen Provinz im Ausland
Salvatorianerinnen der Mission in Assam, Indien.
© Societas Divini Salvatoris, Rom - www.sds.org
1888 in Tivoli bei Rom gegründet, reisten schon zwei Jahre später Salvatorianerinnen nach Indien. Rasch verbreitete sich die Kongregation in Europa, Nord- und Südamerika, dem fernen Osten und später dem mittleren Osten und in Afrika. Heute leben Salvatorianerinnen in 29 Ländern der Welt. Zur österreichischen Provinz gehören 97 Salvatorianerinnen aus Österreich, Deutschland, Südtirol, Ungarn, Polen und Indien. Sie leben in kleineren Gemeinschaften und wirken an verschiedensten Orten.
Salvatorianerinnen der Mission in Assam, Indien.
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Beit Emmaus („Haus Emmaus“) ist ein Pflegeheim für palästinensische Frauen christlichen und muslimischen Glaubens, die aufgrund ihres Alters oder einer Behinderung auf Hilfe angewiesen sind. Es befindet sich in Qubeibeh, einem kleinen arabischen Dorf, das 12 km von Jerusalem entfernt liegt und wie die übrige Westbank zunehmend unter den Folgen des israelischen Mauerbaus leidet. Das Haus gehört dem Deutschen Verein vom Hl. Lande und wird von Salvatorianerinnen geleitet. Die Hausgemeinschaft besteht aus sechs Ordensfrauen, einer Stationsleiterin, einer Gruppe von Volontärinnen und Volontären. Die Umgangssprache ist in der Regel Deutsch, gegebenenfalls auch Englisch.
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Am 4. Juni 2013 feierten die Salvatorianerinnen mit den Verantwortlichen des Deutschen Vereines
vom Heiligen Land in Emmaus-Qubeibeh das Jubiläum. Sr. Xaveria Jedlitzka berichtet.
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Das Gemeinschaftsleben erstreckt sich von der gemeinsamen Arbeit über Mahlzeiten und Freizeitgestaltung bis hin zu Ausflügen und Festen. Die Teilnahme an solchen Aktivitäten ist ebenso freigestellt wie an den täglichen Gebetszeiten und spirituellen Veranstaltungen.
Salvatorianerin werden
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Gebetsfeier zum Postulatsbeginn von Annina Hubinger am 15. Oktober 2014 in der Ausbildungsgemeinschaft Salvatorhaus, Schlossberggasse in Wien.
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Junge Frauen, die sich für das Ordensleben interessieren und überlegen, ob die Spiritualität und Lebensform der Salvatorianerinnen zu ihnen passen könnte, laden wir ein, mit uns Kontakt aufzunehmen.
Sich über den eigenen Lebensweg klar zu werden, braucht Zeit und Begleitung. Daher erfolgt die Entscheidung, in die Gemeinschaft der Salvatorianerinnen einzutreten, schrittweise. In der Fülle oder in der Leere des Alltags kann die Sehnsucht nach einem Mehr an Leben aufbrechen. Oder die Frage wird laut: „Wo sind mein Platz und meine Aufgabe in dieser Welt?“ Nach dem Motto „Vier Augen sehen mehr als zwei“ ist Geistliche Begleitung dafür da, gemeinsam auf das Leben der begleiteten Person zu schauen. Begleitung will helfen, Erfahrungen in der Suche nach Gott zu reflektieren und darin zu wachsen, das Leben aus dem Glauben zu gestalten. Der Informationstag, Mitleben in einer Gemeinschaft, andere Angebote der Berufungspastoral sowie Angebote von IMpulsLEBEN dienen dem gegenseitigen Kennenlernen. Desweiteren geht es in dieser Phase um eine erste Klärung der Motivation. Dies geschieht durch regelmäßigen Kontakt, durch geistliche Begleitung und ignatianische Einzelexerzitien.
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Betriebswirtin und Theologin Sr. Ingrid Dullnig bei der Feier am 4. Jänner 2015, in der sie
ihr Versprechen, nach den evangelischen Räten zu leben, auf zwei Jahre ablegt.
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Wenn die Entscheidung einer Frau reift, sich den Salvatorianerinnen anzuschließen, und wenn die Verantwortlichen nach einer Prüfung der charakterlichen und geistlichen Voraussetzungen dem Wunsch zustimmen, beginnt das sog. „Postulat“. Im Postulat, das (mindestens) sechs Monate dauert, beginnt die Postulantin, in der Ausbildungsgemeinschaft - die sie als Interessentin bereits kennengelernt hat - ganz zu leben. In dieser Zeit macht sie Erfahrungen mit der Gemeinschaft und mit dem geistlichen Leben als Salvatorianerin, zu welchem u.a. regelmäßige geistliche Begleitung, Wüstentage und jährliche Einzelexerzitien gehören. Dies alles soll zu einer freien Entscheidung für oder gegen den Beginn des Noviziates befähigen. Ebenso prüft die Gemeinschaft, ob sie die Postulantin ins Noviziat aufnehmen will.
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Noviziatslehrgang 2013.13.
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In einer zweijährigen Einführungszeit, dem sogenannten Noviziat geht es darum, die Beziehung zu Gott im Glauben zu vertiefen und die Salvatorianerinnen sowie sich selber besser kennenzulernen. Das Leben nach den drei Ordensgelübden in der salvatorianischen Gemeinschaft eröffnet die Chance zu klären, ob sich die persönliche Berufung innerhalb des Ordens lebendig entfalten kann.
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Noviziatslehrgang 2013.13.
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Zwölf Monate werden in der Ausbildungsgemeinschaft verbracht. Sie dienen dazu, die salvatorianische Spiritualität, die Lebensregel und die Struktur und Geschichte des Ordens kennen zu lernen. Desweiteren werden sowohl theologische und spirituelle Inhalte des Ordenslebens behandelt als auch dessen menschlich-psychologischen Dimensionen. Einige dieser Ausbildungsinhalte werden in einer österreichweiten Noviziatsschule erarbeitet. Einen wichtigen Bereich bildet das persönliche und gemeinsame geistliche Leben und dessen Reflexion. Die Novizin geht schließlich auch einer kleinen Tätigkeit nach.
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Dem Licht entgegen - blühen - verwurzelt in Gottott
Feier der Ewigen Profess von Sr. Melanie Wolfers SDS.
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Im sogenannten praktischen Jahr des Noviziates stehen zwei große Praktika im Zentrum, unterbrochen vom Leben in der Ausbildungsgemeinschaft. An verschiedenen Orten innerhalb und außerhalb von Österreich lernt die Novizin unterschiedliche Arbeiten, Einsatzfelder und Gemeinschaften von Salvatorianerinnen kennen. Der Schwerpunkt liegt im Bereich der Selbsterfahrung: Wie bewährt sich mein spirituelles Leben im Alltag z.B. einer Pflegeeinrichtung oder einer pastoralen Aufgabe? Welche Art von apostolischer Tätigkeit liegt mir? Ein wesentliches Element des Noviziates bilden ignatianische Einzelexerzitien (8- bzw. 30tägig). Die Exerzitien sind ein intensiver innerer Prozess der Wandlung und der Hinkehr zu Gott und dienen der Entscheidungsfindung und –klärung. Wenn während des Noviziates auf Seiten der Novizin und auf Seiten des Ordens die Gewissheit gewachsen ist, dass sich die persönliche Berufung innerhalb der salvatoriansichen Gemeinschaft lebendig entfalten, legt die Schwester auf Zeit ihre Gelübde ab.
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40jähriges Professjubiläum von Sr. Maria Schlackl, Sr. Ruth Kagerbauer und Sr. Karin Glechner.
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In der nun beginnenden Junioratszeit wechselt die Salvatorianerin in eine andere salvatorianische Gemeinschaft und geht wieder einer Ausbildung oder beruflichen Tätigkeit nach. Die Zeit der sogenannten "zeitlichen" Gelübde beträgt insgesamt mindestens fünf, maximal neun Jahre, innerhalb dieser die Gelübde und die Bindung an die Gemeinschaft immer wieder erneuert werden. Dann folgt die Entscheidung, sich auf Lebenszeit zu binden - in der „Ewigen Profess“.
Text auszugsweise aus
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