Pfarrkirche Spital am Pyhrn
Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt (ehemalige Stiftskirche)
Stiftsplatz 2, 4582 Spital am Pyhrn
Pfarrkirche Spital am Pyhrn - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Isiwal
Gesamtanlage ehem. Stift Spital am Pyhrn.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Isiwal
Das Stift Spital am Pyhrn ist ein ehemaliges Kollegiatstift in Spital am Pyhrn in Oberösterreich im Bezirk Kirchdorf an der Krems im Traunviertel. Spital am Pyhrn liegt auf 640 m Höhe im Traunviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 16 km und von West nach Ost 12,3 km. Spital am Pyhrn gehört zur Tourismusregion Pyhrn-Priel. Der Ort gehörte zum Kronland Österreich ob der Enns, das 1918 zum Bundesland Oberösterreich wurde.
Geschichte
Pfarrkirche Spital am Pyhrn - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Dnalor 01
Kirchenschiff der ehemaligen Stiftskirche.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Dnalor 01
Ob Kaiser Heinrich II. das Land am Pyhrn an das Bistum Bamberg schenkte, ist nicht sicher. Wahrscheinlich geht die Erwerbung erst auf die Zeit um 1060 zurück. Auffallend ist, dass es am späteren Standort des Stiftes um 1128 einen großen Hof gegeben hat. Aber nicht dort, sondern weiter nördlich gegen Windischgarsten wurde damals an einem ähnlichen Hof das erste Hospiz am Weg über den Pyhrn von Otto I. von Bamberg begründet, das nur kurze Zeit bestand. Damals dürfte auch eine Valentinskirche in Windischgarsten errichtet worden sein. Während des 3. Kreuzzuges gründete Bischof Otto II. von Bamberg 1190 beim Hof am Fuß des Pyhrn ein Hospital, das er einer Laienbruderschaft übergab. Durch große adelige Schenkungen aus dem 13. Jahrhundert umfasste die Grundherrschaft bald große Teile des Beckens von Windischgarsten und Stoder. Der Hospitaler war lange ein wichtiger bambergischer Amtsträger. Das Hospital wurde 1418 in ein Kollegiatstift mit einem Dechanten an der Spitze umgewandelt und erlebte im ausgehenden Mittelalter eine große kulturelle Blüte. Der „Dom am Pyhrn“ erlangte großen Reichtum. Das Stiftsgebäude brannte 1502 ab. Nach dem Wiederaufbau unter Förderung von Kaiser Maximilian I. wurde die Chorherrengemeinschaft (gemeinsamer Schlafsaal) aufgegeben und das Stift dadurch baulich erweitert.
Pfarrkirche Spital am Pyhrn - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Dnalor 01 Pfarrkirche Spital am Pyhrn - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Isiwal
Pfarrkirche Spital am Pyhrn,
Außenfassade mit Türmen im Winter.
Bild: Dnalor 01
Maria mit Kind über dem
Eingangsportal; Severin Träxl, 1725.
Bild: Isiwal
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Das hiesige Handwerk der Steinmetz- und Maurermeister erlangte unter Meister Giacomo Provino Anfang des 17. Jahrhunderts seine größte Bedeutung, nachdem er 1590 den roten und schwarzen Marmor-Steinbruch entdeckt hatte. In der Reformationszeit tendierten mehrere Chorherren zum Protestantismus und um 1565 waren alle Insassen evangelisch. Unter Dechant Gienger - ein Domherr von Wien-St. Stephan - setzte die Rekatholisierung ein, wobei der Einfluss des Landesfürsten sehr groß war. Das Kollegiatstift wurde durch Papst Paul V. im Jahr 1605 zu einer Propstei erhoben. In der Folge nahmen die Kanonikate zu und in der barockzeitlichen Erweiterung seit der Zeit um 1650 entstanden großzügige Stiftsanlagen in einer viereckigen Form. Die Stiftsverwaltung wurde personell erweitert und gleichzeitig die Stiftsbediensteten einschließlich der Meierei ausgesiedelt. Deshalb wuchs in dieser Epoche die Ortschaft Spital deutlich an. Grundlage der Wohlhabenheit wurden im 18. Jahrhundert u.a. vier Sensenwerke im Ort. 1714 bis 1730 wurde die Kirche von Johann Michael Prunner im Stil des Barock gestaltet (mit Fresken von Bartolomeo Altomonte und Stuckarbeiten von Domenico Antonio Carlone).
Spital am Pyhrn - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Gerhard Anzinger, Wels
Spital am Phyrn.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Gerhard Anzinger, Wels
1805 regelte Freiherr Ferdinand Fechtig von Fechtenberg die Abwicklung der aufgehobenen Benediktinerabtei St. Blasien. 1807 wurde das Stift Pyhrn aufgelöst und der Besitz den nach der Aufhebung des Klosters St. Blasien im Schwarzwald bereits im Jahr 1806 hierher umgezogenen Benediktinern unter Berthold Rottler übertragen. Am 22. April 1808 konnte der zurückgebliebene Benediktiner Frowin Meister die Gebeine der Habsburger in ihren Kisten hierher überführen. Die St. Blasier siedelten aber schon 1809 in das Stift St. Paul im Lavanttal über. Die Grundherrschaft Spital ging daraufhin im Religionsfondsgut auf. Die Stiftskirche wurde Pfarrkirche. Im Stiftsgebäude amtierte ein Pfleggericht. In der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober 1841 beschädigte ein Brand die Stiftsgebäude. Als in franzisko-josefinischer Zeit die K.u.k. Forstverwaltung (die späteren Bundesforste) im Stiftsgebäude ausgebaut wurde, mutierte Spital bald zum Treffpunkt beamteten Adels, um die Sommerfrische zu genießen. Anfang 1945 war in der Gruft unter dem Presbyterium der Stiftskirche der gesamte Goldschatz der ungarischen Nationalbank (33.000 kg) eingelagert. Eine Außenrestaurierung erfolgte von 1964 bis 1967. Von 1989 bis 1997 war der Forstbetrieb Spital/Pyhrn im Stift ansässig.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Stift_Spital_am_Pyhrn" der
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