Stephanitag
26. Dezember
Stephanus: Quelle: Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon
Fra Angelico: Stephanus wird von Petrus zum Diakon geweiht,
Fresko (Ausschnitt), 1447 - 49, in der Cappella Niccolina des Papstpalastes im Vatikan.
Quelle: Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon
Der Stephanitag, Stephanstag, selten Stephanustag, wird am 26. Dezember in der Liturgie der römisch-katholischen, der altkatholischen, der anglikanischen und der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche als Gedenktag des Martyriums des heiligen Diakons Stephanus gefeiert. Die liturgische Farbe des Tages ist dementsprechend rot. In einigen Teilen Deutschlands wird der Tag zweiter Weihnachtsfeiertag genannt, im Commonwealth Boxing Day. Fällt der 26. Dezember auf einen Sonntag, wird in der römisch-katholischen Kirche das Fest des heiligen Stephanus vom Fest der Heiligen Familie verdrängt, ausgenommen in der Erzdiözese Wien, wo stets das Fest des Diözesanpatrons Stephanus gefeiert wird.
Stephanus - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Steinigung des Heiligen Stephanus; Adam Elsheimer (1578–1610).
Stephanus - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
 In der griechisch-orthodoxen Kirche wird der Stephanstag am 27. Dezember begangen. Das Fest des ersten christlichen Märtyrers Stephanus (Apg 6,1–8,2 EU) am 26. Dezember verbreitete sich zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert in der Ost- und Westkirche. Das Weihnachtsfest erhielt in der Liturgie erst später, frühestens ab dem 8. Jahrhundert, eine Oktav, in der aber die in diese Zeit fallenden bestehenden Heiligenfeste − die Comites Christi (lat. „Begleiter Christi“), nämlich Stephanus, Johannes der Evangelisten (27. Dezember) und die unschuldigen Kinder (28. Dezember) − erhalten blieben. In römisch-katholisch geprägten Gegenden existierten bis weit in das 20. Jahrhundert zahlreiche Bräuche, die am 26. Dezember auf die Person des Heiligen, dessen (überlieferte) Biographie und insbesondere dessen Todesumstände Bezug nehmen. So etwa das „Stephanus-Steinigen“, das bestimmte Trinkrituale vor allem der männlichen Bevölkerung nach dem Kirchgang bezeichnet. Zum Teil werden diese Bräuche in reduzierter Form auch noch im 21. Jahrhundert gepflegt.
Stephanus - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Stephanus - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Heiliger Stephanus.
Giovanni del Biondo; circa 1365.
Heiliger Stephanus mit den Steinen
und Märtyrerpalme; um 1535/40.
Meßkircher St. Martinskirche.
Stephanus - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) Stephanus - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Pfarrkirche Hl. Stefan; Stephanus;
Sankt Stefan im Lavanttal.
Heiliger Stephanus.
Heiligblutkirche in Friesach
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Stephanus (* ca. 1 n. Chr.; † ca. 36/40 n. Chr.) ist im Neuen Testament ein Diakon der Jerusalemer Urgemeinde. Er gilt als erster christlicher Märtyrer. Sein Name deutet auf eine hellenistische Herkunft hin. Seit 560 n. Chr. befinden sich seine Reliquien in der Krypta von San Lorenzo fuori le mura in Rom neben denen des römischen Archidiakons Laurentius. Stephanus wird in der katholischen Kirche, den orthodoxen Kirchen, der anglikanischen, der altkatholischen Kirche und der lutherischen Kirche als Heiliger verehrt.
Stephanus: Quelle: Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon
Bernardo Daddi: Das Martyrium des Stephanus,
Fresko, 1324, in der Kirche Santa Croce in Florenz.
Quelle: Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon
Als in der Urgemeinde in Jerusalem immer mehr Arme, insbesondere Witwen und Waisen, zu betreuen waren und es dabei zu Streitigkeiten zwischen den Judenchristen aramäischer und griechischer Sprache kam, befürchteten die Apostel, dass sie deshalb ihre Aufgaben in Lehre und Predigt vernachlässigen müssten. Die versammelte Gemeinde wählte darum sieben Diakone, Männer von gutem Ruf und voll Geist und Weisheit, die sich auch um die bisher übergangenen Witwen der griechisch sprechenden Judenchristen kümmern sollten. Einer dieser sieben Diakone war Stephanus, beschrieben als voll Kraft und Gnade. Wie aus seinem griechischen Namen (dt. Kranz, Krone) zu schließen ist, gehörte er selbst zu den Juden, deren Familien meist lange außerhalb des Heiligen Landes, also im Bereich griechischer Sprache und Kultur, gelebt hatten.
Stephanus - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Steinigung des Heiligen Stephanus; Rembrandt van Rijn; 1625.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Als Diakon wirkte er in Jerusalem als Armenpfleger und Evangelist. Stephanus ist der erste, von dem überliefert wird, dass er wegen seines Bekenntnisses zu Jesus Christus getötet wurde. Damit gilt er als der erste Märtyrer oder auch Erzmärtyrer. Im Bericht von seiner Hinrichtung heißt es: „Die Zeugen legten ihre Kleider zu Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß ... Saulus aber war mit dem Mord einverstanden.“ Die Steinigung des Stephanus war der Auftakt zu einer Christenverfolgung in Jerusalem, an der sich Saulus, der spätere Apostel Paulus, besonders eifrig beteiligte.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Stephanitag" der
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