1. Buch Mose; Genesis (‏בְּרֵאשִׁית‎ Bereschit)
Kapitel 19; Das Gericht über Sodom
2000 v. Chr. bis 1700 v.Chr.
Sodom und Gomorra - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Sodom und Gomorra.
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Sodom und Gomorra (hebräisch סדום ועמורה) (andere Schreibweisen: Gomorrah; Gomorrha) sind zwei in der Bibel genannte Städte, die den Mittelpunkt einer Erzählung bilden. Die Bedeutung der Namen ist nicht gesichert, ebenso wenig die genaue Lage der Städte. Die Städte sind Gegenstand einer Erzählung im Alten Testament, der zufolge sie durch Gott unter einem Regen aus Feuer und Schwefel begraben wurden, weil sie der Sünde anheimgefallen waren. Gott selbst sucht Abraham in Gestalt dreier Engel in Männergestalt auf, um ihm mitzuteilen, dass er vorhabe, die Städte Sodom (wo sich Abrahams Neffe Lot aufhält) und Gomorra zu zerstören, wenn das sündige Verhalten ihrer Bewohner tatsächlich so schlimm sei, wie ihm zu Ohren gekommen war. Abraham fragt Gott, ob er wirklich Schuldige und Unschuldige ohne Unterschied vernichten wolle.
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Die Engel retten Lot und seine Familie vor dem Untergang in Sodom.
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Gott versichert ihm schließlich, dass er Sodom verschonen werde, wenn sich nur zehn anständige Menschen darin finden ließen. Diese Zahl ist im Judentum bedeutsam: erst wenn zehn Männer zum Gottesdienst zusammenkommen („Minjan“), gibt es demnach eine jüdische Gemeinde, kann ein vollständiger Gottesdienst gefeiert werden. Um zu sehen, ob das Klagegeschrei über Sodom der Wahrheit entspricht, schickt Gott zwei Engel zu Abrahams Neffen Lot, einem gottgefällig lebenden Mann. Lot nimmt die beiden Engel gastfreundlich bei sich auf, die von den Einwohnern Sodoms als fremde Männer angesehen werden. Die Einwohner fordern daraufhin, dass Lot ihnen seine Gäste übergebe, weil sie mit ihnen gewaltsam sexuell verkehren wollen (Formulierung siehe unter Interpretationen). Lot bietet den Sodomitern zum Schutz seiner Gäste und der heiligen Gastfreundschaft stattdessen vergeblich seine jungfräulichen Töchter an.
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Lots Frau erstarrt zu einer Salzsäule.
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 Nachdem sich keine zehn Gerechten in der Stadt fanden und sie deshalb dem Untergang geweiht ist, wollen die Engel ihn und seine Familie vor dem Untergang retten und schicken sie aus der Stadt. Lot und seine Töchter können sich in Sicherheit bringen und werden im Folgenden von Gott beschützt. Sodom und Gomorra werden dagegen von Gott vernichtet, indem er Schwefel und Feuer auf sie herabregnen lässt. Als Lots Frau — entgegen einem von den Engeln ausgesprochenen Verbot — auf die Stadt zurücksieht, erstarrt sie zu einer Salzsäule. Als er am nächsten Morgen aus der Stadt Sodom Rauch aufgehen sieht, flieht er gemäß dem göttlichen Gebot in die Berge und lebt dort in einer Höhle.
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Lots Töchter machen ihren Vater mit Wein betrunken.
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Darauf sagen seine Töchter, dass kein Mann im Lande sei, der ihnen Nachkommen geben könne, machen ihren Vater betrunken, legen sich zu ihm und werden schwanger. So wird Lot zum Vater und auch gleichzeitig Großvater der beiden aus dieser Verbindung entstandenen Söhne Moab und Ben-Ammi, aus denen die Völker der Moabiter und Ammoniter entstehen.
Sodom und Gomorrah in der Bibel
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Freizügiges Sexualleben in der Antike. Cunnilingus-Szene zu dritt auf einer
Wandmalerei aus Pompeji (700 v. Chr. bis 79 n. Chr.).
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In der Antike waren die Sitten noch etwas lockerer, die Sexualität wurde offen ausgelebt - wie auch zahlreiche Wandgemälde in Pompeji zeigen. Das änderte sich, als das Christentum im römischen Reich zur Staatsreligion wurde. Die legendären Städte, Sodom und Gomorra hatten ihre Blütezeit und gediehen an diesem Platz. Die Bibel berichtet uns, dass der Herr verärgert über diese sündenvollen Städte war und Feuer und Schwefelregen sandte auf alle diese Städte, um sie total zu vernichten. Sodom und Gomorra waren, gemäß der Bibel, Brutstätten der sexuellen Perversion. Sie waren bekannt für ihre Billigung der offen gelebten Sexualität.
    Sodom und Gomorra in der Genesis
Gen10.19   Und ihre Grenzen waren von Sidon in der Richtung auf Gerar bis nach Gaza, in der Richtung auf Sodom, Gomorra, Adma, Zebojim bis nach Lescha.
Gen13.10   Lot blickte auf und sah, dass die ganze Jordangegend bewässert war. Bevor der Herr Sodom und Gomorra vernichtete, war sie bis Zoar hin wie der Garten des Herrn, wie das Land Ägypten.
Gen13.11   Da wählte sich Lot die ganze Jordangegend aus. Lot brach nach Osten auf und sie trennten sich voneinander.
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Lot brach nach Osten auf und sie trennten sich voneinander.
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Gen13.12   Abram ließ sich in Kanaan nieder, während Lot sich in den Städten jener Gegend niederließ und seine Zelte bis Sodom hin aufschlug.
Gen13.13   Die Leute von Sodom aber waren sehr böse und sündigten schwer gegen den Herrn.
Gen14.2   Dass sie Krieg führten mit Bera, dem König von Sodom, und mit Birscha, dem König von Gomorra, und mit Schinab, dem König von Adma, und mit Schemeber, dem König von Zebojim, und mit dem König von Bela, das ist Zoar.
Gen18,16   Die Männer erhoben sich von ihrem Platz und schauten gegen Sodom. Abraham wollte mitgehen, um sie zu verabschieden.
Gen18,17   Da sagte sich der Herr: Soll ich Abraham verheimlichen, was ich vorhabe?
Gen18,18   Abraham soll doch zu einem großen, mächtigen Volk werden, durch ihn sollen alle Völker der Erde Segen erlangen.
Gen18,19   Denn ich habe ihn dazu auserwählt, dass er seinen Söhnen und seinem Haus nach ihm aufträgt, den Weg des Herrn einzuhalten und zu tun, was gut und recht ist, damit der Herr seine Zusagen an Abraham erfüllen kann.
Gen18,20   Der Herr sprach also: Das Klagegeschrei über Sodom und Gomorra, ja, das ist laut geworden, und ihre Sünde, ja, die ist schwer.
Gen18,21   Ich will hinabgehen und sehen, ob ihr Tun wirklich dem Klagegeschrei entspricht, das zu mir gedrungen ist. Ich will es wissen.
Gen18,22   Die Männer wandten sich von dort ab und gingen auf Sodom zu. Abraham aber stand noch immer vor dem Herrn.
    Das Gericht über Sodom und die Rettung Lots
Gen19,1   Die beiden Engel kamen am Abend nach Sodom. Lot saß im Stadttor von Sodom. Als er sie sah, erhob er sich, trat auf sie zu, warf sich mit dem Gesicht zur Erde nieder
Gen19,2   und sagte: Meine Herren, kehrt doch im Haus eures Knechtes ein, bleibt über Nacht und wascht euch die Füße! Am Morgen könnt ihr euren Weg fortsetzen. Nein, sagten sie, wir wollen im Freien übernachten.
Gen19,3   Er redete ihnen aber so lange zu, bis sie mitgingen und bei ihm einkehrten. Er bereitete ihnen ein Mahl, ließ ungesäuerte Brote backen und sie aßen.
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Sie setzten dem Lot, arg zu und waren schon dabei, die Tür aufzubrechen.
Genesis 19, Lot's Rettung aus Sodom; Pieter van der Borcht, Radierung, um 1600.
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Gen19,4   Sie waren noch nicht schlafen gegangen, da umstellten die Einwohner der Stadt das Haus, die Männer von Sodom, Jung und Alt, alles Volk von weit und breit.
Gen19,5   Sie riefen nach Lot und fragten ihn: Wo sind die Männer, die heute Abend zu dir gekommen sind? Heraus mit ihnen, wir wollen mit ihnen verkehren.
Gen19,6   Da ging Lot zu ihnen hinaus vor die Tür, schloss sie hinter sich zu
Gen19,7   und sagte: Aber meine Brüder, begeht doch nicht ein solches Verbrechen!
Gen19,8   Seht, ich habe zwei Töchter, die noch keinen Mann erkannt haben. Ich will sie euch herausbringen. Dann tut mit ihnen, was euch gefällt. Nur jenen Männern tut nichts an; denn deshalb sind sie ja unter den Schutz meines Daches getreten.
Gen19,9   Sie aber schrien: Mach dich fort!, und sagten: Kommt da so ein einzelner Fremder daher und will sich als Richter aufspielen! Nun wollen wir es mit dir noch schlimmer treiben als mit ihnen. Sie setzten dem Mann, nämlich Lot, arg zu und waren schon dabei, die Tür aufzubrechen.
Gen19,10   Da streckten jene Männer die Hand aus, zogen Lot zu sich ins Haus und sperrten die Tür zu.
Gen19,11   Dann schlugen sie die Leute draußen vor dem Haus, Groß und Klein, mit Blindheit, sodass sie sich vergebens bemühten, den Eingang zu finden.
Gen19,12   Die Männer sagten dann zu Lot: Hast du hier noch einen Schwiegersohn, Söhne, Töchter oder sonst jemand in der Stadt? Bring sie weg von diesem Ort!
Gen19,13   Wir wollen nämlich diesen Ort vernichten; denn schwer ist die Klage, die über die Leute zum Herrn gedrungen ist. Der Herr hat uns geschickt, die Stadt zu vernichten.
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Die beiden Engel drängen Lot zur Eile.
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Gen19,14   Da ging Lot hinaus, redete auf seine Schwiegersöhne ein, die seine Töchter heiraten wollten, und sagte: Macht euch auf und verlasst diesen Ort; denn der Herr will die Stadt vernichten. Aber seine Schwiegersöhne meinten, er mache nur Spaß.
Gen19,15   Als die Morgenröte aufstieg, drängten die Engel Lot zur Eile: Auf, nimm deine Frau und deine beiden Töchter, die hier sind, damit du nicht wegen der Schuld der Stadt hinweggerafft wirst.
Gen19,16   Da er noch zögerte, fassten die Männer ihn, seine Frau und seine beiden Töchter an der Hand, weil der Herr mit ihm Mitleid hatte, führten ihn hinaus und ließen ihn erst draußen vor der Stadt los.
Gen19,17   Während er sie hinaus ins Freie führte, sagte er: Bring dich in Sicherheit, es geht um dein Leben. Sieh dich nicht um und bleib in der ganzen Gegend nicht stehen! Rette dich ins Gebirge, sonst wirst du auch weggerafft.
Gen19,18   Lot aber sagte zu ihnen: Nein, mein Herr,
Gen19,19   dein Knecht hat doch dein Wohlwollen gefunden. Du hast mir große Gunst erwiesen und mich am Leben gelassen. Ich kann aber nicht ins Gebirge fliehen, sonst lässt mich das Unglück nicht mehr los und ich muss sterben.
Gen19,20   Da, die Stadt in der Nähe, dorthin könnte man fliehen. Sie ist doch klein; dorthin will ich mich retten. Ist sie nicht klein? So könnte ich am Leben bleiben.
Gen19,21   Er antwortete ihm: Gut, auch das will ich dir gewähren und die Stadt, von der du sprichst, nicht zerstören.
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Schwefel und Feuer regnet es vom Himmel.
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Gen19,22   Schnell flieh dorthin; denn ich kann nichts unternehmen, bevor du dort angekommen bist. Deshalb nannte er die Stadt Zoar (Kleine).
Gen19,23   Als die Sonne über dem Land aufgegangen und Lot in Zoar angekommen war,
Gen19,244   ließ der Herr auf Sodom und Gomorra Schwefel und Feuer regnen, vom Herrn, vom Himmel herab.
Gen19,25   Er vernichtete von Grund auf jene Städte und die ganze Gegend, auch alle Einwohner der Städte und alles, was auf den Feldern wuchs.
Gen19,26   Als Lots Frau zurückblickte, wurde sie zu einer Salzsäule.
Gen19,27   Am frühen Morgen begab sich Abraham an den Ort, an dem er dem Herrn gegenübergestanden hatte.
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Als Lots Frau zurückblickte, wurde sie zu einer Salzsäule.
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Gen19,28   Er schaute gegen Sodom und Gomorra und auf das ganze Gebiet im Umkreis und sah: Qualm stieg von der Erde auf wie der Qualm aus einem Schmelzofen.
Gen19,29   Als Gott die Städte der Gegend vernichtete, dachte er an Abraham und ließ Lot mitten aus der Zerstörung fortgeleiten, während er die Städte, in denen Lot gewohnt hatte, von Grund auf zerstörte.
    Das Buch Maleachi, Kapitel 3
Mal3,19   Denn seht, der Tag kommt, er brennt wie ein Ofen: / Da werden alle Überheblichen und Frevler zu Spreu und der Tag, der kommt, wird sie verbrennen, / spricht der Herr der Heere. / Weder Wurzel noch Zweig wird ihnen bleiben.
Mal3,20   Für euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, / wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen / und ihre Flügel bringen Heilung. Ihr werdet hinausgehen und Freudensprünge machen, / wie Kälber, die aus dem Stall kommen.
Mal3,21   An dem Tag, den ich herbeiführe, / werdet ihr die Ruchlosen unter euren Fußsohlen zertreten, sodass sie zu Asche werden, / spricht der Herr der Heere.
    Das Buch Ezechiel
Ez16.49   Siehe, das war die Schuld deiner Schwester Sodom; Hoffart und alles in Fülle und sichere Ruhe hatte sie mit ihren Töchtern; aber dem Armen und Elenden halfen sie nicht, sondern waren stolz und taten Greuel vor mir. Darum habe ich sie auch hinweggetan, wie du gesehen hast.
    Evangelium nach Lukas, Kapitel 17
Lk17,28   Und es wird ebenso sein, wie es zur Zeit des Lot war: Sie aßen und tranken, kauften und verkauften, pflanzten und bauten.
Lk17,29   Aber an dem Tag, als Lot Sodom verließ, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und alle kamen um.
Lk17,30   Ebenso wird es an dem Tag sein, an dem sich der Menschensohn offenbart.
    Der zweite Brief des Petrus, Kapitel 2
2-Petr2,5   Er hat auch die frühere Welt nicht verschont, nur Noach, den Verkünder der Gerechtigkeit, hat er zusammen mit sieben anderen als achten bewahrt, als er die Flut über die Welt der Gottlosen brachte.
2-Petr2,6   Auch die Städte Sodom und Gomorra hat er eingeäschert und zum Untergang verurteilt, als ein Beispiel für alle Gottlosen in späteren Zeiten.
2-Petr2,7   Den gerechten Lot aber, der unter dem ausschweifenden Leben der Gottesverächter litt, hat er gerettet;
    Der Brief des Judas, Kapitel 1
Jud1,7   Auch Sodom und Gomorra und ihre Nachbarstädte sind ein Beispiel: In ähnlicher Weise wie jene trieben sie Unzucht und wollten mit Wesen anderer Art verkehren; daher werden sie mit ewigem Feuer bestraft.
Maleachi ist ein biblischer Prophet, dessen Schrift im jüdischen Tanach zum Zwölfprophetenbuch gehört und damit den Abschluss der Sammlung der Hinteren Propheten bildet. In der christlichen westkirchlichen Bibel ist es das letzte Buch des Alten Testaments. Über den Verfasser ist nichts bekannt. Das hebräische Wort ‏מלאכי‎ (mal'aki) bedeutet „Mein Bote“. Als Personenname ist Maleachi nicht belegt. In der griechischen und lateinischen Bibel heißt er Malachias. In der rabbinischen Tradition wird der letzte Prophet des Tanach mit Esra, dem Schriftgelehrten, identifiziert.
Sodom und Gomorra - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Sodom und Gomorra - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der Prophet Maleachi .
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Traditionell sah die Forschung in Maleachi einen Propheten des 5. oder 4. vorchristlichen Jahrhunderts. Kessler nennt die späte Perserzeit, also das 4. Jh. v. Chr. als Entstehungszeitraum, weil er davon ausgeht, dass dem Verfasser der Maleachi-Dichtung, die Tora und die Prophetenbücher bereits schriftlich vorlagen. In die hellenistische Zeit, genauer ins 3. Jh. v. Chr. datiert er den Schluss Mal 3,22–24 EU, da dieser den Kanon aus Tora und der gesamten Prophetie bereits voraussetzt
Die Städte
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Mosaikkarte von Madaba.
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Die Mosaikkarte von Madaba (auch Madaba-Mosaik oder Palästina-Mosaik) ist Teil eines Mosaiks in der St.-Georgs-Kirche in Madaba (Jordanien). Das Madaba-Mosaik ist die älteste im Original erhaltene kartografische Darstellung des sogenannten Heiligen Landes und insbesondere Jerusalems. Sie stammt aus dem mittleren 6. Jahrhundert n. Chr. Die Mosaikkarte von Madaba ist das erste geografische Bodenmosaik der Kunstgeschichte. Sie ist für die Lokalisierung und Verifizierung biblischer Stätten von großer Bedeutung. Die Auswertung der Madabakarte trug dazu bei, die Frage nach der topografischen Lage von Askalon (auf der Karte 'Asqalan) zu lösen. 1967 wurden bei Ausgrabungen im jüdischen Viertel von Jerusalem die Nea-Kirche und der Cardo Maximus an den Stätten entdeckt, die ihre Darstellung auf der Madabakarte vermuten ließ. Die Karte zeigt auch die Lage von Zoar an und gab damit der Archäologie Anhaltspunkte für die Suche nach Sodom und Gomorra.
Sodom und Gomorra - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Sodom und Gomorra.
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Der Name Sodom findet sich 39 Mal in der hebräischen Bibel, ausschließlich in Genesis (21), Deuteronomium (2) und den Prophetenbüchern (16). Den Namen Gomorra erwähnen dieselben Schriften 19 Mal. Dabei wird Gomorra meist in Verbindung mit Sodom genannt (selten allein). Anscheinend wurde das negative Bild, das die Bibel von beiden Städten vermittelt, stärker mit Sodom als mit Gomorra konnotiert. Sodom und Gomorra (Gen 19) sowie Adma und Zebojim gelten im Alten Testament als Orte der Sünde, die von Gott zerstört wurden. Sie sollen im Bereich des Toten Meers gelegen haben, in dem Gebiet, das Abrahams Neffe → Lot nach Gen 13,10-12 besiedelte.
Sodom und Gomorra - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Sodom und Gomorra.
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Die Namen der vier untergegangenen „Städte Lots“ kommen erst in späten Texten zusammen vor (Gen 10,19; Gen 14,2-8; Dtn 29,23). Sonst zerfallen sie in zwei Gruppen: Adma und Zebojim ohne Sodom und Gomorra (Hos 11,8) oder Sodom und Gomorra ohne Adma und Zebojim (Gen 13,10-13; Gen 14,10-22; Gen 18,16-19,28; Dtn 32,32; Jes 1,9-10; Jes 3,9; Jes 13,19; Jer 23,14; Jer 49,18; Jer 50,40; Ez 16,46-56; Am 4,11; Zef 2,9; Klgl 4,6). Während die „Südreichstradition“ von Sodom und Gomorra breit belegt ist, steht für die „Nordreichstradition“ von Adma und Zebojim nur ein Vers Hoseas zur Verfügung.
Sodom und Gomorra - © www.bibelwissenschaft.de
Die unwirtliche Landschaft am Toten Meer.
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Zoar ist eine antike Siedlung an der Ostküste des Toten Meeres. Die Lage des Ortes ist auf der Mosaikkarte von Madaba dargestellt, einer kartografischen Darstellung des südöstlichen Mittelmeerraumes aus dem mittleren 6. Jahrhundert n. Chr. Nach biblischer Überlieferung fand dort Lot, der Neffe Abrahams, Zuflucht (Gen 13,10ff EU). In römischer Zeit gehörte die Stadt zur Provincia Arabia bzw. Palaestina tertia. Ein byzantinischer Friedhof wies zahlreiche griechisch und aramäisch beschriftete Grabsteine auf. Anhand der Schrift/Sprache lässt sich zwischen jüdischen und christlichen Gräbern unterscheiden. Die jüdischen Grabsteine weisen als besondere Neuerung die Nennung des Todestages auf. Ebenso wird bei Frauen meistens der Name des Vaters genannt anstatt, wie bis dahin üblich, der Name des Mannes.
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Ruinen in der Nähe von Bab edh-Dhra.
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Bab edh-Dhra ist der moderne Name einer archäologischen Fundstätte am südöstlichen Ende des Toten Meeres im heutigen Jordanien, nahe der Lisan-Halbinsel. Der Ort war möglicherweise Ausgangspunkt für die Legendenbildung um den biblischen Ort Sodom. Bei der Ausgrabung von 1924 unter Leitung von William Foxwell Albright wurden erstmals Spuren von Besiedlung aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. entdeckt. Reguläre Ausgrabungen fanden 1965-67 unter Paul Lapp statt. Eine weitere wurde von W. Rast und Th. Schaub 1973 unternommen. Beide gruben zwischen 1975 und 1981 in vier weiteren Kampagnen vor Ort. Der Ort war seit der Frühbronzezeit besiedelt und hatte damals durch die Lage am Ausgang des Wadi Kerak, das von Kerak herab führt, eine dauerhafte Wasserversorgung. Auch Reste einer Stadtbefestigung konnten gefunden werden. Unweit des Ortes finden sich mehrere große Gräberfelder mit ca. 20.000 Schachtgräbern, von denen bisher nur wenige archäologisch untersucht sind. Tausende weiterer - zum großen Teil beraubter - Gräber liegen in der Ebene Richtung Südwesten.
Sodom und Gomorra - © jo.worldmapz.com / hikinginjordan
Wadi Kerak in Jordanien.
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Gomorra wird immer nur zusammen mit Sodom genannt, Sodom steht hingegen oft allein. Die – wahrscheinlich Jerusalemer – Tradition handelte ursprünglich von einem Strafgericht des Sonnengottes (Keel; Janowski), des Hüters der Gerechtigkeit, an einer exemplarisch sündhaften Stadt oder Gruppe von Städten. Sie will die Existenz des Toten Meeres und der umliegenden Landschaft damit erklären, dass dieser Gott hier die Erde „umgestülpt“ habe (Gen 19,21-29; Dtn 29,22; Am 4,11; Klgl 4,6). Ein arabischer Geograph beschreibt das Gebiet zutreffend als „Hölle auf Erden“: Hier tritt das Innere der Erde, wie Asphalt und Schwefelquellen, zutage, hier quillt das lebensfeindliche Urmeer (Gen 6,11) an die Oberfläche. Und dieser Kontext steht in starkem Kontrast zur tropischen Vegetation der Oasen, die das Tote Meer umgeben (Jericho, En Gedi, Kallirhoë).
Sodom und Gomorra - Quelle: worldnewsdailyreport.com/sodom-and-gomorrah/
Zwei männliche Skelette in in Tall el-Hammam aus der Frühbronzezeit.
Quelle: worldnewsdailyreport.com/sodom-and-gomorrah/
Die besonders schwere Sünde von Sodom wird von den biblischen Texten ganz verschieden konkretisiert: z.B. Hochmut und Geiz (Ez 16,49) oder Bruch der Gastfreundschaft (Gen 19, als Gegensatz zu Abraham in Gen 18 konstruiert). Der sexuelle Aspekt wird erst in der christlichen Tradition ab Augustin wichtig genommen, wobei verschiedene Kulturen bis heute unter „Sodomie“ Verschiedenes verstehen (im Englischen: Analverkehr; im Deutschen: Sexualverkehr mit Tieren).
Dass die Sodom-Tradition älter ist als die → Abrahamgeschichte, zeigt Ez 16,46-58, denn erstens will → Ezechiel von Abraham und seinen Tradenten nichts wissen (Ez 33,24), zweitens hätte er sich die Sünde von Gen 19 kaum entgehen lassen, wenn er sie gekannt hätte, und drittens schließt die Erzählung Gen 19 jeden Gedanken an eine Wiederherstellung Sodoms (Ez 16,55) aus. In der im 6. Jh. v. Chr. um Abraham erweiterten Vätergeschichte dient Sodom der dramatischen Ironie (Lots Habgier in Gen 13,10-12 erweist sich als kurzsichtig, sein Reichtum als unbeständig).
Sodom und Gomorra - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Felsformation am Toten Meer mit dem Namen "Lots Weib".
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Mit dem Kontrast des vorbildlichen Landbewohners Abraham mit den ruchlosen Städtern hat die Erzählung aber wohl auch das verwüstete Jerusalem der Exilszeit vor Augen und denkt bei „Lot“ vielleicht auch an die Landjudäer, die nach 597 v. Chr. in die Stadt gezogen waren (vgl. Ez 11,1-12), um dann 588-586 umzukommen oder deportiert zu werden. Die Gleichsetzung von Jerusalem mit Sodom vollziehen auch Jes 1,10-11; Jes 3,9; Jer 23,14, wobei es sich bei den Jesaja-Texten um frühestens exilische Fortschreibungen handelt. Über die beiden Orte Adma und Zebojim ist nichts weiter bekannt, als dass sie Ende des 8. Jh.s v. Chr. in Nordisrael als Paradebeispiele für gründlich zerstörte Städte dienen konnten (Hos 11,8), wie Arbel (Irbid oder Arbela / Galiläa?) in Hos 10,14. An zerstörten Städten hatte Israel besonders nach dem Feldzug → Tiglat-Pilesers III. 733 v. Chr. keinen Mangel. Die Namen weisen lediglich auf verschiedene ökologische Kontexte hin: „Ackerkrum“ und „Gazellherdingen“.
Sodom und Gomorra - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Karte vom Toten Meer aus 1866.
Der Bildausschnitt zeigt den südlichen Bereich mit dem Tal von Siddim.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
So sinnlos die archäologische (oder geologische) Suche nach einer „Pentapolis“ von Sodom (mit Bela = → Zoar als fünftem Ort; Gen 14,8-9; Weish 10,6) ist, so wird sie doch immer wieder versucht. Die Fünfzahl ist durch die Verbindung der Sodom-Tradition mit der Lot-Tradition (Gen 13; Gen 19) und deren Haftpunkt Zoar (Zoara, Ġor es-Ṣāfī) entstanden, also durch die Verbindung von zwei mal zwei exemplarisch untergegangenen Städten mit einer fünften, die zumindest vom 7. Jh. v. Chr. bis zur Gegenwart kontinuierlich, wenn auch bisweilen spärlich besiedelt war. Damit besteht kein Grund, die Suche nach Sodom auf das flache und zur Zeit wieder einmal, wie schon öfters in den letzten 5000 Jahren, fast ganz verschwundene Südbecken des Toten Meeres zu beschränken. Je tiefer auf dem Grund des Meeres man die Lage von Sodom annimmt, umso mehr folgt man der Intention der alten Tradition. Das Tote Meer als ganzes trägt den schönen arabischen Namen baẖr / buẖairat Lūṭ „Meer / Meerchen Lots“. Ein geologisches katastrophales Ereignis, auf das die Entstehung des tiefstgelegenen Sees der Erde zurückginge, hat es nicht gegeben (sieht man von der Entstehung des syrisch-afrikanischen Grabenbruchs ab, die sich ohne jegliche menschliche Zeugenschaft abspielte und mit der Tektonik der arabischen und mediterranen Platten zusammenhängt). Das Tote Meer ist der Überrest eines prähistorischen Sees, des Lisan-Sees, der einmal von → Hazor bis nahe → Elat reichte. Konstellationen von fünf bedeutenden Siedlungsplätzen, z.B. aus dem 3. Jahrtausend v. Chr., um den Ġor es-Ṣāfī herum sind für die Entstehung der Sodom-Tradition, zu der die Zahl 5 ursprünglich nicht gehört, ebenfalls bedeutungslos.
Sodom und Gomorra - ©  earthshots.usgs.gov
Sattelitenaufnahme vom südlichen Bereich des Toten Meer aus 1973.
Jan. 1, 1973, Landsat 1 (path/row 187/38) .
©  earthshots.usgs.gov
Der Boden wurde abwechselnd vom Meer und vom Land beeinflusst. Dies und die Abtrennung des Meeres über dem heutigen Jordangraben durch tektonische Anhebung der Region hinterließ verbreitete Salzeinlagerungen. Im Bereich des Jordangrabens entstanden mehrere Seen, zuletzt existierte nur noch der Lisan-See, dessen Reste der See Genezareth und das Tote Meer darstellen. Zwischen dem Jordangraben und der Ebene am Mittelmeer entstanden von Süden betrachtet das judäische und das samaritische Gebirge, die Ebene Jesreel und das galiläische Gebirge. Neben der Gesteinsbildung und Formung durch verschiedene Arten der Sedimentation und tektonische Beanspruchung wurden auch Schichten vulkanisch gebildet. Vor 70.000 bis 17.000 Jahren hatte das Tote Meer einen ungleich größeren Vorgänger-See mit weit höheren Wasserständen: der Lisan-See. Auf der Lisan-Halbinsel im Toten Meer bilden diese Schichten eine Ablagerungen bestehend aus laminierten Mergeln, die aus dünnen Lagen von Aragonit und Gips sowie Bändern von klastischen, meist tonigen Sedimenten zusammengesetzt sind. In Palästina ist Schwefel in Schichten- oder Knollenform in den Lisān-Mergeln im → Jordangraben, am → Toten Meer, im → Negev und südlich von → Gaza zu finden. Seit römischer Zeit wurden die schwefelhaltigen Quellen im Jordantal und um das Tote Meer für Heilbehandlungen genutzt. Heute werden v.a. bei → En-Gedi Hautkrankheiten und rheumatische Beschwerden kuriert.
Text auszugsweise aus
www.bibelwissenschaft.de/
Hypothesen zu Sodom und Gomorrah
Bab Edh-Dhra 1965 - 1979
Text: Manfred Schäller, Dezember 2014.
 aus Biblisch Glauben, Denken, Leben 2-3 (1987/88).
Sodom und Gomorra - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Frühbronzezeitliches Tongefäß aus Bab Edh-Dhra.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Schon um 1924 stieß eine Forschergruppe unter Führung des jungen William Foxwell ALBRIGHT (John-Hopkins-Universität/ Baltimore) bei Vermessungsarbeiten in der Jordansenke auf die Stätte. ALBRIGHTs hervorragende wissenschaftliche Kenntnisse beherrschten die Welt der biblischen Archäologie für nahezu 50 Jahre. Zu ALBRIGHTs Forschergruppe gehörte auch M. G. KYLE (der Präsident des Theologischen Seminars Xenia; später Theologisches Seminar Pittsburgh). Die Ehre, BAB EDH-DHRA als erster entdeckt zu haben, gebührt jedoch dem Forscher Alexis MALLON, S.J. MALLON, ALBRIGHT und KYLE veröffentlichten Beschreibungen der Siedlungsstellen und brachten auch mancherlei Fundgegenstände mit. Dennoch fand dies alles nur wenig Beachtung. Mitte der 60er Jahre tauchte nun in den Antiquitätenhandlungen der Jerusalemer Altstadt eine beachtliche Menge frühbronzezeitlicher Keramik auf. Das brachte die Forscher zum Aufmerken. Man verfolgte die Herkunft der Keramik bis zu ihrem Ursprungsort – und stieß auf BAB EDH-DHRA. Wie schon bei den berühmten Handschriftenfunden vom Toten Meer waren bedauerlicherweise! – die Beduinen mal wieder die „Ersten“. Natürlich waren unverzügliche Ausgrabungen notwendig. Die ASOR2 in Jerusalem entsandte 1965 eine erste Expedition unter Leitung ihres Direktors Paul W. LAPP. In 3 Saisons führte er seine Grabungen durch und veröffentliche die vorläufigen Forschungsberichte. Leider konnte er durch einen tragischen Unfall seine Arbeit nicht beenden.
Sodom und Gomorra - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Neugierige Kinder am Ausgrabungsort in Bab Edh-Dhra, 1975.
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1975 wurden unter RAST und SCHAUB die Arbeiten erneut aufgenommen. Zu ihrer Expedition gehörte auch Donald J. ORTNER, ein Anthropologe vom Smithsonian-Institut. Anhand von Skelettresten untersuchte er den Körperbau jener Menschen, die einst auf dem großen Friedhof von BAB EDH-DHRA bestattet wurden. Schon um 1973 – noch während der vorbereitenden Vermessungsarbeiten – stieß man auf eine weitere Ortslage, Nu-meira. Sofort, noch vor jeder Grabungstätigkeit, erkannten die Forscher, dass hier einst ein gewaltiger Brand gewütet hatte. Poröse Holzkohle lag überall auf dem Boden herum. Mühelos konnte man sie mit der Hand zusammenscharren. Die gefundene Keramik3 gestattete die Datierung: Numeira liegt zeitlich in der gleichen Periode, in der auch BAB EDH-DHRA bewohnt war.
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Teilweise verbranntes Skelett in Bab Edh-Dhra.
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RAST und SCHAUB führten zwei Grabungskampagne in Numeira durch. Bei der letzten, 1979, wirkte der Harvard-Professor Michael D. COOGAN leitend mit. Auf der Grundlage der hier gewonnenen Grabungsergebnisse legte das Archäologen-Team die Besiedelung Numeiras auf die nur 100-jährige Zeitspanne zwischen 2450 und 2350 v. Chr. fest. Danach wurde die Stadt durch eine Brandkatastrophe völlig zerstört. Numeira liegt etwa 11 km südlich von BAB EDH-DHRA und umfasst eine ehemals besiedelte Fläche von etwa 0,8 ha. Die Befunde lassen darauf schließen, dass hier offenbar die Wein- bzw. Mostbereitung eine gewisse Rolle gespielt hatte, womöglich die eines örtlichen Gewerbes. Man fand in einer Kelter eine große Beschickungsmenge Trauben, die nicht mehr verarbeitet werden konnte. Bemerkenswert war der gute Erhaltungszustand der Schalen. Ferner fand man die Reste eines Turmes. Wohl diente er dazu, die Bevölkerung beim Herannahen einer Gefahr zu warnen. Gut erhalten war eine mit Putz verkleidete Treppenflucht, die zum oberen Teil des Turmes führte.
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Ruinen in Bab Edh-Dhra.
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Bei ihrer systematischen Vermessungsarbeit fanden RAST und SCHAUB noch drei weitere Stellen, die Merkmale von Besiedelung während der Frühbronzezeit aufweisen: Safi, Feifa und Khanazier. Sie liegen, von BAB EDH-DHRA her gesehen, entlang einer südlich verlaufenden Linie. Diese fünf Stellen längs des Ostufers des Toten Meeres überragen infolge ihrer Höhenlage den südlichen Ghor4) Diese drei weiteren Stellen konnten bislang archäologisch noch nicht erschlossen werden. Manches an diesen nüchternen Forschungsergebnissen sollte den Bibelleser aufhorchen lassen: Es gibt fünf – und nur fünf! – Ortslagen, die im Gebiet des Toten Meeres liegen. Jede befindet sich in der Nähe einer Quelle, die menschliches Leben in dieser Gegend überhaupt erst ermöglicht. Alle fünf lassen sich auf die gleiche archäologische Periode – die Frühe Bronzezeit (3100-2100 v. Chr.) – datieren. Bis in die Römerzeit hinein lagen diese Orte völlig unbewohnt. Das sind Fakten von nicht zu unterschätzender Bedeutsamkeit!
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Ruinen in Bab Edh-Dhra.
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Die fünf biblischen Städte werden (1Mo 13,10-13) als die „Städte der Ebene“ bezeichnet. Neben Sodom und Gomorrha gehören Adma, Zeboim und Bela (Zoar) dazu. 1Mo 14,3: „Alle diese verbündeten sich und kamen in das Tal Siddim, das ist das Salzmeer.“ Dieser biblische Hinweis berechtigt zu der Schlussfolgerung, dass die fünf Städte in der Nähe des Toten Meeres zu suchen sind. Im Hebräischen heißt es Yam Hammelach – Salzmeer. Die Hauptstelle, BAB EDH-DHRA liegt etwa eine Meile östlich der Halbinsel Lisan, die vom Ostufer her zungenförmig in das Tote Meer hineinragt. BAB EDH-DHRA überragt das Tote Meer um die Höhe von ca. 180 Meter. Während der frühen Bronzezeit (3. Jahrtausend v. Chr.) war diese Ortslage bewohnt. Ohne Zweifel wurde es an dem steilen Felsufer erbaut, um sich besser verteidigen zu lassen.
Sodom und Gomorra - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Ruinen in Bab Edh-Dhra.
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Später, in der Frühbronze 1c (2600 bis 2300) schützte eine weitere, mehr als 6 m dicke Mauer die Stadt. Es scheint, dass beide Mauern auch Türme besaßen, die so das Verteidigungspotential der Stadt wesentlich erhöhten. Die Stadtmauer war intermittierend, d. h. aus einzelnen Teilstücken errichtet. Auf diese Weise wird mit großer Wahrscheinlichkeit gewährleistet, dass ein Erdbeben nicht die ganze Mauer vernichten konnte. Um 2300 v. Chr. wurde BAB EDH-DHRA zerstört – und zwar durch Feuer! Im Stadtinneren fand man eine Anzahl von Häusern, die ebenfalls aus Asphaltziegeln errichtet waren. Ferner die Überreste eines Gebäudes, das nach Meinung der Archäologen ein Tempel (mit Altar) gewesen sein könnte. Der Eingang liegt dem Toten Meer gegenüber. Das Dach war durch Holzpfeiler gestützt, die auf einem flachen Steinsockel ruhten. Man fand die verkohlten Reste eines dieser Pfeiler. Ebenso fand man noch einige der hölzernen Deckenträger. Gegen Ende der Frühbronzezeit wurde alles durch Feuer zerstört.
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Bab edh-Dhra, Hügel mit Schachtgräbern der Bronzezeit.
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Zu BAB EDH-DHRA gehört ferner ein Friedhof von wahrlich Aufsehen erregender Größe. Einer der Wissenschaftler schätzt, dass mehr als 20.000 Gräber zu ihm gehören. Bei Berücksichtigung der besonderen Bestattungsgewohnheiten dürften in ihnen mehr als 500.000 (!) Menschen begraben worden sein. Auf diesem gewaltigen Friedhof wurden drei unterschiedliche Arten von Gräbern bestimmt. Die ältesten (und zahlreichsten!) sind die sogenannten „Grabschächte“ (oder „Schachtgräber“). Sie bestehen aus einem runden Schaft von etwa 1 m Durchmesser, der etwa 2 m in die Tiefe führt. Am unteren Teil des Schaftes finden sich dann 1 bis 5 kugelförmige Aushöhlungen – die eigentlichen Grabkammern. Jede dieser Grabkammern war von der Grundfläche des Schaftes her mit einem flachen Rollstein verschlossen. Jede einzelne dieser Grabkammern enthält die Gebeine von etwa 5 Menschen, die – kein Schreibfehler dies! – hier zum zweiten Male beerdigt wurden. D. h. die Kochen fanden hier die letzte Ruhe, nachdem an anderem Ort offenbar schon einmal eine Bestattung der Toten stattgefunden haben musste. Nach der Gewohnheit des Altertums finden sich auch Grabbeigaben; gewöhnlich Tongefäße, deren Anzahl auf etwa 3 Millionen geschätzt wird.
Sodom und Gomorra - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Grab in Bab Edh-Dhra.
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Etwa um 2300 v. Chr. wurde BAB EDH-DHRA zerstört. Viele Tonnen von Gesteinsschutt begruben ihre Gebäude. Unter dem Schutt aber finden sich klare Beweise, dass die Zerstörung durch einen Brand herbeigeführt wurde. Es gibt auch Besiedelungsspuren, die der Frühbronze 1d zugeordnet werden (2300-2100). Hatte man versucht, die Stadt einige Zeit nach der Brandkatastrophe wieder aufzubauen? Menschen von der Art eines Hiel (vgl. 1Kö 16,34) gab es zu jeder Zeit. Dann aber reißt die Besiedlungsgeschichte endgültig ab. Seither liegt die Stadt verödet und verlassen.
Text auszugsweise aus
© bibelbund.de/sodom-und-gomorrha/
Suche unter Wasser 1960
Text: DER SPIEGEL 17/1960
Sodom und Gomorra - Ionescu D, Siebert C, Polerecky L, Munwes YY, Lott C, et al. (2012)
Unterwasseraufnahmen im Toten Meer, 1,8 km westlich vom Kibbutz Mitzpe Shalem; 2010.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Ionescu D, Siebert C, Polerecky L, Munwes YY, Lott C, et al. (2012)
Die beiden Sodom-Sucher Vincent -Barwood und Rizzie glauben, daß im flachen Wasser Ruinen erhalten sein müßten. Nach der Luftbesichtigung, die ihnen das jordanische Tourismus-Büro vermittelt hatte, rüsteten sie jedenfalls unverzüglich zu einem Unterwasser -Vorstoß. Aufgrund eingehender Untersuchungen nehmen viele westliche Forscher an, die Katastrophe sei durch einen gewaltigen geologischen Einbruch im 19. vorchristlichen Jahrhundert (der Zeit Abrahams) ausgelöst worden. Das deutlichste Indiz: Im Nordteil ist das Tote Meer bis zu 400 Meter, südlich der auch in der Bibel erwähnten Halbinsel El-Lisan, also dort, wo vermutlich das Tal Siddim war, dagegen nur 10 bis 15 Meter tief. "Eine sorgfältige Durchsicht der literarischen, geologischen und archäologischen Zeugnisse", schrieb der amerikanische Nahost-Fachmann Jack Finegan, "führt zu dem Schluß ..., daß die Vernichtung der verderbten Städte durch ein großes Erdbeben vor sich ging, das wahrscheinlich begleitet war von Explosionen, von Blitzen, von dem Austritt von Naturgasen und von allgemeiner Feuersbrunst." Während des Bebens sackte das Gebiet zwischen Sodom und Gomorra einige Meter tiefer und wurde vom Wasser des Toten Meeres überflutet.
Sodom und Gomorra - Ionescu D, Siebert C, Polerecky L, Munwes YY, Lott C, et al. (2012)
Schwieriges Tauchen im Toten Meer, 1,8 km westlich vom Kibbutz Mitzpe Shalem; 2010.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Ionescu D, Siebert C, Polerecky L, Munwes YY, Lott C, et al. (2012)
Vor der Gründung des Staates Israel betrieben die Anwohner des Toten Meeres einen regelmäßigen Fährverkehr über die Südgewässer. Die Beduinen-Boote verkehren seit über zehn Jahren nicht mehr, weil die jordanisch-israelische Grenze mitten über den Südzipfel des Toten Meeres verläuft, aber noch heute schwören die Fährmänner, sie hätten im Wasser häufig Gebäudereste und versteinerte Wälder erblickt. Piloten internationaler Luftlinien und Angehörige der jordanischen Luftwaffe meldeten ähnliche Beobachtungen. Die beiden Privatforscher kombinierten diese vagen Mitteilungen mit den einschlägigen Textstellen des Alten Testaments und kamen zu dem Schluß, die Unterwasserruinen müßten Überreste der biblischen Sündenstätten sein. Tatsächlich heißt es im 1. Buch Mose, das fruchtbare Tal Siddim mit den fünf Königsstädten Sodom, Gomorra, Adama, Zeboim und Zoar habe dort gelegen, "wo nun das Salzwasser (das Tote Meer) ist". Auch sie wollen im Süden des Toten Meeres unter Wasser Ruinenreste ausgemacht haben. Bei der Tauch-Expedition, die im Dezember 1959 begann, mußte Vincent-Barwood freilich zunächst neue Techniken entwickeln, ehe er überhaupt bis zum Grund des Toten Meeres vorstoßen konnte. Das Wasser des Binnenmeeres ist wegen seines hohen Salzgehalts, der jedes Leben tötet, etwa 20 Prozent schwerer als das des Mittelmeeres: Menschen können darin schwimmen, ohne Arme und Beine zu bewegen. Die Lunge eines Tauchers wird im Toten Meer erheblich stärker als in anderen Gewässern zusammengepreßt, außerdem mußten sich die Sodom-Sucher, um untertauchen zu können, zehnmal mehr Bleigewichte umhängen als beim Sporttauchen üblich. Erschwerend kam hinzu, daß während der Tauch-Unternehmungen am Toten Meer schlechtes Wetter herrschte. Vincent-Barwood konnte zwar unter Wasser uralte, vom Salz konservierte Bäume besichtigen, Reste der untergegangenen Städte aber vermochte er bisher noch nicht aufzuspüren.
Text auszugsweise aus
www.spiegel.de/spiegel/print/d-43065475.html
Ron Wyatt Expedition "Sodom und Gomorrah" 1995
Text: Wyatt Archaeological Research
www.wyattmuseum.com
DISCOVERED SODOM AND GOMORRAH
Auszugsübersetzung der DVD
Sodom und Gomorra - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Blick von der Felsenfestung Massada auf das Tote Meer.
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Bis vor kurzem wurden unter Kritikern die Namen und Geschichten der Städte Sodom, Gomorra und drei weiterer Schwesterstädte in den Bereich der Fabeln eingeordnet. Doch die Dinge änderten sich schlagartig, als im Jahre 1975 Archäologen einen uralten Königspalast (in Ebla / Syrien) freilegten. Sie fanden 2000 beschriebene Tabletts. Auf einem dieser Tabletts, mit der Nummer 1860, werden erstaunlicherweise die gleichen fünf Städte in identischer Reihenfolge, wie sie uns in der Bibel genannt werden, erwähnt. Weiterhin stimmen auch die Inschriften der Könige, die zu der Zeit regierten und genannt werden, mit denen, die uns in der Bibel genannt werden, überein. Zum Beispiel bezeugt ein Tablett, dass der zu der Zeit regierende König von Gomorra, ein Mann namens BIRSHA war, und das stimmt genau mit den Aussagen der Bibel überein.
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Die Felsenfestung Massada.
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Steht man heute hoch oben auf der Felsenfestung Massada und blickt in Richtung Sodom und Gomorra, so wird das Szenario von einst wieder lebendig vor unseren Augen. Die Überreste, der einst blühenden Stadt Gomorra liegen direkt in der weißen Asche unterhalb der Felsenfestung Massada und verlaufen bis ans Tote Meer. Klumpen wie Bälle aus brennendem Schwefel, mit einem Durchmesser von bis zu 50cm, wurden gefunden. Schwefel entwickelt eine Verbrennungstemperatur von 2200 – 2800° Celsius. Sodom, Gomorra, Admah, Zobojim und Zoar gelegen an der fruchtbaren Seite des Tales von Siddim. Die Bibel berichtet von einem Krieg zwischen den Königen dieser fünf Städte gegen vier anmarschierende Könige. Es wird gesagt, dass die Könige der fünf Städte aus ihren Städten offensichtlich herausmarschierten und den Kampf gegen die Besetzer im Tal Siddim kämpften. Wichtig ist folgende Aussage: Sie marschierten aus ihren Städten und kämpften in einem nahe gelegenen Tal mit Namen Siddim.
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Das Tal von Siddim.
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Das Tal von Siddim hatte viele Erdharzgruben und wurde erst später überflutet von dem Wasser des Toten Meeres. Und die Könige von Sodom und Gomorra wurden in die Flucht geschlagen und fielen da hinein, und was übrig blieb floh auf das Gebirge. Heute kommen von dem Grund des überfluteten Tales, Bitumenstücke an die Oberfläche. Das Tote Meer scheint hier tatsächlich das Jammertal von Siddim zu bedecken. Wie auch immer, es gibt keinen Hinweis, das die uralten Städte Sodom und Gomorra überflutet wurden. Die Bibel sagt auch nicht, dass diese Städte im Tal Siddim lagen. Lot wohnte in den Städten am unteren Ende des Jordan. Die Bibel beschreibt uns, dass diese Städte sehr nahe am Tal von Siddim lagen. Es ist nicht erstaunlich, dass frühere Suchaktionen nach den verlorenen Städten unterhalb der Wasseroberfläche des Toten Meeres erfolglos blieben. Folgt man den Aussagen der Bibel wird es deutlich, sie befanden sich nicht in dem Tal Siddim sondern in der Nähe der Erdharzgruben dieses Tales.
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Bitumenstück am Ufer des Toten Meeres.
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 Der Historiker des ersten Jahrhunderts Flavius Josephus schrieb: Das Meer bringt schwarze Bitumenstücke an vielen Stellen an die Oberfläche. Diese Klumpen schwimmen an der Oberfläche. Er fügt hinzu: Sie sind die Erinnerung an das Gerichtsfeuer und die Schatten der Überreste der fünf Städte sind immer noch zu sehen. Diese Passage erklärt uns deutlich, dass sich Bitumengruben unterhalb des Meeres befanden aber nicht die Städte Sodom und Gomorra, die vernichtet wurden! Es wird angenommen, dass das Tote Meer heute wieder die Ausmaße hat wie zur Zeit der römischen Besatzung. (Vor ca. 2000 Jahren) Die zwei Hauptteile des Toten Meeres sind heute nur durch einen schmalen Kanal miteinander verbunden.
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Zigguratformation an der von Ron Wyatt vermuteten Stelle von Gomorra.
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Fährt man heute in Richtung des Toten Meeres, so sieht man mächtige Umrisse, Strukturen, Formationen, die aussehen wie einstige Stadtmauern und uralte Gebäude. Alles erscheint wie in weiße Farbe getaucht. Für viele Jahre konnte Ron Wyatt diesen Phänomenen nicht nachgehen, aber im Jahre 1989 entdeckte er, das diese weißen Strukturen einst geologische Formationen waren. Das frisch erscheinende Innere des Materials zeigte Schichten, die sich in einer geschwungenen Art darstellten, dass es deutlich wurde, hier handelt es sich um mehr als nur geometrische Formationen. Die Bibel berichtet uns, dass diese Städte als Grenzmarken der Kanaaniter ausgewiesen wurden. Es ist also unvorstellbar, das sich die Städte Sodom, Gomorra, Adma und Zebojim, die in der Bibel als Grenzenmarken aufgezeigt wurden, sich – nach Aussagen einiger Wissenschaftler - in ein und derselben Gegend befinden sollten, nämlich am nördlichen oder südlichen Ende des Toten Meeres. Es erscheint logisch, folgt man den biblischen Aussagen, das sich die Städte in bestimmten Abständen befanden, wo sie auch als Grenzstädte (Markierungen) innerhalb einer Grenzlinie standen. Die Plätze der Städte die man heute findet verlaufen tatsächlich über eine Entfernung von über 80 Kilometer in einer erkennbar verlaufenden Grenzlinie. Eine Stadt Zebojim war nördlich von Jericho platziert und stand damit in absoluter Übereinstimmung mit den Aussagen der Bibel.
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Zigguratformationen an der von Ron Wyatt vermuteten Stelle von Gomorra.
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Die Bibel berichtet uns, dass diese Städte als Grenzmarken der Kanaaniter ausgewiesen wurden. Es ist also unvorstellbar, das sich die Städte Sodom, Gomorra, Adma und Zebojim, die in der Bibel als Grenzenmarken aufgezeigt wurden, sich – nach Aussagen einiger Wissenschaftler - in ein und derselben Gegend befinden sollten, nämlich am nördlichen oder südlichen Ende des Toten Meeres. Es erscheint logisch, folgt man den biblischen Aussagen, das sich die Städte in bestimmten Abständen befanden, wo sie auch als Grenzstädte (Markierungen) innerhalb einer Grenzlinie standen. Die Plätze der Städte die man heute findet verlaufen tatsächlich über eine Entfernung von über 80 Kilometer in einer erkennbar verlaufenden Grenzlinie. Eine Stadt Zebojim war nördlich von Jericho platziert und stand damit in absoluter Übereinstimmung mit den Aussagen der Bibel.
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Zigguratformation an der von Ron Wyatt vermuteten Stelle von Gomorra.
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 Im Jahre 1989 als er gerade an einem anderen Projekt arbeitete war er sehr beeindruckt von den weißen Formationen und Strukturen, die sich an der westlichen Seite des Toten Meeres befanden. Diesmal stoppte er den Leihwagen und untersuchte diese Formationen, denn sie sahen aus wie riesige Gebäude und Stadtmauern. Er und seine Mitarbeiter untersuchten eingehend diesen desolaten Aschebereich. Sie nahmen Proben von den Materialien und stellten fest, dass dieses Material direkt in den Händen haltend zu Staub zerfiel und eine Konsistenz von Talkumpuder aufweist. Bereits im August 1990 kam Ron Wyatt zurück an diese Stelle um sie weiter zu untersuchen. Fünf Plätze hatte er zwischenzeitlich bereits lokalisiert. Er sagt selbst: Als wir an dieser Stelle, ankamen waren wir sehr beeindruckt von den Stadtmauern, die hier ganz leicht auszumachen und erkennbar waren. Es besteht kein Zweifel, diese Formationen sind einzigartig im Vergleich zu den sie umgebenden Bereichen.
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Zigguratformation an der von Ron Wyatt vermuteten Stelle von Gomorra.
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Es ist sehr schwierig hier zu laufen, da das lose Material, die Asche, das Laufen sehr erschwert. Wir folgten einer Formation, die deutlich aussah wie die einstige Stadtmauer, dies ist eine Begegnung mit einer atemberaubenden Stelle. Die Mauer ist hier zu Ende und wir schauen in eine Richtung, die wie der Eingang in diese Stadt aussieht. Doch bevor wir hineingehen wurde unsere Aufmerksamkeit von einem ungewöhnlichen Objekt in Bann gezogen. Es befindet sich etwa 200 Meter zur linken Seite auf einem angehobenen Bereich. Wir betrachteten diese Formation aus allen Richtungen und waren uns alle einig, bei dieser Formation auf der Anhöhe handelt es sich um die Überreste einer uralten Sphinxstatue.
Sodom und Gomorra - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Gesteinsformation  an der von Ron Wyatt vermuteten Stelle von Gomorra.
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Als wir dann weiter in Richtung des offenen Eingangsbereiches in die einstige Stadt gingen, wurde uns sehr schnell klar wir befinden uns auf einem ausgeprägten Weg (einer Strasse), der wiederum mit einem anderen in Verbindung stand wie unsere Strassen heute. Wir kamen an einen Bereich der zuerst aussah wie eine Sackgasse und als wir vor Ort waren lief dieser Weg weiter rechts bis er auf einen anderen Weg zulief. Es war eine deutlich ausgeprägte Anordnung von Verbindungen (Strassen) zu erkennen. Diese waren sicherlich einst Strassen und entlang dieser Strassen waren die Gebäudeformationen angeordnet. Selbst für ungeübte Augen waren diese Beweise nicht zu leugnen. Die Zigguratformation, die dicht am Eingang steht ist noch sehr gut erhalten. Unsere Untersuchungen haben ein faszinierendes Teilergebnis gebracht. Teilergebnis des Teams: Das erklärt auch die Frage: Warum die Asche dieser Städte in der Lage war, der Erosion all die 3900 Jahre bis heute stand zu halten. Diese Schichtformationen sind ein weiterer Beweis, das was dieses einst auch immer war, es ist mit sehr hohen Temperaturen total verbrannt. (Temperaturen um 2200 – 2800° Celsius). Der deutlich erkennbare Schichteffekt in den verbrannten Gebäudeformationen ist das Ergebnis einer thermalen Ionisation.
Sodom und Gomorra - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Ein großes Tor oder natürliche Erosion an der von Ron Wyatt vermuteten Stelle von Gomorra.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Wir finden weitere Bereiche, die so in der Natur nicht vorkommen, zum Beispiel eine zerbrochene doppelte Wand, die in ihrer Verlängerung in einem exakten 90° Winkel ausgeführt ist und exakt so weiter verläuft. Über die vielen Jahrtausende sind diese Formationen enorm erodiert und das Laufen in den dicken Aschebereichen fällt sehr schwer. Das Gehen in Verbindung mit der enormen Hitze, die hier teilweise über 40° C beträgt und der zusätzlichen intensiven Wärmeabstrahlung an den weißen Formationen, setzen allem Forscherdrang schnell ein Ende. Die Städte sind so groß, dass es Wochen dauern würde nur diese eine Formation zu untersuchen. Wir fanden eine Stelle an der wir leicht auf einen oberen Plattformbereich steigen konnten. Hier auf diesem ausdehnten Bereich entdecken wir eine weitere Sphinxformation und ebenso eine eindrucksvolle Zigguratformation. Wir besteigen die Zigguratformation und es eröffnet sich uns ein herrlicher und atemberaubender Blick über diese uralte Stadt. Diese einstige Stadt Gomorra, auf den Überresten wir hier stehen, liegt direkt unterhalb der Felsenfestung Massada.
Sodom und Gomorra - © www.arkdiscovery.com /Kevin Fisher
"Formation, die deutlich aussah wie die einstige Stadtmauer".
Vermeintliche Überreste einer riesigen Mauer oder natürliche Erosion.
© www.arkdiscovery.com /Kevin Fisher
Wir entschieden uns auf die Festung zu fahren und diesen Bereich von oben zu betrachten. Nachdem wir mit der Seilbahn nach oben gefahren waren, bot sich uns ein überwältigender Anblick auf die einstige Stadt Gomorra. Unter uns waren die Formen und Ausläufer dieser riesigen Stadt zu erkennen. Bereiche sind auszumachen, die perfekt symmetrisch verlaufen und die im Vergleich mit anderen uralten Tempelbereichen vollkommen identisch verlaufen wie z.B. die biblischen Bereiche von Susa (Tempelbereiche im heutigen Iran). Trotz aller Beweise und Zeugnisse, die diese Formationen von den uralten Städten noch heute geben, waren wir uns alle einig, es bedarf noch mehr klarer Beweise um auch andere Wissenschaftler davon zu überzeugen, dass es sich hier um die einstigen Städte Sodom und Gomorra handelt.
Sodom und Gomorra - Quelle: blogspot.co.at
Blick von der Felsenfestung Massada auf die "einstige Stadt Gomorra".
Quelle: blogspot.co.at
Ron sagt selbst: "Wenn diese Plätze tatsächlich die Überbleibsel der vernichteten Städte repräsentierten, da waren wir uns ganz sicher, dann hatte Gott der Herr, noch einen weiteren Beweis, der alle diese Stellen eindeutig identifizieren wird, bereit."
Ein paar Monate später im Oktober 1990 kamen Ron Wyatt und Richard Rives (dem heutigen Direktor des Wyatt Museums) zurück zu dieser Stelle in Gomorra. Sie fuhren dieses Mal weiter in die Stadt hinein und entdeckten, dass es hier in dieser Region kurz zuvor geregnet hatte. Normalerweise regnet es hier weniger als 4 - 5 cm Wasser im Jahr. Das Ergebnis war, der Regen hat die lose Asche auf den Formationen weggespült. Sie begannen Ihre Untersuchungen und setzten einen Molekular – Frequenz - Generator ein, um nach verborgenen Metallen in der Asche zu suchen.
Sodom und Gomorra - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Felsenfestung Massada mit den Zigguratformationen im Vordergrund.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
 Dann sah Richard Rives etwas, das aussah wie eine Kammer und sie gingen zu dieser Stelle, um sich diese Formation genauer anzusehen. Sie realisierten die Gefahr, die darin bestand diese Räume zu betreten und entschieden sich nicht hinein zu gehen. Als sie diese Stelle erreichten, entdeckte Ron eine riesige Aschelawine, die vor kurzen von einer höheren Position in dieser Stadt heruntergefallen war. Als er die Bruchstücke untersuchte, fand er weitere eindeutige Beweise, für die wir zuvor gebetet hatten. Überall in den heruntergefallenen Aschestücken fanden wir eingekapselte Schwefelbälle umgeben von roten Brandringen. Beim Umsehen stellten wir fest, diese Ringe und die eingekapselten Schwefelbälle waren hier überall zu finden.
Sodom und Gomorra - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Schwefelablagerungen am Toten Meer.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
In einem Gebiet, auf die es einst Feuer und Schwefelbälle regnete da müssen diese auch heute noch zu finden sein. Ja, und das war so, wir fanden reinen Schwefel in Stücken von der Größe von meinem Daumen, die umgeben waren von Ascheresten in einer Region an der westlichen Seite des Toten Meeres und weiter verstreut entlang der Küste bis an die Ostseite des Meeres, in einem Abstand von etwa 5 – 6 Meilen von der Kante, die die geologische Schicht das Stratum enthält, gefunden. Der Schwefel ist irgendwie weit verstreut worden über dieser Ebene. Der Bericht von Flavius Josephus sagt folgendes aus:
"Nun ist dieses Land so traurig verbrannt, das niemand sich sorgt hierher zurück zu kommen. Es war einst ein glückliches Land, mit vielen Früchten und Reichtum in den Städten, aber nun ist alles verbrannt. Alles hing mit der Gottlosigkeit der Bewohner zusammen. Es verbrannte durch Licht als Konsequenz und Erinnerung des Ewigen Feuers, und die Schatten der fünf Städte sind immer noch sichtbar."

Die Aussagen von Josephus beschreiben genau das, was man an diesen Aschestellen sieht. Regen hatte die überzeugendsten Erscheinungen und Beweise frei gespült. Kleine Bälle aus Schwefel lagen überall in der Asche, wie Rosinen in einem Kuchen.
Sodom und Gomorra - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Schwefelbälle. Der Schwefel sitzt innerhalb einer Kapsel und um die Kapsel herum
befindet sich ein Brandring, der wiederum eingebettet ist in Asche.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Bibel sagt uns, dass es brennenden Schwefel (Brimstone) vom Himmel regnete. Brimstone ist ein anderes Wort für Schwefel. Auch der Archäologe Jonnathan Gray und sein Team fanden diese Schwefeleinschlüsse in der Asche. Im Lichte des Mondes leuchteten sie hell und klar aus der Asche. Das Team sammelte unterschiedliche Exemplare, einmalige Schwefelbälle. Der Schwefel sitzt innerhalb einer Kapsel und um die Kapsel herum befindet sich ein Brandring, der wiederum eingebettet ist in Asche. Die rote Farbe des umgebenden Materials der Schwefelbälle ist eine direkte Folge der enormen Hitzeeinwirkung. Die Farbe verändert sich anfänglich von Gelbtönen bis hin zu tiefen Rottönen und zum Schluss in tiefes Schwarz.
Sodom und Gomorra - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Schwefeleinschlüsse in der Asche.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Veränderungen der Farbtöne und der Viskosität des Materials hängt direkt mit den Veränderungen in der Molekularstruktur zusammen. Viele Geologen wurden zu den Kapseln, die einst brennenden Schwefel enthielten und aus Sodom und Gomorra stammten, befragt. Es gibt keine vergleichbare Stelle auf der Erde, wo derartige Schwefelbälle vorkommen. Kein anderes Beispiel von Klumpen und runden Bällen aus reinem, gepresstem Schwefelpuder, umgeben von einer gehärteten Kapsel aus verbranntem Schwefel, tief eingebettet in Asche wurde weltweit gefunden. Das ist ein unwiderlegbarer Beweis, dass es sich um die Städte Sodom und Gomorra handeln muss und sie gefunden wurden.
Sodom und Gomorra - © www.arkdiscovery.com /Kevin Fisher
Schwefeleinschlüsse in der Asche.
© www.arkdiscovery.com /Kevin Fisher
  In diesem Fall, bedeckte die Lava die ganze Stadt und verbrannte alles. In den vergangenen Jahren wurden die Gebäude, die unter der Lava - Asche sich befinden ausgegraben und sie erscheinen immer noch, wie sie einst waren, gemacht aus Stein. Man entdeckte Malereien die immer noch an diesen Steinstrukturen zu sehen sind. Menschen und Tiere, die gefangen waren in Pompeji während des Vulkanausbruchs wurden ausgegraben und in versteinerter Form gesammelt. Im Gegensatz dazu fand Ron Wyatt ein Skelett in Gomorra das immer noch eine menschliche Form aufwies, es war aber alles zu Asche verbrannt. Selbst das Knochenmark, das am Ende der Knochen sichtbar war, war aus Asche. Es zeigt sich, als das Schwefelfeuer vom Himmel fiel alles zu Asche verbrannte.
Sodom und Gomorra - © www.arkdiscovery.com /Kevin Fisher
Verkohlte Gebäude aus laminierten Asche. Zur Erzeugung eines geschichteten Asche,
muss das Material bei Temperaturen von 2000-5000 ° C verbrennen.
© www.arkdiscovery.com /Kevin Fisher
 Die Häuser, die Einrichtungen und die Bewohner. Die Flammen wurden dann durch die Asche langsam erstickt, weil die Sauerstoffzufuhr vermindert wurde. Doch die enorme Hitzestrahlung formte die Haut um die Schwefelbälle, wie in einen glühenden Schmelztiegel und hinterließ die Einfassungen(Brandringe). Die Bewohner von Sodom und Gomorra sind bei dem Bombardement von Millionen und aber Millionen brennender Schwefelbälle in Sekunden, durch das entstehende Gas bei der Verbrennung bewusstlos geworden und dann langsam erstickt, bevor sie schließlich zu Tode kamen und total zu Asche verbrannten. Dieses Szenario belegt anschaulich das Geschehen während des Gerichtes und das ewige Feuer Gottes. Es kommt der Tag des Herrn Zebaoth.
Text auszugsweise aus
Wyatt Archaeological Research www.wyattmuseum.com
Auszugsübersetzung der DVD – DISCOVERED SODOM AND GOMORRAH
wyattmuseum.com/deutsch_sodom
Sodom, Gomorrha und die alte Keilschrift
Text:  Stefan Deiters, 10. April 2008
Sodom und Gomorra - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Die Assyrische Tonscheibe mit Keilschrift aus Ninive.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Eigentlich müssten sich Alan Bond und Mark Hempsell nicht mit biblischen Mythen und Bergrutschen in den Ötztaler Alpen beschäftigen: Beide Männer sind akzeptierte Experten in der Raumfahrttechnik. Bond entwickelt als leitender Direktor der Firma Reaction Engines Limited Technologien für neue Raketen, Hempsell arbeitet als Senior Lecturer an der University of Bristol im Bereich Astronautik. Trotzdem hat beide eine alte assyrische Tonscheibe mit Keilschrift nicht mehr losgelassen, die im 19. Jahrhundert in den Überresten des königlichen Palastes von Ninive im heutigen Irak gefunden wurde. Sie wird im britischen Museum aufbewahrt und stammt vermutlich aus der Zeit um 700 vor Christus. Bislang war es niemandem gelungen herauszufinden, was eigentlich auf dieser Scheibe dargestellt und zu lesen war. Man hatte jedoch Sternbilder und auch Namen von Sternbilder ausgemacht. Bond und Hempsell glauben nun eine Erklärung gefunden zu haben: Mit Hilfe von Computerprogrammen simulierten sie den Nachthimmel der letzten Jahrtausende. Die Keilschrift, so das Ergebnis ihrer Forschungen, ist die Kopie der Notizen eines sumerischen Astronomen, der seine Beobachtungen kurz vor Sonnenaufgang am 29. Juni 3123 vor Christus aufzeichnete.
Sodom und Gomorra - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der Gamskogel im österreichischen Ötztal, elf Kilometer von Köfels entfernt.
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Die Notizen verraten etwas über ein Ereignis, das den Gelehrten tief beeindruckt haben muss: So notierte er neben Angaben über die Position von Planeten und die Bewölkung am Beobachtungsort auch genau die Position eines vorüberfliegenden Objekts, das so groß war, dass er sogar dessen Form erkennen konnte. Anhand dieser alten Positionsangaben berechneten Bond und Hempsell die Bahndaten des Objektes - und diese führten sie in die Ötztaler Alpen. Im österreichischen Örtchen Köfels war es vor einigen Tausend Jahren zu einem gewaltigen Bergrutsch gekommen, der Experten lange Zeit vor ein Rätsel stellte. Zunächst glaubte man an einen Einschlag eines gewaltigen Meteoriten, schloss diese Möglichkeit dann aber - vor allem mangels eines Einschlagkraters - bald wieder aus. Durch die Feierabendforschungen von Bond und Hempsell könnte die alte Theorie nun neue Unterstützung bekommen
Sodom und Gomorra - © www.mineralienatlas.de / Doc Diether
Köfelsit ist ein im Aussehen und Beschaffenheit dem Bimsstein sehr ähnliches Gestein.
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. Doch wenn tatsächlich der von dem sumerischen Astronomen beobachtete Asteroid im österreichischen Ötztal eingeschlagen ist, warum sieht man dann keinen Krater? Der Grund, so Bond und Hempsell, ist der geringe Bahnwinkel der Asteroiden von nur etwa sechs Grad. Dieser hätte dazu geführt, dass der Asteroid die Spitze des Gamskogel, elf Kilometer von Köfels entfernt, abrasiert hat und dabei explodiert ist. Darauf stürzte ein gewaltiger Feuerball ins Tal und sorgte für den Bergrutsch. Da es sich aber um keinen festen Körper mehr handelte, fehlt der typische große Einschlagkrater.
Text auszugsweise aus
www.astronews.com
Ötztaler Köfelsit
Sodom und Gomorra - © www.impaktstrukturen.de/impaktgesteine-impaktite
Dunkler, bimsähnlicher Köfelsit. Die Köfelsit-Probe stammt von H. Stehlik.
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Schmelzgesteine in und bei Impaktstrukturen sind im allgemeinen durch ein Schock-Schmelzen entstanden. Für die Bildung von Gesamtgesteinsschmelzen sind Drücke über grob 60 GPa (600 kbar) erforderlich. Köfelsit ist ein im Aussehen und Beschaffenheit dem Bimsstein sehr ähnliches Gestein, welches im Ötztal gefunden wurde. Die Entstehung des angeblich 8000 Jahre alten Glases ist umstritten. Man hat es vulkanisch erklärt, einem Meteoriteneinschlag zugeschrieben und als Reibungsglas einem gewaltigen Bergrutsch zugeordnet, wobei der Bergrutsch auch von einem Impakt dort getriggert worden sein könnte. Lange Zeit wurde Köfelsit als das Produkt eines Meteoriten-Impaktes gehalten. Nach neueren Forschungen handelt es sich beim 'Köfelsit' um ein Produkt eines gewaltigen Bergsturzes, dessen Reibung Gestein aufschmelzen ließ. Köfelsit ist damit kein Impaktit, sondern ein Friktionit. Köfelsit bezeichnet eine durch einen Bergsturz hervorgerufene, dem Bimsstein ähnliche Gesteinsverglasung. Köfelsit besteht überwiegend aus Siliciumdioxid und ist petrographisch als Friktionit anzusprechen. Namengebend ist die Ortschaft Köfels in der Gemeinde Umhausen, 10 km südlich von Ötz im Ötztal (Tirol/Österreich). Köfelsit wurde von Einheimischen seit Jahrhunderten als Reinigungs- und Schmirgelmaterial verwendet. Um 1860 begann die wissenschaftliche Bearbeitung, als die Sonderstellung des Gesteins erkannt wurde. Köfelsit ähnelt chemisch dem am Fundort verbreiteten Augengneis, was darauf hindeutet, dass er aus ihm hervorgegangen ist.
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Weißes Köfelsit-Glas von Köfels. Die Köfelsit-Probe stammt von H. Stehlik.
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Die Tatsache, dass Köfelsit in kleinen Ganglagern innerhalb einer sehr ausgedehnten und mächtigen Geröllhalde vorkommt, belegt einen kausalen Zusammenhang mit dem Köfelser Bergsturz vor rund 9000 Jahren. Diese Zeitangabe und Entstehungsgeschichte des Köfelsits ist aber nicht unumstritten: Nach der einen Hypothese der beiden Ingenieure Alan Bond und Mark Hempsell könnte der Erdrutsch durch einen noch in der Luft weitgehend zerborstenen Meteoriten, dem Köfels-Einschlag in den Ötztaler Alpen – ähnlich dem mutmaßlichen Meteorit beim Tunguska-Ereignis – verursacht worden sein. Das nachfolgende Material des Auswurfs trat in die höheren atmosphärischen Schichten ein und soll rund um die Mittelmeerregion, inklusive der Sahara-Region niedergegangen, zu einer weitreichenden Zerstörung geführt haben. Auf einer sumerischen Tonscheibe mit astronomischen Aufzeichnungen wurde die Flugbahn eines hellen, schnell fliegenden Objektes beschrieben. Von dieser Aufzeichnung ausgehend, wird von Alan Bond und Mark Hempsell ein Asteroideneinschlag am 29. Juni 3123 v. Chr. in den Alpen als Ursache vermutet.
Text auszugsweise aus
www.mineralienatlas.de / Doc Diether
Steven Collins Ausgrabungen in Tall el-Hammam
Text: Lorenz E. Baumer, 2006
Sodom und Gomorra - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Ausgrabungen in Tall el-Hammam in Jordanien.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Einer der besten amerikanischen Experten im Bereich der Bibelarchäologie, Steven Collins, behauptet, er habe die richtige Lage vom alttestamentarischen Sodom endlich gefunden. Ein internationales Team von Archäologen der bibel-christlichen Trinity Southwest University in Albuquerque glaubt auf die Reste der verschollenen biblischen Städte Sodom und Gomorrha in Tall el-Hammam gestoßen zu sein. Steven Collins studierte die biblischen Angaben und fand im jordanischen Jordan-Delta tatsächlich bisher unbekannte Ruinen. "Wir haben hier gigantische Mauern, Tempel- und Palastanlagen und Verteidigungsbauten", erklärte er gegenüber dem amerikanischen TV-Sender "KRQE". Eine Scherbe, die Collins auf die Zeit um 2000 v. Chr. - also jenen Zeitraum, in dem Sodom und Gomorrha existiert haben sollen - datiert, wird zum Schlüsselfund seiner Schlussfolgerungen, dass es sich bei den entdeckten Ruinen um die verschollenen biblischen Städte handeln muss. Man könne nachweisen, dass die Tonscherbe für kurze Zeit extrem hoher Hitze ausgesetzt worden sei und das, so der Archäologe, deute auf die Katastrophe von Sodom und Gomorra.
Sodom und Gomorra - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Tonscherben aus der Zeit des Stammvaters Abraham, ca. 2000 v. Chr.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Während der archäologischen Expedition an der Südküste des Toten Meeres bezweifelte der Archäologe plötzlich, dass sie am richtigen Ort suchten. Er untersuchte sorgfältig die Bibelkapitel, in welchen es um die von Gottes Zorn vernichtete Stadt geht. Er folgerte, dass man sie immer schon am falschen Ort gesucht hatte. Schon im 19. Jahrhundert hatten die Wissenschaftler ähnliche Vermutungen geäussert, mit der Zeit jedoch waren diese Informationen in Vergessenheit geraten.
Sodom und Gomorra - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Bibelarchäologe Dr. Steven Collins am Ausgrabungsort.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Der begeisterte Archäologe begann die Bibeltexte noch genauer zu untersuchen und wurde fündig. Er fand dort eine Menge von direkten und indirekten Hinweisen auf die geographische Lage und erschuf daraus eine theoretische Karte. So kam Collins ins Umland der heutigen jordanischen Stadt Elkana, welche nördlich vom Toten Meer und östlich vom Fluss Jordan liegt. Nach der ersten Ausgrabungsphase veröffentlichten Collins und seine Kollegen ihre Ergebnisse. Die Arbeit war nicht vergeblich: sie bewiesen, dass hier eine uralte Siedlung existiert hatte, welche von einer unbekannten Katastrophe vernichtet worden war.
Text auszugsweise aus
archaeolinks.com und gerasjuta.ch
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