Stigmatisation
Pieta © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
"Pietà"
Lithografie von Friedrich Leybold nach einem Gemälde von Franz Kadlik; um 1875.
Die Pietà (it. für „Frömmigkeit, Mitleid“, nach lat. domina nostra de pietate
„unsere Herrin vom Mitleid“), auch Vesperbild genannt, ist in der bildenden Kunst
die Darstellung Marias als Mater Dolorosa (Schmerzensmutter) mit dem
Leichnam des vom Kreuz abgenommenen Jesus Christus. Im Gegensatz zur
Beweinung Christi liegt der Leichnam Jesu immer in Marias Schoß.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Stigmatisation (von griechisch στíγμα stigma ‚Stich‘, ‚Stigma‘, ‚Zeichen‘; lat. für ‚Brandmal‘) bezeichnet das Auftreten der Wundmale Christi am Körper eines lebenden Menschen. Die entsprechenden Wundmale werden als Stigmata (singular: Stigma), Menschen, bei denen Stigmatisation auftritt, als Stigmatisierte bezeichnet.

In der Antike bezeichnete man mit στíγμα ein Malzeichen, das auf die Stirn oder die Hand eingebrannt wurde.
Biblische Erwähnung
Bereits im Brief des Apostels Paulus an die Galater werden die Wundmale Christi erwähnt: „Ich trage die Zeichen (στíγμα) Jesu an meinem Leib.“ (Gal 6,17 EU), wobei allerdings die Deutung dieser „Zeichen“ unsicher ist und sie vermutlich nicht äußerlich sichtbar waren.
Träger der Wundmale Christi
Der erste anerkannte Fall von Stigmatisation ist der des hl. Franz von Assisi. Seine Stigmatisation soll sich am 17. September 1224 ereignet haben. Die erste Frau, die Stigmata erhielt, soll die selige Christina von Stommeln (1242–1312) gewesen sein, deren Reliquien sich heute in Jülich befinden; am Schädel der Seligen sind Spuren einer Dornenkrone zu sehen.

In der Folgezeit gibt es vermehrt Berichte über Stigmatisationen. Die Zahl der bekannten Stigmatisierten schwankt je nach Autor zwischen 100 und über 330, da genaue Kriterien fehlen, was unter Stigmatisation zu verstehen ist (innere und äußere Stigmatisation). Die Anzahl der Träger mit den sichtbaren und spontan blutenden Wundmalen Christi dürfte 100 nicht überschreiten; der Arzt Franz Lothar Schleyer wies 1948 für eine medizinische Studie knapp 70 gesicherte Fälle nach. Zu den bekannten Stigmatiserten der neueren Zeit zählen die selige Anna Katharina Emmerick, Therese Neumann aus Konnersreuth, der am 16. Juni 2002 heiliggesprochene Pater Pio und Marthe Robin. Der Arzt Wolfgang Garvelmann erstellte eine vergleichende Studie über die Visionen dreier Stigmatisierter (Anna Katharina Emmerick, Therese Neumann und Judith von Halle).

13 Stigmatisierte wurden von der römisch-katholischen Kirche heilig- und einige weitere seliggesprochen. Die katholische Kirche wertet eine Stigmatisation nicht automatisch als übernatürlich oder als Erweis von Heiligkeit. Bei Selig- und Heiligsprechungen wurden Stigmata entweder nicht oder nur am Rande erwähnt.

Einige der neuzeitlichen Stigmatisierten mussten sich mehrfach medizinischen Untersuchungen von weltlicher und kirchlicher Seite unterziehen, um eine Selbstbeibringung ihrer Wunden auszuschließen. Beispielsweise wird berichtet, Handwunden von Anna Katharina Emmerick seien fest verbunden und von einer Kommission Tag und Nacht beobachtet worden, ohne dass sich an ihren Blutungen etwas geändert habe. Louise Lateau ist einer der am besten dokumentierten Stigmatisationsfälle; ihre Stigmata sollen an Freitagen geblutet haben. Rudolf Virchow, der allerdings das Angebot, sie persönlich zu untersuchen, ablehnte, hielt sie für eine Betrügerin. Die heilige Veronica Giuliani, die am Karfreitag 1697 an Händen, Füßen und Herzen stigmatisiert wurde, trug nur die Wundmale an den Händen und Füßen, nicht aber an der Seite. Bei der Sektion nach ihrem Tode durch zwei Ärzte in Gegenwart zahlreicher Zeugen fand man angeblich jedoch ihr Herz ganz durchstochen.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Stigmatisation" der
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